Guten Morgen,
wef:
na da habe ich Dich, lieber "wef", offensichtlich mit meinen Anmerkungen veraergert. Das war nicht mein Ansinnen. Allerdings bin ich auch ein wenig verwundert ueber Deine Veraergerung - kann ich mich doch an Deine zumindest nach Deinen Masstaeben als arrogant zu bezeichnede Art erinnern, mit der Du goldy's Ursprungsposting erwidertest.
Auch gab es m.E. gar keine Begrifflichkeitsstreitigkeiten - Du hattest etwas durcheinander gebracht, und ich habe daraufhin die Zusammenhaenge richtiggestellt. Freu Dich doch, etwas dazugelernt zu haben.
@ Bob:
Glaube mir, den richtigen Zeitpunkt erwische ich leider viel zu selten - hatte die letzten Tage schlicht ein wenig Glueck. Warte beim Gold mit der spekulativen Position nach wie vor auf weitere Ruecksetzer in den 480er Bereich - erst wenn wir von dort nach oben signifikant abprallen steige ich wieder ein. Ansonsten bleibt abzuwarten, ob der 480-485er Bereich als support halten kann.
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Zu den Margin-Erhöhungen: Welches sind neben der Vola die anderen Parameter dafür?
So wie ich es verstanden habe, bestimmt jede Börse in eigener Regie, ob die Margins erhöht oder gesenkt werden. Besteht da nicht trotzdem die Gefahr, dass manipuliert wird, da die Margen eben nicht genau entsprechend der Funktion nachgeführt werden, sondern es eben doch ein Entscheid bedingt? Z.B. hat gerade Japan die Margen erhöht, wo viele long waren. Wieso nicht z.B. auch London? Ist ja der gleiche (Gold-)markt.
Neben der Volatilitaet spielt natuerlich, wie bereits von wef angesprochen, der absolute Wert des Kontraktes eine wesentliche Rolle: Je hoeher dieser ausfaellt, umso groesser sind die finanziellen Auswirkungen auf die P&L bei einer Kurschwankung von x Prozent und entsprechend werden auch umso hoehere Marginanforderungen (=Sicherheitsleistungen) seitens der Boerse gefordert. Ob Boersen die genauen Berechnungsgrundlagen fuer die einzelnen Marginanforderungen publizieren, ist mir leider nicht bekannt - habe mich nie intensiver mit dem Thema befasst. Spielraum fuer eine gewisse Marktmanipulation ist zumindest theoretisch gegeben, doch warum sollte das Aufsichtsgremium einer Boerse etwas derartiges anstreben? Immerhin riskierte der Verantwortliche nicht nur seinen Job, sondern auch seine komplette berufliche Zukunft im Finanzmarkt (BaFin, FSA oder SEC sind nicht zimperlich, wenn es um Marktmanipulation geht). Der manipulative Eingriff an der Comex beim damaligen spike im Gold- und Silberpreis galt wohl dem Schutz des Finanzsystems als solches und folgte damit einem uebergeordneten, staatlichen Interesse.
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Zur impliziten Vola: Ich muss zugeben, dass ich auch selten mit OS handle, dadurch mich auch nicht gut auskenne. Wenn nun aber die implizite Vola vom Emittent nach Belieben angepasst werden kann - kann so nicht der Anleger nach Belieben vera... werden, indem die Bank schaut, wie die Besitzverhältnisse sind und die implizite Vola entsprechend anpasst (z.B. wenn mehr Leute short im OS sind - imp. Vola erhöhen - wenn mehr long im OS sind - imp. Vola senken)?
-> bob, bedenke, dass man Optionsscheine nicht shorten kann. Der Emittent begibt eine bestimmt Menge an Optionsscheinen, die zum Verkauf stehen. Somit ist es voellig unmoeglich, dass irgendjemand short in Optionsscheinen ist. Ein unfaires Verhalten kann ich hingegen nicht erkennen, da sich der Emittent ueblicherweise verpflichtet, den Spread zwischen An- und Verkaufskurs auf ein Maximum von z.B. EUR 0.02 zu begrenzen und gleichzeitig zu jedem Zeitpunkt (waehrend der Handelszeiten) einen solchen An- und Verkaufskurs quotiert. Je niedriger der Emittent die Kurse quotiert, umso wahrscheinlicher ist es, dass ihm Optionsscheine abgekauft werden - er hat sicherlich kein Interesse, diese unter dem fairen Wert zu verkaufen. Allerdings kommt es oft vor, dass Optionsscheine systematisch ueber dem als allgemein fair anerkannten Wert quotiert werden, da der Emittent hofft, einige "dumme" Kleinanleger zu finden, die ihm diese trotzdem abkaufen. Doch jedem Anleger ist m.E. zuzumuten, sich unter der Vielfalt an Optionsscheinen den guenstigsten herauszusuchen und konkurrierende Angebote verschiedener Emittenten miteinander zu vergleichen.
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Was würde eigentlich passieren, wenn ein Inhaber von Futures-Kontrakten zahlungsunfähig wird und demzufolge die Kontrakte glatt gestellt werden sollen im hypothetischen Falle, dass niemand zum Gegengeschäft bereit ist?
-> Dann bliebe das Clearinghouse bzw. deren Eigentuemer (gemeinhin verschiedene Banken) auf den Verlusten sitzen. Ein Gegengeschaeft ist aber immer moeglich - der Preis bringt Angebot und Nachfrage sicherlich zusammen. Der einer Marginanforderung zugrundeliegende Gedanke folgt im uebrigen dem Value at Risk Prinzip, bei dem ebenfalls versucht wird, abzuschaetzen, welche Wertveraenderung innerhalb eines gegebenen Zeitraums als signifikant wahrscheinlich anzusehen ist.
mfG