Zum einen vertut sich der Gute beim Thema COMEX und vertauscht die Kategorien Eligible und Registered, bzw. sagt, dass Eligible für die Auslieferung zur Verfügung stehen (min. 12), und dann behauptet er (Solit-Gruppe), dass Banken auch Platin und Silber laut Basel III als Tier-1-Assets einlagern können. Zu dieser Aussage finde ich nichts im Netz, bzw. die KI-Assistenten stufen diese Aussage als falsch ein. Weiß dazu jemand mehr?
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Das halten von physischem Silber wird für Banken billiger (neue NSFR Regelung) und ist demnach dem Papiersilber in allen Formen überlegen.
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Unter Basel III wird physisches Silber nicht explizit wie Gold als Tier 1-Kapital anerkannt, sondern unterliegt einer anderen regulatorischen Behandlung. Hier ist eine präzise Definition und Analyse der Relevanz von physischem Silber im Kontext von Basel III:
Definition von physischem Silber
- Physisches Silber umfasst greifbare Silberbestände in Form von Barren, Münzen oder anderen physischen Formen, die direkt einem Eigentümer zugeordnet (allokiert) oder in Sammelverwahrung (nicht-allokiert) gehalten werden können.
- Allokiertes Silber: Spezifische Barren oder Münzen, die einem Kunden zugewiesen sind (z. B. durch Seriennummern). Die Bank fungiert als Verwahrer, und das Silber wird außerhalb der Bankbilanz gehalten.
- Nicht-allokiertes Silber: Silber in Sammelverwahrung, das in der Bankbilanz als Aktivposten geführt wird, ohne direkte Zuordnung zu einem bestimmten Kunden. Dies ist oft mit Papier- oder Derivatkontrakten verbunden.
Relevanz von Silber für Basel III
Im Gegensatz zu Gold, das unter Basel III als Tier 1-Vermögenswert aufgewertet wurde (Null-Risiko-Gewichtung für allokiertes physisches Gold), gibt es keine explizite Regelung, die physisches Silber als Tier 1-Kapital oder mit einer Null-Risiko-Gewichtung klassifiziert. Die Relevanz von Silber ergibt sich dennoch aus folgenden Punkten:
- Net Stable Funding Ratio (NSFR): (n e u --- e i n g e f ü h r t )
- Basel III führt die NSFR ein, die vorschreibt, dass Banken langfristige Vermögenswerte (wie Edelmetalle in Sammelverwahrung) mit stabilen Finanzierungsquellen hinterlegen müssen.
- Nicht-allokiertes Silber in der Bilanz von Banken wird als risikobehaftet betrachtet und muss mit einem hohen Finanzierungsaufwand (z. B. 85 % Kernkapital) abgesichert werden. Dies erhöht die Kosten für Banken, die Silber in Sammelverwahrung halten, und könnte den Handel mit nicht-physischem (Papier-)Silber einschränken.
- Allokiertes physisches Silber, das außerhalb der Bankbilanz verwahrt wird, verursacht geringere Kapitalkosten, was es für Banken attraktiver macht, physisches Silber zu halten oder zu fördern.
- Marktimplikationen:
- Die strengeren Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften von Basel III zielen darauf ab, die Praxis zu beenden, mehr Edelmetalle (wie Silber und Gold) in Form von Futures oder Zertifikaten zu handeln, als physisch verfügbar sind. Dies betrifft insbesondere Märkte wie die COMEX, wo Silber-Futures oft nur zu einem Bruchteil physisch gedeckt sind.
- Analysten wie Patrick A. Heller spekulieren, dass Banken gezwungen sein könnten, ihre nicht-allokierten Silberbestände zu reduzieren oder physisches Silber zu erwerben, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Da die physische Verfügbarkeit von Silber begrenzt ist, könnte dies zu einem Anstieg der Silberpreise führen.
- Die London Bullion Market Association (LBMA) hat Bedenken geäußert, dass die NSFR-Regelung die Liquidität des Silbermarkts beeinträchtigen könnte, da Banken möglicherweise aus dem Handel mit nicht-allokiertem Silber aussteigen. Dies würde den physischen Silbermarkt stärken und die Bedeutung der Preisfindung für physisches Silber erhöhen.
- Keine Ausnahmen für Silberderivate: !
- Während für physisches Gold spezifische Ausnahmen im Clearing-Prozess der LBMA gelten, werden Silberderivate nicht erwähnt. Dies bedeutet, dass Banken, die mit Silber-Futures oder nicht-allokiertem Silber handeln, strengeren Kapitalanforderungen unterliegen, was den Handel mit Papier-Silber verteuert.
- Analysten vermuten, dass dies die mehrfache Verpfändung von Silberbeständen (z. B. durch Banken wie JP Morgan) ans Licht bringen könnte, was den Markt für physisches Silber unter Druck setzen würde.
- Indirekte Auswirkungen auf den Silberpreis:
- Die steigende Nachfrage nach physischem Silber, getrieben durch industrielle Nutzung (z. B. in der Solarenergie) und Angebotsdefizite, könnte durch Basel III verstärkt werden, da Banken und Investoren auf physisches Silber umsteigen, um regulatorische Risiken zu minimieren.
Unterschied zu Gold
- Gold: Physisches, allokiertes Gold hat unter Basel III eine Null-Risiko-Gewichtung und gilt als Tier 1-Kapital, vergleichbar mit Bargeld. Dies macht es für Banken äußerst attraktiv, physisches Gold als Eigenkapital zu halten.
- Silber: Physisches Silber hat keine vergleichbare Null-Risiko-Gewichtung und wird nicht als Tier 1-Kapital anerkannt. Es wird jedoch indirekt durch die NSFR-Regeln aufgewertet, da allokiertes Silber geringere Kapitalkosten verursacht als nicht-allokiertes Silber.
Fazit
Physisches Silber ist unter Basel III nicht als Tier 1-Kapital definiert oder anerkannt, im Gegensatz zu Gold. Dennoch ist Silber relevant, da die NSFR-Regeln den Handel mit nicht-allokiertem Silber verteuern und Banken dazu anregen, physisches, allokiertes Silber zu halten. Dies könnte die Nachfrage nach physischem Silber erhöhen, die Marktliquidität für Papier-Silber verringern und den Silberpreis steigern, insbesondere in Kombination mit Angebotsdefiziten und Bewegungen wie Wall Street Silver. Die Auswirkungen auf Silber sind jedoch weniger direkt als bei Gold, da Silber keine explizite Aufwertung als risikofreier Vermögenswert erfahren hat.
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