So, die Dinge gehen also weiter ihren gewohnten Gang: Die beste "Anlage" ist der Dollar; physisches Gold und Sfr auch ok, der Rest für die Tonne.
Edelman, mit Dir bzw. Deinen Korrelationen muß ich mal Tacheles reden:
Genau so denken/arbeiten die Hedgefonds nämlich auch, bringt in "normalen" Zeiten ganz gute Rendite, führt bei Umbrüchen jedoch in den Orkus!
Da meine ich all die Schaubilder, POG/POS-Ratio, POG/HUI-Ratio usw. - alles für die Tonne!!
Typisches Hedgefondesdenken, sorry: Es gibt bestimmte natürliche Verhältnisse, und denen "müssen" sich die Kurse (vernünftigerweise) wieder angleichen, also geht man long VW-Vorzüge/short VW-Stämme (ebenso "vernünftig" wie ruinös!
), oder sonstwas, der Korrelationen bzw. vielmehr Scheinkorrelationen gibt es ja viele, zwischen Öl und Ölaktien, zwischen Öl und Gold, zwischen Yen und Aktienmärkten, und und und. Und die Hedgefonds machen das noch viel ausgeklügelter als wir, mit allerlei hochgezüchteten Computermodellen.
Und schon längst gibt es allerlei "Goldbugs", die meinen man müßte long HUI/short Gold gehen, wegen der extremen Ratio, hab' ich doch bei einigen der einschlägigen Verdächtigen gelesen, oder!?
Aber all das funktioniert derzeit nicht. Weil zu viele so dächten, man könne auf diese Weise einfach reich werden, und jetzt de-leveraged wird, werden die althergekannten Ratios womöglich noch viel extremer!!
Und wer das nicht begreift, dessen Privatvermögen nimmt genau denselben Kurs wie das der Hedgefonds - in den Orkus!
Ich habe ja meistens recht
, aber ich muß dazusagen - ich hasse es, Recht zu haben. Hat mir, nicht nur hier, auch früher im Leben, meist weder Freunde noch Profit gebracht. Wie längst vorhergesagt, werden Silberjuniors und Uranaktien praktisch wertlos, und Silber läuft weit schlechter als Gold. Im Nachhinein war beim Silber- und Silberminenhype klar wie's ausgeht - das allerdenkbar schlechteste aller "Kriseninvestments". Auf die Schizophrenie, einerseits einen wirtschaftlichen Niedergang zu erwarten, andererseits einen Megabullenmarkt für Juniors, habe ich oft genug hingewiesen. Manche Leute wollten das nicht hören und haben deswegen ein eigenes Forum gegründet. Man muß Emoba fast beneiden (sorry für die Pietätlosigkeit), daß er es nicht mehr erlebt hat. Eldorado müßte nach allem menschlichen Ermessen pleite bzw. gar verschuldet sein, der Rest der Minenjünger bei minus 80 bis minus 90% stehen, sofern sie nicht gehebelt
haben.
Nun gut, ich habe auch nicht damit gerechnet, daß Öl und Basismetaller dermaßen abkotzen. Ich hätte mit einem klassischen Crackup-Boom gerechnet. What shall's - hatte nie so große Vermögensanteile investiert und immer noch "einigermaßen" getradet, die Verluste sind im Paar-Prozent-Bereich aufs Gesamtvermögen.
Was mit letzterem passiert, darüber sollten wir uns noch mehr unterhalten.
Wir befinden uns in einer Asset-Deflation, und ich wage mal die Prognose:
Gold wird fallen, bei Papierwährungen muß man aber ab jetzt jederzeit mit einem 90-100%-Verlust rechnen!
Schwierig ist, wie immer, das Timing. Man müßte möglichst "kurz vor der Währungsreform bzw. Hyperinflation" ins physische Gold switchen.
Wenn man dann noch kann! - man sieht ja, daß man schon jetzt kaum mehr was kriegt.
Das exakte Timing werden nur die "Eingeweihten" treffen, sprich die (Alt-)"Elite".
Für alle anderen ist es besser, möglichst bald/jetzt viel ins physische Gold zu switchen und Verluste (auch mental!) einzukalkulieren!!
Es besteht kein Zweifel, der westliche Mittelstand wird jetzt/in den kommenden Jahren total rasiert. Bundeshorst hat dafür ja schon mal in Argentinien "geübt".
Gold wird verboten werden, wird im Kurs fallen - allein, das macht nichts!!
Papierwerte werden (weiter) völlig verfallen. Immos werden auch ohnehin stark im Wert fallen, auf die eine oder andere Weise mit mehr oder weniger Zwang enteignet und zudem mit Hypotheken belastet werden. Möglicherweise im Rahmen eines "Konjunkturprogramms Klimarettung" mit Zwangsbaumaßnahmen, die fett was kosten.
Fluchtwährungen?! - Die Rohstoffwärungen wie Real oder Norwegenkrone kacken jetzt schon ab. Sfr hängt wegen UBS genauso drin, und die Nationalbank macht ohnehin jeden Sch... der anderen mit. Vielleicht wenn die Chinesen/Russen mit ner Währung rauskommen, vielleicht.
Immos in derzeit billigen Drittweltländern?
Benachteiligungen als Ausländer, Enteignungen usw. usf. drohen auch dort, denn die Krise wird keineswegs an diesen Ländern vorbeigehen.
Z.B. weil's mit Agrarexporten nicht mehr läuft.
Mit Immos zum Vermieten/Land zu verpachten also genau dieselben Probleme wie hier, angefangen beim erhöhten Zahlungsausfallsrisiko bis zum Staatsrisiko.
Hat da irgendjemand vernünftige Ideen/Insiderinfos!?
Ach ja, Venezuela, Bergmann, ich weiß.
Aber wohl ist es mir beim zwangsläufig kommenden Welt-Szenario nirgendwo.
Bitte um ernste Diskussionsbeiträge!