Beiträge von fritz

    Ist der A1 ein "deutsches" Auto? Sicher schon, aber in Brüssel oder Spanien hergestellt....

    Ein Auto hat doch keine Nationalität. Nur Menschen haben eine.


    Auch die großen Firmen haben keine. Entwicklung, Herstellung, Verkauf, Aktien - alles längst internationalisiert und weltweit gestreut. Die Redeweise "deutsches Auto, deutsche Firma" ist überholt und vollkommen illusionär.


    Als Gottlieb Daimler lebte, war das noch anders. Aber die Zeiten sind vorbei.


    Gruß! Fritz

    und was haben Deine Ausführungen mit Deflation zu tun ?

    woernie, ich streite nicht gern um Worte.


    Wenn Deflation eine Schrumpfung der Wirtschaft aus Mangel an Umlaufmitteln bedeutet (die Leute haben kein Geld), so bin ich mit Sirgey einig, dass es das nicht geben sollte und angesichts der Geldflutung auch nicht geben kann. Dazu bedurfte es nicht vieler Worte. Gefragt ist nach dem richtigen Maß der Geldschöpfung. Und da hat er sich nach meiner Meinung widersprochen.


    Wenn Deflation eine Schrumpfung der Wirtschaft aus Mangel an Nachfrage bedeutet (die Leute haben Geld, geben es aber nicht aus), so habe ich das ausführlich beschrieben und erklärt, warum ich das erwarte und was ich davon halte. Soweit es in ein posting passt, ich kann hier kein Buch schreiben.


    Zufrieden?


    Gruß! Fritz

    Sirgey, ich beantworte das lieber hier als beim Platin.


    Mit dem letzten Satz hast Du natürlich recht. Er widerspricht aber dem Text davor ("Springflutinflation"). Wenn Du Deinen Rasen bleibend flutest, geht er auch ein. Sicher soll man die Wirtschaft nicht aus Mangel an Zahlungsmitteln vertrocknen lassen. Aber allzu viel ist ungesund.


    Ein Gesundschrumpfen der Wirtschaft halte ich für unvermeidlich. Wenn jetzt Läden und Gaststätten wieder öffnen, werden viele trotzdem nicht hingehen, weil
    - sie Angst vor Ansteckung haben; ist die Angst erst mal geweckt, muss sie sich nicht auf corona begrenzen
    - die Vorsichtsmaßnahmen (Maske, Abstand..) lästig sind und den Spaß verderben
    - sie gemerkt haben, dass man vieles gar nicht braucht oder online bekommt
    - sie Einkommenseinbußen erleben oder fürchten und deshalb ihr Geld zusammenhalten
    - die Preise steigen, weil die Kosten pro Kunde/Gast höher sind.


    Die Tendenzen, zu Hause zu arbeiten, zu bestellen, sich zu unterhalten gibt es schon lange. Sie werden jetzt sehr beschleunigt. Zu Hause kochen ist auch wieder in. Wir brauchen also weniger Läden (vielleicht erst nach einem Nachholschwapp), weniger Gaststätten, weniger Produkte, weniger Verkehrsmittel, irgendwann auch weniger Büros. Noch so viel Geld wird diese Entwicklung nicht aufhalten, höchstens abschwächen. Corona wird uns noch viele Monate begleiten, und auch danach werden die Lerneffekte nicht verschwinden.


    Das alles stimmt mich gar nicht traurig. Die Welt war nicht gut vor Corona.


    Gruß! Fritz

    Der aktuelle Frankfurter Kurs von 4,53 EUR entspricht etwa 4,90 USD. Mein yahoo (nicht arg verlässlich, mangels etwas besserem) sagt für New York: bid 4,80, ask 4,94. Passt doch. Man erwartet einen weiteren Sprung nach oben beiderseits des Teichs.


    Wie das Übernahme-kuddelmuddel um GUY ausgeht, kann man jetzt nicht wissen. Dass SVM sie für den angebotenen Preis bekommt, halte ich für unwahrscheinlich. Daher würde ich jetzt nicht mit der Wurst GUY nach der Speckseite SVM werfen.


    Gruß! Fritz

    Nach heutigem Stand wird also Fosterville, der Haupt-Gewinnbringer, ab dem vierten Jahr wesentlich kleinere Brötchen backen. Natürlich kann es neue Funde geben, aber ein zweites Swan halte ich für unwahrscheinlich.

    Die jüngste Kursentwicklung finde ich enttäuschend. Das Hoch vom 29.04 (Schlusskurs 43,82 USD) wurde nicht wieder erreicht. GDX seitdem von 34.03 auf 36.57. Am Freitag KL + 2,14 %, GDX + 4,01 %. Und das trotz Aktienrückkauf.



    Darum habe ich mir Fosterville in der jüngsten Präsentation angesehen. Da findet man auf S. 32 als Reserven zum Jahreswechsel:



    Fosterville 2,1 Mio Unzen zu 21,8 g/t, depleted in 2019: 627.000 Unzen.



    https://www.kl.gold/investors/default.aspx#presentation


    Bei gleichbleibender Produktionsweise reichen die Reserven ziemlich genau 40 Monate. Davon sind 4 1/2 schon rum. Heute in drei Jahren ist Schluss. Es gibt noch Robbins Hill und Ressourcen, aber mit Gehalten von 4,5 bis 6,4 g/t. Gebohrt wird fleißig, Ergebnisse habe ich in letzter Zeit nicht gesehen. Irgendwas werden sie vielleicht finden, aber hochgradige Funde halte ich für unwahrscheinlich.



    Macassa steht besser da, bei der geplanten Produktion von 400.000 Unzen jährlich reichen die Reserven etwa 6 Jahre. Da sieht es auch eher nach neuen Funden aus. Detour hat genügend Reserven, aber eben niedriggradige. Fosterville ist das Hauptzugpferd.



    Für mich heißt das: In drei Jahren verliert Kirkland seinen Ausnahmecharakter. Es mag dann immer noch eine gute Firma sein, aber im normalen Rahmen, nichts besonderes mehr.



    Seht Ihr das auch so, oder liege ich irgendwo falsch? Und: Kann das die jüngste Kursentwicklung erklären? Börse handelt die Zukunft, aber so weit voraus?



    Gruß! Fritz

    Mein post 293 muss ich in einem Punkt korrigieren:


    "In addition, Gran Colombia can provide Guyana Goldfields with a loan of up to US$15 million with a defined use of proceeds related to ongoing operations at the Aurora Underground Project, as well as for certain working capital and general corporate purposes." (Aus dem Angebot von GCM)


    GCM hat also sehr wohl einen "Kredit" angeboten. Umso weniger verständlich ist die Stellungnahme von GUY, auf die ich mich gestützt hatte:


    "...fails to provide the Company with adequate short term liquidity, given the C$3.65 million break fee that would be payable to Silvercorp upon the entering into of a transaction agreement with Gran Colombia and the increased ongoing costs to the Company associated with a delayed closing date relative to the Silvercorp Transaction."



    Gruß! Fritz

    Klickt man auf das kleine Kästchen mit dem Pfeil nach rechts oben, so erfährt man:


    "May 15, 2020- CIBC World Markets Inc. has filed a 13F-HR form disclosing ownership of 1,685,400shares of Kirkland Lake Gold Ltd. (NYSE:KL)with total holdings valued at $49,888,000 USD as of March 31, 2020.CIBC World Markets Inc. had filed a previous 13F-HR on February 13, 2020 disclosing1,288,374 shares of Kirkland Lake Gold Ltd. at a value of $56,779,000 USD.This represents a change in shares of 30.82 percent and a change in value of -12.14 percentduring the quarter."


    Es handelt sich um den Stand Ende März. Der vorige Bericht ist vom 13. Februar und bezieht sich vermutlich auf den Stand zum Jahreswechsel. Aktuell in meinen Augen ziemlich wertlos.


    Gruß! Fritz

    Im Grundgesetz steht (noch): "Alle Macht geht vom Volke aus!"

    Ja, aber wo geht sie hin? Alte Frage, nicht von mir erdacht (Brecht?).


    1973 habe ich meine drei Sätze zur Revolution formuliert, angesichts von Träumereien in meiner Umgebung:


    1. Es wird keine Revolution geben.
    2. Sollte es aber doch eine geben, wird es nicht unsere sein.
    3. Sollte es aber doch unsere sein, wird nicht das dabei herauskommen, was wir wollen.


    Sehe ich auch heute noch so.


    Gruß! Fritz

    Alfons, falls es Dich tröstet: Wirecard und Bonterra habe ich auch, beide in den miesen. Aber ich warte einfach ab.


    Wirecard (ca. 2 % vom Depot) wird das Gehändel überleben. In ihren Märkten steht die Gesellschaft gut da, soweit ich das beurteilen kann.


    Bonterra (ca. 0,5 %) wird vom Goldpreis hochgezogen werden, vielleicht auch übernommen.


    Beide werden sich irgendwann erholen. Und wenn ich vorher sterbe, bin ich die Probleme auch los.


    Gruß! Fritz

    Wurschtler, der Vorstand von GUY hat doch das Angebot von SVM schon angenommen. Dass sie da nicht ohne Strafzahlung rauskommen, ist ein Argument für die Ablehnung des neuen Angebots.


    Mir scheint, alle Beteiligten haben sich hier nicht mit Ruhm bedeckt. SVM steht noch am besten da. Aber warum haben sie nicht auch für GLDX geboten, wenn da Synergien möglich sind? Ganz frei sollte GCM das nicht erfunden haben. Und warum die Begrenzung des cash-Anteils? Das Geld hätte sich sicher auftreiben lassen. Muss man die eigene Finanzschwäche und das mangelnde Zutrauen in die Werbekraft der eigenen Anteile so zur Schau stellen?


    GCM hat wahrscheinlich eine gute Idee schlecht umgesetzt. Warum mussten sie SVM den Vortritt lassen? Kein Ohr für Gerüchte? Warum bieten sie nicht auch den Zwischen"kredit" (wird ja nicht zurückgezahlt) von 15 Mio an, ohne den der GUY-Vorstand nicht auszukommen angibt? Das wären weniger als 10 cent je GUY-Aktie. Warum sagen sie nichts dazu, wie man aus der Absprache mit SVM herauskommt? Und musste das Junktim zwischen den beiden Angeboten sein, das Unsicherheit schafft, ein Ablehnungsargument liefert und Mangel an Vertrauen in die Werbekraft der eigenen Angebote zeigt?


    Das schwächste Bild bietet der GUY-Vorstand, der vorschnell ein ungünstiges Angebot angenommen hat und sich jetzt nicht zu helfen weiß. Man hätte ja mal rumfragen können.


    Vielleicht, möglicherweise, wahrscheinlich steckt mehr dahinter als wir wissen, sauberes oder unsauberes. Was hat SVM dem GUY-Vorstand versprochen?


    Selbst hatte ich aus uralten Zeiten einen Minibestand an GLDX. Erstaunlicherweise habe ich für 2,55 CAD ein paar dazubekommen, obwohl der Kurs laut yahoo nie unter 2,56 war. Bei GCM ich eingestiegen, um den Absturz zu nutzen (dort gepostet). GUY hatte ich nie. War nah daran, alles mit ca. 10 % Gewinn wieder rauszuhauen. Aber die Spannung hält mich.


    Gruß! Fritz

    Als Silvercorp-Häuptling würde ich jetzt schauen, ob ich nicht GCM übernehmen kann. Marktkapitalisation ist fast doppelt so hoch.


    Dem Kurs von GCM tut der Plan nicht gut. Kaufgelegenheit?


    Gruß! Fritz