ghost_god : sorry, deinen Namen habe ich wohl einmal fasch gelesen und gespeichert und ohne Deine Korrektur hätte ich das nicht mehr gemerkt. War keine Absicht, der Gag wäre mir zu billig.
Okay, no prob. Dachte, das waere Baalsches Niveau 
Ich halte diese Aussage für falsch, denn der Käufer kauft eine bestimmte Ware, deren Lieferung ihm beim Kauf zugesagt wird. Der Käufer muss das Geld haben, wenn er es nicht hat passiert ihm das was den Gebrüdern Hunt passiert! Das dürfte allgemein bekannt sein.
Aber genau das ist nicht der Fall. Der Kaeufer muss das Geld ebensowenig haben wie der Verkaeufer die Ware, solange er seine Position vor Lieferung wieder glattstellt. Er hinterlegt lediglich einen Bruchteil des Kaufpreises als Margin. Die Aussage hat also nachwievor Bestand. Die Kaeufer muessen das Geld fuer die gekaufte Ware nicht nachweisen und (!) haben wie wir wissen zu sehr grossen Teilen auch gar kein Interesse, die physische Ware gegen Geld abzunehmen. Sie spekulieren auf temporaere Preisveraenderungen. Genauso wie die shorts, die nicht nachweisen muessen, dass sie die Ware haben aber eben liefern muessen wenn sie den Kontrakt nicht vor Lieferung glattstellen.
Falls Du immer noch der Meinung bist, der Käufer würde kein Silber kaufen wollen, hätte ich zwei Fragen an dich:
1. Wenn er einen Kontrakt bei der Comex kauft, die ihm die Lieferung von 50 Barren Silber zusagt, er aber zum Zeitpunkt des Kaufes kein Silber kauft, WAS KAUFT ER DENN DANN?
2. Wenn aus Punkt 1 folgert, dass der K. kein Silber kauft, warum beinflusst der Kauf/Verkauf eines Kontraktes bei dem KEIN SILBER gehandelt wird, den Silberpreis?
1. Er kaut einen Lieferanspruch, kein Silber. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Es ist doch erwiesen, dass ein grossteil der gehandelten Kontrakte eben nicht zur Lieferung fuehren. Wie laesst sich das mit Deiner These verbinden, dass die Kaeufer die tatsaechliche Ware haben und nicht nur kurzfristig auf Preisveraenderungen spekulieren wollen? Jeder Kaeufer, der die Ware auch haben will, laesst sie sich auch anliefern. Das ist Fakt. Dass die Mehrheit die Ware nicht geliefert haben wollen und sie nicht bezahlen wollen, stellen sie ihre Kontrakte vor Lieferung wieder glatt - i.e. sie verkaufen den Kontrakt rechtzeitig wieder. Das ist doch ziemlich eindeutig.
2. An der Comex werden Lieferansprueche auf Silber gehandelt. Und wenn solche Lieferansprueche fuer Ware in der Zukunft stark gekauft werden, dann steigen die Preise fuer solche Lieferansprueche. Schau mal auf google unter den Begriffen "Backwardation" und "Contango" nach. Eine Backwardation bedeutet, dass der kurzfristig in Lieferung gehende (und zu bezahlende) Kontrakt teurer ist als der spaeter in Lieferung gehende. Solche Situationen treten immer dann auf, wenn die wirkliche Ware dringend benoetigt wird und ein Lieferanspruch auf Ware in der Zukunft eben kein Substitut hierfuer sein kann. Siehe z.B. Oil. Da sieht man oefter bei Oil Knappheit Backwardation in der forward curve. Dieser Preisaufschlag fuer schnelle Lieferung nennt sich "convenience yield". Dem gegenueber steht der "cost of carry", der die Kapitalverzinsung fuer kurzfristige Bezahlung bei kurzfristiger Lieferung erfasst. Wenn physische Ware dringend benoetigt werden wuerde, haetten wir eine starke backwardation im Silbermarkt. Das ist nicht der Fall.
Hier wird geraetselt, ob die short-seller die Ware theoretisch wirkich liefern koennten, gleichzeitig aber mit keinem Wort hinterfragt, ob die Kaeufer an der Comex das Geld fuer die gekaufte Ware haetten - wenn es denn zur Lieferung kaeme. Ich glaube nicht, dass es nach dem Konkurs der Brüder Hunt einen Zweifel daran gibt, was die Comex tun würde, würde das Silber knapp werden. Die Margin würde erhöht, falls notwendig bis 100 %.
Und das ist es tolles Beispiel fuer meine (nicht Deine) Argumentation. Die Hunt Brueder scheiterten u.a. deswegen weil die Comex die Marginanforderungen massiv erhoehte. Ob sie in der Spitze 100% erreichten, weiss ich nicht. Was bedeutet es aber, wenn die Marginanforderung auf bsp. 100% des Underlyings heraufgesetzt wird? Es bedeutet, dass jeder Kaeufer von einer bestimmten Warenmenge auch den Kaufpreis fuer eben diese Warenmenge als Sicherheit hinterlegen muss und nicht mehr hebeln kann. Gemaess dem Spruch "dann mal Butter bei de Fische" stellte sich so sehr schnell heraus, wer die Ware wirklich haben und vor allem auch bezahlen konnte und wer nur mit moeglichst viel Hebel (sprich wenig Geldeinsatz und vielen Kontrakten) den Preis nach oben treiben wollte. Die Kaeufer hatten all das Geld nicht, fuer das sie Silber gekauft hatten. Oh weiha.... 
Fakt ist, dass es nur selten zur Lieferung kommen, dass hinter dem tatsaechlich physischem Handel an der Comex ein grosser spekulativer Kindergarten aus nicht am Material interessierten Kaeufern UND Verkaeufern besteht. Ich wiederhole es am besten nochmal: Sowohl die Verkaeufer ALS AUCH die kaeufer haben zu grossen Teilen kein Interesse an der physischen Ware. Einige shorts moegen das Material nicht besitzen, einige longs das Geld nicht. Das ist gehuepft wie gesprungen.
Es ist eben nicht gehupft wie gesprungen, weil das System einen Fehler hat. (siehe meine letzte Mail). Und dieser Fehler kann nicht geheilt werden. Kommt es zu einem Crash sind die Long-Positionen die dummen, unabhängig davaon ob sie Ware wollen oder nicht. dravs richtig schrieb: Das Monopol weiss um die physische Nichtexistenz der Ware aber das Monopol gibt vor der durch den Kauf bei diesem Kauf ermittelten Preis, dies sei der korrekte Preis für die physische Ware.
Es ist ganz einfach ein Betrug an den Käufern Beispiel:
sagen wir es gibt eine Menge von 100000 Silber Barren. Alles zum gleichen Zeitpunkt.
50000 sind in festen Händen
jetzt kaufen an der Comex Käufer für 50000 Silber
die Verkäufer verkaufen für 50000 Silber
alle Ware zugeteilt, nix mehr verfügbar, okay?
Diese alten Käufer werden beschi....n. Denn:
Nun kaufen die nächsten Käufer 20000 und nun müsst eigentlich der Preis soweit steigen, dass die bisherigen Besitzer geneigt sind 20000 Barren abzugeben. Das genau passiert nicht, denn jetzt kommen die Short Seller (naked oder half naked weil geleast und aber nicht kontrollierbar) und verkaufen etwas was sie nicht haben. Jetzt sind 120000 Barren Silber im Angebot, wo doch eigentlich nur 100000 existieren.
Das ist ein gutes Beispiel. Es hat aber einen Haken. Solange wir nur ueber Lieferansprueche (die ander Comex gehandelt werden) sprechen, hat der Kauf weiterer 20,000 Silberbarren evtl. wirklich keinen Einfluss auf den Preis, weil sie jemand short verkauft. Dadurch wird ein Systemrisiko erschaffen, da gebe ich Dir recht. Wenn wirklich alle Kaeufer auf Lieferung bestuenden und sie nicht bereit waeren, zu irgendeinem noch so hohen Preis von diesen Anspruechen zurueckzutreten (die Kontrakte zurueckzuverkaufen), dann kaeme es zum Lieferausfall. Ganz richtig. Aber: Man weiss, dass die Silberverarbeitende Industrie die als einzige nicht an Gewinnen durch Silberkontrakte sondern an der Lieferung der physischen Ware interessiert ist, nicht so viel Silber nachfragt, dass es zu Lieferengpaessen kommen koennte. Dafuer ist genuegend Material gelagert. Die einzigen, die also mehr nachfragen koennten, als tatsaechlich da ist, sind Investoren oder Spekulanten. Und Investoren & Spekulanten wollen nur eines: geld verdienen. Wenn sie diese Lieferansprueche auf 20,000 extra Silberbarren gekauft haben (und nicht wissen koennen, ob die Ware geliefert werden kann oder nicht), dann werden sie aller Wahrscheinlichkeit nach bereit sein, es mit 100%, 1000% oder 10,000% wieder zu verkaufen bevor es ploetzlich doch geliefert wird und der Preis wieder zureuck auf 10$ faellt. Bisher war es immer so. Die Spekulanten wollen Gewinne machen, kein physisches Silber haben. Sie kaufen ihre Kontrakte um sie wieder zu verkaufen, nicht um Ware geliefert zu bekommen. Und denke dran, keiner weiss, wieviel Silber es gibt. Alles nur Geruechte und Vermutungen. Silber wird seit tausenden von Jahren gefoerdert... wer will es da wagen, sich 10,000% Gewinn entgehen zu lassen und am Ende auch nur x Barren Silber geliefert zu bekommen...? Die Idee, den Markt zu cornern ist eine interessante. Aber sie braucht sehr viele Teilnehmer und fuehrt zwangslaeufig zu einer Blase. Das ist das Ziel des cornerns eines Marktes: Eine Blase. Wer soetwas durch jahrelange Propaganda zu schueren versucht (Sinclair oder wie er heisst & co), wird das wissen und rechtzeitig verkaufen, wenn seine Lemminge um ihn herum sich durch die Auslieferung lauter Barren fuer ihn und aehnliche "opfern".