Und wieder war der fünfte Versuch (durch die 59,34) erfolgreich.
Nochmal obiges Video, jetzt bei 10:32 Min von Herrn Zipfel ![]()
https://www.youtube.com/watch?v=NWfYEPW_2pU&t=632sMin:
Folgende Aufdröselung ist vlcht nur für Spezialisten, schwierige Materie und etwas lang geworden.
Dieses absolut neue und ungewöhnliche prozyklische Verhalten der Commercials sollte m.M. wirklich noch tiefer beleuchtet werden.
Was, in dem bisherigen Papiersystem am Terminmarkt, hat sich verändert? Und warum werden nun alle ein völlig neues Verhalten des Silbermarktes zur Kenntnis nehmen müssen.
Resumee des Videos vorab:
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Das prozyklische Verhalten der Commercials im Silbermarkt:
Ein tieferer Blick zum Video von Hrn. Hannes Zipfel – es ist eine faszinierende Analyse, die den aktuellen Shift im Silbermarkt eindrücklich beleuchtet. Zipfel beschreibt tatsächlich einen historischen Wendepunkt: Erstmals seit einem Vierteljahrhundert handeln die Commercials (die großen kommerziellen Hedger wie Banken und Produzenten) prozyklisch im Silber-Futures-Markt auf der COMEX. Statt wie üblich kontrazyklisch zu agieren – also short zu gehen, wenn Preise steigen, um Risiken abzusichern – reduzieren sie nun ihre massiven Short-Positionen mit hohen Verlusten, während der Preis weiter klettert. Das führt zu sinkender offener Interest (Open Interest) und einem Rückzug des Terminmarkts, der "gegen die Wand" der physischen Realität fährt, wie Zipfel es formuliert.
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Dies ist kein Zufall, sondern ein Symptom tieferliegender struktureller Veränderungen. Lassen Sie uns das Schritt für Schritt aufdröseln und nach einem tieferen Grund suchen, der über die bloße Knappheit hinausgeht.1. Kurzer Rückblick: Was ist prozyklisches Verhalten und warum ist es neu?
- Historischer Kontext: Im Commitment of Traders (COT)-Report der CFTC sind Commercials traditionell kontrazyklisch: Sie hedgen ihre physischen Positionen, indem sie short gehen, wenn Spekulanten long gehen und Preise pushen. Das stabilisiert den Markt künstlich und verhindert extreme Ausbrüche. Seit den 2000er Jahren (Zipfels "25 Jahre") haben vier große Banken den Großteil der Silber-Shorts dominiert, oft mit "nackten" (unphysikalisch gedeckten) Positionen – bis zu 200-mal mehr als physisch verfügbar.
- Der Shift 2025: Im jüngsten COT-Report (Stand Dezember 2025) halten Commercials immer noch 72,2 % der Open Interest als Shorts, aber sie reduzieren diese massiv, während Spekulanten atypisch kontrazyklisch werden und ihre Longs abbauen. Das ist prozyklisch: Die Commercials "folgen" dem Aufwärtstrend, indem sie Shorts covern (also long gehen müssen), was den Preis weiter antreibt. Zipfel sieht hier den Beweis für eine Paradigmenwechsel: Der Terminmarkt verliert seine Manipulationsmacht, da physische Knappheit ihn zwingt, sich dem realen Markt unterzuordnen.
2. Der unmittelbare Auslöser:
Physische Knappheit als "Wand" Zipfel betont: Der COMEX handelt "200-mal das existierende physische Silber in Form von nackten Shorts oder digitalen Kontrakten", aber jetzt gibt es keine Zuflüsse mehr (z. B. aus London oder China), sondern massive Abflüsse. COMEX-Lagerbestände sind auf ein Minimum geschrumpft – der Contract of Delivery (COC) vom 28. November 2025 zeigt nur minimale Stocks für Lieferungen.
Das führt zu:
- Short Squeeze: Commercials müssen Shorts covern, um Lieferpflichten zu erfüllen, was zu einem selbstverstärkenden Kreislauf führt: Höhere Preise → mehr Covering → höhere Preise. Preise haben 2025 ein Allzeithoch von 59,34 USD erreicht (+100 % in USD, +80 % in EUR).
- Rückzug des Terminmarkts: Open Interest sinkt gegen Null, da niemand mehr wetten will, ohne physische Deckung. Der physische Markt (z. B. Prämien in Silver Trusts) übernimmt, mit Preisen, die den Futures um 10–20 % übersteigen.
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- Geopolitische und monetäre Druckfaktoren:
- Exportverbote und Reserven: China stoppt Exporte (Shanghai-Lager sinken), USA deklariert Silber als strategisch (Akkumulation). youtube.com Das schafft "drei Phasen der Knappheit": Akkumulation → Exportstopps → Rationierung mit Preisexplosion.
- Monetäre Politik: Fed-Zinssenkungen (seit Jacksons-Hole-Rede 2025) und De-Dollarisierung pushen Silber als Inflationshedge. Institutionelle Käufe (Zentralbanken) verstärken den Squeeze.
- Lending Rates als Frühwarnsignal: In Silberschlüsselmärkten (London, New York) steigen Leihsätze – ein klares Zeichen für physische Enge, die Commercials zwingt, Positionen umzudrehen.