Zitat
"Die Nachfrage bestimmt den Preis des 1 oz Drachen"
WESSEN Nachfrage?
Die erste Nachfrage die beim 1 oz Drachen entstanden ist, ist die Nachfrage der Zwischenhändler bei den Distributoren, die ihrerseits ihr festes Kontingent zum Silberpreis + Aufpreis von der PM erhalten haben.
Die Händler und Distributoren einigen sich dann auf einen Preis. Problem: Es gibt nur einige Distributoren und sehr viele Händler, die zunächst die bestimmende Nachfragegruppe bilden. HIER entsteht meiner Ansicht nach die entscheidende Nachfrage. woraus dann der lächerliche Endkundenpreis entsteht.
Der Endpreis für den Endkunden wird durch einen heftigen Aufschlag bestimmt und nicht durch die Nachfrage der Endkunden. Der Endkunde ist der "dumme", der nichts anderes machen kann außer zu den Preisen zu kaufen oder er lässt es sein. Es gibt viele, die ein paar Rollen Tiger, Maus, Ochse, etc. mit Gewinn verkauft haben und somit den heftigen Drachenaufschlag zähneknirschend akzeptieren, was dann die Händler als "die Nachfrage bestimmt den Preis" auslegen.
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FALSCH 1: Die erste Nachfrage, die entscheidend ist, sind die Bestellungen der Distributoren bei der Perth Mint. Erstmals gab es mehrere Distributoren weltweit, die sich bereit erklärt haben, die GESAMTAUFLAGE am Stück zu kaufen (haben sie natürlich nicht bekommen) und auch finanziell potent genug waren, dies zu finanzieren.
FALSCH 2: Händler und Distributoren haben sich nach meiner Kenntnis nicht auf einen Preis "geeinigt", hier scheint die Phantasie mit Ihnen durchzugehen. Der Distributor CID hat beispielsweise weder einem Händler nahe gelegt, wie er die Ware zu verkaufen hat, noch vorgeschrieben, noch überhaupt eine Idee dessen gegegen. Dies gilt meines Wissens mindestens für die Mehrheit der europäischen Distributoren.
Bei der Vielzahl der Distributoren weltweit oder auch nur Europaweit wäre eine Preisabsprache - abgesehen davon, daß sie verboten ist - auch kaum durchzuhalten, da es bei einem Polypol immer einzelne Marktteilnehmer gibt, die glauben, sich einen Vorteil verschaffen zu müssen, in dem sie den "abgesprochenen" Preis unterlaufen oder dies ganz einfach aus Liquiditätsgründen tun müssen, um wieder "Kohle" hereinzubekommen... eine solche Unterstellung ist realitätsfern.
Wenn Endkunden in Ebay oder Muenzauktion die Ware bis über 70 Euro hochbieten, oder bei Händlern für über 70 Euro die Ware wie "geschnitten Brot" wegkaufen, sollte man sich fragen, wo der "Marktpreis" ist.... nämlich bei über 70 Euro pro Unze. Das mag man für vernünftig halten oder nicht... man mag dem weiteres Wertsteigerungspotential zutrauen oder eher ein Rückschlagspotential.... FAKT ist aber, daß große Mengen an Ware, wenn nicht der weit überwiegende Teil zu Preisen von über 70 Euro pro Unze Richtung Endkunde oder "Privat-Weiterverkäufer" den Besitzer gewechselt hat.
"Sekundenweise" geschaltete Angebote für deutlich niedrigere Preise oder Angebote, von denen nur im Nachhinein berichtet wird, daß sie da gewesen sein sollen, aber zu unglaublich günstigen Preisen zwischen 3 und 3.02 Uhr morgens online gewesen sein sollen, machen sicher bei der Bildung eines gewichteten Durchschnitts keinen dominanten Faktor aus, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf.
Es gibt nunmal einfach Münzen oder Motive, die stärker nachgefragt sind und dort ergibt sich tendenziell ein höherer Preis. Dies ist auch hier passiert.
Man mag kritisieren, daß Händler an gestiegenen Preisen Geld verdienen, aber die wenigsten "Endkunden" machen bei Perioden fallender Edelmetallnotierungen einen Händler-Hilfsfonds auf, um für unter fallenden Kursen leidende Händler zu sammeln. Wer meint, als Münzhändler wird man zwangsweise "reich", dem steht ja offen, sich als solcher selbstständig zu machen
Wir leben in einer freien Welt.
Allerdings sollte man bei allen Überlegungen berücksichtigen, daß die Händler, die Drachen gehandelt haben, sich i.d.R. LANGE VORHER auf Mengen festlegen mußten, noch bevor man wußte, wie so etwas möglicherweise am Zweitmarkt notieren könnte. Der Schuß hätte auch "nach hinten" losgehen können. Mir sind zahlreiche Händler bekannt, die in der Vergangenheit sich große Mengen "todsicherer Münztipps" hingelegt haben, um dann damit "reich" zu werden... und jetzt noch darauf sitzen... teilweise prägt dann die Münzprägestätte auch schon mal Münzen nach... ist dann auch doof für den Händler.... 
Leben und Leben lassen ist die Devise... wenn kein Kunde für 70 Euro kauft, wird der Preis auch nur schwerlich über dieses Niveau steigen... wenn jedoch die Kunden sich überbieten und den Händlern die Bude einrennen... und hier im Internet Foren füllen, daß das die tollste Münze des Jahrzehnts ist...und somit noch mehr Nachfrage anheizen, hat dies i.d.R. auch preistreibende Konsequenzen.
Wenn etwas einem zu teuer ist, kauft man es nicht oder nur wenig davon....#
... und bei all der Drachen-Hype-Nachfrage sollte man das GRUNDSÄTZLICHE nicht aus den Augen verlieren: GOLD UND SILBER als EDELMETALLANLAGE ins Auge zu fassen...in Form von metallpreisnahen Edelmetallen statt Sammlermünzen mit Spekulationscharakter... sonst laufen einem die Kurse davon...
...meine unmaßgebliche Meinung