Je älter desto schlimmer.
BADGE
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Die innere Beschichtung von Fischkonservendosen, wie etwa bei Sardinen, besteht häufig aus Epoxidharzen, die Substanzen wie Bisphenol A (BPA) oder verwandte Verbindungen enthalten können. Diese Beschichtungen schützen das Metall der Dose vor Korrosion und verhindern, dass Metallionen in den Fisch übergehen. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich der gesundheitlichen Risiken, die von diesen Lacken ausgehen könnten. Hier eine Übersicht über die aktuellen Risiken, basierend auf dem Stand der Forschung und dem Wissen im Jahr 2025:
1. Bisphenol A (BPA) und hormonelle Effekte
BPA ist eine chemische Verbindung, die in vielen Epoxidharz-Beschichtungen verwendet wird. Sie kann bei Kontakt mit Lebensmitteln, insbesondere unter bestimmten Bedingungen (z. B. Erhitzen, langer Lagerung oder bei fetthaltigen Inhalten wie Ölsardinen), in geringen Mengen in den Fisch übergehen. Studien haben gezeigt, dass BPA hormonell wirksam ist und als sogenannter "endokriner Disruptor" fungieren kann. Das bedeutet, es könnte das Hormonsystem beeinflussen, was potenziell mit gesundheitlichen Problemen wie Fruchtbarkeitsstörungen, Entwicklungsstörungen bei Kindern oder einem erhöhten Risiko für bestimmte Krebsarten in Verbindung gebracht wird.
Die Europäische Union hat Grenzwerte für die Migration von BPA aus Verpackungen in Lebensmittel festgelegt (derzeit 0,05 mg/kg Lebensmittel), und viele Hersteller haben aufgrund öffentlichen Drucks begonnen, BPA-freie Alternativen zu verwenden. Dennoch ist BPA nicht vollständig aus dem Markt verschwunden, und bei älteren oder günstigeren Konserven könnte es noch vorhanden sein.
2. Cyclo-di-BADGE (CdB) und andere Verunreinigungen
Neben BPA können auch andere Stoffe wie Cyclo-di-BADGE (CdB), ein Nebenprodukt der Epoxidharzproduktion, aus der Beschichtung in den Fisch übergehen. Untersuchungen, etwa vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA-MEL), haben gezeigt, dass bei fetthaltigen Konserven wie Ölsardinen hohe Übergänge von CdB möglich sind (z. B. 1000–2000 µg/kg in einigen Proben). CdB steht im Verdacht, toxisch zu sein, allerdings gibt es bisher keine EU-weiten Höchstmengenregelungen dafür. Die Risiken sind also noch nicht abschließend bewertet, aber es wird angenommen, dass hohe Konzentrationen gesundheitsschädlich sein könnten, insbesondere bei regelmäßigem Konsum.
Spätere Untersuchungen (z. B. 2015–2021) bestätigten weiterhin Probleme mit Cyclo-di-BADGE (CdB), einem Reaktionsnebenprodukt, insbesondere in Fisch-in-Öl und Kokosmilch. Die Behörden forderten fortlaufend technologische Optimierungen der Dosenbeschichtungen, um die Migration zu minimieren
3. Einfluss von Lagerung und Inhalt
Fetthaltige Lebensmittel wie Sardinen in Öl fördern den Übergang von Stoffen aus der Beschichtung stärker als wässrige oder säurehaltige Medien (z. B. Tomatensauce). Lange Lagerzeiten, Temperaturschwankungen oder die Sterilisation der Dosen bei hohen Temperaturen können diesen Prozess zusätzlich verstärken. Das bedeutet, dass bei Sardinen in Öl das Risiko einer Schadstoffmigration potenziell höher ist als bei anderen Konservenarten.
4. Aktuelle Entwicklungen und Alternativen
Heute setzen viele Hersteller auf BPA-freie Beschichtungen, etwa auf Polyester- oder Acrylbasis, die als sicherer gelten. Konserven mit solchen Alternativen zeigen in Studien deutlich geringere oder keine Migrationen bedenklicher Stoffe. Allerdings sind diese Alternativen nicht flächendeckend eingesetzt, und ihre Langzeitsicherheit ist ebenfalls nicht vollständig erforscht. Zudem können auch hier andere Chemikalien verwendet werden, deren Risiken noch unklar sind.
5. Risikobewertung für den Verbraucher
Die tatsächliche Gefahr hängt stark von der Konsummenge ab. Gelegentlicher Verzehr von Fischkonserven, selbst mit herkömmlichen Epoxidbeschichtungen, wird von Behörden wie dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als unproblematisch eingestuft, da die aufgenommenen Mengen in der Regel unter den tolerierbaren Tagesdosen liegen. Bei täglichem oder sehr häufigem Konsum könnten sich jedoch Spuren von BPA oder CdB im Körper anreichern, was langfristig ein Risiko darstellen könnte – insbesondere für Schwangere, Kinder oder Menschen mit Vorerkrankungen.
Fazit
Das Risiko der inneren Dosenbeschichtung bei Fischkonserven wie Sardinen ist heute überschaubar, aber nicht null. Es hängt davon ab, ob BPA oder ähnliche Stoffe verwendet wurden, wie die Konserven gelagert wurden und wie oft sie konsumiert werden.
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...und schon sind wir bei den Windrädern !
Whaaat ... doch doch
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