Beiträge von Wurschtler


    Mag sein, aber was habe ich als ArbeitNEHMER damit zutun?
    Das sind ja Zahlungen, die der Arbeitgeber zahlt. Also völlig uninteressant, denn was zählt ist, was ICH und die anderen Arbeitnehmer netto auf dem Konto haben.
    Die Unternehmer sind eh reich, die können ruhig mal was abdrücken.


    Das ist eine völlige Milchmädchen-Rechnung von dir.
    Du musst als Arbeitnehmer genauso die Arbeitgeberanteile erwirtschaften, ansonsten stellt dich der Arbeitgeber nicht zu dem Gehalt ein. Die Arbeitgeberanteile dienen lediglich zur Verschleierung der realen Arbeitnehmerschröpfung, denn im Endeffekt zahlt der Arbeitnehmer alles alleine.


    Ein Arbeitgeber kann einen Betrag X an den Arbeitnehmer zahlen, wieviel da überhaupt mal als "Bruttogehalt" und später als "Nettogehalt" übrig bleibt, hängt rein vom Staatsparasit ab.


    Ich rechne mal nach mit 60.000 € Brutto-Jahreseinkommen.
    Österreich:
    Reales Brutto: 78.543,40 €
    Nominales Brutto: 60.000,00 €
    Netto: 36.853,86 €
    Vom realen Brutto bleiben also sagenhafte 46,9% übrig, die restlichen 53,1% krallt sich der österreichische Staatsparasit.


    Von diesem versteuerten Einkommen darf man dann auch noch unzählige Konsumsteuern zahlen.
    So ist eben das Lohnsklaven-Hamsterrad.


    Die Bruttogehälter sind wegen der unterschiedlichen Lohnnebenkosten nicht vergleichbar, von daher ist auch folgende Rechnung FALSCH:
    Deutschland:
    Reales Brutto: 70.578,36 €
    Nominales Brutto: 60.000,00 €
    Netto: 34.493,01 €


    Jetzt gehen wir mal davon aus, dass ein potenzieller Arbeitgeber 78.543,40 € (was für den Österreicher einem Bruttogehalt von 60.000 € entspricht) für seinen Mitarbeiter übrig hat.
    Wenn er diese 78.543,40 € für einen Mitarbeiter in Deutschland ausgeben will, dann sieht die Rechnung wie folgt aus:
    Reales Brutto: 78.543,40 €
    Nominales Brutto: 67.156,24 €
    Netto: 37.821,04 €


    Hier bleiben immerhin noch 48,2% vom realen brutto übrig (bei 60.000 € Nominalbrutto wärens sogar noch 48,9%)
    Die deutsche Staatskrake krallt sich hier "nur" 51,8%.


    Ich will garnicht das deutsche Steuersystem schönreden, denn ich finde die Steuer- und Abgabenlast und beiden Ländern krankhaft hoch!


    Aber der Vergleich zeigt, dass die Steuer-Daumenschraube in Österreich trotzdem höher ist als in Deutschland.
    Dabei ist diese Rechnung noch der günstigste Fall für den Österreicher.
    In Deutschland kann man wenigstens in die private KV wechseln, dann wird die Rechnung nochmal deutlich besser.
    Für Selbstständige sieht es in Österreich noch schlechter aus, die müssen sich dort sogar sozialversichern. :cursing:




    Ja, aber gerade mal um 1%.


    Der verringerte Mehrwertsteuersatz ist dafür 3% höher.




    In Hamburg gibts keine Arbeit und wenn, dann zu Dumping-Löhnen!
    Dagegen sind die 6,82 netto/Std. die ich hier im Ösiland verdiene, noch viel gegen!


    Also, ich denke in Hamburg findet man sehr wohl Jobs, die besser als 6,82 € netto/Std. bezahlt werden. :wall:


    Dieser Satz ist nicht gerade verständlich formuliert! Was ist denn überhaupt ein Ausgleichzulagenrichtsatz?
    Also ich kannte mal eine, die hat über 1000 Euro/Monat Notstandshilfe bekommen!


    Steht doch klipp und klar in Wikipedia drin.
    Davon abgesehen ist doch die Notstandshilfe eh durch die Mindestsicherung ersetzt worden?
    Damit ist es nochmal ein Stück weniger. Ein Pauschalbetrag für alle, sehr ähnlich wie Hartz4.




    Falsch!
    Was du nämlich nicht berücksichtigst, sind die LohnNEBENkosten! Diese sind in Österreich deutlich höher als bei uns.
    In dem Brutto-Netto-Rechner kannst du dir die Arbeitgeberkosten auch anzeigen lassen.


    Die Konsumsteuern sind auch höher, vor allem die Mehrwertsteuer.



    Das berücksichtige ich sehr wohl. Und genau DESWEGEN sichere ich mich mit Silber ab.
    Gibt es eine bessere Absicherung? Wohl kaum.


    Nunja, so ein Staatsbankrott geht einher mit einer wirtschaftlichen Depression. Da KÖNNTE das Silber stark drunter leiden. Schuldenzockerei bleibt Zockerei. Die kann man nicht "absichern", sonst wärs ja keine Zockerei.



    Aber wieso fragst du ständig hier nach? Machs doch einfach, wie du meinst!

    In Deutschland nach 1 Jahr ab Hartz-4: Nur noch 370 + die Miete
    in Österreich: Notstandshilfe- bedeutet in diesem Fall: 2.750 Euro minus 5%= 2.612,50


    http://de.wikipedia.org/wiki/Notstandshilfe
    "Die Höhe der Notstandshilfe beträgt in der Regel 95 % des Grundbetrages des Arbeitslosengeldes, wenn der tägliche Grundbetrag des Arbeitslosengeldes nicht mehr als 1/30 des Ausgleichzulagenrichtsatzes des ASVG (2009: 772,40 Euro) beträgt"


    Ist also auch bloß auf Hartz4-Niveau gedeckelt deine tolle Notstandshilfe.




    Österreich ist eben ein Sozialstaat, wie es ihn wohl nirgendwo ein zweites Mal auf der Welt gibt.
    Hier bekommt man auch in jeder Firma 13. und 14. Gehalt, eine gesetzliche Abfindung (da bei JEDER Firma gesetzlich vorgeschrieben).
    Und bei einer Selbstkündigung hat man auch nur 1 Monat Sperre, statt 3 wie in Deutschland.


    Österreich schafft es auch eine noch höhere Steuer- und Abgabenquote zu erreichen als Deutschland. Dabei ist die bei uns schon krankhaft hoch.


    Wenn der Staatsbankrott kommt, dann sind all die Sozialleistungen eh fürn Arsch.
    Aber das berücksichtigst du in deiner Kreditspekulationsrechnung ja nicht.

    Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist völlig klar, dass die Entscheidung pro Inflationierung definitiv gefallen ist. Die Staatsschulden werden zwar weiter absolut steigen, könnten aber relativ zum BIP in den nächsten Jahren sogar fallen, denn das BIP ist eine nominale Größe, die mit der Inflation steigt. Lassen Sie sich nicht davon täuschen, dass der Joghurt beim Aldi einigermaßen preisstabil ist. Die Inflationierung findet zuerst bei den Vermögenswerten statt – Aktien, Immobilien (schauen Sie sich mal in München um!!), Edelmetalle. In der offiziellen Statistik landet die Inflation erst, wenn die Löhne massiv anziehen. Auch dafür gibt es bereits Anzeichen. Die Zurückhaltung der Gewerkschaften ist beendet.
    http://www.godmode-trader.de/n…gehakt,a2762967,b605.html


    Hast du die letzte Zeit die Nachrichten aus dem europäischen Ausland verfolgt?
    Wo gibt es da bitte Anzeichen von massiven Lohnerhöhungen?
    Die gibt es nirgends.
    Und auch in Deutschland sind maximal noch für dieses Jahr kleine Sprünge von rund 3% drin, das wars dann.
    Die PIIGS sind bereits in der Depression mit massiven Gehaltskürzungen und steigernder Arbeitsloskeit.


    Da ist weit und breit keine Spur von massiven Lohnerhöhungen.
    Das Ende der Aufschuldungs-Fahnenstange ist erreicht.


    Da kann der Draghi drucken, was er will. Wohlstand und Wirtschaftskraft kann man nunmal nicht drucken. Die Geldschwemme hilft nur, die Missstände für eine Weile zu kaschieren.

    Was ich vom Gauck halten soll, kann ich auch noch nicht so recht sagen, aber eins kann ich sagen: Eine Chance hat er verdient.


    Er wird schon bald Gelegenheiten bekommen, sich zu beweisen!


    Es ist doch ganz einfach:
    Wenn er z.B. die Unterschrift für den ESM verweigert, dann ist er mein Held.
    Wenn er unterschreibt, dann ist er genauso ein Volksverräter wie (fast) alle anderen Politiker ebenfalls.

    aber an Kreditvergaben an zuverlässige Darlehnsnehmer evtl. schon. Die sind aber Teil ihres Geschäftsmodells.


    Daran mangelt es weltweit allen Banken.
    Genau das ist ja das große Symptom der aktuellen Krise.
    Die Aufschuldung gelangt an ihre natürlichen Grenzen, weil die solventen Nachschuldner ausgehen.


    Nie zuvor wurde auch so aggressiv für Privatkredite geworben wie heutzutage.
    Günstiges Baugeld, günstige Leasing-Karren, 0%-Finanzierungen beim Blöd-Markt… die Kreditvergabe wird so stark wie möglich gepusht, nur reicht das nicht mehr.

    Die Sparkassen erleiden derzeit ein stillen und kontinuierlichen Aderlaß bei ihren Kunden --> ein stiller Bunk-Run, der nicht an die Öffentlichkeit gelangt.


    Also, ich als ehemaliger Sparkassen-Bankster mit noch einigen Connections dahin habe nur gehört, dass die Kundeneinlagen seit der Finanzkrise 2008 bis heute kontinuierlich ansteigen.
    In der Bevölkerung scheint das Vertrauen in die Sparkassen durchaus noch vorhanden zu sein bzw. das Misstrauen der anderen Banken ist noch größer.


    Die Bankenlandschaft ist auch insgesamt sehr voneinander abhängig. Sobald es ein paar größere Pleiten gibt, dann ist eine kaskadierende Pleitewelle nicht mehr aufzuhalten. Wie Dominosteine fallen sie dann alle der Reihe nach um, inklusive Sparkassen und auch der soliden Genossenschaftsbanken. Aber die Zentralbanken werden das mit unlimitierten Geldfluten zu verhindern versuchen.


    Es bleibt aufjedenfall spannend.

    (den Münchner Markt mit seiner Nachfrage :rolleyes: mal ausgenommen) das


    Gerade den brauchst du nicht ausnehmen.
    Was besonders hoch steigt, wird auch wieder besonders tief fallen.


    Ich fahr jeden Tag nach MUC rein und raus und auf dem Bahnweg zum Hauptbahnhof fährt man an extrem vielen Bürokomplexen vorbei.
    Überall kleben Schilder mit "provisionsfrei zu vermieten".
    Die scheinen keine sehr hohe Auslastung zu haben.


    Trotzdem haben die gerade die letzten 1-2 Jahre nochmal mehrere riesige Neubauprojekte angefangen.


    Da haben wohl eine Menge Leute Angst um ihr Geld und investieren in solch unnötigen Schrott.
    Die werdens jetzt schon nicht los, wer soll es dann erst später kaufen?


    MUC ist meiner Meinung nach die größte Immobilienblase in Deutschland.
    Die derzeit größte Immobilienblase in Europa haben wir derzeit in der Schweiz. Dort ist alles noch viel extremer, zudem ist dort der Fremdkapitalanteil bei den Immobilien noch höher. Ein perfektes Umfeld für massive Wertverluste, wenn die Schuldenblase platzt.

    Wurschtler


    Bei einem Immo-Kredit ist die maximale jährliche Sondertilgung vertraglich festgelegt.Wenn du mehr überweist, kommt das Geld wieder zurück auf


    dein Giro. Was machst du dann damit, wenn dir deine Bar- und Spargeldrücklagen hoch genug erscheinen?


    So ziemlich alle Banken bieten außervertragliche Sondertilgungen gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung an.
    Da zahlt man zwar ein paar Prozent drauf, sollte einem die Schuldenfreiheit aber wert sein.


    An heutigen Werten kann und darf man sich nicht für die zukünftige Entwicklung orientieren.
    Das ist der fatale Fehler, den viele Leute machen: Lineares Denken.


    Es kann nicht alles ewig so weitergehen, wie bisher. Es kann lange funktionieren, aber nicht ewig. Wir sind aber mittlerweile am Ende der Fahnenstange von so einigen Entwicklungen.
    Wenn die Depression hereinbricht, dann fallen auch in München die Mietpreise auf das Niveau von Leipzig.
    Von daher kann man sich da sehr leicht verkalkulieren.
    Die Mieten steigen und fallen mit den Immobilienpreisen, von daher halte ich es aktuell für sinnvoll, nur in Miete zu leben.
    Fremdvermietete Immobilien würde ich komplett meiden und eigengenutzte Immobilien nicht als Investition, sondern als Konsum ansehen.
    Dementsprechend sollte in der eigengenutzten Immobilie auch nicht mehr als ein Viertel vom Gesamtvermögen gebunden sein.
    Wenn der Großteil des Vermögens in der Immobilie steckt, dann ist das eine gewagte Spekulation. Wenn man dann auch noch mit Kredithebel arbeitet, dann ist das sogar hochriskant.


    Aber beim Eigenheim schaltet bei den meisten Menschen der Verstand aus. Das ist eben auch was sehr Emotionales.




    Ich sehe das Szenario eher nicht so, das die Kredite im Immobiliensektor (aber auch nur da) fällig gestellt werden, sondern das man mit einem Bruchteil des früheren Einkommens die gleichen Belastungen haben wird.


    Ein fällig stellen bei Immobilienkrediten zu einem solchen Zeitpunkt ist sinnlos, weil die Banken keine Möglichkeit der Verwertung für die Immobilien finden würden.


    „Sinnlos“ hin oder her, es muss getan werden. Auch wenns zum Schleuderpreis ist.
    Schau doch nur mal nach Spanien.
    Da sind massenhaft Leute aus ihren Kredithäusern rausgeschmissen worden. Die sitzen jetzt auf der Straße, haben trotzdem noch einen Schuldenberg und gleichzeitig gibts einen gewaltigen Immobilienleerstand.


    Ich würde mich da nicht so sicher fühlen.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es den Kreditschafen noch an den Kragen geht.


    Mit den 99,9% lehnst du dich etwas weit aus dem Fenster.
    Hier im Forum haben so einige Leute Schulden, vor allem Immobilienschulden.
    Für mich haben diese Leute ihr EM auch auf Kredit gekauft.
    Dass der Kredit nicht direkt für das EM aufgenommen wurde, ist dabei unbedeutend. Man hätte das Geld ja auch für Sondertilgungen verwenden können, aber nein, man hat lieber EM gekauft.


    Ich halte das für eine gefährliche Spekulation.
    Schuldentilgung sehe ich in der aktuellen Zeit (Endphase des Kondratieff-Winters) als oberste Priorität.
    Wenn man durch einen EM-Verkauf schuldenfrei werden könnte, dann würde ich das sofort tun.
    Hat man noch einen so großen Schuldenberg, dass eine Tilgung trotz EM-Verkaufs und harter Sparsamkeit nicht innerhalb diesen Jahres tilgbar ist, dann würde ich auch die komplette Immobilie verkaufen.


    Die Kreditspekulanten sind hier im Forum auch nicht Wenige, sicher deutlich mehr als nur 0,1%.


    Der ein oder andere hat dann vielleicht auch noch einen Konsum-Kredit am Laufen, weils ja z.B. ein so "günstiger" 0%-Kredit für den dringend benötigten Plasma-Fernseher vom Blöd-Markt oder eine teure Leasing-Karre zum „Steuern sparen“ sein musste.


    Die Kredit- Immobilien- und Konsumschafe sind allgegenwärtig, auch hier im Forum.


    Ich schätze, dass höchstens die Hälfte der EM-Besitzer hier im Forum wirklich frei von sämtlichen Schulden ist.

    In der angehängten Rechnung fehlen mir die Anschaffungskosten.
    Was kostet denn das alles mit Wartung/Reparaturen/Versicherung und vor allem dem teuren Energiespeicher?
    Dazu bitte auch noch die Entsorgungskosten nach der Lebensdauer und die Risikosten für eine evtl. geringere Lebensdauer.


    Außerdem basiert die Rechnung weiterhin auf der Tatsache, dass es EEG-Vergütungen gibt, auch beim Eigenverbrauch.
    Des Weiteren wird mit 5% Strompreiserhöhung pro Jahr gerechnet. Das ist doch eine ganze Menge.


    Ich sehe das genauso wie Immobilien nur als eine Schönwetter-Geldanlage. Man kommt da ja auch nicht mehr raus, ist also extrem unflexibel.
    Spätestens bei einer Währungsreform ist es vorbei mit EEG und bei einer deflationären Depression wars das auch mit steigenden Energiepreisen.
    Dann geht sich die ganze Berechnung sowieso nicht mehr aus.

    Stellt Euch mal vor, es kommt eine eine Währungsreform - und Ihr produziert einen Teil Eures Stroms einfach selbst. Das entlastet die Haushaltskasse auch in der Krise. Egal was mit dem Euro passiert, egal ob es Stromausfälle gibt, egal ob die Strompreise aufgrund der massiven Geldschwemme der Rettungsorgien nun 20 Jahre lang um 5% p.a. ansteigen - eine Photovoltaik-Anlage mit Eigenverbrauch und Speicher versorgt Euch auch in Krisenzeiten.


    Ich glaube allerdings, dass dieser Denkschritt zu viel verlangt ist ... die PISA-Studie lässt grüßen! :thumbdown:


    Sorry Homm13, aber das ist dann immer noch unrentabel.
    Photovoltaik lohnt sich überhaupt nur, wenn man es dank der hohen EEG-Vergütung ins Netz einspeist.
    Ansonsten ist die Anlage nur ein riesiges Draufzahlgeschäft. Der produzierte Strom ist, vereinfacht angenommen, 10 mal so teuer wie der Marktpreis.
    Wenn eine Währungsreform kommt und dir den tollen Euro zerlegt, dann bekommst du in der neuen Währung sicher keine EEG-Vergütung mehr. Die ist ja nur in Euro festgeschrieben.
    Dann kannst du es in der aktuellen Währung zum Marktpreis einspeisen oder selbst nutzen. Allerdings hast du den dann selbstgenutzten Strom für einen viel zu hohen Preis erkauft. (10 mal so teuer)
    Eine Währungsreform ist also ein sicherer Verlust von 90%.


    Da ist so ziemlich alles andere besser.


    Wenn es nur um die Versorgungssicherheit geht: Da ist eine PV-Anlage nur unnötiger Luxus. Im Ernstfall bekommst du damit nur unnötige Gäste. Also unbrauchbar.

    Ich bin auch der Meinung, dass die Aufschuldung dann sein Ende hat, wenn sich keiner mehr verschulden kann oder will.
    Aber wo ist dieser Punkt?
    Wenn man nach Japan schaut, kann eine Aufschuldung noch deutlich weiter getrieben werden.
    Es ist aber fraglich, ob das bei uns auch in diesem Umfang möglich ist.
    Ich denke nicht, aber ausschließen würde ich es jetzt auch nicht.


    Soviel zur staatlichen Aufschuldung.
    Dann sind da noch die Unternehmen. Die sind sowieso größtenteils bis ans Limit verschuldet, alleine schon wegen dem tollen „Leverage Effekt“.
    Da geht also auch nichts mehr und es bleiben nur noch die Privatpersonen. In Ländern wie den USA oder den PIIGS ist der Zenit schon längst überschritten.
    Aber auch bei uns sehe ich immer mehr das Limit kommen. Heutzutage sind immerhin schon 90% aller Neuwägen fremdfinanziert (Kredit oder Leasing). Immobilien waren das schon immer. Aber heute wird ja auch jeglicher kurzlebige Konsum-Schrott dank unzähliger 0%-Finanzierungs-Angebote vom Blöd-Markt & Co. auf Pump finanziert. Aber das alles reicht nicht mal mehr, die Wirtschaft aufrecht zu erhalten.
    Diejenigen, die jetzt schuldenfrei sind, sind das aus gutem Grund und werden sich vermutlich nicht freiwillig weiter verschulden.
    Da ist also auch kein Potenzial mehr.
    Einziges Potenzial sehe ich noch durch Zwangsmaßnahmen, also wenn z.B. eine staatliche Pflicht zur „energetischen Zwangssanierung“ von Immobilien kommt, um das böse CO2 und den bösen menschgemachten Klimawandel zu bekämpfen.
    Sowas in der Art könnte ich mir noch vorstellen. Das dürfte aber auch nicht allzulange herhalten.


    Dann kommt zwangsweise der schmerzhafte Schuldenabbau, was eine Deflation ist.


    Als Ereignis definierten die Professoren schwammig: „ein zunächst unbedeutendes Ereignis, das aus dem Volk kommt“.
    Ich meine: das „Ereignis“ wird ein kaskadeartiger Zusammenbruch von Banken sein, der innerhalb weniger Tage oder Wochen vonstatten geht.


    Ob es wirklich ein kaskadierender Bankenzusammenbruch sein wird?
    Solange die Zentralbanken innerhalb von Milisekunden unbegrenzt Geld in die Bankenwelt pumpen können?
    Ich weiß nicht...
    Ich halte es zwar für möglich, aber es kommen auch andere Ereignisse in Frage.
    Ein Internetzusammenbruch, ein großflächiger Stromausfall (Sonnensturm), oder die eichelburgsche Version: Die Masse flüchtet aus allem Papier.




    Wie auch immer. Sofern es zur Kaskade kommt, wird dann Gold vielleicht nominell abwerten, aber das spielt keine Rolle. Gold wird dann das einzige Geld sein, für das man Lebensmittel beziehen kann. Wenn ihr dann mit dem Euroschein oder euerer Kreditkarte beim Bauer auftaucht, dann wird der entweder lachen oder euch gleich die Doppelläufige vors Gesicht halten.
    Jeder, der seine Sinne beisammen hat, sollte diese Möglichkeit nicht außer acht lassen.


    Gold wird in der Deflation mit Sicherheit abwerten, trotzdem halte ich Gold für sinnvoll, weil in so einer Zeit auch das Papiergeld höchst gefährdet ist. Wenn es so schlimm kommt, dann kann eine Währungsreform oder was anderes jeden Moment kommen.


    Die Vorstellung, beim Bauer mit Gold zu zahlen halte ich aber für unwahrscheinlich.
    Der Bauer wird vorher staatlich enteignet, um die Bevölkerung nicht verhungern zu lassen.
    Und solange die Währung nur deflationiert und nicht völlig zerstört ist, dann wird auch der (nicht selten durch seine Kredit-Immos und Kredit-Photovoltaik-Anlagen hochverschuldete) Bauer am liebsten Cash nehmen, weil er das zum Schuldentilgen braucht.

    Am besten die führen sowas wie eine Verzichtserklärung ein und wenn man die unterschreibt, hat man unwiderruflich und lebenslänglich keinen Anspruch mehr auf Hartz4 bzw. Grundsicherung, dafür entfällt der Rentenversicherungszwang.


    Würde ich als Lohnsklave auch sofort unterschreiben.