Beiträge von Bembelpetzer

    aus dem Newsletter von finanz-szene ...


    Zu begrüßende, transparente Aktion von Wirecard: Bei diversen unserer Leser (genauer: Bei jenen, die ein Konto bei Wirecards N26-Herausforderer "Boon Planet" haben) flatterte am Samstag Post ins Haus. Einleitender Satz: "Liebe/r boon.PLANET NutzerIn, sicherlich hast du bereits die aktuellen News zu Wirecard aus den Medien erfahren. Wir können absolut verstehen, wenn du nun Fragen zu deinem boon.PLANET Account hast." Was folgt, sind die üblichen Einlagensicherungs-Beschwichtigungen - und was bleibt, ist wie immer bei solche Schreiben die Erkenntnis: Die Kunden, die noch nicht alarmiert waren, sind es jetzt. Das ist der Preis der Transparenz. Übrigens: Wie hieß noch mal die Smartphone-Bank, die anfangs des Jahres urplötzlich mit einer spektakulären Guthaben-Verzins von 0,75% geworben hatte? Exakt erinnern wir uns nicht mehr. Aber es war irgendwas mit "Boom" oder "Boon" oder "Buhn" oder so ...


    :thumbsup:

    https://finanz-szene.de/paymen…hier-unsere-berechnungen/


    [...] Am Montagmorgen um 2:48 Uhr jedenfalls veröffentlichte Wirecard eine Pflichtmitteilung, mit der die noch am Sonntag ventilierte Variante, Wirecard sei tatsächlich Opfer eines Betrugs geworden, endgültig vom Tisch sein sollte. Man gehe davon aus, „dass die bisher zugunsten von Wirecard ausgewiesenen Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von insgesamt 1,9 Mrd. Euro mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht bestehen“, heißt es. Ferner untersuche man, ob es das Drittparteiengeschäft überhaupt je gegeben habe. [...]
    Im KPMG-Sonderprüfbericht war von „nicht hinreichend nachgewiesenen Einzahlungen auf Treuhandkonten im Umfang von rund 1 Mrd. Euro“ per Ende 2018 die Rede gewesen. Wenn Ernst & Young nun für Ende 2019 auf fehlende 1,9 Mrd. Euro kommt, dann muss die Annahme lauten: Im Geschäftsjahr 2019 haben sich die nicht nachgewiesenen Finanzmittel in der Wirecard-Bilanz um rund 900 Mio. Euro erhöht.
    Mit der nächtlichen Pflichtmitteilung zog Wirecard zwar sämtliche Aussagen zu Umsatz und Gewinn seit Februar zurück. Was aber kaum jemandem aufgefallen war bzw. was in der Aufregung der vergangenen Tage mehr oder weniger untergegangen ist: Wirecard hatte in die zweite Ad-hoc am vergangenen Donnerstag die „vorläufigen Zahlen“ hineingeschrieben [...] Dort war von einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 482,4 Mio. Euro die Rede. Angenommen, diese Zahl stimmt und die oben genannten Zahlen stimmen ebenfalls – dann müssen wir von den 482 Mio. Euro Gewinn die nicht nachgewiesenen rund 900 Mio Euro abziehen und landen bei einem Verlust von etwa 420 Mio. Euro [...]
    Immer vorausgesetzt, dass 1.) die Erkenntnisse von KPMG und EY richtig sind und dass 2.) die nicht nachgewiesenen Vermögenswerte tatsächlich nie existiert haben, müssen wir zumindest hinter die Gewinne der Jahre 2016 bis 2018 ein Fragezeichen machen (denn diese Gewinne summieren sich ganz grob in Richtung jener rund 1 Mrd. Euro, die KMPG zufolge per Ende 2018 nicht nachgewiesen wurden). [...]


    Ist doch wurscht wer das gesagt hat. Hauptsache es ist gesagt.


    Es geht nicht um das Wer, sondern um das Was.


    Im Originalinterview vom 05.02.1976 hatte sie gesagt ...
    "... I would much prefer to bring them down as soon as possible. I think they've made the biggest financial mess that any government's ever made in this country for a very long time, and Socialist governments traditionally do make a financial mess. They always run out of other people's money. It's quite a characteristic of them. ..."


    Dieses Interview wurde danach von der Presse auf die Aussage ...
    "The problem with socialism is that eventually you run out of other people's money."
    ... zusammen gedampft.


    Im Jahr zuvor hatte sie die Führung der Oppositionspartei übernommen und begann lautstark den Wahlkampf gegen die Labour Party einzuläuten, um dann in der Folge auch die nächste Regierung zu stellen.

    Meine Frau war vorhin kurz vor Ladenschluss im Norma und hat da mit der Kassiererin geredet. Sonst war kein Kunde mehr da.
    Die sagt, dass es bei einigen Lebensmitteln zu Engpässen kommen wird, weil das Zentrallager leer ist und aus der Industrie nicht genug nachkommt.
    Die wurden schon von ihrer Zentrale gebrieft und entsprechend drauf vorbereitet.


    Von dem, was die für die Filiale nachbestellen, bekommen sie schon seit einer Woche nicht mehr die Mengen, die sie gerne hätten.

    Hat sie auch verraten, bzgl welchen Lebensmittel sie extra gebrieft wurden?

    Ich möchte der Meldung noch etwas Kontext hinzufügen…


    ABN AMRO’s weight accounts arose from an acquisition of Hollandsche Bank Unie (HBU). This bank handled the trade and storage of precious metals from its office at Coolsingel in Rotterdam. In 1967, the shares of this bank were taken over by ABN, which later merged with Amro bank. When ABN AMRO merged with Fortis in 2009, HBU was sold to Deutsche Bank. Customers were then given four years to physically deliver or sell their precious metals.


    Back in 2013, the weight accounts at ABN AMRO were transferred to another custodian back. The Swiss bank UBS took over Deutsche Bank’s role as custodian of the gold. ABN AMRO customers were informed of this by letter. Below is the letter notifying customers about the change in terms and conditions.



    Also …


    Ursprünglich konnte man bei der HBU Golddepots eröffnen. Die ABN Amro hat 1967 die HBU übernommen und somit auch diese Depots. Die HBU hat für die ABN Amro weiterhin als Verwahrstelle fungiert.


    2009 wurde die HBU an die Deutsche Bank verkauft und man gab den Kunden vier Jahre Zeit (Forderung der Deutschen Bank???), dass Gold sich ausliefern zu lassen, zu verlagern oder zu verkaufen.


    Dieser Aufforderung von 2009 sind wohl nicht alle Kunden gefolgt und in 2013 musste sich die ABN Amro für die restlichen bei der Deutschen Bank verwahrten Bestände einen neuen Verwahrer suchen (wahrscheinlich wollte die Deutsch Bank das nicht weiter machen). Ein neuer Verwahrer wurde dann mit der UBS gefunden.


    Mit dem Wechsel des Verwahrers in 2013 wurden auch alle verbliebenen Kunden informiert, dass zukünftig eine physische Lieferung ausgeschlossen wird, kein Handel mehr zu Mittelkursen möglich ist, sondern nur noch ein Handel zu Bid und Offer Preisen und auch die Bewertung im Depot nur noch zum Geldkurs erfolgen wird.


    Jetzt, in 2020, möchte die ABN Amro wohl nun das letzte Restgeschäft endgültig loswerden und hat die letzten Depots gekündigt. Hintergrund sind verschärfte regulatorische Anforderungen, deren Umsetzung sich für 2000 Depots nicht lohnt.




    Was die ABN Amro in den 2013er Bedingungen ausgeschlossen hat, war die physische Belieferung. Was aber – so wie es aussieht – nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde, ist ein Übertrag der Forderung.


    Wenn man also nicht verkaufen möchte, so bliebe zumindest die Möglichkeit eines Übertrags zu einem anderen Golddepotanbieter – vorzugsweise einem, der ebenfalls die UBS als Verwahrer hat oder man eröffnet direkt ein Golddepot bei der UBS sofern möglich.


    Für mich sieht es so aus, dass die Kunden wohl seit 2009 hätten ahnen können, dass diese Golddepots bei der ABN Amro eine endliche Lebensdauer haben könnten.


    Scheinbare Originalquelle: https://www.trouw.nl/economie/…bandons-gold-investors%2F

    Das Verhältnis Dax-Kursindex durch Gold oz/EUR würde wie folgt aussehen ...


    Da es hier wohl um die Gesamtperformance geht, kann man schon mit dem DAX-Performanceindex vergleichen ... dann muss man es aber auch beim DJ, S&P 500, Russel 1000/2000/3000 und MSCI, FTSE etc. machen - das sind nämlich alles Kursindizes. Wichtig ist nur bei einem Fokus auf den DAX den Goldkurs in EUR zu betrachten.


    Ich persönlich schaue nicht nach dem Verhältnis und mir wäre persönlich der DAX viel zu klein - da müsste noch mindestens der MDAX, wenn nicht sogar noch der SDAX mit dabei sein (gem. der neuen Indexzusammenstellung ab Mai 2018 - davor zusätzlich TecDax).

    https://www.varta-ag.com/wp-co…_GB2018-dt_webversion.pdf


    Geschäftsbericht 2018 Seite 151...
    Am 30. Januar 2014 beschloss die Hauptversammlung der VARTA AG die Übertragung der Aktien der damaligen
    Minderheitsaktionäre auf die Mehrheitsaktionärin, die Gopla Beteiligungsgesellschaft mbH (Gopla) gegen
    Barabfindung in Höhe von EUR 4,51 pro Aktie. Die Abfindungshöhe basierte auf einem externen Bewertungsgutachten.
    Der Squeeze-Out wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 12. März 2014 wirksam. Auf Gopla
    wurden damit 210.379 weitere Aktien übertragen. Der Gesamtabfindungsbetrag betrug EUR 948.809,29.
    Nach dem Squeeze-Out leiteten ehemalige Minderheitsaktionäre ein Spruchverfahren gegen Gopla – nach
    Verschmelzung auf die VARTA AG gegen diese – vor dem Landgericht Stuttgart ein. Mit Beschluss vom
    15. Mai 2017 hat das Landgericht Stuttgart sämtliche Anträge zurückgewiesen. Gegen diesen Beschluss
    wurde von einigen Antragstellern und deren gemeinsamen Vertretern Beschwerde eingelegt. Das Landgericht
    Stuttgart half den Beschwerden mit Beschluss vom 21. Dezember 2017 nicht ab. Das Verfahren liegt nun beim
    Oberlandesgericht Stuttgart zur Entscheidung vor. Eine Indikation über den Ausgang und die Dauer des
    Verfahrens in zweiter Instanz ist derzeit nicht möglich, da das Oberlandesgericht bislang weder zum weiteren
    Gang des Verfahrens noch inhaltlich Stellung bezogen hat. Auf Basis der bisherigen gerichtlichen Entscheidungen
    ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.


    Also entweder wurde März/April 2014 etwas gezahlt, oder dann in 2017 oder wenn der Erblasser auch dann noch geklagt hat noch später oder noch gar nicht ...

    https://www.xetra-gold.com/gol…im-verwalteten-vermoegen/


    Xetra-Gold übersteigt Marke von 10 Mrd. Euro beim verwalteten Vermögen
    24.02.2020 - Aktuelles


    Steigender Goldpreis und hohe Nachfrage sorgen für neuen Rekord / Europas führender Gold-ETC mit physischer Verbriefung


    Das verwaltete Vermögen von Xetra-Gold (ISIN: DE000A0S9GB0) hat erstmals die Marke von 10 Mrd. Euro überschritten. Der physische Bestand des Gold-ETCs, der im Zentraltresor für deutsche Wertpapiere in Frankfurt eingelagert wird, liegt aktuell bei 209,98 Tonnen. Das entspricht einem Plus von 6,39 Tonnen seit Jahresbeginn. [...]

    Weiß nicht, dass gezielt nach Barren gefragt wird deutet doch irgendwie auf Anfänger hin, oder?Ich meine Goldbugs nehmen doch eher Münzen in unterschiedlichen Stückelungen.
    Jedenfalls hatte ich immer den Eindruck.


    Wobei ich ganz persönlich und real auch nur einen kenne - mich :D

    Aufgrund der Gespräche kannten die sich aus ... zum Einen mit Münzen und Barren, zum Anderen mit Gold und Silber. Im Glaskasten neben an, war auch eine Beratungen für Ersttäter am Gange, und da wurde so ziemlich alles an Münzen in Gold und Silber (inkl. verschiedene 1kg-AG-Münzen) aufgetischt - sofern überhaupt noch vorrätig, ansonsten anhand von Prospekten gezeigt. Aus der Ferne wurde gewetteifert, wer was gerade erkannt hat. Die meisten waren sich aber einig, dass 1oz AU-Barren "schöner und praktischer" sind, und Silber "nix wäre", erst recht nicht "Platin und Palladium". Da wie geschrieben die 1oz-Barren jedoch aus waren und 50g schon unattraktiv, wurde fast durchgängig 20g-Barren gekauft und ein 10g zum besseren erreichen der 10k.


    Vielleicht fanden sie auch die 20g-Barren-Tubes so attraktiv??? :D

    Ich orakle mal, das Thema "Private Krisenvorsorge" wird demnächst wieder durch die Mainstreammedien gejagd.


    https://www.digitalfernsehen.d…thriller-blackout-551267/
    Stromausfall in ganz Europa: Joyn und Sat.1 verfilmen Elsberg-Thriller „Blackout“
    Sat.1 und Joyn verfilmen Marc Elsbergs Bestseller „Blackout – Morgen ist es zu spät“ über einen riesigen Stromausfall in Europa.
    Die Produzenten versprechen eine „High-End-Serie“. Geplant seien sechs Folgen mit jeweils 45 Minuten Länge, berichtete eine Sendersprecherin am Donnerstag.
    Die Handlung: An einem kalten Novembertag fällt in ganz Europa der Strom aus. Während Regierung und Behörden mit den Auswirkungen kämpfen, gerät ein Ex-Hacker ins Visier der Ermittler. Das Buch verkaufte sich laut Mitteilung 1,7 Millionen Mal.
    Joyn-Geschäftsführerin Katja Hofem sprach von einem „Stoff, der unter die Haut geht“. Sat.1-Geschäftsführer Kaspar Pflüger, hob hervor, dass sein Sender damit „einen weiteren Schritt seiner fiktionalen Ausrichtung“ gehe.
    Man setze auf relevante Stoffe und hochwertige Produktionen.

    War heute Mittag im goldsilbershop in Mainz. Normalerweise ist man im Laden meist alleine - heute hatte ich ca. 20 Personen vor mir, und nach mir kamen auch noch weitere. Nach der Optik, die unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und zwischen 25 und 80 Jahren alt.


    Alle haben versucht bis zum Anschlag 10k zu tauschen - mit der Diskretion ist es dort leider nicht so weit. Die letzten paar Münzen sind während meines Aufenthalts weggetauscht worden - war aber für die allermeisten kein Problem, da gezielt nach Barren gefragt wurde, insbesondere nach 1oz-Barren - bis auch die aus waren.


    Es wurden hauptsächlich gezielt nach geprägten Barren gefragt in 1oz, 20g und 10g zum auffüllen bis zur 10k-Grenze. Ein einziger 50g ging noch weg, 100g und schwerer gab es auch noch, wollte aber kein Einziger haben.


    Ich bin mir fast 100%ig sicher, unter den Leuten vor Ort war niemand Ersttäter. Es wurde auch sehr oft nach den Öffnungszeiten zwischen den Jahren gefragt. Die, die unbedingt Münzen haben wollten, konnten diese heute kaufen und bezahlen, und bekamen einen Abholschein für die erste Januarwoche.

    Oh, hier wurde ja nach mir gerufen. Leider bin ich hier nicht ganz sattelfest, aber so weit mir bekannt ist, ist es wie folgt:



    Beim Übertrag des Depots ins Ausland:
    Die Stücke können gegen ein teils saftiges Entgelt übertragen werden, die von der abgebenden und von der aufnehmenden Bank in Rechnung gestellt werden. Jeder Posten wird abhängig von den lokalen Lagerstellen der beiden Institute separat bepreist, mal pauschal pro Posten, mal pro Stück, mal prozentual vom Gegenwert, und die eigenen Kosten der abgebenden und der aufnehmenden Bank kommen auch noch dazu. Hier empfiehlt es sich vor her genau alle Kostenbestandteile für jeden einzelnen Posten vorab zu prüfen – teilweise gibt es auch umfassendere Pauschalen oder es wird nicht jede Leistung separat in Rechnung gestellt.
    Die Einstandskurse zu den einzelnen Posten wären dann erstmal weg. Soweit ich weiß, funktioniert der Datenaustausch nur innerhalb Deutschlands. Sollte in dem Land des Zielinstitutes ein ähnliches Besteuerungsverfahren auf Basis der Einstandskurse stattfinden, so muss man das selbst mit dem aufnehmenden Institut ausdiskutieren und alle Einstandskurse nachweisen.


    Bezug von Dividenden im Auslandsdepot:
    Die Dividenden unterliegen erstmal der ausländischen Quellensteuer (sprich „ausländischen Abgeltungssteuer“) und werden abzüglich der Steuern gutgeschrieben. Die Dividende ohne den Steuerabzug muss dann nochmals selbständig in der inländischen Einkommenssteuererklärung deklariert werden und unterliegen der AgSt. Wenn man dem Finanzamt nachweist, dass man im Ausland bereits QSt gezahlt hat, kann man sich den Satz gemäß dem bilateralem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) auf Antrag beim Finanzamt gegenrechnen lassen. Die Rückzahlung von eventuell die AgSt übertreffende gezahlte ausländische QSt kann man selbst dann im Ausland beantragen – mit Anzeige beim inländischen Finanzamt – die Rückzahlung kann teilweise Jahre dauern (z.B. Italien ~10 Jahre).
    Also all das Prozedere, was eine gute inländische Bank automatisch bei der Dividendenausschüttung als Service vornehmen würde, muss man selbst mit dem Finanzamt ausmachen.
    Hinzu kommt ggf. ja nach Zielland, dass die Gutschriften in Fremdwährung erfolgen und eventuelle Divisenkursgewinne ebenfalls jährlich selbst beim Finanzamt veranlagt werden müssen.
    Auch sollte der Punkt geprüft werden, ob das ausländische Institut Dividendengutschriften mit einer Gebühr bepreist – das ist insbesondere bei vermeintlich günstigen Brokern der Fall.


    Verkauf von Aktien im Auslandsdepot:
    Auch hier gilt wieder das Gleiche: erstmal steuerpflichtig im Ausland, dann selbständig beim inländischen Finanzamt deklarieren unter Nachweis der Einstandskurse und ggf. Beantragung der Berücksichtigung der gezahlten QSt.



    Fiktives Beispiel für eine Dividendenausschüttung im Ausland:
    a) 1000€ Dividende, Ausland erhebt 20% = 200€, auf dem Konto kommen 800€ an.
    b) 1000€ beim FA anmelden, 25% AgSt = 250€, theoretischer Ertrag nur noch 550€.
    c) Antrag auf Berücksichtigung der gezahlten und nachgewiesenen QSt, gem. DBA
    DBA-Satz = 15% = 150€ >>> AgSt nur noch = 250€–150€ = 100€, Ertrag also 700€
    d) Da gezahlte 20% QSt höher sind als 15% im DBA, kann man nun für die 5% beim ausländischen (Zentral-)Finanzamt eine Rückforderung beantragen, also 50€ mit einem Endertrag von 750€



    Warum man sich das als Privatperson alles aufhalsen sollte, erschließt sich mir nicht. Das Ganze macht nur viel mehr Arbeit. Ich kann mich nicht besser stellen als in Deutschland, und wenn doch, dann habe ich etwas falsch gemacht und Steuern hinterzogen … und bei wem wird wohl das Finanzamt genauer hin schauen?



    Wenn ich hier etwas falsch dargestellt habe und jemand es besser weiß, bitte korrigieren! Ich mache so etwas nicht, da mir das viel zu viel Aufwand wäre.

    Im Finanzausschuss gibt es heute eine Anhörung zur Geldwäscherichtlinie, mit der auch die Freigrenze von 2.000 EUR bei Edelmatallgeschäften kommen soll...
    Die Anhänge habe ich unten angefügt, sind eher Immolastig und ich habe ab der Stelle mit dem geforderten Immoregister und dem geforderten Verbot von Bargeldzahlungen ab 5k€ im Antrag der Linken nur noch flüchtig drüber schauen können und wollen.


    https://www.bundestag.de/presse/hib/666548-666548
    Anhörung zur Geldwäscherichtlinie
    Finanzen/Ausschuss - 05.11.2019 (hib 1227/2019)


    Berlin: (hib/HLE) Der Finanzausschuss führt am Mittwoch, dem 6. November, eine öffentliche Anhörung zu dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Änderungsrichtlinie zur Vierten EU-Geldwäscherichtlinie (19/13827) durch. Außerdem geht es in der von 15 bis 17.15 Uhr im Saal E 400 des Paul-Löbe-Hauses stattfindenden Anhörung um Anträge der Fraktion Die Linke (19/11098) und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/10218) zur Geldwäsche.


    Mit dem Gesetzentwurf sollen unter anderem die Verschwiegenheitsverpflichtung der freien Berufe eingeschränkt und der Edelmetallhandel stärker reguliert werden. So soll die Schwelle, bis zu der Edelmetall identifizierungsfrei gekauft werden kann, von 10.000 auf 2.000 Euro gesenkt werden. Zu den weiteren Maßnahmen gehört die Ausweitung des Kreises der sogenannten geldwäscherechtlich Verpflichteten. Dienstleistungsanbieter im Bereich von virtuellen Währungen sollen künftig generell als geldwäscherechtlich Verpflichtete gelten.


    Als Sachverständige sind geladen: Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Bundesnotarkammer, Bundesverband der Deutschen Industrie, Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit, Deutscher Steuerberaterverband, Die Deutsche Kreditwirtschaft, Fachvereinigung Edelmetalle, Financial Intelligence Unit (FIU), Professor Gregor Kirchhof (Universität Augsburg), Netzwerk Steuergerechtigkeit Deutschland, Prepaid-Verband Deutschland und Staatsanwaltschaft Berlin.


    Zuhörer werden gebeten, sich im Sekretariat des Ausschusses mit vollständigem Namen und Geburtsdatum per E-Mail (finanzausschuss@bundestag.de) anzumelden. Außerdem sind das Datum und das Thema der Anhörung anzugeben. Zur Sitzung muss das Personaldokument mitgebracht werden.


    (rote Hervorhebung von mir)

    Aktuelle Beiträge zu Negativzinsen für private Bankkunden im Handelsblatt ... mit Verweis auf den 60seitigen Leitfaden mit dem Vier-Stufen-Plan zur Einführung von Negativzinsen, den der Bundessverband deutscher Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) an seine Mitgliedsinstitute herausgegeben hat



    https://www.handelsblatt.com/f…vzinsen/25162668-all.html
    Aufbruch in die Minus-Welt: Genossen geben sich Anleitung für Negativzinsen

    Ein Strategiepapier zeigt, wie intensiv sich selbst die Volksbanken darauf vorbereiten, Minuszinsen von Privatkunden zu erheben. Die Dummen sind die Kunden.



    https://www.handelsblatt.com/f…m-minuszins/25162672.html
    BVR-Strategiepapier: Die vier Schritte zum Minuszins

    Geldhäuser sollen Kunden langsam auf einen Negativzins vorbereiten, rät der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken. Wie die Handlungsempfehlung genau aussieht. [...]


    In einer „Vorstufe“ soll eine Bank die Öffentlichkeit, aber auch Kunden und die Bankgremien auf eine andauernde Niedrigzinsphase und „auf die grundsätzliche Möglichkeit einer Einführung von Negativzinsen“ vorbereiten.


    In „Stufe 1“ soll es im Neugeschäft bei Girokonten und Einlagen nur noch „aktuelle Verträge (mit Negativzinsklausel)“ geben.


    In „Stufe 2“ werden die ersten Negativzinsen eingeführt. Dabei sollen die Banken im Neugeschäft zusätzlich zu den Maßnahmen der Stufe 1 konkrete, individuelle Volumengrenzen festlegen, bei deren Überschreitung mit den Kunden Negativzinsen in individueller Höhe vereinbart werden.


    In „Stufe 3“ werden Negativzinsen im Neukundengeschäft „im gesamten Mengengeschäft angewandt, die Negativzinsen sind im Preis- und Leistungsverzeichnis ausgewiesen“, heißt es im BVR-Konzept.


    In Ergänzung zu den Posts #53 und #57 wegen der Reduzierung der Meldeschwelle bei Goldkäufen möchte ich hier den aktuellen Gesetzentwurf 19/13827 hierzu nachreichen (File anbei).


    Interessant zu lesen ist auch die dazugehörige Pressemitteilung zu dieser Veröffentlichung ...
    https://www.bundestag.de/presse/hib/661980-661980
    ... insbesondere das Ende, welche wohl die ursprüngliche Quelle zu woernies Link in #73 ist:


    "... Der Bundesrat verlangt in seiner Stellungnahme zahlreiche Änderungen und Ergänzungen an dem Gesetzentwurf. Zum Handel mit Edelmetallen heißt es, es gebe eine hohe Anfälligkeit für Geldwäsche. Zwar sei die Verringerung des Schwellenwertes von 10.000 auf 2.000 Euro ein Signal in die richtige Richtung, dürfte aber in der Praxis genauso unwirksam gegen Geldwäsche sein wie die bisherige Schwelle von 10.000 Euro, da die Barzahlung nach wie vor bei der üblichen Handelsgröße von einer Unze (über 1.000 Euro) beliebig in anonyme Rechnungen gestückelt werden könne. Der Bundesrat verlangt eine Absenkung des Schwellenwertes auf 1.000 Euro. Damit würde erreicht, dass die Aufstückelung der Barzahlung auf unterhalb des Schwellenwertes von 1.000 Euro liegende Goldmünzen wirtschaftlich uninteressant wäre, da dafür überproportionale Prägekosten anfallen würden.


    [i]In ihrer Gegenäußerung lehnt die Bundesregierung den Vorschlag der Länder ab. Es solle zunächst abgewartet und zu gegebener Zeit überprüft werden, wie sich die erhebliche Senkung des Schwellenbetrages von 10.000 auf 2000 Euro auswirken werde. Mit dem Schwellenbetrag von 2.000 Euro bleibe der Kauf der handelsübliche Menge von einer Unze Gold identifizierungsfrei möglich, so die Stellungnahme der Bundesregierung."[/i]