Beiträge von ghost_god

    @ Buergerrechtler:


    Deine Argumentationskette ist unschluessig. Du sagst, voellig zu recht, dass das Schuldgeldsystem ab einer gewissen Groesse und ab einem gewissen Zins so schnell waechst, dass Schulden(=Geld)vermehrung und Wirtschaftswachstum immer schneller auseinanderlaufen. Die verbleibende Zeitachse bis zur Hyperinflation wird in einem solchen Szenario rasant kuerzer, klar. Deine Schlussfolgerung, dass dies zum Preiscrash fuehre, stimmt aber nicht. Das Gegenteil ist der Fall: Hyperinflation und Preisexplosion.


    Rekordergebnisse bei INTEL.... noch nie in der Firmengeschichte wurde in einem Quartal so viel Geld verdient. Super Zahlen von JP Morgan. Deutlich ueber den schon sehr optimistischen Analystenschaetzungen. Sieht so eine Rezession aus? Die Wirtschaft erholt sich und das rasant. Deshalb sollte auch die Inflation zunaechst gering bleiben. Bevor es irgendwann (wie immer) zur Geldentwertung um exponentiellen Zinseszinssystem kommt.


    Aktien profitieren so oder so. DAX 6300.

    Die 8000 laesst sich extrapolieren, kein Thema. Fundamental spricht die massiv gestiegene Geldmenge und die sich erholende Wirtschaft dafuer und, noch wichtiger, fuer Werte weit jenseits der 8000.


    Die 1000 ist Wunschdenken jener, die den Einstieg verpasst und ohen Gewinne darstehen. Sie laesst sich weder technisch noch fundamental ableiten. Falls Du das anders siehst, bimetall, versuch Dich an einer solchen Ableitung. Und noch wichtiger: Investier Dein Geld in Put-Optionen mit all den einhergehenden Risiken.


    ;)

    Keine Langfristanlage, aber der dicke Widerstandsbereich zwischen 6000 und 6200 sollte erstmal nicht überwunden werden.
    Stopps habe ich erstmal leicht über 6100 gesetzt. Falls ich ausgestoppt werde, wird neu überdacht.
    Denke aber wir werden nochmal, bevor es auf neue Hochs geht, die 5750 - 5800 anlaufen.


    Die 6000 waren ex post im zweiten Anlauf offensichtlich kein Widerstand. Der Markt lief direkt durch bis aktuell 6250, Tendenz weiter steigend. Technisch ueberkauft, agreed. Fundamental weiterhin billig.


    Wie sieht Deine neue Strategie nach dem gescheiterten Shortversuch aus? Wieder short?

    Ach gruenundblau... Du wirst auch bei DAX 11.000 noch vom Crash und Kursziel 1.000 Punkten faseln und ueberzeugt sein, dass Du recht hast, dass nur das timing nicht passte. Blaettern wir ca. 260 Seiten zurueck ins vierte Quartal 2008. Seither hast Du mit all Deinen Vorhersagen falsch gelegen und das Gegenteil ist eingetroffen.


    Und speziell fuer Dich ein kleines Rechenbeispiel zum Timing meiner Aktienkaeufe:


    Szenario (a) kauf DAX im Maerz 2009 zum Tief bei 3600. Verkauf im Maerz 2010 zu aktuell 6150. Macht 2550 DAX Punkte Gewinn vor Steuern oder 1785 DAX Punkte nach Steuern.


    Szenario (b) kauf DAX im Dezember 2008 zu 4300. Verkauf im Maerz 2010 zu aktuelll 6150. Macht 1850 DAX Punkte Gewinn vor und nach Steuern.


    Nicht nur stehe ich netto besser dar, als Kaeufer aus Maerz 2010 zum absoluten Indextief, ich konnte auch verhindern, dass Menschen wie Du ueber Steuerabgaben indirekt von meiner Arbeit und Risikobereitschaft profitieren. Es gab fuer deutsche Anleger aus heutiger Sicht keinen besseren Einstiegszeitpunkt als Dezember 2008.


    Sweet dreams.


    gg


    Stopps habe ich erstmal leicht über 6100 gesetzt. Falls ich ausgestoppt werde, wird neu überdacht.


    DAX intraday Hoch bei 6123,74. Bist Du als letzter Short dieses Forums damit auch raus?


    Der Markt will nach oben.


    EDIT: Auffaellig ist die sehr breit getragene Bewegung. Es sind nicht wenige Indexschwergewichte, die den DAX treiben, sondern die breite Masse zieht gleichmaessig an. Wenn ich zurueckdenke an Q4 2008, als einige DAX Werte 20% Intradaybewegungen verzeichneten, dann bleibt festzuhalten, dass der Markt zur Normalitaet zurueckgefunden hat. Vielleicht mal wieder Zeit fuer eine kurze Zwischenbilanz. Seit Eroeffnung dieses Threads vor ca. eineinhalb Jahren ist der Aktiencrash ueberwunden und die Panik aus dem Markt gewichen. Mein persoenliches Portfolio notiert knapp 60% + Dividenden im Plus und die hier oft gelesenen "Weltuntergangsszenarien" erwiesen sich als haltlos.


    Einer der staerksten Bullenmaerkte der vergangenen Jahrzehnte liegt hinter uns und wer rechtzeitig investiert hat, konnte sein Vermoegen nahezu verdoppeln.


    Leider verliert der Name dieses Threads damit auch an Bedeutung. Die Tiefs, die wir damals ausbildeten, liegen lange hinter uns. Jetzt duerften die Maerkte eher die alten Hochs im Auge haben.


    Happy Investing!


    GG

    DAX 6087 und damit 8 Punkte vom Intraday Jahreshoch entfernt und auf dem nach Tagesschlusskursen hoechsten Stand seit gut eineinhalb Jahren. Ein sehr stabiler Bullenmarkt, der sich da ausgebildet hat. Vielleicht sehen wir ja noch die 7000 dieses Jahr.


    Und draussen 20 Grad... was will man mehr ? ;)

    Wenn es einen Zeitpunkt zum Short gehen gibt, dann JETZT!


    Und wenn's den Zeitpunkt nicht gibt und die Aktien mit anhaltender Wirtschaftserholung und expansiver Geldpolitik munter weiter steigen?


    Du sah's Aktien auch bei 5000 und bei 4000 ueberbewertet und erwartetest einen Indexstand von 1000 Punkten.... Entweder redest Du nur und handelst nie oder Du hast bisher eine Menge Geld mit Deinen Vorhersagen verloren. Beides nicht gut.

    By the way, den "groesseren Ruecksetzer" hatten wir doch gerade erst... von 6095 auf 5500. Seitdem hat der Markt seinen alten Trend wieder aufgenommen. So kurz unterm Jahreshoch solltest Du auf Shortpositionen m.E. mit sehr engen stops arbeiten.


    Passt ins Bild.

    @ Milly:


    Solche Aussagen duerften daran liegen, dass sich heutzutage Hanz und Kunz "Finanzexperte" schimpft. Wenn ich mir ansehe, mit wieviel Halbwissen auf N-TV, im Handelsblatt oder in der Financial Times ueber Finanzthemen gesprochen/geschrieben wird, dann wundern mich solche Aussagen leider gar nicht.


    Aber nochmal zur Klarstellung: Die Verursacher der Finanzprobleme diverser Banken finden sich in den Reihen derer, die spaeter ueber Steuergelder zur Schadenbegrenzung herangezogen wurden: Kreditnehmer, die ueber ihre Verhaeltnisse lebten und das ihnen geliehene Geld nicht mehr zurueckzahlten. Gibt zwei Seiten der Geschichte, wie so oft. Aber eben auch diese...



    ;)

    @ Minos:


    Du wiederholst zum einen, was ich gestern erst erklaert habe (Normalverteilungen beschreiben zumeist nicht die realen Zusammenhaenge), behauptest dann aber, dass die Finanzwelt das noch nicht begriffen haette. Wie kommst Du auf soeinen Quatsch? Nur weil ein Buchautor sich die Muehe gemacht hat, der breiten Masse mit der Metapher von schwarzen Schwaenen die Unzulaenglichkeit von Normalverteilungen zu erklaeren, heisst das nicht, dass dies eine neue Erkenntnis sei. Das tail risk (extreme Ereignisse) wird seit Jahrzehnten auf allen wichtigen Trading Floors analysiert. Es gibt einen Spruch unter Optionshaendlern: "Never sell the wings". Verkaufe niemals far out-of-the-money options (also das tail risk). Ist natuerlich Bloedsinn... solange der Preis stimmt, kann man alles kaufen bzw. verkaufen. Aber dieser Spruch hat Geschichte. Frueher nahm man Normalverteilungen fuer die Bewertung von Optionen an und preiste damit das tail risk zu niedrig. Far OTM options waren also systematisch zu billig - never sell them ! Das ist seit geschaetzt 20 jahren Geschichte.


    Der breiten Masse laesst sich soeine Metapher und die Geschichten drum herum natuerlich noch heute verkaufen. Besonders zu Zeiten seltener Verwerfungen...


    Schwarze Schwaene sind umgangssprachlich Synonym fuer die sehr unwahrscheinlichen Negativereignisse, die in der Finanzmathematik - neben den sehr unwahrscheinlichen Positivereignissen - mit dem sog. "tail risk" beschrieben werden. Es geht also um die Ereignisse, die an den Raendern einer Verteilungsfunktion liegen (tails = Raender). Eine Normalverteilung z.B. wird zu den Raendern hin sehr schnell sehr flach, d.h. stark vom Mittelwert abweichende Ereignisse sind sehr unwahrscheinlich. Dass NV das reale tail risk oft unterschaetzen, ist lange bekannt. Deswegen gibt es bei Black-Scholes Modellen z.B. auch sog. strike-dependent volatilities, also vom jeweiligen Strikepreis einer Option abhaengige Volatilitaeten fuer ein und das selbe Basisinstrument. Man korrigiert damit den Fehler des Black-Scholes Modelles, naemlich die Normalverteilungsannahme. Mit den Worten von Riccardo Rebonato quasi die falsche Volatilitaet in der falschen Formel um das richtige Ergebnis zu kriegen..