Noch 'mal etwas anderes...Thema: (deutsche) Immobilien kaufen j/n ?!
Ich schreib' jetzt mal paar Gedanken dazu hier in 'meinen alten' Faden, um im Immo-Thread nicht wieder unnötige 'Emotionen' auszulösen. ![smilie_love [smilie_love]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/smilie_love_004.gif)
Dass die Tage des FIAT-Geldsystems , wenn nicht gezählt, so doch begrenzt sind, dürfte hier im Forum ja Konsens sein. Die Gretchenfrage ist : was bringt einen , respektive was bringt Dein/mein Vermögen am besten/sichersten/schonendsten durch die Übergangszeit einer Neuausrichtung.
Im oben genannten Faden hat sich das etwas zugespitzt in Immobilie versus Gold. Die einen schwören auf Betongold , die anderen auf echtes Gold. Ich gehöre zu letzteren. Konsens ist : Sachwerte.
Die Frage ist natürlich wie sich dieser Übergang/Neuausrichtung vollziehen wird. Fakt für mich ist : die Grenze des Systems , dessen Limitierung, ist die Schuldentragfähigkeit . Um diese zu 'verlängern' wurde die Zinspolitik entsprechend 'adjustiert' (Nullzins) und an kritischen Stellen das System mit Liquidität geflutet. Aktuell sehen wir , jetzt durch die geopolitischen Ereignisse noch verstärkt, eine nahezu exponentielle Beschleunigung der Verschuldung.
Beispiel USA:

Chart stammt aus den verfügbaren FED Daten. Die Staatsverschuldung liegt inzwischen schon wieder um ein gutes Billiönchen höher ! 

Die US_Gesamtverschuldung ohne zukünfige Versprechen und Verpflichtungen (Renten etc.) nahe der 100 Billionnen ! Eine Zahl mit 14 Nullen :100 000 000 000 000 ![smilie_happy [smilie_happy]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/smilie_happy_058.gif)
Bei uns in Europa sieht's nicht anders oder gar besser aus. Die EZB hat ihre Bilanzsumme seit 2000 verachtfacht !
Gleichzeitig scheinen sich erste 'Adressen' aus den 'Schuldmärkten' zu verabschieden (BRICS?) , was die Zinsen durch Anleiheverkäufe nach oben drückt. Folge: die Schuldentragfähigkeit wird von zwei Seiten bedrängt . Aus diesem Grund steht für mich das 'wie' fest: das 'Endspiel' wird wieder inflationär sein !
Okay ! Ende der Vorgeschichte.
Klar ist : wenn der Geldwert beschleunigt erodiert , wird jeder der über
Vermögen verfügt, egal ob klein oder groß, darüber nachdenken, wie er sein
Vermögen retten/erhalten kann. Common sense: man geht in Sachwerte ! Womit wir
wieder bei der Eingangsfrage wären: Gold oder Betongold ?
Viele hier im Forum sagen ja: ‘‘…mit
Gold sollte man nicht auf Vermögenszuwachs 'spekulieren‘. Gold ist 'nur' eine (Worst-case-)Versicherung !''
Ich teile diese Ansicht nur
bedingt. Ich glaube mit dem richtigen Timing kann man in/durch Krisen, besonders
in der , ich nenne es mal die ‘finale inflationäre Entschuldungskrise‘,
durchaus Vermögenszuwachs erwirtschaften. Wird natürlich nicht ganz leicht
sein. Aber die Zeichen stehen m. E. diesbezüglich für Gold wesentlich günstiger als für
Immobilien.
Warum ?
Weil der Staat, historisch belegt , eventuelle 'Krisengewinne' immer radikal und rücksichtslos abschöpfen wird . Und er wird sich dabei immer auf die Billigung , ja sogar den 'Beifall' der mittellosen Mehrheit stützen können.
Stichworte hier : Hauszinssteuer 1924 oder Lastenausgleich 1952.
Zitat von https://www.welt.de/print/wams/finanzen/article13611231/Wie-anno-1923.html
Dass die Mär von der Schuldenvernichtung überhaupt entstanden ist, liegt an einem Trick des in der Krise ins Amt gekommenen Reichskanzlers Gustav Stresemann. Nach der Einführung der neuen Reichsmark Ende 1923 erhob die Regierung die sogenannte Hauszinssteuer auf Wohneigentum mit der falschen Begründung, die Immobilienbesitzer hätten sich durch die Inflation entschuldet und müssten nun einen Lastenausgleich gegenüber den Besitzlosen zahlen. Dass Grundeigentümer vom Staat zur Kasse gebeten wurden, hatte einen simplen Grund: Anders als Geld und Gold können Immobilien nicht außer Landes gebracht werden.
Die Steuer war so hoch, dass die Länder und Kommunen von 1926 bis 1930 stattliche 20 Prozent ihrer Ausgaben damit finanzierten. Viele Eigentümer konnten ihre Häuser nicht mehr halten und mussten sie an die Städte verkaufen, die damit den Grundstock für kommunale Wohnungsunternehmen legten.
Die Weichen für ein erneutes 'Lastenausgleichsgesetz' sind ja (bekanntermaßen) bereits gestellt:
Zitat von https://lastenausgleichsgesetz24.de/lastenausgleichsgesetz-gefahren/#:~:text=Im%20Dezember%202019%20wurden%20%C3%84nderungen,Sozialgesetzbuchs.
Im Dezember 2019 wurden Änderungen am Lastenausgleichsgesetz beschlossen, die ab dem Jahr 2024 in Kraft treten werden. Diese Änderungen betreffen insbesondere die Ausgestaltung des so genannten „sozialen Entschädigungsrechts“ (sozERG) im Rahmen des 14. Sozialgesetzbuchs.
Man muss sich den inflationären Ablauf bis zur letztlich engültigen Zerrüttung der Währung im Detail anschauen. Dann wir einiges deutlich. In der 'neuesten Neuzeit' kann man nach Argentinien , nach Zimbabwe, nach Venezuela oder in die Türkei schauen.
Am einfachsten lassen sich Daten für die Türkei ermitteln: ich habe verschiedene Daten zum Hauspreisindex gefunden. Ich nehme hier den Maximalwert aus den Daten der OECD:

Wobei der Anstieg sich in jüngerer Zeit beschleunigt hat. Speziell seit 2022 !

Und der Goldpreis ?

Der betrug am 01.01.2015 88,88 TL/Gramm.

...und am 27.10. , also vorgestern 1815 TL/Gramm.

Auf diverse andere Vorteile des Goldes im Privatbesitz (Privat-Verfügbarkeit) wie einfacher Erwerb,(insbes. im Vergleich zum Erwerb einer Immobilie). einfacher Verkauf (zumindest noch !) Anonymität etc. will ich garnicht weiter eingehen. Dürfte hier soweit alles bekannt sein.
I wennsch noh an scheena Obend ! 
