Beiträge von ghost_god

    Hallo bob,


    als wir bei knapp 540$ standen (nach starken Gewinnen in Asien), ging ich von einer Korrektur an der Comex aus - ich entschloss mich recht spontan, meine Position kurzfristig zu schliessen und die 40$ Gewinn mitzunehmen (entgegen meiner geplanten Strategie). Gehe aber nachwievor von Kursen deutlich ueber 600$ aus und warte z.Z. auf einen Wiedereinstieg im Bereich 480-485.


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    Deiner Antwort entnehme ich, dass Du also zumindest beim Spike von einer Marktmanipulation ausgehst. Weisst Du mehr, oder handelt es sich um eine Vermutung? Hast Du in Deiner Umgebung als Broker auch Kollegen, die diese Auffassung teilen?


    Bei dem Spike bezog ich mich auf Anfang des Jahres 1980, als die Comex keine Kaeufe als opening trade mehr zuliess, sondern lediglich Verkaeufe. Damit wurde der Markt aus massiv manipuliert - da die Nachfrage defakto verboten wurde. Solche Informationen gebe ich lediglich aus anderen Quellen weiter, war selber damals nicht dabei.


    Mit unseren Gold-Brokern rede ich nur sehr selten - haben m.E. weniger Ahnung vom Geschehen, als ich, da es ihnen ausschliesslich um die Kommission und nicht um die kuenftige Preisentwicklung zu gehen scheint. ;)


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    An anderer Stelle hast Du gesagt, dass Du keine Untersuchung dieser Vorkommnisse anstrengen willst, weil Du unter der Aufsicht der FSA stehst. Doch was kann Dir passieren? Es ist ja Dein Recht, eine Untersuchung zu verlangen; dazu war da ja die SEC zuständig.


    Sowas wuerde meinen Arbeitgeber sicherlich nicht erfreuen - zudem stuenden die Chancen auf Erfolg m.E. gleich Null. Marktmanipulation im Handel ist sehr schwer nachweisbar. In Sachen Comex bin ich ahnungsloser Aussenseiter.


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    Dann besteht hier also zumindest theoretisch ein (zugegebenermassen extrem kleines) Risiko, dass diese Banken zahlungsunfähig werden und einem dadurch weder Lieferung noch Zahlung zukommt?


    Dieses Risiko besteht schon allein per Definition unseres heutigen Finanzsystems immer. Halte die W'keit, dass der Goldpreis der Ausloeser sein wird jedoch fuer sehr gering. Das open interest ist ja bekanntlich sehr gering - da fliegen den Banken m.E. eher einmal einige riesige foreign exchange positions um die Ohren.


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    Über welche Plattform kann man Futures als Privatanleger handeln?


    Ueber jede halbwegs vernuenftige Bank oder Brokerfirma - auch in Deutschland kein Problem (DB, Dresdner, etc.)




    schoene Weihnachtstage!

    Guten Morgen,


    wef:


    na da habe ich Dich, lieber "wef", offensichtlich mit meinen Anmerkungen veraergert. Das war nicht mein Ansinnen. Allerdings bin ich auch ein wenig verwundert ueber Deine Veraergerung - kann ich mich doch an Deine zumindest nach Deinen Masstaeben als arrogant zu bezeichnede Art erinnern, mit der Du goldy's Ursprungsposting erwidertest.


    Auch gab es m.E. gar keine Begrifflichkeitsstreitigkeiten - Du hattest etwas durcheinander gebracht, und ich habe daraufhin die Zusammenhaenge richtiggestellt. Freu Dich doch, etwas dazugelernt zu haben.


    @ Bob:


    Glaube mir, den richtigen Zeitpunkt erwische ich leider viel zu selten - hatte die letzten Tage schlicht ein wenig Glueck. Warte beim Gold mit der spekulativen Position nach wie vor auf weitere Ruecksetzer in den 480er Bereich - erst wenn wir von dort nach oben signifikant abprallen steige ich wieder ein. Ansonsten bleibt abzuwarten, ob der 480-485er Bereich als support halten kann.


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    Zu den Margin-Erhöhungen: Welches sind neben der Vola die anderen Parameter dafür?
    So wie ich es verstanden habe, bestimmt jede Börse in eigener Regie, ob die Margins erhöht oder gesenkt werden. Besteht da nicht trotzdem die Gefahr, dass manipuliert wird, da die Margen eben nicht genau entsprechend der Funktion nachgeführt werden, sondern es eben doch ein Entscheid bedingt? Z.B. hat gerade Japan die Margen erhöht, wo viele long waren. Wieso nicht z.B. auch London? Ist ja der gleiche (Gold-)markt.


    Neben der Volatilitaet spielt natuerlich, wie bereits von wef angesprochen, der absolute Wert des Kontraktes eine wesentliche Rolle: Je hoeher dieser ausfaellt, umso groesser sind die finanziellen Auswirkungen auf die P&L bei einer Kurschwankung von x Prozent und entsprechend werden auch umso hoehere Marginanforderungen (=Sicherheitsleistungen) seitens der Boerse gefordert. Ob Boersen die genauen Berechnungsgrundlagen fuer die einzelnen Marginanforderungen publizieren, ist mir leider nicht bekannt - habe mich nie intensiver mit dem Thema befasst. Spielraum fuer eine gewisse Marktmanipulation ist zumindest theoretisch gegeben, doch warum sollte das Aufsichtsgremium einer Boerse etwas derartiges anstreben? Immerhin riskierte der Verantwortliche nicht nur seinen Job, sondern auch seine komplette berufliche Zukunft im Finanzmarkt (BaFin, FSA oder SEC sind nicht zimperlich, wenn es um Marktmanipulation geht). Der manipulative Eingriff an der Comex beim damaligen spike im Gold- und Silberpreis galt wohl dem Schutz des Finanzsystems als solches und folgte damit einem uebergeordneten, staatlichen Interesse.


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    Zur impliziten Vola: Ich muss zugeben, dass ich auch selten mit OS handle, dadurch mich auch nicht gut auskenne. Wenn nun aber die implizite Vola vom Emittent nach Belieben angepasst werden kann - kann so nicht der Anleger nach Belieben vera... werden, indem die Bank schaut, wie die Besitzverhältnisse sind und die implizite Vola entsprechend anpasst (z.B. wenn mehr Leute short im OS sind - imp. Vola erhöhen - wenn mehr long im OS sind - imp. Vola senken)?


    -> bob, bedenke, dass man Optionsscheine nicht shorten kann. Der Emittent begibt eine bestimmt Menge an Optionsscheinen, die zum Verkauf stehen. Somit ist es voellig unmoeglich, dass irgendjemand short in Optionsscheinen ist. Ein unfaires Verhalten kann ich hingegen nicht erkennen, da sich der Emittent ueblicherweise verpflichtet, den Spread zwischen An- und Verkaufskurs auf ein Maximum von z.B. EUR 0.02 zu begrenzen und gleichzeitig zu jedem Zeitpunkt (waehrend der Handelszeiten) einen solchen An- und Verkaufskurs quotiert. Je niedriger der Emittent die Kurse quotiert, umso wahrscheinlicher ist es, dass ihm Optionsscheine abgekauft werden - er hat sicherlich kein Interesse, diese unter dem fairen Wert zu verkaufen. Allerdings kommt es oft vor, dass Optionsscheine systematisch ueber dem als allgemein fair anerkannten Wert quotiert werden, da der Emittent hofft, einige "dumme" Kleinanleger zu finden, die ihm diese trotzdem abkaufen. Doch jedem Anleger ist m.E. zuzumuten, sich unter der Vielfalt an Optionsscheinen den guenstigsten herauszusuchen und konkurrierende Angebote verschiedener Emittenten miteinander zu vergleichen.


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    Was würde eigentlich passieren, wenn ein Inhaber von Futures-Kontrakten zahlungsunfähig wird und demzufolge die Kontrakte glatt gestellt werden sollen im hypothetischen Falle, dass niemand zum Gegengeschäft bereit ist?


    -> Dann bliebe das Clearinghouse bzw. deren Eigentuemer (gemeinhin verschiedene Banken) auf den Verlusten sitzen. Ein Gegengeschaeft ist aber immer moeglich - der Preis bringt Angebot und Nachfrage sicherlich zusammen. Der einer Marginanforderung zugrundeliegende Gedanke folgt im uebrigen dem Value at Risk Prinzip, bei dem ebenfalls versucht wird, abzuschaetzen, welche Wertveraenderung innerhalb eines gegebenen Zeitraums als signifikant wahrscheinlich anzusehen ist.



    mfG

    War bisher noch nicht die Frage - such doch mal auf Google.. oder rechne sie selber fuer einzelne Zeitabschnitte aus und aggregiere die Daten in Excel - kannst Dir sogar die Farben des Charts aussuchen ;)

    Guten Morgen wef,


    wollte nochmal kurz auf Deinen letzten Beitrag antworten:


    Zitat

    Long oder Short bezeichnet keineswegs die Richtung. Sondern Call oder Put.


    -> Das stimmt nicht. Calls und Puts sind - wie Du schon sagst - Optionen oder Optionsscheine. Die Begriffe "long" bzw. "short" geben die Richtung der Positionierung an - es gibt also 5 moegliche Szenarien:


    1) Ein Marktteilnehmer ist long Calls (hat also Calls als opening trade gekauft)


    2) Ein Marktteilnehmer ist short Calls (hat also Calls als opening trade verkauft)


    3) Ein Marktteilnehmer ist long Puts (hat also Puts als opening trade gekauft)


    4) Ein Marktteilnehmer ist short Puts (hat also Puts als opening trade verkauft)


    5) keine Position




    Zitat

    Ich hab noch nie gehört, daß man eine Margin hinterlegen muß, wenn man Long ist, also Inhaber eines Call oder Put. Als Stillhalter (leer) eines Call oder Put muß ich Margin hinterlegen, um die (möglichen) Verpflichtungen aus dem Geschäft befriedigen zu können.


    -> Du musst auch Margin hinterlegen, wenn Du an einer Boerse Futures oder Options long bist - schlicht aus dem selben Grund, aus dem Du sie fuer short Positionen hinterlegen musst: Wenn der Markt gegen Dich laeuft, fuehlt sich die Boerse mit Sicherheitsleistung wohler, als ohne :)


    Du verwechselst vermutlich Optionen mit Optionsscheinen.



    Zitat

    Die Volatilität ist ein mathematisches Rechenexempel, daß sich jeder so hinrechnen kann wie er es braucht (solange er die Zeitspanne nicht angibt)
    Ich habe bei meinen Silber Optionsscheinen leider feststellen müßen, daß die Vola gefallen ist, obwohl die Kurse stark gestiegen sind !? (ich hab mir nicht die Mühe gemacht es nachzurechnen)


    -> Die Standardabweichung oder Volatilitaet ist fuer einen Betrachtungszeitraum - wie Du selber schreibst - eine feste, errechenbare Gruesse... solange wir ueber historische Volatilitaeten bzw. Standardabweichungen von bekannten Funktionen sprechen. Implizite Volatilitaeten sind reine Schaetzungsparameter, bei denen versucht wird, den kuenftigen Verlauf bzw. kuenftige Schwankungen aus historischen Kursverlaeufen abzuleiten und so eine verlaessliche Grundlage zur Optionsbewertung zu schaffen. Natuerlich liegt die implizite Volatilitaet im Auge des Betrachters - der eine sieht sie hoeher, der andere tiefer. In vielen Maerkten wird das Premium einer Option nur in Vola-Prozenten ausgedrueckt. Ein 45er Call fuer Maerz06 notiert dann z.B. 16.5% auf 16.9%


    Wenn es keine unterschiedlichen Meinungen zu impliziten Volas gaebe, kaeme wesentlich weniger Handel zustande. Weil zu jedem Zeitpunkt jeder wuesste, welchen exakten fairen Wert eine beliebige Option haette.



    mfG

    Hi Twinson,


    bin gestern bei 509.95 (im Februar Kontrakt, der ca. 3 Dollar ueber dem Spot notiert) ausgestiegen und wollte eine weitere Korrektur abwarten, da die erhoffte schnelle Gegenbewegung ausblieb. Glueck gehabt.


    Plane, im Supportbereich bei 480 Dollar (spot) wieder long zu gehen (ueber futures).


    Physisch bleibe ich die naechsten >10 Jahre noch long, da als Absicherung und nicht als Spekulation gedacht.



    mfG

    kurz 2 Dinge zur Richtigstellung:


    1) Zitat Goldy:


    Zitat

    aber bis die die margin erhöht haben ist gold gerade hochgeschossen und steigende kurse erhöhen doch nich die vola.


    -> Selbstverstaendlich steigt die Volatilitaet bei ungewoehnlich stark steigendem Kurs ebenfalls an - es waere hilfreich, wenn Du nachlesen wuerdest, was Volatilitaet ueberhaupt ist (nicht boese gemeint). Die Volatilitaet gibt die Schwankungsbreite eines Kurses an, sie ist nichts weiter als die Standardabweichung einer Variablen, also die Wurzel aus der Varianz. Schau Dir den mathematischen Term an, dann siehst Du, dass Abweichungen in beide Richtungen Auswirkungen auf die Volatilitaet haben, da die Differenz aus Mittelwert und realisiertem Kurs quadriert wird, um das Vorzeichen immer positiv zu halten (wichtig fuer die Summenbildung). Klingt alles ein wenig abstrakt, daher empfehle ich Dir, Dich einzulesen. Dann verstehst Du auch, was die Volatilitaet ist.



    2) Zitat wef


    Zitat

    Eine margin ist die Sicherheitsleistung eines Shorties für sein Geschäft.


    Die Margin hat nichts damit zu tun, ob man long oder short ist. Sie dient als Sicherheit fuer ein Exposure - in welche Richtung ist dabei natuerlich voellig egal.


    Und noch ne Kleinigkeit:


    Zitat wef


    Zitat

    Außerdem ist das Risiko von starken Kursbewegungen ebenfalls sehr stark angestiegen (ich möchte es nicht Vola nennen, weil die je nach Zeithorizont stark differiert).


    Nenne es doch einfach implizite Vola - sie steigt per Definition, wenn das Risiko kuenftiger starker Kursbewegungen stark gestiegen ist.




    schoene Feiertage!


    mfG

    ... das scheinen leider viele hier nicht genau zu wissen ...


    Um's kurz zu machen: Die Marginanforderungen einer Boerse sind unter mathematischen Gesichtspunkten eine Funktion von verschiedenen Faktoren. Einer dieser Faktoren ist die Volatilitaet des jeweiligen Basiswertes, auf den sich der jeweilige Futurekontrakt bezieht. Und wo wir gerade bei mathematischen Darstellungen sind: Die erste Ableitung dieser Funktion nach der Volatilitaet ist positiv (allerdings keine stetige Funktion, sondern Treppenfunktion), d.h. grob gesagt: Je hoeher die Vola, desto hoeher die Marginanforderungen.


    Analoges Beispiel: Je schlechter die Bonitaet eines Schuldners, umso hoeher die Zinsen.


    Verschwoerungstheorien haben hier nichts zu suchen.



    Schoene Vorweihnachtstage!


    mfG

    http://www.igindex.com


    Handelst zwar nicht direkt an der Comex sondern auf die market maker quotes bei IG Index (die sich an der Comex hedgen), zahlst aber auf Gewinne keine Steuern, da nach englischem Recht als Gluecksspiel definiert (spread betting).


    Alles andere wie beim Future Handel (options bieten sie natuerlich auch an)... margin Konto, 24h trading weltweit - solange irgendeine Boerse weltweit das gewuenschte Produkt (von currencies ueber equities und commodities bis hin zu property prices emissions und sport bets) handelt - sonst kurze Handelspausen, da kein hedging fuer IG moeglich ist.


    Super Kundenservice und Margin Calls per Handy + Email, etc.



    mfG

    re: Margin Erhoehungen



    Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Volatilitaet des Goldpreises stark zugenommen hat in der juengsten Vergangenheit. Die Marginanforderungen sind nunmal logischerweise an die Volatilitaet des jeweiligen Underlyings gekoppelt - alles andere waere Fahrlaessigkeit seitens der Boerse.


    Eine Verschwoerungstheorie hinter der Marginerhoehung zu sehen halte ich fuer nicht nur leichtsinnig, sonder defakto unsinnig.




    Bin aber auch wieder long gegangen - auf zum zweiten up move! ;)

    Waere mal interessant, das Thema "Kursmanipulation" auf den Tisch zu bringen. Der sell off schien mir nicht aus Gewinnmitnahmen zu resultieren, dafuer stabilisierte sich der Kurs zu lange auf hohem Niveau. Warum sollten die Bullen kurz vor Ende des NY Handels bei abnehmendem Volumen ploetzlich in kollektive Panik verfallen? Sie haetten den ganzen Tag ueber in Ruhe verkaufen koennen.


    Das sah doch sehr stark nach geplanter Kursmanipulation aus, die nach geltendem Recht strafbar ist. In Deutschland ist es die BaFin, in England die FSA, in den Staaten wohl die SEC, die zustaendig ist. Ich stehe selber unter der Aufsicht der FSA und habe kein Interesse daran, bei der SEC Ermittlungen gegen Unbekannt einleiten zu lassen, doch vielleicht gibt es andere im Forum, die Spass an sowas faenden.


    Wie auch immer, bin gespannt, wie's in Asien weiter geht.



    mfG

    Selten mit einem solchen Grinsen ins Office gegangen.. ;)


    Und dabei geht's mir gar nicht primaer um das verdiente Geld, sondern vielmehr um den historisch wichtigen Tag fuer Gold & Silber. +14$ in Japan koennte man als harte Kost fuer die Amis bezeichnen. Let's see, how they'll react..


    Ich habe allerdings vorerst meine Futureposition geschlossen. 40$ in einer Woche kann man schonmal mitnehmen - Hoffe auf leichte Korrektur an der Comex.




    mfG