Beiträge von Bembelpetzer

    Siehe Link in Post 378
    ... in New York und Paris ist die Lagerung kostenlos ...

    http://www.focus.de/finanzen/n…n-den-usa_aid_845592.html


    [...]
    Carl-Ludwig Thiele: Die Bundesbank hält einen Teil ihrer Goldbestände in eigenen Tresoren im Inland, weitere Bestände werden an wichtigen Goldhandelsplätzen bei den dort ansässigen Zentralbanken verwahrt. Im Einzelnen sind das:
    Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main: 1036 Tonnen (= 31 Prozent),
    Federal Reserve Bank (Fed), New York: 1536 Tonnen (= 45 Prozent),
    Bank of England, London: 450 Tonnen (= 13 Prozent),
    Banque de France, Paris: 374 Tonnen (= 11 Prozent).
    [...]


    Ich hatte da andere Zahlen "als aktuelle Zahlen" im Kopf...
    ~65% New York
    ~20% London
    ~10% Paris
    ~ 3% Mainz
    ~ 2% Frankfurt


    Hatte ich da ganz falsche Zahlen im Kopf? Wurde da einiges schon transferiert und niemand hats mitbekommen? War das gezielte Desinformation?


    [...] Thiele: Wir haben Anfang des vergangenen Jahrzehnts 930 Tonnen Gold von London nach Frankfurt gebracht und dabei akribisch kontrolliert. [...]


    also Ich habs net mitbekommen.

    http://www.bundesbank.de/Redak…ngnahme_goldreserven.html


    Pressenotiz 23.10.2012


    Erklärung der Deutschen Bundesbank zur Bilanzierung der Goldreserven


    Die Deutsche Bundesbank hält und verwaltet die nationalen Währungsreserven der Bundesrepublik Deutschland mit größter Sorgfalt. Zu den Währungsreserven zählen 3.396 Tonnen Gold zum Bilanzstichtag 31.12.2011. Für die Lagerung dieser Goldbestände ist deren Charakter als Währungsreserve maßgeblich und es gelten höchste Sicherheitsanforderungen.


    Teile ihrer Goldreserven lässt die Bundesbank seit Jahrzehnten bei Notenbanken im westlichen Ausland lagern: bei der Federal Reserve Bank of New York, der Bank of England und der Banque de France. Von diesen Notenbanken erhält die Deutsche Bundesbank jährlich Bestandsbestätigungen an Feinunzen Gold als Grundlage für die Bilanzierung. An der Integrität, Reputation und Sicherheit dieser ausländischen Lagerstellen gibt es keinen Zweifel. Das Eigentum an den Barren bleibt durch die Verwahrung bei den Partnernotenbanken unberührt und begründet ein insolvenzsicheres Recht. Darüber hinaus genießt die Bundesbank als Notenbank einen besonderen Immunitätsschutz und damit auch Schutz vor Vollstreckungsmaßnahmen. Eine Vermischung mit den Beständen Dritter ist ausgeschlossen.


    Bezüglich des Umfangs der körperlichen Bestandsaufnahme der im Ausland gelagerten Goldreserven zu Bilanzierungszwecken vertreten Bundesrechnungshof und Bundesbank unterschiedliche Auffassungen. Dazu erklärt die Bundesbank: Zum einen entspricht der vom Bundesrechnungshof gewünschte Prüfumfang nicht den Usancen zwischen Notenbanken. Zum anderen entsprechen die seit vielen Jahren angewandte Buchinventur und die ergänzenden Bestätigungen der Verwahrstellen den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Mit den vorliegenden Unterlagen und den angewendeten Verfahren ist der Nachweis über die ausgelagerten Goldbestände vollständig und seit Jahrzehnten nachvollziehbar erbracht. Die Vorgehensweise wurde durch alle bisherigen Jahresabschlussprüfer bestätigt, die ausnahmslos ein uneingeschränktes Testat erteilt haben, das jedes Jahr im Geschäftsbericht der Bundesbank veröffentlicht wird. Auch der Bundesrechnungshof, der den Jahresabschluss seit 2002 prüft, hat die Bilanzierung der Bundesbank bisher nie beanstandet. Das unabhängige Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat ausdrücklich bestätigt, dass das von der Bundesbank für die Goldbestände gewählte Inventurverfahren rechtskonform ist. Bei bedeutenden Bilanzpositionen sind über die Buchinventur hinausgehende Prüfungshandlungen möglich. Hierbei sind jedoch auch die Integrität und die Unabhängigkeit des Verwahrers zu berücksichtigen. Dass es sich bei den Verwahrstellen der Bundesbank um Adressen von allerhöchster Reputation und Bonität handelt, steht außer Zweifel. Zu Prüfungshandlungen, die über die Buchinventur hinausgehen, ist mit den Partner-Notenbanken der Bundesbank Stillschweigen vereinbart worden.


    Ungeachtet der bestehenden Rechtsauffassung wird die Bundesbank Anregungen des Bundesrechnungshofs, soweit es möglich ist, aufgreifen. Maßgeblich für Entscheidungen über die Lagerung der Goldbestände bleibt jedoch deren Charakter als Währungsreserve. Wie bereits in der Vergangenheit wird die Bundesbank auch künftig Teile der Goldbestände aufarbeiten und überprüfen lassen. Damit können auch partielle Verlagerungen verbunden sein. Damit die Goldbestände ihre Funktion als Währungsreserven erfüllen können, müssten sie im Bedarfsfall ohne logistische Einschränkungen in gängige Reservewährung eingetauscht werden können. Dies ist der Grund für die Lagerung von Teilen der Goldreserven bei Partner-Notenbanken im Ausland.

    Für Interessierte ...



    EINLADUNG zur 6. Deutschen Rohstoffmesse Frankfurt 2012 am 31. Oktober 2012


    Sehr geehrte Damen und Herren,


    wir freuen uns sehr, Sie zur 6. Deutschen Rohstoffmesse Frankfurt 2012 einladen zu dürfen.


    Rund 40 Aussteller und Partner präsentieren sich am Mittwoch, den 31. Oktober 2012, im Hermann Josef Abs Saal in Frankfurt. Eröffnet wird die Veranstaltung von Dirk Müller, besser bekannt als Mr. DAX. In seinem Vortrag um 10.00 Uhr geht es um „Der Euro in der Krise? Rohstoffe als Alternative?“.


    Weitere Gastvorträge werden gehalten von Robert Halver (Baader Bank AG) und N24 & DAF Starmoderator Mick Knauff „Der aktuelle Marktausblick - Vom DAX zum Gold“.


    In den Podiumsdiskussionen erörtert zum einen Hermann Kutzer mit den Entscheidern der Tradium GmbH und Deutsche Rohstoff AG sowie dem Rohstoffexperten Christoph Brüning das Thema „Seltene Erden in Deutschland?“. In den weiteren Gesprächsrunden geht es zum anderen mit den Unternehmenslenkern u.a. von NWM Mining Corp., Global Metals Exploration, Lincoln Mining und Canuc Res. neben Gold und Kupfer auch um die Edelmetallexploration in Nord- und Südamerika.


    Herbert Wüstefeld von der Royal Bank of Scotland sowie Jochen Stanzl, Rohstoffexperte der BörseGo AG, werden am Nachmittag auftreten.


    Ein weiteres Highlight wird unsere mehrmals an diesem Tag stattfindende Verlosung sein: 5 Unzen Silber können Sie gewinnen!


    Durch das Programm führt der Finanzjournalist und Börsenexperte Hermann Kutzer zusammen mit dem Rohstoffexperten Christoph Brüning.


    Bitte bestellen Sie Ihre kostenfreie Eintrittskarte unter folgenden LINK: www.deutsche-rohstoffmesse.de/index.php?id=89
    Per Post stellen wir Ihnen die Eintrittskarten kostenfrei zu.


    Wir würden uns sehr über Ihr Kommen freuen!


    Nähere Informationen erhalten Sie unter:
    http://www.deutsche-rohstoffmesse.de


    http://www.handelsblatt.com/fi…griechenland/7247422.html


    Goldrausch in Griechenland


    Griechenland droht zum Armenhaus Europas zu werden. Im Staatshaushalt klaffen riesige Löcher. Ein Ausstieg aus dem Euro wird deshalb immer wahrscheinlicher. Dabei ist das Land reicher als viele vielleicht glauben mögen.


    Athen Drei Jahre lang bemühte sich das Unternehmen von Steve Sharpe um die Genehmigung der griechischen Behörden, in dem Land nach Gold schürfen zu dürfen. Bevor European Goldfields in diesem Jahr letztendlich die Erlaubnis erhielt, war der Kurs des Unternehmens so stark eingebrochen, dass bereits ein Übernahme-Interessent an seine Tür klopfte. “Um nichts in der Welt würde ich nach Griechenland zurückkehren”, sagt Sharpe, der frühere Chef für die Unternehmensentwicklung bei dem kanadischen Unternehmen. Er leitet mittlerweile ein Bergbauunternehmen im benachbarten Mazedonien. Doch Verzögerungen, wie sie Sharpe erfahren hat, zählen inzwischen immer mehr zur Vergangenheit. Die Krise hat sich in einigen Bereichen zu einem Antriebsmotor entwickelt, da sich die Regierung darum bemüht, Arbeitsplätze zu schaffen. Eldorado Gold und Glory Resources entwickeln zurzeit vier Minen, mit deren Hilfe Griechenland bis 2016 zum größten Goldproduzenten in Europa werden dürfte. Der Goldbergbau kam auf Touren, nachdem Griechenland ein Eilverfahren für Genehmigungen ins Leben rief. Die Unternehmen aus Australien und Kanada gehen davon aus, dass durch ihre Förderung die Goldproduktion Griechenlands bis 2016 um 425.000 Unzen hochschnellen wird. Beim gegenwärtigen Preis am Tagesmarkt entspräche das etwa 750 Mio. Dollar. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden in dem Land lediglich 16.000 Unzen gefördert. “Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass Griechenland das Potenzial seiner Bergbaubranche mittlerweile erkannt hat”, sagt Jeremy Wrathall, Chairman von Glory Resources im australischen Perth. “Die Politiker erkennen immer mehr, dass es opportun ist, den Bergbau zu unterstützen, da er potenziell Stellen schafft.” Auch bei der Privatisierung von Staatseigentum setzen die Griechen mittlerweile Eilverfahren ein. In der Bergbaubranche führt dies dazu, dass Projekte, die seit mehr als einem Jahrzehnt aufgrund von Bürokratie und Umweltschutz-Bedenken gestockt hatten, nun frei gegeben werden. Beim Goldabbau könnte das Land in vier Jahren Finnland überholen - die derzeitige Nummer eins in Europa mit 220.000 geförderten Unzen im Jahr 2011. Eldorado Gold aus Vancouver erhielt durch den Kauf von European Goldfields im vergangenen Jahr Zugang zu drei Minen. Insgesamt wollen die Kanadier in Griechenland 2016 etwa 345.000 Unzen Gold fördern. Glory Resources rechnet mit etwa 80.000 Unzen pro Jahr. Doch das ist vielleicht nur der Anfang. “Wir gehen davon aus, dass Griechenland das Potenzial für einen der wichtigsten Goldproduzenten hat”, sagt Wrathall. “Es ist seltsam, dass Griechenland wegen der politischen Lage vor der Krise noch praktisch unerforscht ist. Moderne Explorations-Technologien sind in dem Land noch nie eingesetzt worden.” Eldorado hat seine Mitarbeiterzahl in Griechenland seit vergangenem Jahr auf 800 verdoppelt und rechnet mit einem weiteren Anstieg auf 1500, wenn die Produktion auf vollen Touren läuft. Glory Resources will etwa 200 Mitarbeiter beschäftigen. “In der Zeit, in der wir da waren, haben wir enorme Veränderungen in Griechenland wahrgenommen”, sagt Sharpe. “Nachdem der Tourismus abnahm und angesichts der Euro-Krise, in die sie fielen, hatten sie auch kaum eine andere Wahl.” Eduardo Moure, Vice President und General Manager für Griechenland bei Eldorado, wettet mehr als 3 Mrd. Dollar darauf, dass der Widerstand gegen die Gold-Exploration in Griechenland beiseite geräumt werden wird. Das Unternehmen will in den nächsten fünf Jahren etwa eine Milliarde Dollar in dem Land investieren. “Immer mehr Leute erkennen meiner Meinung nach, dass wir Teil der Lösung sind, dass ein Teil der wirtschaftlichen Erholung auf den Bergbau zurückzuführen sein wird”, sagt Moure. “Ich bin davon überzeugt, dass diejenigen, die unsere Projekte jetzt ablehnen, erkennen werden, dass der Bergbau ein positiver Antriebsmotor für Veränderungen sein kann.”

    http://www.wiwo.de/politik/eur…-euro-schein/7235950.html


    Euro-Rettung per 5000-Euro-Schein


    Um den Euro zu retten, schlägt ein prominentes Mitglied der Piratenpartei die Einführung von 5000-Euro-Scheinen vor. Denn damit würde der Euro zur bevorzugten Währung bei illegalen Geschäften.
    Als der Urvater der Piratenpartei Anfang 2011 vom Parteivorsitz im Mutterland Schweden zurücktrat, begründete Rick Falkvinge das mit Motivationsmangel. Er sei auf dem Titel des amerikanischen Time-Magazins, bei der BBC und Al-Jazeera gewesen, was könne da noch kommen? Seine Mission sei erfüllt.


    Inzwischen sehnt sich Falkvinge offensichtlich wieder nach mehr Öffentlichkeit und sorgt mit teilweise kruden Thesen für Schlagzeilen. So forderte er erst kürzlich, den Besitz von Kinderpornografie zu legalisieren und setzte damit auch die deutschen Piraten unter Rechtfertigungsdruck.


    Nun hat Falkvinge eine neue Idee in seinem Blog ausgebreitet. Darin geht es um, nichts weniger, als die Rettung des Euro.


    Und die Lösung ist vergleichsweise simpel: Die Europäer müssten einfach 1000-, 2000-, und 5000-Euro-Scheine herausgeben.


    Hintergrund ist nicht die drohende Inflation, sondern den Euro für illegale Geschäfte attraktiver als den Dollar zu machen. Schließlich wäre schon ein mit 1000-Euro-Noten gefüllter Aktenkoffer 15 mal so viel wert, wie eine Tasche voller Dollar, rechnet Falkvinge vor. Bei 5000er-Scheinen betrüge der Vorteil sogar das 50-fache.


    Damit könnte der Euro beim Waffen- und Drogenhandel den Dollar ersetzen und in der Folge deutlich an Wert gegenüber der US-Währung zulegen. „Es wäre kein Rettungspaket für die tiefer liegenden, strukturellen Probleme, würde aber eine Atempause verschaffen, um die realen Probleme zu lösen“, schreibt Falkvinge. Er betont allerdings, dass es sich bei seinem Beitrag eher um ein Gedankenspiel, als einen konkreten Vorschlag handelt.


    Kriminelle lieben 500-Euro-Schein


    So abwegig, wie seine Überlegung auf den ersten Blick aussieht, ist sie gar nicht. Schließlich ist bereits der 500-Euro-Schein bei Kriminellen enorm beliebt. Die italienische Notenbank wies in einem Bericht darauf hin, dass die Mafia die violetten Scheine bevorzugt nutze. Auch Steuerflucht würde dadurch begünstigt. Das könnte einen möglichen Positiveffekt in Krisenstaaten konterkarieren, zumal die bewusste Förderung illegaler Märkte politisch nicht durchsetzbar wäre und auch von den USA kaum hingenommen werden würde.


    Schließlich sollen auch bei Terroristen schon die 500-Euro-Noten beliebt sein, die daher manchmal auch „Bin Ladens“ genannt werden. „Wir schätzen, dass mehr als 90 Prozent der 500-Euro-Noten, die in Großbritannien ausgegeben werden, in den Händen der organisierten Kriminalität gelangt sind“, erklärte Ian Cruxton, Sprecher der britischen Behörde zur Bekämpfung organisierter Kriminalität (SOCA) vor zwei Jahren der BBC. Die Abgabe der Scheine wurde daher eingeschränkt.


    Ebenfalls zur Kriminalitätsbekämpfung hat Kanada 2002 die 1000-Dollar-Note aus dem Verkehr gezogen. In den USA ist bereits seit 1969 der Hunderter mit dem Porträt Benjamin Franklins die höchste Banknote. Scheine über 500, 1000 und 5000 Dollar wurden Ende der Sechziger zurückgezogen. Mit der Einführung elektronischer Zahlungsverfahren war damals zudem noch eine wertvollere Banknote überflüssig, die es bis dahin gegeben hat: der 10 000-Dollar-Schein.

    http://www.sueddeutsche.de/gel…dieu-goldfinger-1.1489734


    Neuregelung beim Handel mit Edelmetallen - Adieu, Goldfinger
    08.10.2012, 15:28
    Von Guido Bohsem


    Sie handeln mit Gold im Ausland und schonen dadurch ihr Vermögen. Mit einem beliebten Steuerspar-Modell tricksen "Goldfinger" das Finanzamt aus. Nun geht das Ministerium dagegen vor - mit einer kleinen, aber feinen Regelung.


    Es klingt unglaublich, und es ist doch wahr: Während das Sparkonto in der Euro-Krise kaum noch Zinsen abwirft, kann man als Spitzenverdiener mit Goldspekulationen Gewinne erzielen und mit dem Deal auch noch kräftig Steuern sparen.


    500 Millionen Euro entgehen dem Staat im Jahr durch das Goldfinger-Modell.
    Goldfinger werden solche Anleger von Steuerexperten genannt. Ihr Trick ist völlig legal und ohne Risiko. In den vergangenen Monaten hat die Anzahl der interessierten Investoren ständig zugenommen. Nach Berechnungen des Finanzministeriums entgehen dem Staat dadurch 500 Millionen Euro im Jahr, Tendenz steigend.


    Jetzt soll Schluss sein mit der Trickserei und zwar schnell. Die Experten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) haben einen Plan vorgelegt, wie die Goldfinger in den Griff zu kriegen sind - und der hat gute Aussichten auf Erfolg. "Damit ist das Modell tot", urteilt der Berliner Steuerprofessor Frank Hechtner über das geplante Gesetz.


    Der Trick funktioniert so: Die Goldfinger gründen in einem anderen Land der EU eine Personengesellschaft. Die Firma kauft dann im großen Stil Gold für das Umlaufvermögen ein. Firma und Besitzer schreiben dadurch rote Zahlen. Diese Verluste kann der Anleger beim hiesigen Fiskus geltend machen und damit die Steuern mindern, die er auf sein restliches Einkommen zahlen muss. Beliebt ist die Methode, um hohe Steuern von Sondereinkünften abzuwenden, Gewinne aus Anteilsverkäufen zum Beispiel. Mitunter sinkt die Forderung des Fiskus auf null.


    Doch das ist nur der erste Akt. Der Verkauf des Goldes bringt ein Jahr später weitere Steuervorteile. Trennt sich das ausländische Unternehmen vom Edelmetall, wird daraus ein Gewinn. Dieser wird laut Gesetz aber nicht wie üblich versteuert, sondern er unterliegt dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das heißt, die Einnahmen bewirken lediglich, dass der Steuersatz steigt.


    Ein Beispiel: Ein kinderloser Alleinstehender zahlt auf sein Einkommen von 60.000 Euro einen durchschnittlichen Steuersatz von 29,9 Prozent. Bei einem zusätzlichen Einkommen mit Progressionsvorbehalt von 20.000 Euro steigt der Satz auf 33,5 Prozent. Er ist aber nicht auf 80.000 Euro zu zahlen, sondern lediglich auf die ursprünglichen 60.000 Euro. Die Steuererleichterung beträgt 6700 Euro.


    Für Goldfinger ist die Ersparnis deutlich höher, weil die Summen größer sind und sich der Trick für Spitzenverdiener besonders günstig auswirkt. Verdient etwa ein Alleinstehender deutlich mehr als 250.000 Euro im Jahr, liegt sein durchschnittlicher Steuersatz ohnehin schon nahe am höchstmöglichen Wert. Das heißt, der Progressionsvorbehalt steigert in dem Fall die durchschnittliche Steuerbelastung allenfalls marginal.


    Den Anwendern des Tricks soll ihr Geschäft nun mit einer kleinen, aber feinen Regelung des Ministeriums verdorben werden. Der ursprüngliche Verlust beim Goldeinkauf darf künftig erst beim Fiskus geltend gemacht werden, nachdem das Gold wieder verkauft wurde. Zudem will Schäuble das lukrative Steuerspar-Modell möglichst schnell beerdigen und nicht bis zum formalen Inkrafttreten des Gesetzes warten. Stattdessen soll das Modell gleich nach dem Beschluss im Bundestag verboten werden. Der steht schon in drei Wochen bevor.

    In den nächsten Wochen werden wohl wieder gehäuft Meldungen im Netz auftauchen, dass die Geldautomaten kein Geld mehr auswerfen. Hintergrund ist, dass die Deutsche Kreditwirtschaft beschlossen hat, ab dem 30.09.2012 auf die Verarbeitung des Magnetstreifens im Falle eines defekten Chips auf der Karte zu verzichten. Bisher wurde bei einem defekten Chip eine sogenannte "Fallback-Transaktion" durchgeführt, d.h. statt des Chips wurde der Magnetstreifen verarbeitet. Ab Umstellung wird die Karte dann entweder abgelehnt oder gar eingezogen. Es muss in jedem Fall eine neue Karte bestellt werden, da man den Chip nicht wie den Magnetstreifen in der Filiale mit einem speziellen Schreib-/Lesegerät ggf. „reparieren“ kann. Die finale Umstellung im Handel erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Das Ganze erfolgt im Zuge der Umsetzung der SEPA-Richtlinien.

    Interessante Grafik: 24 Jahre Benzinpreis. Schön zu erkennen, wie die Volatilität seit EUR-Einführung zugenommen hat.

    Ich finde diese Grafik nicht aussagekräftig. Man hätte die Netto-Kraftstoffpreise zeigen müssen. Die Anteile zur Mineralölsteuer, Ökosteuer, Erdölbewirtschaftungsbeitrag und die Mehrwertsteuer waren über diesen Zeitraum nicht immer gleich ... und da die Mwst ein prozentualer Satz ist, hebelst Du indirekt auch noch die Volatilität des Netto-Preises; je höher die Mwst ist. Und dass die Nettopreise auf lange Sicht immer etwas oben gehen, sollte zumindest in diesem Forum niemanden wundern. Auch ist mir aufgefallen, dass die interessanten Zeiträume 1973 (1. Ölkrise, Jom-Kippur-Krieg), 1979 (2. Ölkrise), 1980-1988 (Irak-Iran-Krieg), 1985 (Ölcrash) und 1987 (Börsencrash) nicht zu sehen sind.

    Ich habe mich jetzt seit längerem mit der Aktie nicht mehr beschäftigt, aber nach einem kurzen Blick auf den Aktien- und den Ratio-Chart würde ich sagen, dass die Aktie jetzt erstmal wieder etwas zur Ruhe kommen muss. Längerfristig scheint da aber noch Musik drinnen zu sein. Für eine kurzfristiges positives Abenteuer scheint mir die Aktie aktuell zu heiß.

    http://diepresse.com/home/wirt…/home/wirtschaft/index.do


    Leere Staatskassen? Gold aus Meerwasser!
    31.07.2012 | 09:57 | Von Peter Huber (DiePresse.com)


    Vor 100 Jahren war man überzeugt, dass die Meere einen Goldvorrat von bis zu acht Milliarden Tonnen enthalten. Über das Platzen eines Traums.


    "Das Gold ist ein herzlich wenig verwendbares Metall. Es eignet sich zu Schmuck und zu Zahnplomben", urteilte der deutsche Chemiker und Nobelpreisträger Fritz Haber (1868-1934) nüchtern über Gold. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, sich mit Gold intensiv zu beschäftigen. Genau genommen, mit dessen Gewinnung. Um die leeren Staatskassen Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg wieder aufzufüllen, versuchte er Gold aus dem Meerwasser zu lösen. Denn Haber war, wie viele Experten seiner Zeit, davon überzeugt, dass in jeder Tonne Meerwasser bis zu zehn Milligramm Gold schwimmen.


    Heute mag das unwahrscheinlich klingen, damals war es das nicht. Der Mitbegründer der physikalischen Chemie und Nobelpreisträger Svante Arrhenius hatte 1903 einen Gehalt von sechs Milligramm Gold pro Tonne Meerwasser ermittelt. Folglich bargen die Weltmeere einen Goldvorrat von acht Milliarden Tonnen. Auch der englische Chemie-Nobelpreisträger William Ramsay war zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Es fehlte lediglich ein Verfahren zur Goldgewinnung.


    Das Ziel: 50.000 Tonnen Gold aus dem Meer


    Haber war ein Patriot und stellte sich in den Dienst des Staates. Das Problem: Die Deutschen mussten 132 Milliarden Goldmark an Reparationszahlungen leisten. Der Chemiker wollte es auf seine Art und Weise lösen. Er rechnete die Summe in Feingold um und setzte sich ein Ziel: Er musste 50.000 Tonnen Gold aus dem Meer gewinnen. Dabei fühlte sich Haber laut seiner Biografin Margit Szöllösi-Janze zusätzlich unter Druck gesetzt: Unter anderem "vom Anziehen der Inflation bis zur Hyperinflation des Jahres 1923, die den Bestand seines Institutes gefährdete".


    Haber, Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physikalische Chemie und Elektrochemie in Berlin-Dahlem (heute Fritz-Haber-Institut), gründete die geheime Arbeitsgruppe M. Der "Meerwasser-Gruppe" gehörten bis zu 20 Mitarbeiter an. Wegen der Beschlagnahme der deutschen Kriegs- und Handelsflotte durch die Alliierten war der Zugriff auf Ozeanwasser aber nur indirekt möglich, heißt es in einer Festschrift anlässlich der hundertjährigen Geschichte des Instituts im Jahr 2011: "Erst 1923 konnte man auf Linienschiffen kleine Laboratorien installieren, die auf der Passage nach New York bzw. Buenos Aires Wasserproben des Nord- und Südatlantiks direkt analysierten."


    "Stecknadel im Heuhaufen"


    Die Ergebnisse waren ernüchternd. "Im Lauf der Jahre wurden die Mikrogramme je Liter Meerwasser zu Zehntel- und Hundertstelmikrogrammen, um schließlich bei Millimikrogrammen zu enden", schreibt Haber-Biografin Szöllösi-Janze. Der Goldgehalt des Meerwassers belief sich also nicht einmal auf den tausendsten Teil der ursprünglich vermuteten Konzentration. "Damit wurde das Projekt wirtschaftlich uninteressant, da an eine industrielle Ausbeutung nicht mehr zu denken war", heißt es in der Festschrift des Instituts. Im Mai 1926 verkündete Haber daher, dass er es aufgegeben habe, "nach dieser zweifelhaften Stecknadel in einem Heuhaufen zu suchen".


    Auch wenn es Haber als persönlichen Misserfolg betrachtete, so leistete das Meergoldprojekt doch einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag. "Aus dem Versuch, der deutschen Wirtschaft zu nutzen, indem man eine Technologie zur Meerwasserentgoldung entwickelte, war ein Langzeitprojekt der ozeanographischen Grundlagenforschung geworden, das die unterschiedliche Verteilung von Edelmetallen in den Weltmeeren untersuchte", schließt Szöllösi-Janze. Auch über die Strömungsverhältnisse in den Weltmeeren wurden wichtige Erkenntnisse gewonnen.