Was wäre passiert wenn man Corona als normale Grippewelle durchgewunken hätte?
Etwa Ende April hätten wir den Höhepunkt erreicht, praktisch alle wären infiziert gewesen, bis auf ein paar Waldschrate.
Etwa die Hälfte hätte das symptomlos weggesteckt, die andere Hälfte wäre krank geworden; wenige wären schon wieder gesund gewesen. Ein Krankenstand von etwa 50 % hätte die Wirtschaft schwer geschädigt.
Von 40 Millionen Kranken hätten etwa 20 % ein Krankenhaus gebraucht - 8 Millionen, nicht leistbar, schon gar nicht bei dem Krankenstand, der ja auch die Krankenhäuser nicht verschont. Viele Erkrankungen hätten sich verschlimmert.
Vielleicht jeder achte der schwer Kranken hätte Intensivpflege und/oder künstliche Beatmung gebraucht, grob gerechnet das zehnfache des verfügbaren. Leidende an anderen Krankheiten hätten ebenfalls nicht sachgerecht versorgt werden können.
Die Zahl der Toten hätte wahrscheinlich 1 Million überschritten. Ähnlich viele hätten Dauerschäden davongetragen, vor allem an der Lunge. Die Wirtschaft hätte mindestens ebenso sehr gelitten wie jetzt.
Die Zahlen sind gegriffen. Aber nach allem, was man jetzt weiß, sind sie plausibel und realitätsnah. Es hätte auch viel schlimmer kommen können.
In vielen Ländern, von China bis Großbritannien, hat man anfangs geglaubt, man könne die Sache unter den Teppich kehren und mit Nichtstun durchkommen. Der Wunsch war der Vater des Gedankens; für die Regierenden wäre das das einfachste gewesen, man hätte sich nicht unbeliebt machen müssen. Überall hat man früher oder später, teilweise reichlich spät, einsehen müssen, dass das nicht geht, weil es in die Katastrophe führt.
Also hört auf mit dem Verharmlosungsgerede.
Gruß! Fritz