Beiträge von Wurschtler

    Frage an alle, die es bis ins Aktienregister geschafft haben:
    Hat es schon jemand geschafft, einen Code für Tabys zu bekommen und sich dort zu registrieren?


    PS: Poly heute +30,3 %. Die Zwangsverkäufe sind anscheinend abgeschlossen. Bitter für alle, die genau zum Tiefpunkt rausgezwungen wurden.

    bei Shell läuft es auch ausgesprochen rund.

    Ja, wobei man gerade bei den meisten europäischen Ölunternehmen bedenken muss, dass die Investitionen in Öl massiv zurückgefahren wurden. Man melkt eigentlich nur noch die vorhandene Kühe bis zum Tod und dann war es das. Investiert wird vornehmlich in "erneuerbare Energien". Die Cashmaschine kann also nicht langfristig funktionieren.

    Ich habe mich heute bei Computershare registriert. Und siehe da, dort tauchen tatsächlich meine Polys als Bestand in meinem "Portfolio" auf.
    Interessant ist auch, dass unter "Share Type" "Certificated" zu sehen ist.
    In der Kapitalmaßnahme von der DKB wurde mir nur die Namensoffenlegung bestätigt. Trotzdem gab es anscheinend doch irgendwie ein digitales Aktienzertifikat, das auf mich ausgestellt wurde?
    Alles etwas verwirrend. Der Schlüssel zum Erfolg scheint jedenfalls die Namensoffenlegung zu sein. Vielleicht hilft es, wenn man die Banken konkret diesbezüglich anspricht, um sie nicht mit einer physischen Auslieferung zu verwirren.


    Im DKB-Depot sind die Polys übrigens auch noch hinterlegt. :D








    Entscheidend ist nur, ob ich Ende dieser Woche den Zugangscode für Tabys bekomme, wovon ich ausgehe. Vermutlich wird nach dem Umzug die Aktie auch im DKB-Depot verschwinden.

    Den Zugangscode bekommt man von Polymetal direkt auf Anfrage, sobald man physische Aktienzertifikate hat.
    Die Frage ist: Wann und wie bekommen wir die Aktienzertifikate? Das müsste wieder über die DKB laufen. Ich habe irgendwie Zweifel, dass das rechtzeitig klappt. Theoretisch müsste es aber auch noch nach der Redomizilierung klappen.


    Immerhin stehen wir schonmal im Aktienregister. Ich hoffe das klappt bei den anderen auch noch irgendwie.

    @Wurschtler


    Erstmal Glückwunsch. Mich hat comdirect ja mit der Info auf Sammelurkunde abgespeist, von daher wäre ich dir dankbar wenn du da Schreiben posten könntest. Du bist bei der DKB, oder?


    Gruß
    goldlatte

    Ja, bin bei der DKB.
    Anbei das eingescannte und anonymisierte Anschreiben.


    Frage an alle, die das auch schon bekommen haben:
    Habt ihr euch dort registriert? Macht das überhaupt noch Sinn, nachdem der Bestand eh in Kürze übertragen wird?





    Ich habe Briefpost von Computershare im Auftrag von Polymetal bekommen. Ich habe sogar eine SRN (Shareholder Reference Number) bekommen, mit der ich mich auf der Seite von Computershare registrieren kann (aber nicht muss). Also hat das mit der Namensoffenlegung geklappt. :thumbup:


    Hat das von euch auch schon jemand bekommen?


    Ich habe gerade keine Zeit mehr, aber ich stelle das Schreiben später noch online.

    Am 27. Juli 2023 wird Polymetal die Produktions-Ergebnisse für das 2. Quartal 2023 publizieren. Das wird dann ein Hinweis darauf sein, wie profitabel Polymetal arbeitet.

    Schwacher Rubel, gesunkene Energiekosten, gestiegener Goldpreis, Sanktionsschock verdaut, ... die Zahlen könnten daher mal wieder gut ausfallen.

    Sehr schön, dass du dich da schon auskennst.
    Da habe ich gleich noch ein paar weitere Fragen:
    1. Die kasachischen Ebay-SIMs (von "Tele2" oder "Activ") sind, so wie ich das sehe, nicht auf eigenem Namen. Laufen die dann auf einen fremden Namen oder sind die anonym? Aufladung soll über KK oder Paypal möglich sein, was einfach wäre.
    2. Die kasachische SIM braucht man nur zum SMS-Empfang, richtig?
    3. Apostille vom Pass, okay, das ist schon wieder ein bisschen Bürokratie. Meint du denen reicht auch eine Apostille vom Perso?
    4. Geldtransfer - wichtiger Punkt. Hat man dort ein Verrechnungskonto auf eigenem Namen? Hat dieses ganz normal eine IBAN? In welcher Währung wird das geführt? Und welche Wege gibt es nun, das Konto aufzufüllen oder abzuschöpfen? Geht grundsätzlich eine normale Auslandsüberweisung von einem beliebigen Konto? (abgesehen von den horrenden Gebühren)
    Wise habe ich mir schon angeschaut, die unterstützen kein KZT. TransferGO ist der einzige Anbieter, den ich für KZT gefunden habe. Wirklich günstig ist das aber auch nicht.

    Hallo,ja das stimmt - die Depoteröffnung funktioniert erstmal auch ohne SIM und Weisungen kann man auch per Email + ausfüllen von Formularen machen.


    Aber für den Login und Verwendung der App muss man eine kasachische Sim mit Roaming haben (die man bei ebay erwerben kann) - die Nummer kann man auch später nachtragen lassen.


    Halyk Finance ist preislich etwas günstiger als Freedom24 und ausserhalb der EU, allerdings ist die Depoteröffnung und die Interaktion etwas komplizierter (aber machbar) / z.B. manche Formular gibt es nicht in Englisch etc.

    Halyk Finance ist ein interessanter Hinweis.
    Deren Webseite (https://halykfinance.kz/?lang=en) ist leider nicht sehr übersichtlich aufgebaut, aber ich habe hier eine aufschlussreiche FAQ gefunden:
    https://halykfinance.kz/broker…zhivanie-faq/?lang=en&p=1


    Die Depoteröffnung erfolgt für Ausländer demnach papierhaft. Wäre aber machbar.
    Noch ein sehr interessanter Punkt ist auf Seite 3. Dort steht eine Anleitung, wie man Aktien von Tabys transferieren kann.


    D.h. wenn wir mit unseren Aktienzertifikaten initial zu Tabys gehen, dann steht uns später immer noch der Weg z.B. zu Halyk Finance offen, wenn wir die Aktien doch mal handeln wollen. :)

    Ich habe mir auch nochmal Gedanken um die verschiedenen Varianten gemacht.
    Mittlerweile zeichnet sich durch die Aussagen von mehreren Banken ab, dass der "Worst Case" darin besteht, dass die Aktien auf den Namen der Bank registriert werden. Vom Rechtskonstrukt sieht es aus aus meiner laienhaften Sicht so aus, als wäre das grob mit einer klassischen Wertpapierrechnung vergleichbar. Dividenden können also ausgezahlt werden, was zumindest erstmal eine gute Nachricht ist. Aber davon abgesehen ist nach aktuellem Stand nichts anderes möglich. Kein Kauf, kein Verkauf, keine Übertragung. Damit entfallen wesentliche Eigenumsrechte! Das Eigentum ist daher nur scheinbar gewahrt, denn faktisch sind die Wertpapiere weiter geblockt und sanktioniert. Außerdem ist unklar, ob oder inwieweit die Bestände im Falle einer Insolvenz als Sondervermögen geschützt wären.


    Wie wir bereits in den letzten eineinhalb Jahren gesehen haben, kommen immer wieder neue Sanktionen dazu. Auch muss man mit Gegensanktionen rechnen. Wir haben hier also keine Rechtssicherheit, was bedeutet, dass auch die Dividendenzahlungsmöglichkeit eingeschränkt werden könnte, sowie auch die letzten Reste der noch verbliebenen mittelbaren Eigentumsrechte.


    Ich möchte mich dieser Willkür nicht ausliefern und fühle mich wohler, wenn die Wertpapiere auf eigenem Namen an der AIX registriert werden. (ob über Tabys, AIX direkt, oder einen anderen Broker ist dann nicht so wichtig)
    Vorteile:
    - unmittelbares Eigentum (wir stehen selbst im namentlichen Aktienregister)
    - Teilnahmemöglichkeit an allen Kapitalmaßnahmen
    - Übertragung wahrscheinlich möglich (man sollte theoretisch auch von Tabys wieder wegkommen können)
    - Kasachstan ist derzeit kein Ziel von irgendwelchen Sanktionen
    - Selbst wenn westliche Sanktionen kommen sollten, hätten diese vermutlich keine Auswirkungen, solange unsere Eigentumsrechte rein dem kasachischen Rechtsraum unterliegen (gilt nur für Tabys/AIX direkt; westliche Broker könnten in diesem Fall auch Probleme bekommen)



    Die russischen ADR/GDR waren ein mahnendes Beispiel. Es gab im letzten Jahr ein kurzes Zeitfenster, wo man eine Umwandlung und Einlieferung in ein russisches Depoot beantragen konnte. Es gibt Leute, die das geschafft haben. Die bekommen damit Dividenden auf ihre Rubel-Konten gutgeschrieben.
    Alle anderen "Eigentümer" von ADR/GDR sind bis heute leer ausgegangen. Keine Dividendenzahlungen und auch sonst sieht es schlecht aus:
    https://www.boerse-online.de/n…gueltig-weg-20334575.html

    Aktuell bestehe keine Handlungsbedarf, es gäbe auch keine Deadline. Die Commerzbank verfüge über eine "Urkunde", in der die Gesamtzahl aller Polymetal-Aktien (die in Commerzbank/comdirect-Depots liegen) hinterlegt ist, weswegen aktuell kein Handlungsbedarf bestehe. Eine phyische Auslierung sei aktuell angeblich nicht möglich und auch kein Übertrag zu freedomfinance...

    Interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Banken damit umgehen.
    Mit einer physischen Auslieferung haben die Banken den Vorteil, dass sie die Problemfälle endgültig loswerden.
    Wenn sie die Aktienzertifikate selbst behalten, dann haben sie den Nachteil, dass sie das Zeug "ewig" auf eigene Kosten verwalten müssen, nachdem sie aufgrund ihres eigenen Compliance-Wahnsinns auch einen Verkauf oder Transfer blockieren.


    Ich frage mich, ob sie unter diesen Umständen überhaupt Dividenden weiterleiten würden oder ob das ebenfalls geblockt werden würde. Zuzutrauen wäre es ihnen.


    Eine ähnliche Info habe ich von einem Polymetal-Aktionär bei der Santander erfahren. Die haben sogar explizit gesagt, dass die Aktie weiter bei ihnen elektronisch verwahrt werden kann. Das würde ebenfalls darauf hindeuten, dass eine Verwahrstelle oder die Abwicklungsbank selbst die Aktienzertifikate registriert und damit als neuer "Nominee" gegenüber dem Kunden auftritt.

    Update dazu: Bei der Santander hat man jetzt ein vergleichbares Schreiben wie bei der DKB bekommen mit der selben Frist bis zum 27.06. für die Namensoffenlegung.

    Es gibt ein neues Anschreiben von der DKB (und damit wohl auch für alle anderen Banken, die an der dwpbank dranhängen):


    Hier die zweite Chance für alle, die die erste verpasst haben!


    Edit: Ein paar Sekunden zu langsam. ;)

    Für mein weiteres Depot, diesmal bei DEGIRO bekam ich folgende Mitteilung.


    Was antwortet man solchen Ignoranten?

    Ich würde mal blöd nachfragen, was genau für gesetzliche Bestimmungen das sein sollen.


    Anmerkung: Polymetal ist (noch) ein europäisches Unternehmen. (mit Assets in Russland)
    Auch viele andere europäische Unternehmen haben noch Assets in Russland, komischerweise interessiert es da der Compliance-Abteilung nicht.


    Beispiel Metro AG
    https://www.dw.com/de/wie-der-…A4ft-zu-retten/a-65395269

    Die anschliessende Registrierung via Tabys App ist nicht zeitkritisch.

    Okay, danke. Wenn es anders gewesen wäre, dann hätte man sich ggf. schon um Anmeldung, Legitimation usw. kümmern können. Aber das ist dann unnötig. Also erstmal abwarten, bis die Aktienzertifikate kommen.



    Nachdem ich die gestrige Aktion der dwpbank als Abwicklungsbank für DKB, S-Broker und Sparkassen nochmal sacken lassen habe, sind mir noch ein paar Gedanken gekommen.
    Warum bieten sie die mutmaßliche Aktienzertifikatslösung mit so einer unrealistisch kurzen Frist (gestern 14.30 Uhr) an?
    Ich habe das Dokument erst gestern um ca. 13.30 Uhr entdeckt. Mutmaßlich war es aber schon am Abend des Vortags im Postfach.
    Ich bezweifle stark, dass eine solche Fristsetzung "versehentlich" passiert ist. Das wurde bewusst so gewählt.
    Als Ursache dafür kommen entweder Schlamperei (z.B. zu spät dran) oder Vorsatz in Frage.
    Wenn es Vorsatz sein sollte, dann wäre das wieder eine typische Schikane wie schon die unnötige Handelsblockierung. Schikane könnte auch bedeuten, dass sie garnicht wollen, dass wir Aktienzertifikate erhalten.
    Was wäre die konkrete Folge eines Nichthandelns? Dass das im Anschreiben verschwiegen wird, halte ich in diesem Zusammenhang auch für bedenklich, denn vielleicht wäre ein Zwangsverkauf zum derzeit nicht marktgerechten Schleuderpreis die Folge.


    Wenn man aber bedenkt, dass andere Banken noch nicht reagiert haben oder wie bei der Consorsbank pauschal gesagt wurde, dass es eine physische Urkunde gibt, dann geht es offensichtlich auch anders. (wobei das auch nicht zwingend besser sein muss)
    Bei der Consorsbank steht wie schon vorher erwähnt nicht explizit drin, für wen die "phyische Urkunde" gedacht ist. Nachdem die Consorsbank ihre Kunden nicht um Namensoffenlegung gebeten hat, wäre das ein Indiz darauf, dass sie die Verwahrung auch in Zukunft selbst machen wollen.


    Eine ähnliche Info habe ich von einem Polymetal-Aktionär bei der Santander erfahren. Die haben sogar explizit gesagt, dass die Aktie weiter bei ihnen elektronisch verwahrt werden kann. Das würde ebenfalls darauf hindeuten, dass eine Verwahrstelle oder die Abwicklungsbank selbst die Aktienzertifikate registriert und damit als neuer "Nominee" gegenüber dem Kunden auftritt.


    Das wäre zumindest für die Kunden die einfachste Lösung. Aber aus diesem Käfig rauszukommen wäre wohl schwierig, da man davon ausgehen muss, dass kein nachträglicher Transfer zu einem anderen Broker, der einen Börsenhandel anbieten kann, möglich wäre. Ich könnte mir aber vorstellen, dass zumindest die Dividendenweitergabe klappen würde. (wobei auch das nicht sicher ist und im vorauseilenden Compliance-Wahn verhindert werden könnte)


    Von daher fühle ich mich mit den gerade noch rechtzeitig beantragen mutmaßlichen Aktienzertifikaten am wohlsten. Damit wäre man raus aus dem Käfig und hat alle Optionen offen.



    Achja: Die DKB hat mir bereit bestätigt, dass mein Auftrag erfasst wurde. Sie werden mich informieren, "ob und in welcher Form eine physische Auslieferung möglich sein wird".
    Sie haben auch geschrieben, dass sie versuchen, eine Fristverlängerung zu erwirken.
    Wenn also jemand zu spät dran ist, dann könnte man es auch jetzt noch auf gut Glück versuchen, den Auftrag einzureichen. (am besten per Fax)