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Jeden Markt kann man cornern, wenn man genuegend Geld hat. Nimmt man einige hundert Milliarden USD in die Hand und kauft dafuer physisches Silber so hat man nach kurzer Zeit alles verkaeufliche Silber aufgekauft und kann den theoretischen Preis frei diktieren. Man koennte z.B. 500 EUR/oz als Ankauf- und 600 EUR/oz als Verkaufskurs stellen. Niemand kann einem etwas verkaufen, weil man ja alle zum Verkauf stehende Ware aufgekauft hat. Vielleicht findet sich der ein oder andere, der mal etwas zu 600 EUR/oz kauft. Als naechstes quotiert man Ankauf/Verkauf 40,000 EUR/41,000 EUR. Voellig frei waehlbar. Diese bewundernswerte Logik ist doch tatsaechlich auch einigen Silberbugs aufgefallen - und vor Ihnen den Hunt Bruedern. Seitdem wird munter argumentiert, dass Silber unterbewertet sei WEIL es hoeher stehen wuerde, wenn nur genuegend Geld aufgewendet wuerde um die verfuegbare Ware aufzukaufen. Ein Wunder!
Schade nur, dass die selbe Logik auch fuer jedes andere Gut auf dieser Welt gilt. Nimmt jemand genuegend Geld in die Hand um saemtliche Steinway-Klaviere aufzukaufen oder saemtliche VW Aktien zu kaufen, so koennte er danach den Preis frei diktieren. Auf dem Weg dahin wuerde der Preis Stueck fuer Stueck steigen, bis auch der letzte Verkaufswillige einlenkt und seine Ware gegen Geld hergibt. Der Alleineigner koennte VW Aktien dann 40,000/41,000 EUR/Aktie quotieren und niemand koennte den Preis mehr druecken weil keiner die Ware mehr besitzt. Nur ist die Aktie deswegen wirklich 40,000 EUR/Aktie wert? Waeren andere Menschen bereit, 40,000 EUR/Aktie zu bezahlen? Wie wuerde sich die Preisentwicklung beim Aufkauf aller Steinway-Klaviere gestalten? Was, wenn ein reicher Scheich auch zu 1mio EUR einfach nicht verkaufen will? Dann muss man ggf. bis zu 50mio EUR bieten um das letzte Klavier zu bekommen. Und tatsaechlich gibt es dann gehandelte Stuecke bei 50mio EUR.
Logische Konsequenz: Kauft Steinway-Klaviere! Wenn nur genuegend Menschen alle Steinway-Klaviere aufkaufen, dann muss der Preis steigen. Noch besser ist es, wenn andere Menschen bereits Steinway-Klaviere an ihre Kunden verkauft haben obwohl sie sie selbst noch gar nicht im Besitz haben und noch auf Lieferung warten. Wenn wir rechtzeitig alle Klaviere aufgekauft haben, bevor diese Menschen selbst an Klaviere gekommen sind (wenn's sie's vor uns schaffen,d ann eh nur zu exorbitant hohen Preisen), dann muessen sie entweder ihren Kunden absagen und Vertragsbruch begehen oder... und das waere doch super: sie muessten sie uns zu unseren Preisen abkaufen.
Und genau deswegen sind Klaviere voellig unterbewertet! 
Aber halt. Waere das nicht Manipulation? Wuerden solche Kaeufe nicht eine kuenstliche Verknappung schaffen da wir die Klaviere ja eigentlich gar nicht gebrauen? Was machen wir mit den Klavieren? Spielen wir auf jedem von ihnen? Haette dafuer nicht eins gereicht? Hmm.... wie ist es bei Silber? Brauchen wir die Barren? Was machen wir mit ihnen wenn wir sie alle aufkaufen in der Hoffnung, dass andere dabei mitmachen (denn uns fehlt das noetige Kleingeld um im Stile der Hunt-Brueder grossspurig aufzutreten)? Verarbeiten wir sie zu Schmuck, fuer den wir Abnehmer zu gewinnbringenden Preisen haben? Oder verarbeiten wir sie in der Fotoindustrie? Hmm... Nagut, wie wollten sie nur kaufen um sie zu haben. Nicht um sie zu gebrauchen. Aber hey, das ist doch egal - der Preis wuerde dann steigen muessen, oder? Stimmt... aber das galt ja auch fuer Klaviere. Und fuer Plattenspieler und fuer Gold und natuerlich auch fuer jede Aktie da draussen.
Waere das dann Manipulation, wenn wir alles einfach aufkauften? Naja, nicht wenn es alle irgendwie machen. Ist halt ein Trend. Passt schon. Manipuliert wird nur nach unten. Denn bisher verlieren wir damit Geld. Sowas besch...enes.
Nur mal so am Rande.
Jetzt wieder zurueck zu Baal und der Frage, wann er sich zum Thema aeussern wird. Tippen Sie mit werte Damen und Herren. Die Quoten stehen bei Beitrag 89 zu Beitrag 91. Aktuell duerften wir bei Beitrag 15 oder 20 sein.
