Beiträge von ghost_god

    @all:


    Um mal ein wenig Klarheit in die Missverstaendnisse hier zu bringen, Folgendes:


    Zitat von Twinson:

    Zitat

    Spotpreis ist der gerade aktuelle Preis.


    -> Mit dieser falschen Aussage duerfte die ganze Verwirrung angefangen haben. Der Spotpreis ist eben nicht der "aktuelle Preis", sondern der Preis fuer kurzfristig zu liefernde physische Ware. "kurzfristig" ist in diesem Zusammenhang je nach Rohstoff ein dehnbarer Begriff, als Durchschnittsgroesse duerfen aber wenige Tage angenommen werden. Neben dem Spotpreis gibt es die hier oft verfluchten Futurepreise bzw. Forwardpreise. Sie beschreiben den Preis des Rohstoffes fuer Terminlieferungen in der Zukunft ("aktuelle Preise" gibt es also beim Future ebenso wie beim Spot, waere schlimm, wenn nicht... ;) ) Die Differenz zwischen Spotpreis und Forward-/Futurepreis ergibt sich zum einen aus der Moeglichkeit, das erst spaeter fuer Terminlieferungen benoetigte Geld verzinsen zu koennen (Futurepreis bei positivem Zins ueblicherweise groesser als Spotpreis), zum anderen aber auch aus den Annahmen des Marktes zu der jeweiligen Verfuegbarkeit physischer Ware zu unterschiedlichen Lieferzeitpunkten.


    Es gibt also zwei Haupteffekte, die die Preisdifferenzen zwischen Spot- und Future-Preis beeinflussen:


    1) aktueller und kuenftiger Zinssatz


    2) Erwartungen ueber physische Verfuegbarkeit zu den jeweiligen Zeitpunkten


    Der erste Effekt fuehrt wie bereits erwaehnt dazu, dass der Futurepreis ueber dem Spotpreis liegt (sog. Contango). Da die beiden Effekte aber nicht gleichgerichtet sein muessen (das Contango wuerde in diesem Fall groesser werden), sondern auch entgegengesetzt wirken koennen, kann es dazu kommen, dass der Spotpreis ueber dem Futurepreis notiert. Man spricht in diesem Fall von einer sog. Backwardation (Gegenteil vom Contango).


    Das Contango ist der Normalfall, die Backwardation eher die Ausnahme.



    mfG

    Hallo und herzlich willkommen!


    Der m.E. einzige wirkliche Nachteil von physischem Gold ist der relativ grosse Spread zwischen An- und Verkaufspreis bei Banken & alternativen Haendlern. Wenn Du also kurzfristig aus Deinem Engagement wieder aussteigen musst, verlierst Du schnell ein paar Prozent duch diese Preisdifferenz. Ebay ist fuer den einen annehmbar, fuer den anderen aus verschiedensten Grueden nicht. Kaufen wuerde ich dort nie, verkaufen nur in kleineren Mengen (aus Gruenden der Anonymitaet).


    Ein weiterer Nachteil ist das Verlustrisiko. Du wirst Dir vor Kauf Gedanken machen muessen, wo Du Dein physisches Gold lagern moechtest. Zu Hause kann es ggf. geklaut werden, beim Hausbrand verloren gehen, etc. Lagerst Du es bei einer Bank ein, hast Du zwar eine hohe Sicherheit, widersprichst aber im prinzip Deiner Anlagestrategie, da Dein Grund fuer den Kauf sicherlich nicht zuletzt auch die drohende Bankenkrise sein duerfte. Aber letztlich ist kein Eigentum auf Erden sicher, Grundstuecke koennen enteignet werden, Bankkonten geschlossen, Gold gestohlen werden.


    Alles in Allem sehe ich nur sehr wenige und vor allem kaum signifikante Nachteile beim Besitz physischen Goldes. Die Vorteile hingehen wiegen schwer, ebenso hoffentlich, wie Dein bald vorhandenes physisches Gold..



    mfG

    Als "derart eingebrochen" wuerde ich den Kursverlauf intraday nicht beschreiben - ist schlicht ein sehr volatiles commodity, der Sprung auf 7.55 ging aehnlich rasant. Solche Bewegungen sehen wir doch immer wieder in beide Richtungen.


    (vielleicht Gewinnmitnahmen nach den juengst gestiegenen Kursen)


    mfG

    Cabrito,


    zunaechst einigen wir uns auf die Richtung: Meine Aussage war, dass der Nominalwert damals sicherlich ueber dem Materialwert gelegen hat. (Also Geldwert > Goldwert)


    Das widerspricht aber keineswegs einem Goldstandard. Bedenke bitte, dass der Goldstandard sich nur durch ein fixes Verhaeltnis zwischen Gold & Geld definiert, das sagt aber noch nichts darueber aus, wieviel Gold Du fuer die Geldsumme x bekommst. Das Tauschverhaeltnis muss im Goldstandard lediglich fix sein, oder (von vielen sinnvollerweise gefordert) in fixen regelmaessigen Abstaenden um einen fixen Prozentsatz erhoeht werden (um Deflation zu verhindern).


    Soweit klar?


    Glaube mir, die gesamte angestossene Diskussion in diesem Thread basiert auf unlogischen Vergleichen. Hier werden Aepfel mit Birnen verglichen.


    mfG

    Der ganze Gedankengang ist falsch aufgebaut. Der Fehler liegt in der Annahme, dass das 20 Mark Stueck nur seinen inneren Wert besass (also den Goldwert). Das war sicherlich (bzw. offensichtlich) nicht der Fall. Entscheidend ist die damalige Kaufkraft von 7.32 Gramm Gold und nicht von einem staatlichen Geldstueck, dass 7,32 Gramm Gold enthaelt.


    Man braucht immer zwei gleiche Basen, um vergleichen zu koennen.


    Erinnert euch, es ging ein grosser Aufschrei durch die Presse, als der innere Wert (also Materialwert) der 1 und 2 Cent Muenzen ihren Nominalwert ueberstieg. Du vergleichst hier aber frueheren Nominalwert mit heutigem Materialwert.


    ;)




    mfG

    Antwort: Ja.


    Grund: Ueberschuessige Liquiditaet, die in Werte jeder Art draengt. Immobilien sind z.Z. wenig bei Investoren gefragt, zu gross der Verschuldungsgrad in vielen Laendern. Aktien werden relativ betrachtet zunehmend guenstiger. Sie bieten ebenso wie Gold langfristig Schutz gegen Inflation.



    mfG

    Die Funktion "Mindestpreis" geht im uebrigen nur bei wenigen Kategorien wie z.B. Automobile, etc.


    Hier der Auszug aus Ebay:


    Ein Mindestpreis ist ein nicht sichtbarer Preis, der Verkäufern ermöglicht, einen Artikel nicht unter einem bestimmten Preis zu verkaufen. Der Mindestpreis liegt über dem Startpreis. Der genaue Betrag des Mindestpreises ist für Käufer nicht einsehbar. Auf anderen eBay-Marktplätzen, zum Beispiel in den USA, ist der Mindestpreis unter dem Begriff "Reserve Price" bekannt.


    Hinweis: Die Option Mindestpreis ist bei eBay in Deutschland und Österreich zurzeit nur in den folgenden Kategorien verfügbar: Automobile, Spezielle Fahrzeuge, Boote oder Flugzeuge unter: Auto & Motorrad und in der Kategorie Business & Industrie.


    mfG

    OhneRente:


    warum so feindsehlig? Die Kommentare von Nostradamus halte ich fuer sachlich korrekt.


    GSP-Komet hingegen zieht voellig falsche Rueckschluesse aus seinem Zahlenspiel. Warum man am 52 Wochen-Tief kaufen sollte - ohne die signifikant verschlechterten fundamentalen Daten auch nur im Ansatz zu beruecksichtigen - konnte GSP-Komet nicht erklaeren. Ich konnte nicht einmal einen Versuch erkennen, seine "Kaufempfehlung" zu begruenden. Aktienkurse sind niemals nur nominal zu betrachten, sondern immer unter Beruecksichtigung der geltenden Fundamentaldaten. Diese haben sich in juengster Zeit stark verschlechtert, was tiefere Kurse begruendete.



    GSP-Komet:
    Es heisst Risk/Reward Ratio und nicht Risk/Reward Risiko.


    mfG
    ghost_god

    Goldloewe:


    Herzlich willkommen im Forum! Deinem Nick zufolge fehlt Dir ebenso wie mir eine deutsche Tastatur... USA? UK?


    Zum Thema:


    Zu dem von Dir beschriebenen Szenario wird es sicherlich nicht kommen. Die juengsten Volatilitaeten beim EUR/$, £/$, etc. haben ihre Spuren hinterlassen und die Anfaelligkeit der meisten Volkswirtschaften fuer Dollarabwertungen erneut auf die Tagesordnung vieler Politiker gesetzt. Argentinien hat juengst oeffentlich die vermehrte Umschichtung ihrer Waehrungsreserven bekanntgegeben und physisches Gold gekauft. Man wolle der US-$ Abhaengigkeit entgegenwirken.


    China steht kurz davon, den Renminbi freizugeben und so die vielfach geforderte Aufwertung gegen den US-$ zuzulassen. Russland hat die Uebernahme des Yukos Konzerns durch amerikanische Oelgesellschaften gezielt verhindert. Die Liste liesse sich forsetzen - das Misstrauen gegenueber der Weltleitwaehrung "US-$" waechst und duerfte sich kurz- bis mittelfristig auch als begruendet erweisen.


    Einer "Bitte" der USA, Goldreserven anderer Laender in den USA zu lagern, duerften die wenigsten Staaten nachkommen, zudem halte ich einen solchen Schritt durch die USA fuer mehr als unwahrscheinlich, gibt es doch andere Mittel und Wege, sich Gold physisch zu beschaffen.




    Gruss,
    ghost_god

    Grundsaetzlich kann ich nur jedem, der familiaer dazu in der Lage ist und arbeitssuchend in Deutschland wohnt, empfehlen, ins Ausland zu gehen. Im europaeischen Ausland gibt es bereits in den meisten Branchen gute Aussichten auf einen Job, viele Freunde von mir arbeiten aber auch in Hong Kong und Tokyo.


    Was haelt einen arbeitslosen Junggesellen in Deutschland?!
    Und auch der gemeinsame Wechel ins Ausland (mit Partner) ist meist leichter, als allgemein unterstellt.


    mfG

    Das ist mir schon klar, doch liegt die Gewinnerzielungsbasicht sowohl defakto, als auch sicher aus Sicht des zustaendigen FA vor. Fakt ist doch, dass grosse Mengen physisches Gold&Silber gekauft werden sollen - wie kann man da eine Gewinnerzielungsabsicht abstreiten?
    Steigt die Unze Gold auf EUR 400, liegt immerhin ein Bruttogewinn von ca. 17% auf den aktuellen spot vor.


    Falls hier irgendjemand im Forum ohne Gewinnerzielungsabsicht in physisches Gold/Silber investiert, moege er sich bitte melden... ;)

    @ Masada:


    ich kann mir kaum vorstellen, dass das Ziel dieser Gruendung das "Backen kleiner Broetchen" ist. EUR 24.500 sind sehr schnell erreicht - wenn ich das als Privatperson erreiche, wird eine GbR in der beschrieben angelegten Form doch wohl eher das 50-100fache anstreben.


    Gewerbesteuer bleibt fuer mich zumindest in theoretischer Hinsicht ein Thema. Theoretisch daher, weil mich ein Investment in einer solchen GbR nicht im Ansatz reizt, da die enthaltenen Risiken die genannten Vorteile mehr als wettmachen.


    Gruss,
    ghost_god

    isjminte


    Zitat

    die Einkaufsgemeinschaft ist per Satzung nicht gewinnorientiert
    und daher nicht steuerpflichtig.


    -> Ich bin zwar kein Steuerexperte, doch bin ich mir recht sicher, dass die Satzung der GbR bzgl. der evtl. seitens des Finanzamtes zu unterstellenden Gewinnerzielungsabsicht nicht von Relevanz ist. Relevant ist nur, ob das zustaendige FA eine Gewinnerzielungsabsicht unterstellt, oder nicht - und in Ihrem beschriebenen Fall liegt eine Gewinnerzielungsabsicht ganz klar vor.


    Wie sieht es bei Ihnen folglich mit Gewerbesteuer aus?



    mfG


    ghost_god

    yoyo


    Danke fuer Deine Erklaerung. Das Argument, die "besser informierten" wuerden zuerst im Markt agieren und sich bevorzugt der Goldminen-Aktien bedienen, klingt nachvollziehbar - wenn auch nicht unbedingt schlagend. Ich persoenlich gehe allerdings vielmehr davon aus, dass der Spot im Goldmarkt der vorlaufende ist und Aktien allenfalls hinterherlaufen.


    Korrelationen numerisch zu beobachten und sie fundamental auch zu begruenden sind letztlich zwei Paar Schuh. Ganz nebenbei waere es fatal, in dem o.g. Zusammenhang von "Korrelation" zu sprechen. Eine Korrelation wuerde ja bedeuten, dass der Gold spot faellt, WEIL die Goldaktien fallen. Das o.g. Argument beschriebt aber allenfalls eine zeitliche Verzoegerung beim Spotpreis, wobei sich die Bewegung durch andere externe Faktoren begruendet und NICHT durch die Aktienpreisbewegungen.


    Nebenbei gesagt duerften viele Ueberlagerungen anderer Faktoren das beobachtete Bild verzerren. Aktien sind z.Z. in beinahe allen Brachen unter Druck - wen ueberrascht da der Kursrueckgang ebenfalls bei Mienenaktien? Deshalb faellt der Spotpreis von Gold aber noch lange nicht.



    Schoene Gruesse,
    ghost_god

    Hallo yoyo,


    habe die letzten Monate aus beruflichen Gruenden wenig Zeit zum Schreiben gefunden. Kuenftig wird's sicher wieder ein wenig mehr.


    Meine Frage stellt sich aber nach wie vor:


    Wie wird von den hier Vertretenen eine Korrelation zwischen Goldminenaktien und Gold-Spotmarkt erklaert (angeblich beeinflussen die Kurse der Goldminenaktien ja positiv korrelierend den Gold-Spotpreis..) ???


    Ich sehe diese Korrelation keineswegs fundamental begruendet - also bitte erklaert es mir.



    Schoene Gruesse,


    ghost_god

    @ Planspieler:


    Zitat

    Weil Goldminen seit Tagen tendenziell schlecht laufen, wird Gold in den nächsten Tagen fallen.


    -> Die Korrelation erklaere mir doch bitte. Investiere selber nicht in Minenaktien, habe mir daher bisher auch keine Gedanken zu etwaigen Korrelationen gemacht, doch scheint mir Deine Aussage mehr als fragwuerdig.



    Gruss,
    ghost_god