Beiträge von ghost_god

    Hab nicht alles gelesen, aber in den Anfaengen stimmt's schon nicht.


    Zitat

    Tatsache ist, daß Inflation für den Aktienmarkt das gefährlichste Szenario überhaupt ist.


    -> Wie kommst Du darauf? Aktien steigen ebenso in Folge von Geldmengenwachstum, wie andere Gueter auch. Ein Grossteil der aktuellen Aktienmarktstaeke ist auf Inflation zurueckzufuehren.


    Zitat

    Auch von den immer wieder genannten Renditen darf man sich nicht blenden lassen. Langfristig hat ALLES Rendite 0, weil immer irgendwelche Sonderereignisse kommen.


    -> Menschen verrichten Arbeit - diese Leistungserbringung scheinst Du irgendwie vergessen zu haben.... ;)

    Kursverluste auszusitzen ist sicherlich eine vernuenftige Langfriststrategie, wenn das Investment stimmt, doch hat die Anlage in physisches Gold / Silber erhebliche Opportunitaetiskosten in Form entgangener Zins- und Zinseszinsertraege... Wenn man zu jedem Zeitpunkt seine Investments neutral betrachten kann und nicht in eine gewisse Rechthaberei verfaellt (Gefahr bei vielen Usern dieses Forums sicherlich nicht zu unterschaetzen), dann sollte sich Vermoegen nicht nur erhalten, sondern mehren lassen.

    Gutso,


    die 500 EUR Marke spielt keine grosse Rolle. Gold wird ganz ueberwiegend in USD gehandelt, der EUR/Gold Preis ergibt sich als "Beiprodukt" des EUR/USD Devisenmarktes... der um EINIGES groesser, als der winzig kleine Goldmarkt ist...


    Nur so am Rande...


    Schau lieber auf die USD 700 im Gold.


    mfG

    Guten Abend,


    vielleicht kann mir jemand kurz erklaeren, was genau das sog. Weissgold eigentlich ist. Habe mir, vielleicht da kein grosser Schmuckliebhaber, nie wirklich zu diesem Thema Gedanken gemacht, da ich kuerzlich aber ein solches Schmuckstueck aus Weissgold kaufen wollte, wurde ich nachdenklich. Immerhin muss man fuer Schmuck aus Weissgold einen erheblichen Aufschlag gegenueber Geldgold zahlen - gerechtfertigt?


    mfG

    Mesodor39,


    auch wenn es ohne unhoeflichen Unterton kaum moeglich sein wird, Dich darauf hinzuweisen, dass es Dir an sehr viel Fachwissen und Verstaendnis der Zusammenhaenge fehlt, moechte ich es an dieser Stelle trotzdem machen. Es ist ja lobenswert, sich seine eigenen Gedanken zu machen und diesen Eifer moechte ich Dir auch nicht nehmen, doch anstatt die Ergebnisse Deiner vielen, teils spannend anmutenden Gedankenspiele in einem Forum zu posten, waere es doch sicher sinnvoller, Meinungen anderer zum Thema zu erfragen und wissbegierig Deine eigenen Gedankenspielchen zu diskutieren.


    Du redest die ganze Zeit von Zertifikaten und Optionsscheinen und wie ein Investor mit bsp. 40 Milliarden US-Dollar sich diese Instrumente zu Nutzen machen koennte, um den Goldmarkt zu cornern. Ich glaube Dir ja, dass Du es spannend findest, was man heutzutage alles mit 40 Mrd. Dollar anstellen koennte, doch meinst Du nicht auch, dass zum einen die Rolle von ausschliesslich in Deutschland in kleinen Mengen aufgelegten Zertifikaten und Optionsscheinen (die fuer Dich sicherlich eine grosse Sache sind, deren Funktionsweise Du auch Stueck fuer Stueck teilweise zu begreifen scheinst) eine ganz untergeordnete im Vergleich zu den riesigen Futuremaerkten an den Weltboersen ist, dass zum anderen Deine "irgendeiner muesste nur alles aufkaufen und schon wuerd's teurer werden" - Strategie auch bei anderen Investments anschlaegen duerfte und dass nicht zuletzt der Aufbau riesiger Longpositionen alles andere als die ultimative und von Deinem Gehirn brilliant herausgearbeitete Handelsstrategie ist, sondern diese vielmehr eine nicht zu unterschaetzende Anfaelligkeit fuer Preisstuerze darstellte..?


    Du hast in einem anderen Thread zum Thema "Optionsscheine auf Silber" sehr deutlich gezeigt, dass es nicht sonderlich weit her ist mit Deinem Verstaendnis der Materie, sondern dass Du vielmehr in einem Mix aus Fehlinformationen, viel Phantasie und einer gesunden Portion Selbstueberschaetzung gedanklich umherzuirren scheinst. Ich mache mir ueber's Wochenende mal die Muehe, Deine letzten Beitraege zum Thema Optionsscheine zu korrigieren - bisher fehlte mir schlicht die Zeit fuer so einen Kinderkram. Vielleicht wird dann zumindest den Mitlesenden klarer, wie wenig die Person hinter der ID "mesodor39" eigentlich von all dem versteht, ueber das sie so scheinbar lehrreich aufzuklaeren glaubt.




    mfG

    Zitat

    Sie brauchen es ja nicht verkaufen.....sie müssten es nur höher bewerten......aber logisch denken?????


    So einfach ist das aber leider nicht. Nicht nur, dass die BuBa als Teil des ESZB den Euro nicht eigenwillig an den Goldpreis binden kann, ohne sich von der Waehrungsunion zu loesen, eine entsprechende Bindung des Euros an den Goldpreis auf entsprechend hohem Niveau wuerde auch zu einem gewaltigen Zufluss von Gold und Abfluss von Liquiditaet fuehren. Eine Entschuldung wuerde also hoechstens per Waehrungsreform erreicht, mit allen positiven und negativen Konsequenzen.




    mfG

    Mit immer haeufiger werdenden Tagesswings von >10$ im Gold darf wohl auch ex post die Marginanhebung als sinnvoll und vor allem gerechtfertigt angesehen werden. Nur am Rande.



    mfG

    mesodor39,



    -> Entschuldige bitte meine Direktheit, doch Du schreibst hier eine Menge "Bloedsinn" zusammen. Es ist niemandem geholfen, wenn hier voellig falsche Aussagen mit einer gesunden Portion Selbstsicherheit in den Raum gestellt werden, da viele Neulinge auf dem Gebiet der Optionen soetwas sonst womoeglich glauben wuerden.


    Vorschlag an Moderator: Beitrag von Mesodor39 loeschen, da es muessig erscheint, einen Text, der zu 90% aus Fehlern besteht, akribisch zu korrigieren.




    Danke.

    Hallo zusammen,


    wollte auch noch kurz was zum Thema beitragen..


    Zunaechst wollte ich mich aber bei Dir, yoyo, entschuldigen fuer meine Unzuverlaessigkeit bzgl. Schreiben der BuBa. Ich moechte es Dir nach wie vor zukommen lassen, hab's ueber die Feiertage aber schlicht vergessen. Wird 100% nachgeholt - jedoch erst, wenn ich wieder in die Heimat komme.


    Twinson, wef,


    Zitat

    Stehen hinter OS eigentlich auch physische Geschäfte oder sichert sich der Emi in der Regel nur durch ein entsprechendes Gegengeschäft (z.B. Future) ab und lebt vom Spread?


    -> Ich weiss leider nicht genau, wie Banken ihre OS in Deutschland hedgen, so sie es denn ueberhaupt tun. Ich broke zwar options, habe mit deutschen OS beruflich jedoch nichts zu tun. Allerdings erscheinen mir gewisse Szenarien als wahrscheinlich. Zunaechst einmal wirst Du physische Geschaefte im Eigenhandel der Banken meines Wissens nach niemals finden. Egal, welchen Rohstoffmarkt eine Bank traded, sie bedient sich Termingeschaeften und stellt die Glattstellung bzw. den roll over vor Expiry (also Ablauf des Kontraktes) sicher.


    Gewinne verspricht sich ein Emittent von Optionsscheinen vordergruendig aufgrund folgender Ueberlegungen:


    1) Gewinnmargen durch Bid- / Ask- Spread


    2) Aufgrund der Tatsache, dass der Emittent per Definition niemals netto long in seinen eigenen Optionsscheinen ist, sondern ausschliesslich eine bestimmte Anzahl an OS dem Anlegerpublikum zum Kauf anbietet, waehrend gleichzeitig durch staendige Kursstellung eine Ruecknahme der Scheine gewaehrleistet wird, ergibt sich unter Annahme von Informationsasymetrien ein systematischer Vorteil beim Emittenten gegenueber dem Kunden. Warum? Weil der Emittent zum eigenen Vorteil dazu tendieren wird, die zu emittierenden Optionsscheine systematisch ueber dem von ihm als fair angesehenen Wert zu quotieren. Er wird sicherlich nicht die gewuenschte Menge an schlechter informierte Privatanleger verkaufen koennen, erwirtschaftet aber im langfristigen Mittel (keineswegs zufaellig) aus diesem Grunde sichere Gewinne. Oft wird in der Literatur das Konzept des Optionsscheins bzw. der Option mit dem Argument kritisiert, dass Banken im langfristigen Vergleich als Stillhalter satte Gewinne einfuehren und daher die Idee der Option / des Optionsscheins eine schlechte sei. Solche Aussagen sind natuerlich voelliger Unsinn, da Banken nur deshalb uebers langfristige Mittel Gewinne einfahren, weil sie systematisch oberhalb des fair values verkaufen.


    Diesem Gewinnmaximierungsansatz durch overpricing der Bank wirkt allerdings ein anderer entgegen: Der Konkurrenzeffekt.


    Rechnet Emittent A mit einer langfristigen Gewinnmarge von ca. 15% p.a., bietet Emittent B nach kurzer Zeit identische Optionsscheine mit einer Gewinnmarge von z.B. nur 14% an, d.h. seine Optionsscheine werden z.B. niedriger gepreist und ggf. sogar enger im Spread quotiert sein. Ein gesundes Gleichgewicht duerfte sich somit nach kurzer Zeit einstellen - ein Gleichgewicht, indem der Verkauf von OS zu Preisen oberhalb deren fair values jedoch immer noch moeglich und entsprechend profitabel ist.


    3) Durch das Angebot nachgefragter Finanzprodukte zu konkurrenzfaehigen Preisen staerkt die Bank ihre eigene Reputation aus Sicht des Anlegers. -> Werbeeffekt.


    Aus obigen Ueberlegungen laesst sich ableiten, dass ein Hedging der OS Positionen gar nicht notwendig ist, solange ausreichend Liquiditaet vorhanden ist und der Geschaeftszweck mittel- bis langfristig angelegt ist. Sollte eine Bank sich doch im jeweiligen underlying hedgen, so sicherlich aggregiert ueber ihr gesamtes OS Portfolio und nicht einzeln gegen jede Kleinsttransaktion in einem bestimmten Optionsschein. Solche aggregierten und ggf. dynamischen Hedges setzen allerdings ein leistungsfaehiges und 100% zuverlaessiges Handelssystem voraus, das fehlerfrei die entsprechend notwendigen Transaktionen berechnet und automatisiert ausfuehrt. Ich denke nicht, dass soetwas gaengige Praxis im OS-Geschaeft ist, da obige Zusammenhaenge ausreichen, um mit wenig Aufwand sichere Gewinne zu erzielen und aus aggregiertem Hedging resultierende Fehlerrisiken zweifellos zu nicht unerheblichen Verlusten fuehren koennten.


    jetzt aber gute Nacht ! ;)

    Guten Morgen,


    ich bleibe zwecks Uebersichtlichkeit am besten bei Zitaten, auch wenn es ein wenig besserwisserisch wirken mag.


    Zitat

    Hatten die "Shorties" nicht auch mehr Rohstoffe verkauft, als sie eigentlich hätten beschaffen können?.


    Dies nur so am Rande.


    -> Dies hatte ich ja auch bereits durch folgenden Satz angesprochen:


    "P.S.: obige Logik gilt natuerlich analog fuer Marktteilnehmer, die mehr Gold auf Termin verkaufen, als sie tatsaechlich zu liefern im Stande sind. Dieser Teil wird den meisten Lesern hier wohl auch besser gefallen, als das obige Beispiel - beide folgen jedoch der selben Logik."



    Zitat

    Jedoch: wenn ich heute etwas für 1.000 EUR bestelle und es mir in einem Jahr liefern lasse und nun 50 EUR anzahle, so habe ich einen festen Deal.


    Wenn ich das Geld exakt zum Fälligkeitszeitpunkt bekomme, kann ich den Deal erfüllen. Theoretisch kann es ja sein, daß diejenigen mit Longpositionen zum Fälligkeitszeitpunkt Einnahmen aus der Rückzahlung fest verzinslicher Wertpapiere, die nicht börsenfähig sind, erhalten haben würden.


    Und wenn nun jemand nachträglich kommt und noch mal 50 EUR will oder den Deal platzen lässt (weil er weis, daß er nicht erfüllen kann und daher genau das vorbereitet und in sein Kalkül mit einbezogen hat (was zu beweisen wäre, aber Grundvoraussetzung für meine Argumentationskette ist) - ohne daß das vereinbart und rechtzeitig angekündigt wurde, so nenne ich das parteiisch, treuewidrig und betrügerisch!.


    -> Dein Beispiel ist m.E. unpassend. Es unterstellt, dass sich die Gegenseite des Geschaefts mit einer fixen Sicherheitsleistung zufrieden gibt, was spaetestens dann nicht mehr als realistisch angesehen werden darf, wenn man die angesprochene Hebelwirkung eines Termingeschaeftes beruecksichtigt. Auch darfst Du nicht vergessen, dass wir keine bilateralen Geschaefte betrachten, sondern einen Markt, der vollstaendig ueber ein zentrales Clearinghouse abgewickelt wird und dieses Clearinghouse saemtliche Ausfallrisiken alleine traegt. Deinem Beispielgeschaeft ginge in der Praxis mit hoher Wahrscheinlichkeit eine aufwendige Bonitaetspruefung voraus, doch auch fuer den Fall, dass diese ausblieb bleibt zu beruecksichtigen, dass der potentielle Maximalverlust aus einem solchen Vertrauensgeschaeft im vorraus kalkulierbar ist. Dies ist im Terminhandel nicht der Fall (zumindest bei Leerverkaeufen), aber auch die Wahrscheinlichkeit von Zahlungsausfaellen ist aufgrund des hohen spekulativen Charakters und der angesprochenen Hebelwirkung wesentlich hoeher, als bei einem traditionellen Warengeschaeft wie etwa dem Kauf eines Wohnzimmerschrankes auf Ratenzahlung.


    Du wirst folglich keinen Marktteilnehmer finden, der sich bereit haelt, als Clearingstelle saemtliche teils hochspekulative Geschaefte zu clearen, ohne zu jedem Zeitpunkt eine adaequate Sicherheitsleistung zu fordern.


    Im uebrigen unterliegt jedes Termingeschaeft, das ueber ein Clearingsystem abgewickelt wird, den Boersenrichtlinien sowie den entsprechenden terms and conditions. In diesen sind Marginanpassungen (uebrigens in beide Richtungen) als Vehikel zur Risikoreduzierung vorgesehen und somit Teil Deines beispielhaften "deals". Es werden also keine Vereinbarungen gebrochen, Richtlinien geaendert, oder Marktteilnehmer "betrogen".




    mfG

    Hallo Geheimwilli,


    sehr interessante Gedanken wie ich finde. Auch teile ich Deine Meinung zum Verkauf vermieteter Immobilien, verwundert bin ich jedoch ueber Deinen "Mut", einen absolut und prozentual erheblichen Betrag in physisches Silber zu investieren. Immerhin ist es a) im Notfall nur schwer ausser Landes zu bringen und b) bei Raubversuch nur unter grossem Risiko zu verteidigen.


    Mir fehlen seit langem ansprechende Investmentideen und so habe auch ich einen "gesunden" Teil meines Ersparten in Gold und Silber investiert. Doch die Diversifikation kommt bei mir entschieden zu kurz. Selbstgenutze Immobilie, Gold&Silber + einige Longpositionen in energy commodities + cash, doch was bleibt noch? Auslandsimmobilien setzen eine gehoerige Portion Fachwissen und Ortskunde voraus, Aktien vor dem erwarteten Crash viel Mut zum Risiko und Staatsanleihen ein nur begrenzt funktionierendes Organ gleich hinter den Augaepfeln. :)


    Woher also Dein Mut zu soviel Silber, wenn ich fragen darf?



    mfG

    Zitat

    Ich kann dergleichen sehr wohl erkennen und zwar dann, wenn wie bei den Edelmetallen beispielsweise sehr viele Privat- und Kleinanleger long sind und ein paar große, finanzkräftige Investmentbanken short sind:


    Wie bereits beschrieben haetten die Kleinanleger in diesem Fall aber mehr Rohstoffe auf Termin gekauft, als sie sich eigentlich leisten koennen. Und wenn dem so ist, so ist eine Zwangsglattstellung doch wohl eher als Marktbereinigung denn als Manipulation zu verstehen. Niemand zwingt den Kleinanleger, seine gekauften 1000 Unzen Gold wieder zu verkaufen. Er haette ja auch weniger kaufen koennen, wenn ihm 1000 Unzen zu teuer sind. So einfach. Andersherum wird's wie beschrieben schon logischer: Durch den Kauf von 10 Goldkontrakten kommt Nachfrage nach 1000 Goldunzen auf den Markt, die in dieser Form gar nicht vorhanden ist. Der Kleinanleger in diesem Beispiel, der ueber die geringen Marginanforderungen sein Kapital massiv hebelt, fragt auf dem freien Markt zwar 1000 Unzen Gold nach, kann sie sich aber gar nicht leisten. Angebot und Nachfrage werden durch eben solche Hebelwirkungen massiv verzerrt und dieser Zustand ist u.a. Grund und Ursache dafuer, dass der Preis eines Rohstoffes im Terminmarkt nicht dem ansich fairen Wert unter Ausschluss von manipulativen Einfluessen entspricht. Du verdrehst leider die Zusammenhaenge und beginnst mit Deiner Argumentation am Ende der Kausalkette.


    Im uebrigen war eine Marginerhoehung absehbar und laengst ueberfaellig, da im Vorwege (!) die Volatilitaet stark zugenommen hatte.


    P.S.: obige Logik gilt natuerlich analog fuer Marktteilnehmer, die mehr Gold auf Termin verkaufen, als sie tatsaechlich zu liefern im Stande sind. Dieser Teil wird den meisten Lesern hier wohl auch besser gefallen, als das obige Beispiel - beide folgen jedoch der selben Logik.



    mfG

    mesodor39,


    Zitat

    Fest steht daß Marginerhöhungen, werden sie nicht längere Zeit vorher angekündigt, Terminmarktakteure kalt erwischen und - ob gewollt oder nicht - eine Art Marktmanipulation und somit auch Parteilichkeit seitens der Betreiber der Handelsplattformen darstellen.


    An diese Feststellung führt leider kein Weg vorbei.


    Aber eine Marginerhoehung gilt fuer alle Marktaktuere gleichermassen, egal ob sie long oder short sind. Parteilichkeit kann ich folglich nicht erkennen. Im uebrigen bliebe darueber zu philosophieren, wer tatsaechlich den Marktpreis eines Rohstoffes manipuliert. Ist es tatsaechlich die Boerse, wenn sie der gestiegenen Volatilitaet rechnung tragend die Sicherheitsleistungen fuer saemtliche Marktteilnehmer erhoeht, um Ausfallrisiken zu minimieren? Oder ist es nicht vielleicht derjenige, der Rohstoffe in einer Groessenordnung kauft / verkauft, die er sich defakto nicht leisten kann? Wer 10 Kontrakte im Goldfuture an der Comex long geht, kauft per Definition 1000 Unzen Gold auf Termin. Der Gegenwert betraegt ca. 520.000 Dollar. Hat ein Marktteilnehmer wirklich die Absicht, diese 1000 Unzen Gold zu kaufen, so spielen Marginerhoehungen fuer ihn keine Rolle, da er die 520.000 Dollar als Ruecklage haelt, um die Ware bei Lieferung bezahlen zu koennen. Durch Marginerhoehungen beeintraechtigt ist also ausschliesslich derjenige, der mehr kauft / verkauft, als er eigentlich haben / loswerden moechte. Geringe Marginanforderungen erleichtern also den manipulativen Einfluss ganz erheblich, so dass Deine Betrachtung ein wenig einseitig erscheint.



    mfG