John, Du bist viel zu pessimistisch. Schau mal hier:
https://www.bmel-statistik.de/…sorgungsbilanzen/getreide
Wenn wir den Verbrauch tierischer Produkte halbieren und die Biogasanlagen mit Abfällen füllen statt mit Essbarem, dann haben wir rund dreimal so viel Getreide für den menschlichen Verzehr, wie heute dafür verbraucht wird. Das gibt Gemecker, aber keinen Hunger und keine Revolte.
Natürlich werden wir uns an ein bescheideneres Leben gewöhnen müssen. Es wird nicht mehr jeder ein Auto haben; für Elektrofahrzeuge in entsprechender Stückzahl gibt es weder die Rohstoffe noch die Treibstoffe. Man wird sich wieder eine Wohnung in der Nähe der Arbeitsstelle suchen, oder eine Arbeitsstelle in der Nähe der Wohnung, und zu Fuß zur Arbeit gehen. Dafür gibt es weniger Verkehrstote, weniger Lärm und Abgase, weniger Aufwand an Fläche und Geld für Straßen; vielleicht können sogar die Kinder wieder auf der Straße spielen, wie ich es noch konnte. Gesünder ist es auch.
Es muss nicht jeder 45 qm Wohnraum pro Nase haben und heizen (im Durchschnitt!). Die meiste Zeit meines Lebens bin ich mit wesentlich weniger ausgekommen, ohne dass es mir schlecht ging. Man muss auch nicht auf die Malediven fliegen, um den Leib zu wässern. Und so weiter, da fällt wohl jedem ein Beispiel ein.
Wenn wir weniger verbrauchen und produzieren, müssen wir auch weniger arbeiten. Bei dem Gejammer über Hamsterrad und Tretmühle, das ich hier immer wieder lese, wäre das doch ein großer Vorteil. Wir könnten uns wieder mehr selbst um unsere Kinder und Alten kümmern, bräuchten keine Ganztagsbetreuung und keine Ganztagsschulen. Isolierte Kleinfamilien sind allerdings auch nicht mein Ideal.
Der Übergang wird nicht einfach sein, aber nicht so hart wie zwei Weltkriege.
Und nein, ich bin kein Grüner, habe noch nie grün gewählt. Ich bin nur ein alter Mann von 83 Jahren mit einem guten Gedächtnis.
Gruß! Fritz