Rohstoffe-Go - McEwen: Gold langfristig bei 5.000 USDRohstoffe-Go - Stuttgart (http://www.rohstoffe-go.de) Rob McEwen folgte seinem Vater in die Investmentbranche, wo er seine Leidenschaft für Gold entdeckte. Er wandelte die Goldcorp Inc. (ISIN: CA3809564097, WKN: 890493) von einer Sammlung kleiner Unternehmen in einen Minengiganten um. Dabei stieg die Börsenbewertung des Konzerns von rund 50 Mio. Dollar auf über 8 Mrd. Dollar.
Die Aktionäre von Goldcorp freuten sich über einen durchschnittlichen Kursanstieg von jährlich rund 32 Prozent. Kein Wunder, dass Rob McEwen über ein beträchtliches Renommee in der Branche verfügt. In einem Interview mit „The Gold Report“ erläuterte McEwen seine aktuellen Ansichten zum Goldmarkt.
So erläuterte der Experte, dass seiner Meinung nach Juniorunternehmen aus der Minenbranche einen baldigen Turnaround erleben würden. Aufgrund der Subprime-Krise in den USA hätten die Spekulanten ab August letzten Jahres den Sektor verlassen. Trotz des folgenden Goldpreisanstiegs seien die Preise für Minenkonzerne bis Februar nicht angestiegen.
Danach seien Börsengelder in etablierte Produzenten, die einen positiven Cashflow generierten, geflossen. Gleichzeitig hätten Investoren Engagements bei Juniorunternehmen mit negativem Cashflow gemieden. Es sei letztendlich um Risikovermeidung gegangen. Nun hätten die großen Goldproduzenten einen Anstieg ihres Cashbestandes gesehen, während gleichzeitig die eigenen Goldreserven zurückgegangen seien.
Die großen Minenkonzerne würden versuchen, ihre Reserven wieder zu erhöhen, indem sie ein Auge auf die Juniors werfen, so McEwen. Dabei könne eine große Entdeckung aus dem Explorationssektor der Auslöser für Einkäufe sein. Die Investoren würden aufwachen und endlich aus ihrer Lethargie hinaus treten.
Keiner wisse, wann dies passiert, so der Experte weiter, aber wenn es passiert, ginge es schnell. Ein Anstieg von 20 oder 30 Prozent, bevor man realisiere was vorgeht sei dann keine Überraschung. McEwen berichtet darüber hinaus, dass viele Juniorkonzerne den Markt enttäuschten, indem sie Projekte entwickelten, die die Erwartungen nicht erfüllten.
Auch spiele der Kostenfaktor eine große Rolle. Aufgrund der gestiegenen Kosten müsse man bei Unternehmen, deren Machbarkeitsstudie schon vier bis sechs Monate alt ist, die Kosten um rund 25 Prozent höher ansetzen, so McEwen weiter.
Es sei wichtig, so der CEO von U.S. Gold, sein Portfolio mit Juniorunternehmen zu diversifizieren und sich des Risikos bewusst zu sein, dass ein solcher Konzern trotz aller positiven Vorhersagen im Endeffekt durchaus auch einmal wirtschaftlich scheitern könne. Nun sei aber generell die Zeit, da die Kurse der Juniorunternehmen attraktiver würden.
Im Sommer sei die Nachfrage nach Gold traditionell niedriger und im Moment sei der Zeitpunkt, in der die Leute weniger auf Gold schauen, also ein gutes Timing um ein Investment in Betracht zu ziehen. Gold sei ein Hort der Sicherheit in schwierigen Phasen, wie derzeit im Finanzsektor. Aufgrund dessen erwartet McEwen viel, viel höhere Goldpreise als wir sie heute haben.
Robert McEwen prognostiziert bis Ende des Jahres 2010 einen Goldpreis von 2.000 USD. Bevor dieser Goldzyklus endet, solle der Preis sogar die 5.000 USD-Marke erreichen, was dann gleichbedeutend mit einem Ende der Hysterie wäre. Es werde mehr Leute geben, die sich fragen, wo das Geld sicher angelegt sei. “Gold wird wieder beginnen zu glänzen“, so McEwen.
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