Den Wert des Überschusses unserer Arbeitsleistung müssen wir irgendwie in die Zukunft transferieren. Gelingt uns dies nicht, war unsere Einsatz letzten Endes sinnlos.
Wildkatze, da muss ich Dir entschieden widersprechen. Arbeit, die einen Nutzen schafft, trägt ihren Sinn in sich selbst, unabhängig von der Bezahlung.
In meinem langen Arbeitsleben habe ich neben bezahlter auch viel unbezahlte Arbeit geleistet. Aber niemals habe ich etwas getan, was ich nicht auch ohne Geld für sinnvoll gehalten hätte. Könnte ich jetzt seitenlang ausführen, verkneife ich mir aber.
Das gilt nicht nur für "gehobene" Tätigkeiten. Auch der sprichwörtliche Kloputzer kann nach getaner Arbeit zufrieden auf ein sauberes Klo blicken, welches schöner und gesünder ist als ein schmutziges.
"Ich kann meine Zeit nicht mit Geldverdienen verplempern." Das ist in meiner Familie ein uralter Spruch, mindestens aus dem 19. Jahrhundert, ursprünglich schwäbisch. Habe ich vielleicht schon mal geschrieben.
Freilich müssen wir von irgend etwas leben, unbezahlte Arbeit können wir uns nur in Grenzen erlauben. Aber das ist eine Randbedingung, nicht der Sinn von Arbeit.
Natürlich gibt es auch "Arbeit", für die das gesagte nicht gilt, z.B. die von Werbefritzen. Auch wer es sich zur Lebensaufgabe macht, Texte anderer aufzusagen (Schauspieler), genießt bei mir kein hohes Ansehen.
Wir sollten uns nicht vom Geld beherrschen lassen, sondern es beherrschen. Dazu gehört, dass wir seine Bedeutung nicht überschätzen.
Gruß! Fritz