Beiträge von Bembelpetzer

    Bloomberg 18. Januar 2023


    Lagardes Halbpunkt-Guidance noch immer gültig, sagt Villeroy


    Die Ankündigung von Christine Lagarde, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen noch einige Zeit in Halbprozentpunkt-Schritten anheben wird, haben laut Ratsmitglied François Villeroy de Galhau weiterhin Bestand.


    Im Gespräch mit Bloomberg TV auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte der Chef der französischen Notenbank, es sei noch zu früh, um über den Umfang der wahrscheinlichen Zinserhöhung im März zu sprechen. [...]


    “Wir haben ganz klar gesagt, dass wir immer noch von Sitzung zu Sitzung entscheiden, wir sind datengesteuert, also ist es viel zu früh, darüber zu spekulieren, was wir im März tun werden”, sagte Villeroy. “Ich möchte Sie an die Worte von Präsidentin Lagarde auf ihrer letzten Pressekonferenz im Dezember erinnern: Wir sollten davon ausgehen, dass wir die Zinsen für gewisse Zeit um 50 Basispunkte anheben werden. Diese Worte sind auch heute noch gültig.”


    -----
    Lagarde am 15. Dezember:
    “Wir werden also in gleichmäßigem Tempo weitermachen. Auf der Grundlage der Informationen, die uns heute zur Verfügung stehen, bedeutet dies eine weitere Zinserhöhung um 50 Basispunkte bei unserer nächsten Sitzung und möglicherweise bei der übernächsten Sitzung und möglicherweise auch danach, aber alles wird auch von der Überprüfung der Daten abhängen. Gehen Sie also nicht davon aus, dass es sich um eine einmalige Erhöhung um 50 Punkte handelt, sondern um mehr als das.”
    -----


    [...]

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    7 Dinge die das Finanzamt JETZT mit Ihren Ebay Daten macht


    TaxPro GmbH
    19:44


    Ebay, Kleinanzeigen, Etsy, Mobile.de, Amazon, Airbnb: Alle melden jetzt ans Finanzamt. Gilt das auch für Private? Was zählt als Einnahmen? Ist alles bis 600 Euro steuerfrei?
    Die Kapitelmarker:
    00:00 Intro
    00:54 Welche Plattformen melden ans Finanzamt?
    01:52 Gilt das nur für Gewerbliche oder auch Private?
    03:48 Was zählt als Einnahmen?
    05:13 Woher wissen die den Kaufpreis?
    07:00 Wie soll das funktionieren?
    08:47 Wenn das Finanzamt das nicht anerkennt
    09:43 Der 600 Euro Irrtum
    12:07 Was kann ich steuerfrei verkaufen?
    13:58 Wie schnell bin ich in der Gewerblichkeit drin?
    17:00 Meldet Finanzamt ans Jobcenter?
    18:11 Der Todesstoß für Kleinanzeigen
    18:52 Der Fehler im Gesetz

    Handelsblatt hinter Paywall
    Bafin schränkt Neugeschäft von Milliarden-Fintech Solaris ein


    Die Finanzaufsicht Bafin verschärft die Kontrolle des prominenten Berliner Fintechs Solaris. Für das Institut gelte „künftig ein Erlaubnisvorbehalt hinsichtlich neuer Partnerschaften“, sagte der designierte Solaris-Chef Carsten Höltkemeyer dem Handelsblatt. „Wir müssen von der Bafin also grünes Licht bekommen, bevor wir neue Kunden aufnehmen dürfen.“


    Im Bankensektor ist eine solche Auflage außergewöhnlich. Sie macht deutlich, dass die Finanzaufsicht bei Solaris nach wie vor viele Schwachstellen sieht. Bis diese Mängel behoben sind, hat die Bafin nun die Möglichkeit, die Aufnahme neuer Kunden stark einzuschränken.


    Solaris wurde zuletzt mit 1,6 Milliarden Euro bewertet und hat für das Fintech-Ökosystem in Deutschland große Bedeutung. Das Institut ermöglicht anderen Start-ups, die Banklizenz von Solaris zu nutzen und damit erste Geschäfte zu machen. Zudem bietet Solaris etablierten Unternehmen Bankdienstleistungen an, beispielsweise bei der Herausgabe von Kreditkarten.

    @ Gerald, frisch aus der Druckerpresse ...


    Mit diesen Dividenden-ETFs kannst du 2023 abkassieren


    Der ertragsstarke Renditejäger
    Wisdom Tree Global Quality Dividend Growth ETF


    Der resistente Krisenprofiteur
    Vaneck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders ETF


    Die flexiblen Allrounder
    Vanguard FTSE All World High Dividend Yield ETF
    iShares Stoxx Global Dividend Select 100


    Der verlässliche Aristokrat
    SPDR S&P US Dividend Aristocrats ETF


    Der Hochdividenden-Sammler
    Global X SuperDividend ETF


    Die Schwellenländer-Zwerge
    Wisdom Tree Emerging Markets Small Cap Dividend ETF
    iShares Emerging Markets Dividend ETF



    PS: Ich bin in keinen der Fonds investiert und habe es auch nicht vor.

    Zu Smart-Metern hatte ich 2015 ein paar Posts eingestellt...
    Scheiß Überwachungsstaat
    Scheiß Überwachungsstaat
    Scheiß Überwachungsstaat
    ... es gab noch mehr Posts, die sind aber in dem Thread verschüttet.


    Smart Meter sollen bald Pflicht werden


    11.01.2023 Kabinett billigt Gesetzentwurf


    Das Bundeskabinett hat dem Gesetzentwurf zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende zugestimmt – damit kommt auch der Smart-Meter-Rollout wieder in Gang. Bis 2032 sollen intelligente Stromzähler Pflicht werden. Die Gebühren werden gedeckelt.


    Die Bundesregierung will den Einbau intelligenter Stromzähler vorantreiben. Den entsprechenden Gesetzentwurf zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) mit einem Fahrplan und neuen Vorgaben für die Smart Meter und ihre Nutzung hat das Kabinett am 11.1.2023 gebilligt. Im nächsten Schritt muss sich der Bundestag damit befassen. [...]
    Die jährlichen Kosten für Verbraucher sollen gedeckelt werden: Das neue Gesetz begrenzt die Gebühr auf 20 Euro. Die Kosten über die Netzentgelte werden auf alle Stromkunden umgelegt. Außerdem sollen laut Gesetzentwurf ab 2025 flexible Stromtarife angeboten werden.
    [...]
    Warum der Smart-Meter-Rollout stockte
    [...]
    Smart-Meter-Rollout: Der Fahrplan
    [...]
    Der gesetzliche Rollout-Fahrplan im Überblick:

    • Ab sofort möglich: Agiler Rollout bei Verbrauchern < 100.000 kWh (optional < 6.000 kWh) und Erzeugern bis 25 kW (optional 1 bis 7 kW) -> bis 31.12.2024
    • Sofort zulässig, verpflichtend ab 2025: Möglicher Rollout bei Verbrauchern < 100.000 kWh (optional < 6.000 kWh) und Erzeuger < 100 kW (optional 1 bis 7 kW) mit vollem Funktionsumfang -> 1.12.2025: 20 Prozent / 31.12.2028: 50 Prozent / 31.12.2030: 95 Prozent
    • Ab 2025 zulässig, verpflichtend ab 2028: Rollout bei Verbrauchern > 100.000 kWh und Erzeugern > 100 kW -> 31.12.2028: 20 Prozent / 31.12.2030: 50 Prozent / 31.12.2032: 95 Prozent

    [...]



    PS: Vielleicht kann ja doch mal ein Mod die verstreuten Beiträge zu Smart-Meter zu einem Thread zusammenführen.


    Irgendwie nicht so super...

    Passt zu meinem Post #16, insbesondere im letzten Chartpattern sieht man schön den Performanceunterschied zwischen FTSE All World vs FTSE All-Dividend High Dividend.
    Wenn einem die quartalsweisen Ausschüttungen der Distributing-Tranche nicht ausreichen, kann man auch einen monatlichen Auszahlplan aufsetzen - ggf. auch auf Basis der Accumulating-Tranche.

    Das Ganze bekommt nun mafiöse Züge ...


    [...] Die Polizei hat es bei den Räumungen in Lützerath auch mit einbetonierten Demonstranten zu tun. Die Aktivisten haben sich wohl im Boden mit ganzen Fundamenten einbetoniert. Doch weil sie im Laufe der Nacht gesundheitliche Probleme bekamen aufgrund der niedrigen Temperaturen, haben sie die Polizei darum gebeten, sie zu befreien. [...]


    Man sieht schon in den Aktienkursen die Verschiebung weg von Klebstoffen hin zu Beton ...

    Pressemitteilung | 12.01.2023


    BaFin ordnet Moratorium über die North Channel Bank an

    Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat heute gegenüber der North Channel Bank GmbH & Co. KG wegen drohender Überschuldung ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. Außerdem ordnete die BaFin an, die Bank für den Verkehr mit der Kundschaft zu schließen, und untersagte es ihr, Zahlungen entgegenzunehmen, die nicht zur Tilgung von Schulden gegenüber der North Channel Bank GmbH & Co. KG bestimmt sind (Moratorium). Die Maßnahmen der BaFin sind sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig.


    Das Moratorium musste angeordnet werden, um die Vermögenswerte in einem geordneten Verfahren zu sichern. Die North Channel Bank GmbH & Co. KG hat keine systemische Relevanz. Ihre Notlage stellt daher keine Bedrohung für die Finanzstabilität dar. Die Bilanzsumme des in Mainz ansässigen Instituts belief sich gemäß aufgestelltem Jahresabschluss zum 31.12.2021 auf 173,0 Millionen Euro, zum 30.11.2022 auf Basis unterjähriger Zahlen noch auf 123,5 Millionen Euro.


    Die North Channel Bank GmbH & Co. KG wurde 1924 unter der damaligen Firmierung „Bankhaus Oswald Kruber GmbH & Co. KG” in Berlin gegründet. In 2009 erwarb eine nordamerikanische Investorengruppe das Institut, das daraufhin in North Channel Bank GmbH & Co. KG umfirmiert wurde und seitdem seinen Sitz in Mainz hat.


    Schadensersatz in Zusammenhang mit Cum-Ex-Transaktionen


    Die Bank war in den Jahren 2012 bis 2015 in hohem Maße in sogenannte Cum-Ex-Transaktionen im europäischen Raum involviert, mittels derer Steuererstattungen für nicht gezahlte Steuern erlangt wurden. Gehandelt wurden Aktien von dänischen und belgischen Emittenten. In Zusammenhang mit diesen Transaktionen werden aktuell Schadensersatzforderungen in Höhe von insgesamt 176 Millionen Euro von Seiten der dänischen und belgischen Steuerbehörden gegen die North Channel Bank GmbH & Co. KG geltend gemacht. Eine einvernehmliche Lösung, die bis zuletzt zwischen der Bank und den Steuerbehörden verhandelt wurde und mit welcher eine Vergleichszahlung in wesentlich niedrigerem Ausmaß angestrebt wurde, konnte nicht erreicht werden.


    Da die North Channel Bank GmbH & Co. KG nicht in der Lage ist, Schadensersatz in der geltend gemachten Höhe zu leisten, und die gerichtlich erfolgreiche Durchsetzbarkeit von zumindest einem wesentlichen Teil der Ansprüche für überwiegend wahrscheinlich gehalten wird, hält die BaFin Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität und zur Risikobegrenzung der North Channel Bank GmbH & Co. KG aktuell für geboten.


    Die Bank ist chronisch defizitär und hat kein nachhaltiges Geschäftsmodell mehr. Seit August 2021 unterliegt die Bank einer von der BaFin angeordneten Beschränkung der Kreditvergabe und der Einlagenannahme sowie zusätzlichen Kapitalanforderungen.


    Einlagen gesetzlich geschützt
    Die Einlagen der rund 500 verbleibenden Einleger der North Channel Bank GmbH & Co. KG sind im Rahmen des Einlagensicherungsgesetzes geschützt. Das Institut gehört der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) an. Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Entschädigung von bis zu 100.000 Euro je Einleger liegen vor, wenn die BaFin den Entschädigungsfall festgestellt hat. Die EdB wird die Gläubiger des Instituts unverzüglich darüber unterrichten, wenn dieser Fall eingetreten ist.


    -------------


    Bei der North Channel Bank konnten deutsche Sparer Tages- und Festgelder über weltsparen.de abschließen.

    Die Postbank und die Norisbank sind beides Tochterunternehmen der Deutschen Bank.

    Wenn ich richtig informiert bin, dann ist die Postbank keine Tochter mehr der Deutsche Bank AG, sondern eine Marke der Deutsche Bank AG. D.h. es ist das selbe Institut und im Kontext der 100k€ Einlagensicherung werden Salden von beiden Marken addiert.


    Ob Norisbank noch eine Tochter ist oder nur noch eine Marke, weiß ich nicht.


    Ähnlich wie bei der Commerzbank mit der comdirect und der OnvistaBank als weitere Marken.

    Ich war schon letzte Woche drüber.

    Das Thema hatten wir jetzt schon in mehreren Threads - das möchte ich nicht monieren.
    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass es bei der 2k€-Grenze um Umsatz geht und nicht nur um Verkäufe.

    " Baupreise ziehen weiter an
    Bauen in Deutschland bleibt vergleichsweise teuer. Der Preisanstieg beschleunigte sich zuletzt wegen hoher Material- und Energiekosten wieder. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude legten im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 16,9 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Im August 2022 hatte der Zuwachs 16,5 Prozent betragen. Im Mai 2022 war mit 17,6 Prozent der stärkste Anstieg seit mehr als 50 Jahren ermittelt worden. Gründe für die gestiegenen Kosten sind unter anderem knappe und teure Materialien. Besonders stark war der Preisanstieg bei Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten (20,3 Prozent), Tischlerarbeiten (19,5 Prozent) sowie Betonarbeiten (17,6 Prozent). Die Angaben beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Mehrwertsteuer. "

    In Ergänzung zu Post #30 und #31 ...


    Schweizerische Nationalbank erleidet 2022 Milliardenverlust
    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr infolge der schwächelnden Aktien- und Anleihenmärkte sowie der Franken-Aufwertung einen Rekordverlust verbucht. Wie die SNB heute mitteilte, verzeichnete sie zum Ende des Geschäftsjahres nach vorläufigen Berechnungen einen Fehlbetrag von 132 Milliarden Franken (134 Milliarden Euro). Dieser gehe fast ausschließlich auf wechselkursbedingte Verluste zurück. Die Gewinnausschüttung an Bund und Kantone für 2022 falle aus. Es gebe auch keine Dividende. Nach der Verrechnung mit Rückstellungen und Ausschüttungsreserven ergebe sich ein Bilanzverlust von etwa 39 Milliarden Franken. 2021 hatte die Nationalbank noch einen Gewinn von 26,3 Milliarden Franken erzielt und 6 Milliarden Franken an Bund und Kantone ausgeschüttet. Der endgültige Jahresabschluss soll am 6. März veröffentlicht werden.



    Bundesbank bildete bereits Rückstellungen
    Anderen Zentralbanken im Euroraum drohen im Zuge der raschen Zinswende ebenfalls Fehlbeträge. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte bereits Ende November davor gewarnt. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel erklärte unlängst, dass die deutsche Notenbank Rückstellungen von rund 20 Milliarden Euro für den Fall eines Zinsanstiegs gebildet habe. Zudem schloss Nagel Verluste für die Bundesbank nicht aus. Auch die Notenbanken Belgiens und der Niederlande hatten im vergangenen Jahr auf mögliche Bilanzverluste im Zuge der EZB-Zinswende hingewiesen.



    wiwo: https://www.wiwo.de/politik/ko…ken-verlust/28778818.html
    srf: https://www.srf.ch/news/wirtsc…eld-fuer-bund-und-kantone
    faz: https://www.faz.net/aktuell/fi…den-franken-18588478.html
    spon: https://www.spiegel.de/wirtsch…99-40ca-b28f-496b17f46e8a



    Der Vorteil der SNB ist, sie ist Börsennotiert und man hat ein wenig Einblick ...
    1Y-Chart & Bilanz per 2021 in MioCHF

    Das Thema ist nicht neu, hier hatte ich Anfang Dezember dazu eine Kleine Anfrage der CDU/CSU gepostet
    Was ist eigentlich in Deutschland los???

    Ergänzend zu meinem Post #2727 und #2733 ...


    Dezember 2022: Bafin schaltet in Alarm-Modus und befragt 1.500 hiesige Banken zu Zinsrisiken


    […] So haben Bafin und Bundesbank vergangene Woche eine Umfrage unter sämtlichen nach HGB bilanzierenden Banken und Sparkassen hierzulande initiiert. Zweck der Übung: Die Aufseher wollen das Ausmaß der vom Zinsschock verursachten Verheerungen in den Bilanzen eruieren. Betroffen sind schätzungsweise rund 1.500 Institute. Ausgenommen von der Erhebung wurden lediglich die nach IFRS bilanzierenden Häuser, also vor allem die von der EZB direkt überwachten Großbanken.[…]
    Eigentlich sind solche Ad-hoc-Umfragen bei Banken verpönt, denn sie bedeuten einen hohen Extra-Aufwand auf allen Seiten. Dass die Finanzaufseher kurz vor Weihnachten nun trotzdem nach aktuellen Daten fragen, zeigt, wie viel Druck im Kessel herrscht. […]
    Wie sehr sich die Lage verschärft hat, deutete sich Ende November bereits bei der Vorlage des Finanzstabilitäts-Berichts an. Daraus ging hervor, dass bei Sparkassen und Genobanken allein im ersten Halbjahr sage und schreibe 21,8 Mrd. Euro an stillen Reserven verdampft sind. Die Bundesbank stellte in ihrem Bericht nüchtern fest: „Den Banken stehen damit im Aggregat vorerst keine stillen Reserven mehr zur Verfügung, weshalb weitere Wertverluste unmittelbar zu entsprechenden Abschreibungen und Verlusten führen würden.“ Zugleich mussten Sparkassen und Genossen dem Bericht zufolge auf ihre Wertpapierbestände 12,3 Mrd. Euro abschreiben, mithin 5,6% ihres harten Kernkapitals
    Parallel berichtete Finanz-Szene seinerzeit, dass in zumindest einem Sparkassen-Regionalverband die sogenannte Warnampel zur Überwachung der Risikolage bei rund der Hälfte der Institute auf Gelb oder gar Rot steht; in anderen Regionalverbänden soll es kaum anders aussehen […] Die exakten Daten sind bis zum 13. Januar einzureichen. […]
    Eingeweihte sagen, wer seine Aktiva fristengerecht refinanziert habe, müsse von der aktuellen Übung wenig befürchten. Wer freilich bis zur Zinswende langlaufende Immobilienkredite zu Kampfkonditionen gewährt und diese womöglich kurzfristig refinanziert habe – für den gehe es nun ans Eingemachte.
    Pikant: Bei ihrer Erhebung interessieren sich die Aufseher sehr konkret dafür, wie die einzelnen Institute „Einlagen mit unbestimmter Zinsbindung und Verweildauer“ modellieren. Dies dürfte auf die immensen Bestände an Tagesgeld sowie Kontokorrent-Einlagen in den Verbünden gemünzt sein. Denn bei manchen Sparkassen- und VR-Banken entfallen nach Jahren des Zinstiefs rund zwei Drittel des Depositenbestands auf Sichteinlagen, die zu einem guten Teil als Refinanzierung langlaufender Kredite dienen. Konkret kalkulieren die Institute dabei natürlich ein, dass Kunden täglich abrufbare Einlagen tatsächlich ad-hoc abrufen – aber eben nur zum Teil.
    Dem übrigen Volumen weisen die Institute, je nach Aggressivität ihrer Berechnungen, verschiedene Laufzeitenbänder und damit eine Haltedauer von bis zu 20 Jahren zu, wie in der Branche berichtet wird. Das damit einhergehende Zinsänderungsrisiko werde je nach Wagemut abgesichert bzw. teils in Kauf genommen. Wohl auch vor diesem Hintergrund bitten die Aufseher die Institute nun „um die Darstellung der für Ihre interne Modellierung verwendeten Mischungsverhältnisse bei Einlagen mit unbestimmter Zinsbindung und Verweildauer“.
    Im Zeitalter von Open Banking und Einlagen-Plattformen hat sich die Flüchtigkeit dieser Art der Refinanzierung erhöht. Was, wenn Privatkunden angesichts steigender Zinsen nun Tagesgeld im großen Stil umschichten? […]