Beiträge von fritz

    Tony Makuch wurde also rausgekegelt. Ich glaube kaum, dass er sich das so vorgestellt hat. Hätte er gehen wollen, so hätte er sich gar nicht erst zum CEO machen lassen brauchen.


    Vermutlich war der für Kirkland-Aktionäre schlechte Umtauschkurs der Preis für Tonys Ernennung zum CEO des fusionierten Unternehmens. Wenn das stimmt, dann ist er jetzt der betrogene Betrüger.


    Dagegen wissen wir, dass der letzte Quartalsgewinn pro Aktie bei Kirkland 0,91 USD war, bei Agnico 0,78 USD. Legt man das zugrunde, dann müssten wir für sechs Kirkland sieben Agnico bekommen und nicht 4,761. Dazu ist Kirkland schuldenfrei und hat cash von fast einer Mrd. USD. Dafür wird unser Toni CEO der gemeinsamen Firma.

    Sein Nachfolger ist ein Herr mit arabischem Namen, nach seinem Lebenslauf ein reiner Finanzmensch. Kein Wunder, dass der Kurs nachgibt, momentan um 2,19 %. Werde mich wohl hier gelegentlich verabschieden.


    Gruß! Fritz

    Habe erwähnt: TURKCELL

    Interessante Firma, die ich aber nicht haben möchte. Man sieht schön die Wirkung der Inflation: In türkischer Währung (Börse Istanbul) steigt der Kurs, in Dollar (New York) fällt er.


    Interessant auch die Angaben zur Dividende: In New York 13.17%, in Istanbul 6.47%. Wieviel sie bei Auszahlung wert ist, wird man sehen müssen.


    Glaubst Du, dass sie ihre Preise schnell genug an den sinkenden Geldwert anpassen können? Davon wird der Erfolg abhängen.


    Gruß! Fritz

    Total debt $ 487.5 millions, fast eine halbe Milliarde, gegenüber $ 412.1 millions im ersten Quartal.



    Zum Vergleich: Umsatz $ $ 832.8 millions, Schulden also mehr als die Hälfte vom Umsatz (genau: 58,5 %).


    Das ist ein dicker Klotz am Bein. Vermutlich sehe nicht nur ich das so.



    Gruß! Fritz

    wenn es so sein sollte mit Deinem Szenario: ein oder mehr AKW gehen in die Luft
    dann muss sich überhauot niemand mehr Gedanken um (seine) Aktien machen, nicht mal um sein physisches Edelmetall.
    Dann wäre mir auch egal ob ich einen schönen Platz auf einem Friedhof finden würde oder ob mein Kadaver irgendwo auf einem Acker verwest

    Jetzt übertreibst Du aber gewaltig. Tschernobyl haben wir überlebt. Auch Fukushima ist bezüglich Radioaktivität glimpflich verlaufen, die Toten waren Tsunami-Opfer.


    Außerdem, wer sollte so etwas machen? Meist herrscht Westwind, der Dreck würde nach Osten ziehen. Putin will sein Reich schützen, nicht verseuchen. Ebenso die Ukrainer.


    In einem solchen Fall würde Putin seine Panzer losschicken, um den Saftladen auszuräumen. Dabei könnte er auf den Beifall vieler rechnen. Die USA stünden mit heruntergelassener Hose da, weil sie zugeben müssten, dass sie nichts machen können. Daran können sie kein Interesse haben.


    Gruß! Fritz

    Ein Aktiendepot ist SONDERVERMÖGEN und fällt somit nicht unter den EINLAGENSCHUTZ.


    Hier werden für den Kunden Aktien gehalten. Diese sind Ja Unternehmen, und kein Bargeld.
    Das hat nix mit Einlagenschutz zu tun.


    Die Wertpapiere gehören immer dem Anleger und nicht dem insolventen Depot-Anbieter. Dieser ist vertraglich nur für die treuhänderische Verwaltung der Wertpapiere zuständig. Im Falle einer Pleite gelten sie als Sondervermögen.

    Das ist richtig für die gegenwärtige Rechtslage. Aber wie schnell ist die geändert?


    Es gibt im Grundgesetz die Eigentumsgarantie. Die lässt Enteignungen zu "zum Wohle der Allgemeinheit" und gegen "angemessene Entschädigung". Sehr dehnbare Begriffe. Not kennt kein Gebot. Und das Verfassungsgericht ist ja schon mit einem Frühstücksfreund der Dame Merkel besetzt.


    Wir müssen damit leben: Papierwerte, also alle Wertpapiere, sind nicht revolutionsfest.


    Da erinnere ich an meine drei Sätze zur Revolution (formuliert 1973, gegen Revolutionsschwärmer):
    1. Es wird keine Revolution geben.
    2. Sollte es doch eine geben, wird es nicht unsere sein.
    3. Sollte es doch unsere sein, wird dabei nicht das herauskommen, was wir wollen.


    Gruß! Fritz

    Die USA können die Finanzinfrastruktur jeder Nation angreifen

    Der zitierte Artikel überschätzt die Möglichkeiten der USA bei weitem, meine ich. Ein Vorgehen wie das geschilderte würde den Kredit der USA ein für alle mal zerstören. Wer außer den Vasallen würde dann noch seine Reserven in den USA halten wollen? Der Abzug wäre für den Dollar katastrophal.


    Außerdem hat Putin über diesen Fall sicher bereits nachdenken lassen. Russland könnte eine goldgestützte Währung (Tscherwonez?), oder andere Formen von Papiergold, nur für den Außenhandel schaffen. Mit dieser Währung könnte es seine Importe bezahlen, sie auch für seine Exporte akzeptieren, alternativ die Währungen befreundeter Staaten, vor allem Chinas. Goldabflüssen könnte man durch Gebühren, Lieferfristen u.ä. entgegen wirken, wie es anderwärts auch geschieht. Natürlich gäbe es anfangs ein paar Störungen, aber das würde sich bald einrenken, denn die Kaufleute wollen Geschäfte machen.


    Sanktionen zu erdenken, durch die man sich nicht selbst ins Bein hackt, scheint mir ziemlich aussichtslos. Daher der etwas hilflos wirkende Versuch, Putin zu verunsichern, indem man ihn im ungewissen lässt. Seine Nerven dürften das ohne weiteres aushalten.


    Gruß! Fritz

    Was wollt Ihr, die Inflation trabt doch schon an.


    Auch 1923 waren die Schuldner die Gewinner, trotz Hypothekengewinnabgabe.


    Mein Großvater war zu der Zeit Pfarrer in Bronnweiler. Seine Ersparnisse hatte er an "seine" Bauern ausgeliehen. Dachte, da wäre er sicher. Zurück bekam er nur wertloses Inflationsgeld. Hat mir meine Mutter so erzählt.


    Gruß! Fritz

    Gatos war mir bisher zu teuer, aber jetzt stehe ich kurz vor dem Einstieg mit spekulativer Position, ich mag genau solche Gelegenheiten.

    Der Gedanke kam mir auch, aber:


    Was vermindert sich da, die Tonnage oder die Gehalte?


    Im letzteren Fall wäre ich vorsichtig (bin ich sowieso und hier nicht drin).


    Gruß! Fritz

    Kinderkram, natürlich muss man das aufgenommene Geld in was reales investieren, das sich selber trägt. Goldhuts Konzept finde ich da nicht schlecht, auch wenn ich vieles anders gemacht habe.


    Wer Geld aufnimmt und dann rumliegen lässt, oder in Geldsummenforderungen, gar in Staatspapieren anlegt, der wird gekniffen sein, und das mit Recht, denn Dummheit muss bestraft werden.


    Eine brauchbare Darstellung der Währungsreform habe ich auf Anhieb hier gefunden:


    https://www.optionen-investor.de/waehrungsreform/


    Schulden wurden 10 : 1 umgestellt, Guthaben 15 : 1, Sachwertbesitzer kamen am besten weg.


    Übrigens rechne ich auf absehbare Zeit (das ist nicht sehr lang) nicht mit einer Währungsreform, sondern mit einer schleichenden Inflation von 5 bis 10, vielleicht auch nur 3 %. Solange die Realzinsen negativ sind, kann man die Schulden ruhig noch eine Weile vor sich her schieben (und nebenbei neue machen), sie entwerten sich ja doch mit der Zeit.


    Eine Währungsreform konnten sich nur die Alliierten erlauben, jeder gewählte Politiker wäre schnell weg vom Fenster.


    Gruß! Fritz

    Schulden machen und auf die Inflation rechnen! Warum soll von der nur der Staat profitieren, indem er sich entschuldet? Was der kann, können wir auch! Praktiziere ich seit über 50 Jahren, mit bestem Erfolg. Natürlich muss alles gut durchgerechnet sein.


    Wie man gleichzeitig Angst vor der Inflation und Angst vor Schulden haben kann, ist mir schleierhaft.


    Gruß! Fritz

    Die Tante mit dem abgebrannten Haus war nach der Währungsreform die bessere Erbtante.

    Vatapitta, da hast Du natürlich völlig recht. Das Gedicht gibt die Sicht kurz nach dem Krieg wieder. Korrigieren wollte ich es nicht.


    Meine eigene Familie (Großmutter und drei Kinder, darunter mein Vater; Großvater war am Tag der Invasion gestorben) hat den Fehler gemacht, das große und schöne, aber zerbombte Haus meines Großvaters zu verkaufen, weil man fürchtete, Lastenausgleich zahlen zu müssen. Statt dessen hätte man noch was bekommen, und das Grundstück wäre viel mehr wert gewesen.


    Könnte noch viel erzählen, aber passt nicht in den Faden.


    Gruß! Fritz