Beiträge von fritz

    Was wollt Ihr, die Inflation trabt doch schon an.


    Auch 1923 waren die Schuldner die Gewinner, trotz Hypothekengewinnabgabe.


    Mein Großvater war zu der Zeit Pfarrer in Bronnweiler. Seine Ersparnisse hatte er an "seine" Bauern ausgeliehen. Dachte, da wäre er sicher. Zurück bekam er nur wertloses Inflationsgeld. Hat mir meine Mutter so erzählt.


    Gruß! Fritz

    Gatos war mir bisher zu teuer, aber jetzt stehe ich kurz vor dem Einstieg mit spekulativer Position, ich mag genau solche Gelegenheiten.

    Der Gedanke kam mir auch, aber:


    Was vermindert sich da, die Tonnage oder die Gehalte?


    Im letzteren Fall wäre ich vorsichtig (bin ich sowieso und hier nicht drin).


    Gruß! Fritz

    Zur Dame Faeser:


    "Faeser wuchs in Schwalbach am Taunus auf, wo sie heute noch lebt. Nach dem Abitur 1990 an der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach am Taunus studierte sie Rechtswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. 1996 schloss sie das Studium mit dem Ersten Staatsexamen ab. Von 1996 bis 1998 war sie Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung von Günter Frankenberg in Frankfurt. Nach ihrer Referendarzeit im Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main legte sie ihr Zweites Staatsexamen im Jahr 2000 ab und arbeitete bis zu ihrer Ernennung zur Bundesministerin als Rechtsanwältin, zuletzt bei der Wirtschaftskanzlei Görg in Frankfurt am Main." Aus Wikipedia


    "Den soll man als Gsell erkennen
    oder gar ein Meister nennen,
    der noch nirgends ist gewest,
    nur gesessen in seim Nest." Aus einem bekannten Lied


    Gruß! Fritz


    Im Spoiler findet Ihr meine Kernargumente zu Corona, letzte Fassung. Vorwiegend stütze ich mich dabei auf unbestrittene Tatsachen. Vielleicht gefällt es dem einen oder anderen, vielleicht hilft es sogar jemandem. Entschuldigung für die Wiederholungen.


    Natürlich wäre noch mehr zu sagen. Vielleicht ein andermal.


    Gruß! Fritz

    Kinderkram, natürlich muss man das aufgenommene Geld in was reales investieren, das sich selber trägt. Goldhuts Konzept finde ich da nicht schlecht, auch wenn ich vieles anders gemacht habe.


    Wer Geld aufnimmt und dann rumliegen lässt, oder in Geldsummenforderungen, gar in Staatspapieren anlegt, der wird gekniffen sein, und das mit Recht, denn Dummheit muss bestraft werden.


    Eine brauchbare Darstellung der Währungsreform habe ich auf Anhieb hier gefunden:


    https://www.optionen-investor.de/waehrungsreform/


    Schulden wurden 10 : 1 umgestellt, Guthaben 15 : 1, Sachwertbesitzer kamen am besten weg.


    Übrigens rechne ich auf absehbare Zeit (das ist nicht sehr lang) nicht mit einer Währungsreform, sondern mit einer schleichenden Inflation von 5 bis 10, vielleicht auch nur 3 %. Solange die Realzinsen negativ sind, kann man die Schulden ruhig noch eine Weile vor sich her schieben (und nebenbei neue machen), sie entwerten sich ja doch mit der Zeit.


    Eine Währungsreform konnten sich nur die Alliierten erlauben, jeder gewählte Politiker wäre schnell weg vom Fenster.


    Gruß! Fritz

    Schulden machen und auf die Inflation rechnen! Warum soll von der nur der Staat profitieren, indem er sich entschuldet? Was der kann, können wir auch! Praktiziere ich seit über 50 Jahren, mit bestem Erfolg. Natürlich muss alles gut durchgerechnet sein.


    Wie man gleichzeitig Angst vor der Inflation und Angst vor Schulden haben kann, ist mir schleierhaft.


    Gruß! Fritz

    Die Tante mit dem abgebrannten Haus war nach der Währungsreform die bessere Erbtante.

    Vatapitta, da hast Du natürlich völlig recht. Das Gedicht gibt die Sicht kurz nach dem Krieg wieder. Korrigieren wollte ich es nicht.


    Meine eigene Familie (Großmutter und drei Kinder, darunter mein Vater; Großvater war am Tag der Invasion gestorben) hat den Fehler gemacht, das große und schöne, aber zerbombte Haus meines Großvaters zu verkaufen, weil man fürchtete, Lastenausgleich zahlen zu müssen. Statt dessen hätte man noch was bekommen, und das Grundstück wäre viel mehr wert gewesen.


    Könnte noch viel erzählen, aber passt nicht in den Faden.


    Gruß! Fritz

    4 Kaiser Wilhelm 20 RM = 200 Lucky Strike

    traveller, Du hast sicher recht, dass mit Gold bei den Besatzern noch am ehesten was lief. Aber Dein Beispiel bestätigt, was ich sage: Auch für Gold bekam man nicht viel. Nach der Währungsreform kostete eine Zigarette zehn Pfennig (Fünferpack HB am Automaten 0,50 DM).


    https://thinkpad-forum.de/thre…enpreise-1953-2002.41928/


    Deine 200 Lucky Strike hätten also 20 DM gekostet. Dafür 80 RM in Gold ist kein gutes Geschäft. Ob zu jener Zeit die Zigaretten mehr oder das Gold weniger wert war, ist eine müßige Frage.


    Gruß! Fritz

    Vatapitta, Deine Darstellung gibt ein falsches Bild - entschuldige das harte Wort.


    Für RM hast Du vor der Währungsreform ohne Lebensmittelmarken oder Bezugsschein praktisch nichts mehr bekommen - schon gar kein Gold. Die Kurse, die Du für RM, Gold und USD nennst, waren rein fiktiv.


    Aber auch für Gold bekam man nicht viel. Ich erinnere mich gut, als Kind gehört zu haben, dass die Städter sehr empört darüber waren, wie wenig Lebensmittel sie für ihre Preziosen von den Bauern bekamen. Wertvoll waren Lebensmittel und Genussmittel ("Zigarettenwährung"), allenfalls noch Praktisches wie Kleidung und Schuhe.


    Als ich nach einer "Erholung" von zwei Wochen zurückkam und die Familie mich am Bahnhof abholte, erzählte mir meine Mutter auf dem Weg durchs Dorf, die Brotration sei von 175 g pro Person auf 200 g angehoben worden. Das war, was damals interessierte, auch wenn sicher nicht alle Eltern das mit einem knapp 10-jährigen Kind besprochen haben. Mangel an Lebensmitteln führt zu einer Umwertung aller Werte. Nebenbei: dass ein Kind meines Alters allein Bahn fährt, war ganz selbstverständlich.


    Mit der Währungsreform (zehn Tage nach meinem zehnten Geburtstag) und der Aufhebung der Bewirtschaftungsvorschriften änderte sich das vollkommen. Jetzt waren alle Läden voll mit (meist vorher gehorteten) Waren. Aber es fehlte das Geld, um sie zu kaufen.


    Zur Veranschaulichung noch etwas von Eugen Roth:


    Ein Mensch begräbt zwei alte Tanten
    und teilt ihr Gut mit den Verwandten.
    Erbtante man die eine nennt;
    viel Streit gabs schon ums Testament.
    Was hatte sie: Ein schönes Haus -
    sechs Wochen vorher brannt es aus
    und bringt jetzt nicht einmal mehr Miete.
    Die Erbschaft, kurz, war eine Niete.
    Die andre Tante, die war ärmlich;
    den Kram, der sicher recht erbärmlich,
    ließ man dem Menschen, unbesehn;
    was konnte schon verloren gehn?
    Nur sacht! Das wichtigste gerade:
    zwölf Töpfe Himbeermarmelade,
    ein schweres Kübelchen voll Schmalz,
    ein bisschen Butter, Zucker, Salz,
    noch echter Zimt und echter Pfeffer -
    kurzum, die Erbschaft war ein Treffer!
    Aus dem Gedächtnis, daher keine Garantie für den Wortlaut.


    Übrigens, themenfremd: Kennt Ihr Wippchen? Von Ihm stammt die Formel: Entschuldigen Sie das harte Wort. Beispiele hier:


    https://www.deutschlandfunkkul…esicht-getroffen-100.html


    Gruß! Fritz

    Salorius, ich empfehle Dir meinen Grundsatz: Man soll niemand an einer wahrheitsgemäßen Selstdarstellung hindern. Den habe ich übrigens selbst formuliert - bei welcher Gelegenheit, erzähle ich nur auf Deinen Wunsch. Wenn sich andere blamieren, muss das nicht Dein Problem sein.


    Wer ausgezogene Töchter posten will, soll das halt tun. Mich regt das nicht auf, weder positiv noch negativ. Dazu kann ich auch was erzählen, wenn Du willst.


    Anders sehe ich das Verhalten der Moderatoren. Dass eine Antwort mal etwas länger dauert, ist bei deren starker Belastung verständlich. Edel hat in all den Jahren für das Forum viel gutes getan, Lucky muss sich noch eingewöhnen und die Hörner abstoßen. Dem Löschen von Beiträgen würde ich auch energisch widersprechen, allerdings nicht deshalb das Forum verlassen.


    Bedenke: Wer das Feld räumt, hat verloren. Dazu habe ich mal ein Gedicht gemacht, allerdings mehr für Kinder.


    Gruß! Fritz

    Alle Welt kauft wie von Sinnen Gold

    Nein, tut sie eben nicht. Das tun nur die Goldbugs, und die sind eine winzige Minderheit. Die Goldkäufe der Zentralbanken sind nur ein kleiner Teil der jährlichen Förderung.


    Gold wird ständig gefördert, aber nicht verbraucht, sondern aufgehäuft. Auch hier, wie überall, gilt das Gesetz vom abnehmenden Grenzertrag. Jeder, von Zentralbank bis Privatperson, kommt irgendwann an den Punkt, wo er sagt "genug", weil sein Bedarf gedeckt ist oder seine Mittel erschöpft sind (d.h. dringender für anderes gebraucht werden). Motivationen wie die von Dagobert Duck sind außerhalb von Comics recht selten.


    Haupttreiber des Goldpreises ist die Inflation in Verbindung mit der Ungleichheit der Verteilung von Einkommen und Vermögen. Wohlhabende bis Reiche kaufen Gold überwiegend nicht aus Liebe zum edlen Metall oder aus Goldgier, sondern weil sie nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Auf die Inflation ist allerdings mit Sicherheit zu rechnen. Unsere Gesellschaft braucht sie so dringend wie der Süchtige das Kokain.


    Hätten wir eine stabile Währung (das heißt für mich null Prozent Preissteigerung und nicht 2 %), so würde der Goldpreis in den Keller rauschen, viele Minen geschlossen werden und die Firmen pleite gehen. Anders wäre es natürlich bei einer goldgedeckten Währung. Aber die liegt weit jenseits jeder Realität.


    Gruß! Fritz

    "Der Tübinger Grünen-Oberbürgermeister Boris Palmer unterstützt den Vorschlag des bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek, über höhere Krankenkassenbeiträge für Nicht-Corona-Geimpfte nachzudenken. "Ich bin ausdrücklich dafür, die Kassenbeiträge anzuheben, wenn jemand, der sich impfen lassen könnte, die Injektion bewusst verweigert", sagte Palmer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wer so unsolidarisch ist, dass er sich und andere gefährdet, unnötige Kosten verursacht und im Krankenhaus möglicherweise in Bettenkonkurrenz zu anderen Patienten tritt, kann nicht die Solidarität der gesetzlichen Krankenversicherung verlangen." Wichtiger als diese Diskussion sei jedoch, dass der Bundestag möglichst bald eine allgemeine Impfpflicht beschließt, bestenfalls schon in einer Sondersitzung in einer Woche."

    Im Gegenteil, das sozialverträgliche Frühableben (Formulierung nicht von mir) sollte prämiiert werden, es spart Kosten.


    Gruß! Fritz

    Bin kein Fachmann, habe mir ähnliches schon überlegt, ohne recht weiter zu kommen. Nur ein paar Gedanken:


    Um fundiert zu raten, sollte man wissen, wie Ihr heizt und Warmwasser macht. Da Du schreibst, dass Ihr mehr bekommt als bezahlt, geht das anscheinend nicht elektrisch. Was ist, wenn die anderen Heizstoffe (Oel, Gas..) ausbleiben? Für Heizung reicht Euer Inselstrom sicher nicht. Carokann hat das Problem angesprochen. Holz wird dann aber sehr begehrt und schwer zu bekommen sein. Habt Ihr Bäume im Garten?


    Bei Inselbetrieb müsste man die Strombilanz (Ladezustand der Batterie) sorgfältig überwachen, vor allem im Winter. Notfalls Last abwerfen: Fernseher ganz aus, Tablet statt Desktop, Kühlschrank aus und Inhalt auf den kalten Balkon, keine unnötigen Lichter an usw. Rechtzeitig üben kann da nicht schaden. Überflüssige Verbraucher abzuschalten predige ich aber auch vergeblich.


    Gruß! Fritz

    Warum die USA den Kampf gegen die Drogensucht verlieren


    Immer mehr junge Menschen sterben an Drogen, vornehmlich an Opiaten. Die USA verlieren leider den Kampf gegen die Sucht. Die Situation veranschaulicht, wie kaputt diese Gesellschaft geworden ist, verdient aber auch einen genaueren Blick auf die Umstände, die Menschen in die Sucht getrieben haben.
    Laut den von den US-Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) veröffentlichten Statistiken verzeichneten die USA bis April 2021 innerhalb eines Jahres die höchste Zahl von Todesfällen durch Drogenüberdosis. Die Zahl der Opfer überstieg erstmals die Marke von 100.000 – und wuchs dabei im Vorjahresvergleich um 29 Prozent.

    könnte die "Drogenepidemie" die (nützliche) Nebenwirkung haben, dass die Hälfte derjenigen, die von ihrer CHancen- und Perspektivenlosigkeit her in nüchternem Zustand entweder in einer (neuen) sozialen Bewegung oder als BLM-Anhänger das Establishment attackieren KÖNNTEN, gerade entweder zugedröhnt sind oder im Knast sitzen und deswegen "handlungsunfähig" sind?

    Meine Sicht auf die Kausalität:


    Wer wenig Selbststeuerungsfähigkeit hat (aufgrund angeborener Schwäche oder/und mangelhafter Erziehung), verdient weniger und erliegt leichter den Drogen. Dass es von Vorteil ist, wenn ein Teil dieser Subjekte sich selbst eliminiert, ist ein unmenschlicher, aber logischer Gedanke. Ein anderer Teil findet ja zurück in die Spur.


    Gruß! Fritz

    Museen müssen klimatisiert werden

    Müssen sie nicht. Es gab Museen früher als Kühlschränke, geschweige denn Klimaanlagen.


    Eisschränke gab es. Das Eis wurde im Winter aus der Eisdecke von Seen und Flüssen gesägt, in Eiskellern gelagert, im Sommer mit Pferdefuhrwerk in die Stadt gebracht und dort verkauft, natürlich nur an die Wohlhabenden.


    Noch in meiner Jugend sagte man oft Eisschrank, wenn man den Kühlschrank meinte.


    Gruß! Fritz