Zum Thema ob alles viel billiger wird (in Euro oder Dollar) sehe ich aber keine parallele Entwicklung,
die strukturellen Probleme der USA sind viel grösser ... der Dollar müsste weiter abwerten ..
Hm - sicher? Ich denke hier z.B. an die Vergreisung unserer Gesellschaft und
http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=8715
Ich zitiere mal daraus:
ZItat
Die mittlerweile in Europa geschnürten Rettungspakete für die Finanzindustrie
übersteigen das Volumen des amerikanischen TARP-Programms um Längen. Allein in
Deutschland sollen Mittel bereit gestellt werden, die an dessen Volumen heran
reichen. Und dabei kommt das deutsche BIP lediglich auf rund ein Drittel des
US-amerikanischen. Dies legt nahe, dass die Finanz-Probleme in Europa wohl
noch größer sind als in den USA. Und untermauert, nebenbei gesagt, die
relative Stärke des Greenback gegen „unseren“ Brüsseler Bürokraten-Euro.
Die Assets des deutschen Bankensystems belaufen sich fast 8 Bill. Euro. Wenn die
Kreditmärkte weiter aus dem Ruder laufen und eine Rezession Formen annimmt, ist
es gut möglich, dass die vorgesehen Rettungsmittel von bis zu 500 Mrd. Euro
nicht reichen werden, um Bank-Insolvenzen zu verhindern. Diese 6,25 Prozent an
Hilfsmitteln, bezogen auf die Assets, sind nicht viel, wenn man sich die weiter
unten angestellten Überlegungen zur „heißen Buchwert-Luft“ anschaut. Der Anteil
des deutschen am globalen BIP liegt bei gut sieben Prozent
Meiner Meinung nach stehen wir am Beginn einer deflationären Phase. Wie
weit es dabei mit der Cash-Präferenz geht, wird man noch sehen. Auch unter dem
historischen Aspekt einer Rückabwicklung zumindest der jüngsten Exzesse der
Finanzindustrie wäre es unter zyklischen Gesichtspunkten folgerichtig, wenn
einer inflationären Phase eine deflationäre folgt. Ich hatte vor längerem schon
eine analoge, zugegeben mechanische Überlegung hinsichtlich der Perspektive des
Greenback angestellt, die sich bis jetzt umgesetzt hat.
Eine
deflationäre Tendenz in Zusammenhang mit einer Rezession (wenn nicht Depression)
wäre auch eine schlechte Botschaft für die Aktienmärkte.
Zitat Ende
Deutsche neigen dazu mit dem Finger auf die USA zu zeigen. Dabei stecken sie selbst tief im Sumpf. Dann zeigt man auch gerne mit dem Finger auf die bösen Manager. Dabei hat fast jeder Deutsche bis jetzt von dem System profitiert. Der eine mehr, der andere weniger.
Die hohen Sozialstandards in unserer Greisengesellschaft waren nur zu halten, weil im Ausland unsere Produkte gekauft werden. Diese werden aber zu einem großen Teil nur aufgrund der Kreditbubble in den USA gekauft.