Beiträge von woernie



    Der ideale Kaufzeitpunkt für Gold & Silber: Gestern



    Die Überschrift des Propagandafront-Artikelchens ist unstrittig. Hilft aber denen die nicht gestern gekauft haben herzlich wenig. Egal ob Techniker oder Fundi. :D
    Ansonsten sind die Einlassungen des Schreiberlings (nicht abwertend gemeint) so aussagekräftig wie das Referat eines Demeter-Bauern zum Thema Kunstdünger oder die Ausführungen eines Alternativheilers zu onkologischen Therapiekonzepten der Schulmedizin. Ich bin es eigentlich leid das Thema wieder und wieder erörtern zu müssen. Der Fundi der aus dem Schreiberling spricht hat nur eine Handelsoption : long ! Und zwar auf der Basis der wann auch immer getroffenen Fundamentalentscheidung, dass Gold/Silber unterbewertete Assets sind. Er wird sich also immer dann bestätigt sehen wenn Gold/Silber steigen. Und er wird den Markt für irrational oder manipuliert halten wenn Gold/Silber fallen. Dann muss der Fundi weinen. ;( Und der Fundi wird immer wieder weinen müssen, weil sich Märkte nicht linear in die angedachte Richtung bewegen. Auch nicht fundamental unterbewertete Assets. Um diese Schwingungen des Marktes zu antiziperen, ist der Techniker einfach besser gerüstet als der Fundi. Basta !


    :thumbsup:

    Moin zurück,


    Mit Gold bin ich reich geworden, mit Silber dagegen noch nicht.
    Versuche es immer wieder.


    Nix für ungut.
    Grüße


    Könnte das daran gelegen haben, dass Du viele 'Chips' auf Gold und nur wenige (Kleingeld) auf Silber gesetzt hast ? An der Performance der Metalle kann's jedenfalls nicht liegen. Und bei mir ist es übrigens genau umgekehrt. Was heisst reich, Reichtum trägt man im Herzen, aber mit Silber bin ich um einiges vermögender geworden als mit Gold. :)

    ...der alte, Streit will ich nicht sagen, der alte Disput zwischen der Gold- und der Silberfraktion. Nichts gegen Dr. Bandulet, sozusagen der Kostolany der Goldgugs :D ( Ich hoffe der Herr Saiger ist jetzt nicht gekränkt. ) Aber es ist schon ab und zu hilfreich mal Performance Charts anzuschauen. Auch langfristige. Und dann erweist sich das Gequatsche von der hohen Vola und dem hohen Risiko als das was es langfristig ist: Viel Rauch um nichts ! ;)


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    Wohl kaum. Eher wird Silber von der MwSt. GÄNZLICH befreit.
    Wieso? Weil jeder Politiker mit Sicherheit besser informiert ist als 90% des Fußvolks und sich daher selbst mit Silber eindecken.
    Und ich glaube kaum, dass sich die Politiker ins eigene Fleisch schneiden.


    ...ich verstehe nur nicht wieso sie das 'Bundessilber' wie Sauerbier anbieten. Auch wenn jetzt nicht mehr soviel Silber drin ist...


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    Ich 'arbeite' eigentlich mit dem CRB Rohstoffindex, also der , der sich immer noch CRB nennt. Im Unterschied zum CCI sind hier soviel ich weiss , die Energierohstoffe, vor allem Öl übergewichtet. Aber ich denke das macht insofern Sinn , als in Öl sicher global deutlich höhere Umsätze als mit Orangensaft, Schweinehälften oder selbst Kaffee gemacht werden. Ich benutze das Ratio Bonds/CRB als Indikator für den 'globalen Trend' im Sinn von disinflationär ( inflationsarmes Wachstum), deflationär (Kontraktion) oder inflationär (excpansiv). Für uns Edelmetall-Heinis sind wir aktuell in einer 'guten' weil inflationären Phase. Ich sehe als als erstes und wichtigstes INFLATION und ich sehe , dass dieser Trend relativ heiss gelaufen ist und somit durchaus 'korrekturgefährdet' ist. Gute Kaufsignale für den Rohstoffsektor findet man da , wo ein RSI auf das Ratio überkauftsignale gibt...momentan haben wir das Gegenteil davon. Außerdem sehe ich, im Chart klar erkennbar, dass QE nicht das gewünschte oder nicht das offiziell kommunizierte Wunschziel erzielt. Jedenfalls nicht ohne starke 'Nebenwirkungen', die da wären: Blasenbildung ! :D Wobei ich nicht finde, dass alle Rohstoffe in einer Blase sind. Wenn man bedenkt über was für einen langen Zeitraum Rohstoffe ( auf dem Rücken der Förderländer ) assozial billig waren, herrscht hier einfach gewaltiger Nachholbedarf. Es ist die typische Arroganz der westlichen Eliten hier von Blasen zu reden und den Rückfall in alte Preismuster zu erwarten. Never ! Sicher wird eine Wachstumsverlangsamung Chinas hier irgendwann preiswirksam werden. Sprich die weitere Entwicklung bei den Rohstoffen wird eng mit der Wirtschaftsentwicklung Chinas zusammen hängen.


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    Was die rein Charttechnische Betrachtung des CCI anbelangt: von einem korrektiven Preistrend kann hier wohl spätestens mit dem neuen Hoch nicht mehr ausgegangen werden. Das Preismuster lässt höhere Kurse zu, wenn wir davon ausgehen, dass die Korrektur Anfang 2010 bis August sich etwa in der Mitte des Trends abgespielt hat. Seit QE2 ist der Trend etwas steiler geworden. Gut zu sehen die seit 10 Jahren anhaltende Outperformance der Rohstoffe gegenüber den Aktienmärkten. (Oberes Indikatorfenster). Die Preiskurve ist jetzt klar überkauft (korrekturgefährdet) aber das kann, siehe 2003 - 2008 'ewig' so bleiben. Positiv auch, dass wir in den bis 2008 gültigen Kanal zurückkehren konnten. Also nicht 'nur' ein Pullback an den alten Trend vollzogen haben...


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    ...angesichts des Monatscharts des HUI, darf man nicht aus den Augen verlieren, dass in den Tagescharts weiterhin Konstellationen vorzufinden sind (Bear-flags ? ) , die problemlos einen weiteren Abverkauf in der Größenordnung - 20 - 25 % zulassen. Zu früh für 'all in' . Grün(er) wird es wenn die Widerstandsbereiche (hier im GDX/GDXJ als grüne Horizontalen) genommen sind.


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    Zu den Indizes : ich gehe konform mit dem Crack-up-boom Szenario (nach Mises) wie es von Smart Investor vorgezeichnet wird. Allerdings kann auch in Phasen von QE 123... und POMO ein Uptrend nicht linear und korrekturlos vonstatten gehen. Dér Markt hat dennoch 'Körper' und 'Seele', was bedeutet er muss atmen: ein und aus . Und ich denke , der Markkt hat in letzter Zeit sehr, sehr stark 'eingeatmet'. Bei Zulauf habe ich gelesen, er rechne mit einem 'Mini-Bear-Markt'. Das finde ich eine charmante Idee. :D Hussman sagt es so: der Markt ist ''overvalued, overbought, overbullish with a rising-yields syndrome'' . Wie man weiss ein sehr 'gefährliches Umfeld', welches den Markt anfällig für scharfe Korrekturen macht. Ich habe mal in meinem Chartheft geblättert: es zeigen sich eine Menge 'Divergenzen'. Der Bullmarkt läuft ! Aber er läuft nicht mehr so richtig rund unter der Haube...nur noch auf 3 1/2 Töpfen, sozusagen. Aber short ? No way...ohne Trendbruch.


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    Nachtrag: ein größeres zyklisches Top scheint sich mir auch aus den Intermark-Korelationen noch nicht abzuzeichen. Bei den letzten beiden großen Tops (2001/2007) war es jeweils so, dass zuerst die Industriemetalle topten...dann die Aktien und zuletzt Rohöl. Da die Industriemetalle ein neues Hoch gebaut haben , scheint mir vor diesem Hintergrund die Luft noch 'rein'.


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    ...um nicht zu sagen: zu schön um wahr zu sein. :rolleyes:


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    Schlägt jetzt die große Stunde der Charttechnik ? :D



    Dionicar,Border


    ich hab' natürlich eine Meinung, aber keine besonders fundierte , weil ich schon seit Monaten keine echte 'Analyse' der Lage auf den breiten Aktienmärkten mehr gemacht habe. Und da wir hier im Edelmetallforum sind und ich meine eigenen Anlagepräferenzen auch ziemlich auf diesen Bereich konzentriere, würde ich auch ganz gerne CT weitestgehend auf diesen Bereich beschränken.

    ......


    PS.: Ich gehe davon aus, daß der VP bzw. seine Institution nicht einen solchen Blödsinn betreiben, wie ich ihn beschrieben habe. Die wären dann nämlich bald pleite. Der Unfug findet eher an Universitäten statt, weil diese ständig neue Gutachter für die Begründung alternativloser Maßnahmen ausbilden müssen.


    Gruß
    Klaus_H.


    Genial ! :thumbsup:

    Resci, ich sag' mal so: Fahnenstangen werden nach Trendbruch meistens zu 50 % (mindestens) korrigiert.
    Positiv: der Support bei 26,XX hat gehalten und der Widerstand bei 28 konnte überwunden werden. Jetzt allerdings Widerstand am Abwärtstrendkanal. Wird der geknackt könntest Du richtig liegen. Wenn nicht , war's nur eine 38 er Korrektur des vorangegangenen Downers und wir gehen direkt zur ~ 25. Ich bin offen für beides. :thumbsup:


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    Kann den Chart nicht bringen, weil es technisch bei mir nicht klappt.


    Bei Angabe der privaten Mailadresse kann ich ihn jedoch nachsenden.


    Grüße


    ...Ist schon okay so wie Du das bringst. Begib Dich nicht unnötig in Gefahr. (Copyright)

    Was die obigen Charts von Woernie betrifft, so kann man unmöglich sagen, wer gut steigen kann und welche Aktie sich möglicherweise als Gurke entpuppt.
    Ich hatte mal einen Fond oder Zertifikat über Silber-Explorer. Ist eigentlich gut gelaufen, aber schon länger her. Die WKN habe ich nicht mehr.
    Vielleicht hat jemand eine Ahnung. So ein Querschnitt finde ich jedenfalls weniger risikobehaftet. Und in einer Hausse gehe ich nicht davon aus, das der Emittent pleite geht.


    Fonds ist natürlich eine Alternative, bzw. ETF. Der GDXJ wäre beispielsweise eine Möglichkeit. Aber bei den oben geposteten 'Pennystocks' ist das Risiko durch Moneymanagement beherrschbar: Verluste begrenzen , Gewinne laufen lassen ! Wenn nur ein 'Ten-bagger' dabei ist...


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    :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    [quote='woernie','index.php?page=Thread&postID=646316#post646316']Aber auch Manipulationen hinterlassen lesbare Spuren. :D


    => Tja. Wie das aber mit Spuren so ist. Immer nur ex post sind sie lesbar und einigermaßen plausibel erklärbar. Welche Wendungen der Spurenhinterlasser auf dem KÜNFTIGEN Weg hinterlassen wird, ist nicht sicher ablesbar. Sonst wäre es ja auch langweilig und alle Chartisten stinkreich. ;)



    Pauli, Du hast einen brillianten Kopf. Benutze ihn ! :D *kleiner Scherz*
    Wir sind uns doch schon beinahe einig ! ;)
    Jetzt denke nur noch einen Schritt weiter. Nehmen wir an, Du wärst auf Seiten JPM's oder auf Seiten der FED mit dem Gold-/Silberpreis-Management befasst. Die Mittel um ständig dagegen zu halten sind, da sind wir uns ja sicher einig, begrenzt. Klar, Liquidität ist unbegrenzt. Aber die physischen Liefermöglichkeiten eben nicht. Also musst Du mit 'Papiermitteln' intervenieren. Um nun möglichst effizient handeln zu können, wirst Du an Stellen in den Markt eingreifen, wo Du Unterstützung von anderen, eigentlich unparteiischen Marktteilnehmern erhälst und Deine Eingriffe vom Markt aufgenommen werden. Es kommt dann zu einem 'selbstverstärkenden Effekt'. Was für Stellen im Marktgeschehen sind das ? Solche wo andere 'Marktteilnehmer' auf Basis ihrer Analysen mit beispielsweise Korrekturen rechnen. Als Faktoren seien hier genannt:
    1)Charttechnische Widerstände
    2)Überhitzter Marktzustand (Stichwort: überkauft)
    3)Hohe spekulative Schlagseite. (Spekulatives Kapital lässt sich am leichtesten 'chasen'...)
    4)Euphorie/rotglühendes Sentiment. (Alle die kaufen wollten haben gekauft...und werden bei Gegenwind nervös)
    5)...
    6)...
    etc.


    Oder was glaubst Du wo deren Preismanagement ansetzt ? Ich glaube kaum, dass die morgens Bernanke anrufen und der auf der Basis des Morgenstuhlganges entscheidet...
    Ich denke schon, dass es sich auf Dauer auszahlt den Markt unter technischen Gesichtspunkten zu beobachten. Wenn es jemand nicht tut, empfinde ich das so, als ginge derjenige auf Basis einer Überzeugung ohne Navigartionshilfsmittel, ohne GPS, ohne Chartplotter, ohne Seekarten und ohne Sextant in See...Motto: dort auf der anderen Seite des Atlantiks muss Land sein...Gut, Columbus ist auch angekommen. Aber es war enbehrungsreicher als so eine Atlantiküberquerung heutzutage sein muss.





    ...Abwandlung eines Buchtitels von Markus Koch: "Und wo sind die Yachten der Chartisten"?


    Zeige ich Dir ein andermal. ;)