Die Angst vor dem Coronavirus geht um und zieht die Börsen nach unten...das betrifft die gesamte Wirtschaft - da bleiben Edelmetalle/Produzenten nicht verschont - siehe 2008.
Heute haben wir allerdings eine ganz andere Zentralbankpolitik.
Die wurde seit der Finanzkrise grundlegend geändert. Dieses gigantische Gelddruckprogramm wie heute ist historisch einmalig. Daher sind die Standardaktien auch schon so extrem lange in einer Hausse. Jedes kleine Anzeichen von Rezession wurde sofort mit frischem Geld erstickt und das Zinsniveau sinkt auch noch weiter.
Irgendwann wird es die Standardaktienmärkte trotzdem nicht mehr retten. In der Finanzkrise hat es aus Liquiditätsgründen alles mit runtergezogen (deflationärer Crash). Das Liquiditätsproblem haben die Zentralbanken allerdings "gelöst". Es bleiben also nur noch realwirtschaftliche Gründe und die sind spätestens seit Corona da.
Für Gold sieht es dagegen besser aus.
Früher: Gold zahlt keine Zinsen.
Heute: Gold kostet immerhin keine Negativzinsen. ![]()
Die Opportunitätskosten von Gold sind heute nicht mehr relevant!
Die Umlaufrendite ist während der Finanzkrise auf 3% gefallen. Man konnte mit der Umschichtung in Anleihen damals also noch genug Geld verdienen. Heute ist die Umlaufrendite bei fast -0,5%. Hier wird also nur noch Geld verbrannt.
Zudem sind die Minen heute viel besser aufgestellt. Die Minen haben einen jahrelangen und schmerzhaften Prozess von Kostenoptimierungen hinter sich. Man ist heute mit den Grenzkosten nicht mehr so nah am Goldpreis, wie es früher üblich war.