Beiträge von ghost_god

    Die zitierten Manager aus dem Handelsblatt-Artikel, die laut Quelle zwischen Januar und Maerz 2009 kauften und derzeit im Mittel mit ca. 40% Gewinn vorne liegen, muessen diese Gewinne natuerlich mit knapp 30% versteuern (Abgeltungssteuer + Solidaritaetszuschlag).


    Gut, dass ich noch im Dezember 2008 kaufte ;)

    @gg


    wohen nimmst du die Sicherheit, dass es in 2 Jahren 150% Gewinn abwerfen wird?


    Die Sicherheit gibt es nicht - es handelt sich um mein Renditeziel, das ich zum Zeitpunkt der Anlage fuer realistisch hielt.


    Aber nicht 150% in 2 Jahren, sondern "100-150% in max 3 Jahren".


    Wenn man bisherige Gewinne (60% in einem Jahr) auf 3 Jahre extrapoliert, kommt man auf ((1+0.6)^3-1) = 309 %


    Halte soeine lineare Extrapolation fuer unrealistisch aber der Grossteil des Renditeziels ist erwirtschaftet. Mal sehen, ob ich das Ziel erreichen kann.

    http://www.handelsblatt.com


    Top-Manager sahnen kräftig ab


    Deutschlands Wirtschaftsgrößen haben zum richtigen Zeitpunkt zugegriffen und mit Aktien ihrer eigenen Firmen 2009 satte Renditen erzielt. Im Schnitt liegen sie seit dem Kauf mit 40 Prozent im Plus, in der Spitze erzielten sie sogar Renditen von knapp 300 Prozent.


    von Christian Schnell


    FRANKFURT. Hans-Joachim Körber hat alles richtig gemacht. Zusammen mit anderen Top-Managern des Unternehmens kaufte der Ex-Metro-Chef Mitte Juni für 16 Mio. Euro Aktien der Fluggesellschaft Air Berlin, bei der er im Aufsichtsrat sitzt. Bis zum Jahresende betrug der Gewinn aus diesem Kauf rund 2,4 Mio. Euro. Und das dürfte noch nicht alles gewesen sein. Gleich am ersten Arbeitstag des neuen Jahres hat Lars Slomka von der Deutschen Bank seine Empfehlung für Air-Berlin-Aktien von "halten" auf "kaufen" nach oben gesetzt.


    Kurse nach dem Lehman-Schock genutzt


    Körber ist nicht der einzige Top-Manager mit einem guten Gespür für Timing. Im Krisenjahr 2009 haben Deutschlands Unternehmenslenker mit dem Kauf von Aktien ihres Unternehmens außergewöhnlich hohe Renditen erwirtschaftet. Im Schnitt liegen sie seit dem Kauf mit 40 Prozent im Plus, in der Spitze erzielten sie sogar Renditen von knapp 300 Prozent. Das geht aus Berechnungen des Forschungsinstituts für Asset Management (Fifam) an der Universität Aachen zusammen mit Commerzbank Wealth Management hervor. Dort wurden die Pflichtmeldungen der Unternehmen an die Börsenaufsicht BaFin ausgewertet.


    Vor allem Manager von Unternehmen, deren Aktien seit dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers im September 2008 stark gefallen waren, haben diese Kurse zum Einstieg genutzt. Zwischen dem Jahresanfang und März, als die Kurse ihren Tiefpunkt erreicht hatten, waren die Insider auf der Kaufseite zu finden, während sie nach dem fulminanten Anstieg zum Jahresende tendenziell ihre Aktien wieder verkauft haben.


    Besonders auffällig: Bei 94 von den insgesamt 109 Kauforders aus den 160 Unternehmen des Dax, MDax, TecDax und SDax, die im Zweiwochenturnus im Handelsblatt veröffentlicht wurden, haben sich die Kurse der Unternehmen anschließend nach oben entwickelt. Für Privatanleger, die sich an den Orders der Top-Manager orientiert und ebenfalls gekauft haben, ging diese Strategie auf. 63 Aktien und damit weit mehr als die Hälfte davon haben sogar eine bessere Rendite als der Dax erzielt. "Das ist eine außergewöhnlich hohe Anzahl, die sich dadurch erklären lässt, dass das vergangene Jahr wegen der Finanzkrise durch extreme Schwankungen geprägt war", sagt Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School.


    Dabei sind Deutschlands Unternehmensinsider ihrem Ruf als Kontraindikator für die allgemeine Marktentwicklung wieder einmal gerecht geworden. Das verdeutlichen die prozentualen Top-Gewinne bei Tag Immobilien, der Aareal Bank, Catoil, dem Stahlhändler Kloeckner sowie bei IDS Scheer. Stets wurde im ersten Quartal gekauft, was bis zum Jahresende eine Rendite zwischen 180 und knapp 300 Prozent ergab.


    Das beste Händchen dabei hatte Lutz Ristow, Aufsichtsrat bei Tag Immobilien. Sein am 25. Februar zu 1,15 Euro gekauftes Aktienpaket könnte er jetzt zu mehr als 4,50 Euro je Aktie verkaufen. Im August hatte er übrigens noch einmal zum Kurs von 3,40 Euro gekauft und kann sich seither schon wieder über eine Rendite von über 30 Prozent freuen. Analysten wie Torsten Klingner von SES Research zufolge ist ein Ende des Aufwärtstrends bei Tag nicht in Sicht.


    Ex-KfW-Chef Reich macht mit Aareal-Aktien 250 Prozent Rendite


    Unter den Top-Insidern befinden sich auch prominente Namen. Hans Reich, bis September 2006 Vorstandssprecher der staatseigenen Förderbank KfW und seither unter anderem Aufsichtsrat der Aareal Bank, erwirtschaftete seit dem Kauf dieser Aktien Ende Februar eine Rendite von über 250 Prozent. Die 10 000 Aktien, die er damals zum Kurs von 3,90 gekauft hatte, wären heute über 130 000 Euro wert. Einziges Manko: Hätte er im Oktober verkauft, hätte er für dieses Paket mehr als 170 000 Euro erlöst.


    Glueckwunsch an die ruhigen Haende im Land.

    Erster Beitrag in diesem Thread im neuen Jahr...


    @ KROESUS:


    Von meinen Aktien trenne ich mich, wenn sie ueberbewertet scheinen, andere Anlagen bessere risikoadjustierte Renditen versprechen oder ich aus anderen Gruenden wider Erwarten Liquiditaet brauchen sollte. Ich werde es hier kurz posten, wenn es soweit ist - damit wir Bilanz ziehen koennen. Ziel waren damals 100-150% Gewinn innerhalb von max 3 Jahren. Aktuell sind es knapp 60% nach etwas mehr als einem Jahr. Ich liege also gut im Plan bisher.


    @ Minos:


    Der DAX interessiert mich nur am Rande. Massgeblich fuer mich und viele Kritiker in diesem Thread ist mein Portfolio aus 15 DAX Aktien + 2 Nebenwerten (Hamburger Hafen & Postbank). Im Jahresvergleich liegt dieses Portfolio mit knapp 60% weit vor den theoretisch moeglichen 23.50% mit Gold.


    @ Edel Man:


    Dass eine Anlage in ausschliesslich im Vergleich zu DAX Konzernen riskante Minenaktien (keine Branchendiversifikation) im Jahr gestiegener Gold- und Aktienpreise besser rentiert als ein diversifiziertes, grundsolides Aktienportfolio aus blue chips, ueberrascht nicht. Diese Mehrrendite musste aber auch mit weitaus hoeherem Risiko erkauft werden. Niemals haette ich die Geldmenge in eine so spezielle Wette investiert, wie ich bereit war, in das genannte grundsolide Langfristportfolio zu investieren. Dieser Aspekt geht in Deinen Verweisen immer ein wenig unter...


    GG

    Silberwhiskey,


    Da ich nur etwa 50% aller Dax Werte halte, erlaubt der Index nur eine Approximation meiner Rendite. Mein Durschnittlicher Einstiegsslevel in DAX-Punkten ausgedrueckt duerfte in etwa bei 4300 liegen. Mein Portfolio hat mit 57% also leicht besser performed als der DAX - ein netter Nebeneffekt aber nicht das primaere Ziel.


    Ich habe nie versucht, das exakte Tief vorherzusagen. Ziel war es, als Investor mittel- bis langfristig zu ueberverkauften Kursen einzusteigen. Als der Dow innerhalb eines Tages von <8000 auf 8835 schoss, war ich bereits investiert. Kurz darauf habe ich mein Timing optimiert und bin mit leichten Gewinnen wieder raus, um in den darauf folgenden Wochen Stueck fuer Stueck wieder einzusteigen. Alle Kaeufe wurden vor Ende Dezember 2008 abgeschlossen, damit nicht die Allgemeinheit einen Grossteil meiner Gewinne bekommt.


    Das Eingangspost ebnete den Anfang fuer eine Diskussion zum langfristigen Investieren und leutete nicht das bereits erreichte Tief aus. In so volatilen Zeiten wie vor einem Jahr (als intraday moves von 5-10% in DAX und DOW keine Seltenheit waren) sind ein paar Prozent egal. Wenn man das Tief auf 10-20% genau trifft, hat man bereits gewonnen. Das hat bei mir funktioniert. Einstieg im Mittel bei 4300, Tief bei ca. 3700.


    Und soweit ich erinnere, werden Waren mit Geld (="Papier") bezahlt. Dein Haus, die Firma in der Du arbeitest, Dein Auto und u.U. sogar Deine Frau. Das alles laesst sich mit Geld kaufen...

    Danke fuer die Glueckwuensche. Schoen, dass wir uns gemeinsam ueber sowohl gestiegene Aktien als auch gestiegene Edelmetall-Preise freuen koennen.


    Minos, Dividenden um Steuern bereinigt, sind's 1-2 % weniger. Argument. ;)


    Anyway, war ein spannendes Jahr das diese Woche zu Ende geht. Hoffe, fuer alle war's ein Gutes.

    Achso... @ KROESUS:


    Auch wenn alle meine Aktien wertlos wuerden (sehr unwahrscheinlich, da breit diversifiziert in Grosskonzerne), so waere nicht all mein Geld weg. Wie kommst Du darauf?


    Aktien sind eine Beimischung in einer gesunden Anlagestrategie. Bei mir machen sie nach dem Bullenmarkt des letzten Jahres ca. 50% meines Eigenkapitals aus.


    Hallo Kroesus,


    Die Boerse schliesst tagtaeglich zur gleichen Stunde. Die Aktien werden einem auch nicht weggenommen, einem gehoeren auch nach Boersenschluss x % an seiner Firma. ;)


    Im uebrigen braucht es keine Boerse, also keinen staatlich regulierten und standardisierten Sekundaermarkt, um Firmenanteile zu besitzen oder zu veraeussern. Mir gehoeren auch ohne eine Boerse bestimmte Anteile an Siemens oder BMW. Ich bekaeme auch ohne eine Boerse jaehrlich meine Dividende und ich kann auch ohne eine Boerse meine Firmenanteile per Kaufvertrag an jeden beliebigen Menschen gegen Bezahlung verkaufen. Dafuer bedarf es m.E. nichtmal eines Notares.


    Geht eine Firma hingegen in Konkurs, an der man Anteile besitzt, so verliert man - da hast Du natuerlich recht - seine Einlage. Waere doch auch komisch, wenn dem nicht so waere... Gleiches gilt in aehnlicher Form fuer Deine Goldmuenzen: fallen sie im Wert auf Null, so sind sie eben wertlos. Oder wahrscheinlicher: Werden sie Dir geklaut, so sind sie eben weg.


    Ich habe noch nie gehoert, dass jemandem Aktien geklaut wurden...


    ;)

    Hi Juergen. Solche Kommentare sind doch bekannt. Ignorieren funktioniert auch ohne Foren-Funktion ;)


    Meine Deutsche Bank Aktien sind uebrigens nicht mehr Spitzenreiter im Portfolio. Sie liegen mit 86,40% im Plus, BASF mit 92,06% und Metro mit 90,28%. Achso, Thyssen Krupp mit 89,43% auch vor DB. Die meisten anderen Aktien liegen im 50-60% Bereich... bis auf E.ON ca. plus/minus Null und CoBa minus 22,50%.


    Inklusive Dividenden zusammen ca. 57% plus nach einem Jahr.


    Ein schoener Jahresausklang.

    Und 1 Tag vor dem Wetterbericht waren die zukünftigen Erwartungen schon eingespeist?
    NOPE! Das sind immer die aktuellen Informationen
    Genau solche Informationen treiben zu den Übertreibungen in beide Richtungen...
    Tritt es nicht ein, dann kommt eine stärkere Korrektur und langfristig pendelt sich der Preis wieder ein...


    Es geht nicht um einen Wetterbericht der neue Information darstellt, sondern um jeden einzenen Marktteilnehmer, der sich eigene Erwartungen zu kuenftigen Entwicklungen macht und danach handelt. Jeder grosse Energiehaendler beschaeftigt mindestens einen Meteorologen der sich zum Wetter eigene Gedanken macht. Seine Erwartungen werden denen anderer widersprechen. Sie stellen keine Information dar, sondern die Verknuepfung von Informationen und die daraus abgeleiteten Vermutungen. Diese Zukunftserwartungen beeinflussen das menschliche Handeln und bilden im Ergebnis die Marktpreise.

    @ Gruenundblau:


    (a) Die Zentralbanken koennen weitere Tender zur Anschlussfinanzierung bereitstellen. Ob sie's machen, wird sich zeigen muessen. Ein Abzug von Geldmengen sollte zweifelsohne Druck auf viele Assetklassen ausueben. Das kann aber durchaus von anderen Faktoren ueberlagert werden und so bin ich nicht allzu besorgt um diesen eventuellen Abzug von Zentralbankgeldern. Man wird sehr umsichtig vorgehen.


    (b) Ich vertraue auch dem Handwerker nicht, wenn er mir 5 Stunden in Rechnung stellt und ich nicht vor Ort die Zeit gestoppt habe. Einige sind ehrlich, andere nicht. Ein gesundes Misstrauen ist immer und ueberall im Geschaeftsleben angebracht - auch bei Bankern. Das begruendet aber nicht - wie Du schreibst - eine deflationaere Depression.


    (c) Nachweis fuer meine Behauptung zum zurueckkehrenden Vertrauen in die Stabilitaet und das Wachstumspotential der Maerkte ist die deutlich Wgesunkene Volatilitaet, die gestiegenen Aktienkurse, die Erholung vieler Immobilienpreise und natuerlich diverse Geschaeftsklima-Indices, und und und...


    (d) Was Du ueber Kurse und Preise schreibst ist einfach nur falsch. Ich mach's kurz mit einem simplen Beispiel und empfehle darueber hinaus das Studium von wirtschafts- und finanzwissenschaftlicher Basislektuere. Beispiel: Was ist der Wert einer Gewerbeimmobilie wenn nicht eine Funktion aus erwarteten kuenftigen Mieteinnahmen? Erwartungen ueber die Zukunft bestimmen den Wert einer Investition. Rechnet der Markt mit hohen kuenftig erzielbaren Mieteinnahmen, bewertet er auch die Immobilie entsprechend hoch. Erwartet man eine grosse Leerstandsgefahr, wird dieser Umstand mit einer Wahrscheinlichkeit gewichtet in die Bewertung eingepreist und die Immobilie handelt mit Abschlaegen zum leicht vermietbaren Praemiumobjekt. Alles ganz einfach. Und Dein Sack Reis wird auch teuer, wenn Meteorologen nur eine Hitzewelle erwarten ohne dass sie bereits eingetreten ist. Die Erwartung ueber die Zukunft bestimmt den Preis.

    Hallo Gegen_die_Luege,


    Danke, aber tolle CV's bedeuten ja bekanntlich oft entsprechende Einschnitte im Privatleben. Wenn ich da an die ganzen Naechte in der Bank denke und das mit Disco- und Grillabenden von frueher vergleiche... ;)


    (1) Nein, das glaube ich nicht. Wenn die Masse inflationiert, ziehen die anderen nach. Aber FX Kurse duerften zunehmend volatiler werden. Umso wichtiger werden Kursabsicherungen fuer's operative Geschaeft einzelner Firmen.


    (2) Ich denke, die meisten grossen Volkswirtschaften koennen noch groessere Schulden anhaeufen bevor es irgendwann zur Waehrungsreform kommt. Bis dahin werden die Zinsen m.E. wieder steigen. Die FED wird das Zinsniveau nicht mehr allzu lange auf diesem Niveau belassen.


    (3) Erwarte ich fuer die Zukunft - in Ansaetzen schon heute zu erkennen.


    (1) Mir faellt viel ein, wie geschrieben, sind Probleme per Definition immer ungeloest, sonst waeren es keine Probleme. Ich will hoeren, welche Probleme konket (!) Deiner Meinung nach eine deflationaere Depression hervorrufen sollen. "Probleme ungeloest" als Einzeiler zur Begruendung von deflationaerer Deflation ist so unsagbar unqualifiziert, dass ich fast die Lust am Antworten verliere.


    (2) Auch in regulierten Maerkten wird es immer zu Betrug und Faelschung kommen. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?


    (3) Siehst Du, gemeint waren also konkret Verbriefungen von Kreditrisiken. Das musst Du auch sagen. Ich habe einige Zeit als Makler von Kreditderivaten in London gearbeitet und kenne den Markt sehr gut. Die gehandelten Volumina haben in Summe abgenommen, besonders die komplexer Produkte. Das schraenkt sicherlich die Diversifikationsmoeglichkeiten von Kreditrisiken und damit die Reduzierung von Korrelationsrisiken im Kreditportfolio ein, reduziert aber auch exzessive Spekulationen und einhergehende Systemrisiken. Klinisch tot (Dein Zitat) ist der Markt aber mitnichten. Und viel wichtiger: Warum schlussfolgerst Du eine deflationaere Depression?


    (4) Zurueckgezahlt werden muss (!) zunaechst mal gar nichts. M1 und damit ueber Kreditvergabe von Geschaeftsbanken auch M3 kann theoretisch beliebig weiter wachsen. Das ist nur unschoen wegen der folgenden Inflation. Ob die Geldmengen tatsaechlich nachhaltig abgezogen werden, bleibt abzuwarten.


    (5) Ob die Menschen dem Bankberater hinter'm Schalter vertrauen ist relativ unintessant. Das Vertrauen in die Maerkte kehr zurueck. Nachweislich.


    (6) "akuelle Erwartungen" vs. "Zukunftserwartungen"?! Erklaer bitte. Erwartungen sind per se Ansichten ueber zukuenftige Entwicklungen. Heutige Erwartungen zu zukuenftigen Entwicklungen kannst Du meinetwegen aktuelle Erwartungen nennen. Genauso kannst Du sie Zukunftserwartungen nennen - es sind Erwartungen zu zukuenftigen Entwicklungen. Witzig, dass Du da unterscheidest und von "bullshit" sprichst. Erklaer mal.


    zu (1): Welche Probleme konkret? (Probleme sind immer ungeloest, sonst waeren es keine Probleme...)


    zu (2): Das ist schlicht und ergreifend falsch.


    zu (3): Auch schlicht und ergreifend falsch. Aber wahrscheinlich redest Du nur von einem ganz bestimmten Verbriefungsmarkt, naemlich dem fuer Kreditausfallrisiken. Rechte und Pflichten werden seit jeher tagtaeglich ueberall auf der Welt in verschiedenen Formen rechtlich verbrieft. Aktien sind z.B. verbrieftes Eigentum an Unternehmen und einhergehendes Stimmrecht. Auch handeln tagtaeglich nachwievor grosse Milliardenbetraege an Credit Default Swaps wie schon seit Jahrzehnten. Und dass spezielle Unterarten von Kreditderivaten nicht mehr aktiv quotiert und gehandelt werden, erklaert keine deflationaere Depression. Das Wort "weil" willst Du uns hier vielleicht einmal erklaeren?


    zu (4): Liquiditaetsschwemme wirkt inflationaer, nicht deflationaer


    zu (5): Das Vertrauen in die Maerkte kehrt stetig zurueck. Abnehmende Volatilitaet in fast allen Assetklassen, nachhaltig steigende Aktienmaerkte, wieder anziehende Immobilienpreise und zurueckhaltende Entlassungen durch weitsichtige und wieder Vertrauen findende Unternehmer deuten nicht auf fehlendes Vertrauen in Marktstabilitaet und Wachstumspotential hin.


    zu (6): Wie kommst Du darauf? Marktpreise sind immer ein Ergebnis aus einer mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Erwartungsscharr. Jeder Aktionaer weiss um die immer moegliche Insolvenz seiner Firma und misst diesem Ereignis bewusst oder unterbewusst eine gewisse Wahrscheinlichkeit bei. Im Ergebnis sind alle moeglichen Szenarien in Kursen eingepreist - ex ante zumeist richig, ex post oft auch falsch. Dass moegliche zukuenftige Katastrophen in heutigen Aktienkursen nicht eingepreist waeren, ist eine voellig haltlose Behauptung. Man misst ihnen z.Z. nur keine allzu grosse Wahrscheinlichkeit bei. Glaubst Du ernsthaft, es besser als der Rest der Welt zu wissen?


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    soll ich wieder reinschreiben?


    Schoener waere, wenn Du zunaechst Deine Irrtuemer einsaehest und im zweiten Schritt weniger Anspruch auf Hellseherische Faehigkeiten erhebtest... dann waere bei vielen die Motivation groesser, sich mit Deinen Aussagen und Argumenten wirklich zu beschaeftigen, statt sie nur als Gerede abzutun.


    Du musst anderen nicht die Augen oeffnen. Schon gar nicht durch Vorhersagen die einem Ratespiel aehneln.