Beiträge von fritz

    Hinter dem spoiler von peter98 (danke, Peter!) hole ich nur ein Datum vor: US-Defizit im laufenden Haushaltsjahr 3,8 trillions $. Das nehme ich mal als Datum. Ob die Defizite von Einzelstaaten, Gemeinden usw. mitgerechnet sind, weiß ich jetzt nicht. Aber ich rechne ein bisschen.


    3,8 trillions sind 3.800 billions = Milliarden oder 3.800.000 Millionen. Das gibt pro Tag (Schaltjahr) rund 10.382,5 Millionen, pro Stunde 432,6 Millionen, jede Minute über 7 Millionen Dollar - Tag und Nacht, Werktag wie Sonntag, ohne jede Pause. Geld, das der Staat ausgibt, obgleich er es nicht hat.


    Das ist sicher weit mehr, als Keynes je empfohlen hätte. Der wollte ja, dass die Schulden im folgenden Aufschwung zurückgeführt werden, was allerdings kaum irgendwo gemacht wurde. Nicht sein Fehler, ein Wissenschaftler ist kein Politiker.


    Und das unter einem Präsidenten der Rechten. Wer glaubt da noch, dass rechts irgendwas mit solide zu tun hat?


    Gruß! Fritz

    Habe den Brief gelesen. Eine echte Unverschämtheit. Müssen wir uns das wirklich gefallen lassen?


    Bin nach wie vor überzeugt, dass sich Gegenstrategien finden ließen, wenn man ernsthaft wollte. Auch wenn ich das nicht kann.


    Gruß! Fritz

    Ein Schiff bauen dauert wohl zu lange.


    Warum Russland das nötige Schiff nicht einfach kauft, habe ich mich auch schon gefragt. Man könnte ja eine sanktionsunempfindliche Gesellschaft zwischenschalten. Die bisherigen Eigentümer verlieren Geld, wenn das Schiff zur Stelle ist, aber nicht arbeiten darf, sie müssten an einer solchen Lösung interessiert sein. Die Besatzung könnte für die Bauzeit ausgeliehen oder übernommen werden, unter Wahrung ihrer Rechte und Ansprüche. Bei Bedarf könnte auch ein Rückkauf nach dem Ende der Arbeiten vorgesehen werden - muss man ja nicht veröffentlichen.


    Die Zahlung kann nicht das Problem sein. Russland könnte einfach in Rubel zahlen, unter Übernahme einer Kursgarantie für eine bestimmte Zeit. Oder in Schweizer Franken, oder in Euro... Die russische Zentralbank kann doch fast jede Währung auf dem Globus beschaffen. Ganz notfalls könnte man in Gold zahlen, man hat es ja.


    Der einzige Hinderungsgrund: Jemand will nicht. Da fürchte ich vor allem unsere amerikahörigen Hasenfüße.


    Gruß! Fritz

    Ist der A1 ein "deutsches" Auto? Sicher schon, aber in Brüssel oder Spanien hergestellt....

    Ein Auto hat doch keine Nationalität. Nur Menschen haben eine.


    Auch die großen Firmen haben keine. Entwicklung, Herstellung, Verkauf, Aktien - alles längst internationalisiert und weltweit gestreut. Die Redeweise "deutsches Auto, deutsche Firma" ist überholt und vollkommen illusionär.


    Als Gottlieb Daimler lebte, war das noch anders. Aber die Zeiten sind vorbei.


    Gruß! Fritz

    und was haben Deine Ausführungen mit Deflation zu tun ?

    woernie, ich streite nicht gern um Worte.


    Wenn Deflation eine Schrumpfung der Wirtschaft aus Mangel an Umlaufmitteln bedeutet (die Leute haben kein Geld), so bin ich mit Sirgey einig, dass es das nicht geben sollte und angesichts der Geldflutung auch nicht geben kann. Dazu bedurfte es nicht vieler Worte. Gefragt ist nach dem richtigen Maß der Geldschöpfung. Und da hat er sich nach meiner Meinung widersprochen.


    Wenn Deflation eine Schrumpfung der Wirtschaft aus Mangel an Nachfrage bedeutet (die Leute haben Geld, geben es aber nicht aus), so habe ich das ausführlich beschrieben und erklärt, warum ich das erwarte und was ich davon halte. Soweit es in ein posting passt, ich kann hier kein Buch schreiben.


    Zufrieden?


    Gruß! Fritz

    Sirgey, ich beantworte das lieber hier als beim Platin.


    Mit dem letzten Satz hast Du natürlich recht. Er widerspricht aber dem Text davor ("Springflutinflation"). Wenn Du Deinen Rasen bleibend flutest, geht er auch ein. Sicher soll man die Wirtschaft nicht aus Mangel an Zahlungsmitteln vertrocknen lassen. Aber allzu viel ist ungesund.


    Ein Gesundschrumpfen der Wirtschaft halte ich für unvermeidlich. Wenn jetzt Läden und Gaststätten wieder öffnen, werden viele trotzdem nicht hingehen, weil
    - sie Angst vor Ansteckung haben; ist die Angst erst mal geweckt, muss sie sich nicht auf corona begrenzen
    - die Vorsichtsmaßnahmen (Maske, Abstand..) lästig sind und den Spaß verderben
    - sie gemerkt haben, dass man vieles gar nicht braucht oder online bekommt
    - sie Einkommenseinbußen erleben oder fürchten und deshalb ihr Geld zusammenhalten
    - die Preise steigen, weil die Kosten pro Kunde/Gast höher sind.


    Die Tendenzen, zu Hause zu arbeiten, zu bestellen, sich zu unterhalten gibt es schon lange. Sie werden jetzt sehr beschleunigt. Zu Hause kochen ist auch wieder in. Wir brauchen also weniger Läden (vielleicht erst nach einem Nachholschwapp), weniger Gaststätten, weniger Produkte, weniger Verkehrsmittel, irgendwann auch weniger Büros. Noch so viel Geld wird diese Entwicklung nicht aufhalten, höchstens abschwächen. Corona wird uns noch viele Monate begleiten, und auch danach werden die Lerneffekte nicht verschwinden.


    Das alles stimmt mich gar nicht traurig. Die Welt war nicht gut vor Corona.


    Gruß! Fritz

    Der aktuelle Frankfurter Kurs von 4,53 EUR entspricht etwa 4,90 USD. Mein yahoo (nicht arg verlässlich, mangels etwas besserem) sagt für New York: bid 4,80, ask 4,94. Passt doch. Man erwartet einen weiteren Sprung nach oben beiderseits des Teichs.


    Wie das Übernahme-kuddelmuddel um GUY ausgeht, kann man jetzt nicht wissen. Dass SVM sie für den angebotenen Preis bekommt, halte ich für unwahrscheinlich. Daher würde ich jetzt nicht mit der Wurst GUY nach der Speckseite SVM werfen.


    Gruß! Fritz

    Nach heutigem Stand wird also Fosterville, der Haupt-Gewinnbringer, ab dem vierten Jahr wesentlich kleinere Brötchen backen. Natürlich kann es neue Funde geben, aber ein zweites Swan halte ich für unwahrscheinlich.

    Die jüngste Kursentwicklung finde ich enttäuschend. Das Hoch vom 29.04 (Schlusskurs 43,82 USD) wurde nicht wieder erreicht. GDX seitdem von 34.03 auf 36.57. Am Freitag KL + 2,14 %, GDX + 4,01 %. Und das trotz Aktienrückkauf.



    Darum habe ich mir Fosterville in der jüngsten Präsentation angesehen. Da findet man auf S. 32 als Reserven zum Jahreswechsel:



    Fosterville 2,1 Mio Unzen zu 21,8 g/t, depleted in 2019: 627.000 Unzen.



    https://www.kl.gold/investors/default.aspx#presentation


    Bei gleichbleibender Produktionsweise reichen die Reserven ziemlich genau 40 Monate. Davon sind 4 1/2 schon rum. Heute in drei Jahren ist Schluss. Es gibt noch Robbins Hill und Ressourcen, aber mit Gehalten von 4,5 bis 6,4 g/t. Gebohrt wird fleißig, Ergebnisse habe ich in letzter Zeit nicht gesehen. Irgendwas werden sie vielleicht finden, aber hochgradige Funde halte ich für unwahrscheinlich.



    Macassa steht besser da, bei der geplanten Produktion von 400.000 Unzen jährlich reichen die Reserven etwa 6 Jahre. Da sieht es auch eher nach neuen Funden aus. Detour hat genügend Reserven, aber eben niedriggradige. Fosterville ist das Hauptzugpferd.



    Für mich heißt das: In drei Jahren verliert Kirkland seinen Ausnahmecharakter. Es mag dann immer noch eine gute Firma sein, aber im normalen Rahmen, nichts besonderes mehr.



    Seht Ihr das auch so, oder liege ich irgendwo falsch? Und: Kann das die jüngste Kursentwicklung erklären? Börse handelt die Zukunft, aber so weit voraus?



    Gruß! Fritz

    Mein post 293 muss ich in einem Punkt korrigieren:


    "In addition, Gran Colombia can provide Guyana Goldfields with a loan of up to US$15 million with a defined use of proceeds related to ongoing operations at the Aurora Underground Project, as well as for certain working capital and general corporate purposes." (Aus dem Angebot von GCM)


    GCM hat also sehr wohl einen "Kredit" angeboten. Umso weniger verständlich ist die Stellungnahme von GUY, auf die ich mich gestützt hatte:


    "...fails to provide the Company with adequate short term liquidity, given the C$3.65 million break fee that would be payable to Silvercorp upon the entering into of a transaction agreement with Gran Colombia and the increased ongoing costs to the Company associated with a delayed closing date relative to the Silvercorp Transaction."



    Gruß! Fritz

    Klickt man auf das kleine Kästchen mit dem Pfeil nach rechts oben, so erfährt man:


    "May 15, 2020- CIBC World Markets Inc. has filed a 13F-HR form disclosing ownership of 1,685,400shares of Kirkland Lake Gold Ltd. (NYSE:KL)with total holdings valued at $49,888,000 USD as of March 31, 2020.CIBC World Markets Inc. had filed a previous 13F-HR on February 13, 2020 disclosing1,288,374 shares of Kirkland Lake Gold Ltd. at a value of $56,779,000 USD.This represents a change in shares of 30.82 percent and a change in value of -12.14 percentduring the quarter."


    Es handelt sich um den Stand Ende März. Der vorige Bericht ist vom 13. Februar und bezieht sich vermutlich auf den Stand zum Jahreswechsel. Aktuell in meinen Augen ziemlich wertlos.


    Gruß! Fritz

    Im Grundgesetz steht (noch): "Alle Macht geht vom Volke aus!"

    Ja, aber wo geht sie hin? Alte Frage, nicht von mir erdacht (Brecht?).


    1973 habe ich meine drei Sätze zur Revolution formuliert, angesichts von Träumereien in meiner Umgebung:


    1. Es wird keine Revolution geben.
    2. Sollte es aber doch eine geben, wird es nicht unsere sein.
    3. Sollte es aber doch unsere sein, wird nicht das dabei herauskommen, was wir wollen.


    Sehe ich auch heute noch so.


    Gruß! Fritz

    Alfons, falls es Dich tröstet: Wirecard und Bonterra habe ich auch, beide in den miesen. Aber ich warte einfach ab.


    Wirecard (ca. 2 % vom Depot) wird das Gehändel überleben. In ihren Märkten steht die Gesellschaft gut da, soweit ich das beurteilen kann.


    Bonterra (ca. 0,5 %) wird vom Goldpreis hochgezogen werden, vielleicht auch übernommen.


    Beide werden sich irgendwann erholen. Und wenn ich vorher sterbe, bin ich die Probleme auch los.


    Gruß! Fritz