Beiträge von fritz

    Alfons, mit etwas Geduld hats geklappt.


    "Sibanye-Stillwater CEO Neal Froneman says if the company expands its gold portfolio, it will look outside South Africa for shallow, mechanised operations to reduce its risk profile. That pours cold water on speculation that the company might take Mponeng, the world’s deepest mine, off of AngloGold Ashanti’s hands. He also had some choice words for Gwede Mantashe..."



    Reicht das, oder brauchst Du mehr?



    Gruß! Fritz

    Sylvania Tiefs (Tagesschlusskurse, nach dem yahoo-Sechsmonatschart):


    09.10.2019: 32,50
    28.10.2019: 33,50
    10.12.2019: 35,50
    24.12.2019: 36,00
    heute: 36,50


    Könnte ein intraday reversal sein - muss aber natürlich nicht.


    Bildliche Darstellungen liegen mir nicht so. Vielleicht äußert sich ein Charttechniker?


    Bin bisher nicht investiert, erwäge einzusteigen.


    Gruß! Fritz

    Wenn die Angaben bei Wikipedia stimmen hat man mit einer Mischkost, die Fleisch, Fisch und Molkereierzeugnisse beinhaltet, auch in Deutschland kaum Selenmangel.

    blackpearl, ich widerspreche Dir nicht. Aber Tatsache ist, dass die Böden hier weithin selenarm sind. Pflanzen und Tiere können nur das Selen lefern, das sie zuerst aus Boden bzw. Futter aufgenommen haben. Man muss auch damit rechnen, dass nicht alles in der Nahrung enthaltene Selen aufgenommen wird. Wenn sich jemand deshalb sorgt, dann ist die tägliche Paranuss ein einfaches und unschädliches Beruhigungsmittel.


    Donar, was Du zitierst, habe ich auch gelesen. Fest steht aber, dass es Selenmangelkrankheiten gibt, ebenso wie Selenvergiftung (Selenose, oberhalb von 400 µg/Tag). Dazwischen dürfte es ein Optimum geben.


    Gruß! Fritz

    Europa ist, im Vergleich zum amerikanischen Kontinent, ein Selen-Mangelgebiet.

    Nach Luckys Anregung im Pandemiefaden habe ich mich hier etwas umgesehen und auch mit einer Ärztin gesprochen, mit der ich gerade im Skifahren bin. Passt, finde ich, zum Lebensmittelfaden besser als zur Pandemie.


    Vieles ist hier noch unerforscht. Unter 10 µg (Mikrogramm) täglicher Einnahme wird man definitiv krank. So wenig hat man hier nicht, aber Selen ist schon knapp. Empfohlen wird eine tägliche Einnahme von etwa 55 - 70 µg, auch ein Mikrogramm je kg Körpergewicht.


    Das Nahrungsmittel mit dem höchsten Selengehalt ist die Paranuss: Etwa 1.900 Mikrogramm auf 100 g, allerdings ist das ein Mittelwert, die Schwankungen sind erheblich. Auf eine Nuss (etwa 4 g) kommen etwa 76 µg, gerade eine Tagesdosis.


    Also: Wer Selenmangel befürchtet, esse eine Paranuss pro Tag - oder alle 2 Tage, ist ja nicht die einzige Quelle. Schaden wird das nichts, auch wenn es unnötig sein sollte. Hilft natürlich nicht, wenn Dein Darm Selen schlecht aufnimmt.


    Auch hier gilt: Allzuviel ist ungesund! - Den wikipedia-Artikel zu Selen finde ich gut, aber lang.


    Gruß! Fritz

    Habe heute zur Eröffnung in Toronto meinen (recht kleinen) Bestand verfünffacht, zu 0,30 CAD. Glaube nicht, dass es noch viel tiefer geht. Und wenn die Bedeutung der letzten Nachricht erst durchdringt, dann wird das hier sehr lukrativ.


    Gruß! Fritz

    http://www.goldenpredator.com/…rces/news/nr_20200129.pdf


    "Golden Predator CEO Janet Sheriff noted that these drill results are significant for two reasons: “We are most pleased to see that what were thought tobe separate oxide resources are merging into a larger areaof gold mineralization. This has obvious potential benefits for mining and future resource estimates. Second,this new data supports ourgeological re-interpretation of Brewery Creek which enhances the project’s exploration potential.”Highlights of the Fosters Zone 2019 drill program includethe following intercepts, all of which are outside of the current resource model:•27.4 m of 3.21 g/t Gold froma depth of1.52m in drill hole RC19-2573•21.3m of 1.00 g/t Gold from a depth of 4.57 m in drill hole RC19-2579•10.7 m of3.34 g/t Gold from a depth of 61.0m in drill hole RC19-2575"



    Gruß! Fritz

    was ist mit Atomkraft als Energiequelle?

    Mein Standpunkt seit Jahrzehnten, lange vor dem ersten Kernkraft-aus-Beschluss:
    - wir sollten jede Energie einsparen, die wir einsparen können, wobei politisch weniger möglich ist als technisch
    - wir sollten jede alternative Energie erzeugen, die wir erzeugen können
    - wenn wir dann Energie übrig haben, dann lassen wir die Kohle in der Erde
    - dann das Oel
    - dann das Erdgas
    - und zuletzt können wir die Kernkraft aufgeben, wenn wir das dann noch wollen.


    Aber damit stand ich allein. Die Propaganda sagte "Kohle und Kernkraft" (wißt Ihr noch?), auf der anderen Seite wurde die Kernkraft verteufelt. Wegen der aggressiven Panik vieler war der Atomausstieg wohl politisch alternativlos. Rational war er nicht.


    Gruß! Fritz

    Klingt gut. Einfach mal das Auto stehen lassen und ausschlafen, dann den Tag über spazieren gehen und rumliegenden Müll einsammeln, das spart jede Menge CO2 und ist auch noch gut für die Umwelt!


    Wenn das jeder für ein paar Wochen ab einem festgelegtem Zeitpunkt macht, wäre das System demaskiert.

    Da bin ich fast ganz bei Dir. Weniger unnötiges Zeug produzieren und verbrauchen, anstatt dass man sich einreden lässt, das sei Wohlstand. Meine Studierenden hätte ich aber deshalb nicht versetzen mögen.

    Im zweiten Teil Deiner Ausführungen, das mit dem 'Ende der Mobilitäts-Gesellschaft' und dem 'einfachen Leben', meine ich so etwas wie eine 'schwärmerische Hinwendung' zur 'guten alten Zeit' zu erkennen.

    Da verstehst Du mich ganz falsch. Wäre ich für eine autoritäre Welt, hätte ich weder einen Kinderladen noch eine Wohngemeinschaft mit gegründet. Beides war nicht einfach, aber beide gibt es heute noch. Und wäre ich für 60 Wochenstunden Arbeit, wie in der alten Zeit, so hätte ich nicht für Arbeitszeitverkürzung geschrieben. Freilich gibt es Fehlentwicklungen; z.B. wünsche ich mir, dass die Leute wieder mehr zu Fuß gehen, nicht wie früher mangels Alternative, sondern aus eigener Einsicht und Entscheidung. Wohnung und Arbeitsplatz sollten wieder in fußläufiger Entfernung von einander gewählt werden, die Gesellschaft sollte das möglich machen. Was Ernest Callenbach schon 1975 in "Ökotopia" beschrieben hat, kommt am ehesten meinen Vorstellungen nahe, wenn ich auch viele Details nicht unterschreibe.

    Fritz hat da einen schönen langen Text geschrieben, aber keine meiner Fragen beantwortet.

    Dark-End, hier fällt mir die Antwort am schwersten, denn Du hast großteils recht. Nachts um halb vier war ich aber einfach am Ende.


    Ja, es wird oft so sein, dass die gegenwärtige halb- nein viertelherzige Politik zu Lasten der jeweils Schwächeren geht. Vielleicht kommen auch Kunden zu Tante Emma (wo es sie noch gibt) zurück, weil das Autofahren teurer (Treibstoffpreis) und schwieriger (Pförtnerampeln) wird; oder Tante Emma, bzw. ihre Tochter, ist flexibel genug, eine andere Nische zu finden (Shishabar, Nagelstudio..). Ja, die Marktmacht der großen Konzerne ermöglicht ihnen eher als Kleinen, die Belastungen aufzufangen oder abzuwälzen, nicht zuletzt durch ihren Einfluss auf die Politik. Das gilt aber auch ohne Klimapolitik. Die Tendenz zur Konzentration und Vermachtung hat schon Marx erkannt und beschrieben. Ich bin kein Marxist, aber wo er recht hat, hat er recht.


    Was ich für ausgeschlossen halte: Dass die Mächtigen den Klimaschutz erfunden haben, um Kleine zu ruinieren. Hätten sie das gewollt, so hätten sie sich mit dem Club of Rome verbündet; dann wären die letzten vierzig Jahre nicht fast völlig vergeudet worden. Bleiben Kohle, Oel und Gas wirklich im Boden, dann sind Esso und Shell, General Motors und viele andere Geschichte, und mit ihnen die Macht der Mächtigen. Das können sie nicht wollen.


    An alle: Vielleicht bin ich doch zu pessimistisch. Hier ein schöner Artikel von Robert Rethfeld:


    https://www.wellenreiter-inves…n/kohlekraftwerke-squeeze


    "...In Südaustralien ist ein von Tesla gelieferter Stromspeicher mit einer Kapazität von 129 MWh und einer Leistung von 100 MW in Betrieb. Einer Investition von 60 Mio. US-Dollar stehen bereits im ersten Jahr des
    Betriebs Kosteneinsparungen in Höhe von 20 bis 30 Mio. Dollar gegenüber. Die Einsparung wurde durch vermiedene Stromausfälle und durch die Reduktion so genannter Redispatches erzielt. Redispatches sind Eingriffe zur Anpassung der Leistungseinspeisung von Kraftwerken, um Leitungsabschnitte vor einer Überlastung zu schützen.


    In Kalifornien (Moss Landing) baut Tesla eine Batterie mit einer Kapazität von 730 MWh und einer Leistung von 182,5 MW. Die Anlage soll Ende 2020 in Betrieb gehen. Allerdings wird die vorerst größte Anlage eine Solar-plus-Speicher-Anlage in Florida sein. Das „FPL Manatee Energy Storage Center“ soll Ende 2021 mit 409 MW Leistung ans Netz gehen (Speicherkapazität von 900 MWh). Die Anlage wird nicht von Tesla geliefert, es gibt viele andere Anbieter. Die Kraftwerk-Speicher-Kombination wird zwei alte Gaskraftwerke ersetzen. 409 MW liegen im Bereich einer durchschnittlichen, konventionellen Kraftwerksleistung. Eine ganze Reihe weiterer Solar-/Wind-plus-Speicher sind in den USA in Planung.


    Interessant ist auch die Geschichte in Oxnard (Kalifornien), wo die Bürger gegen die Errichtung eines Gaskraftwerks protestierten, das an einem beliebten Standabschnitt entstehen sollte. Das Projekt wurde verhindert. Stattdessen wird nahe dem Ort jetzt ein 195 MW-Stromspeicher platziert, der mit einem Solarpark gekoppelt ist. Generell ist in den USA die Tendenz erkennbar, alte Gaskraftwerke durch neue Solar-plus-Speicher-Kraftwerke zu ersetzen.


    Exkurs: Auch unsere eigene Haus-PV-Anlage ist ja ein (Kleinst-) Solar-plus-Speicher-Kraftwerk (Speicherkapazität 13,5 kWh, Leistung 5 kW). Es funktioniert tadellos.


    In Deutschland kosten Redispatch-Maßnahmen die Kraftwerks-/Netzbetreiber mehr als eine Milliarde Euro jährlich. Dieser Betrag sollte durch die geplanten Nord-Süd-Stromautobahnen gesenkt werden. Der Aufbau einer relevanten Speicherkapazität kann den Betrag weiter reduzieren beziehungsweise dazu beitragen, dass er im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien trotz Stromautobahnen nicht wieder ansteigt.


    Der Zeitpunkt ist nicht mehr fern, an dem an einzelnen Tagen die Leistung der erneuerbaren Energien ausreicht, um den gesamten Strombedarf Deutschlands zu decken (höchster Anteil bisher: 77% am 22. April 2019). Je höher deren Anteil, desto stärker sind ausgleichende Speicherkapazitäten gefragt. Kraftwerksbetreiber schauen im Zuge der Planung neuer Wind-, Solar-, und Gaskraftwerke eine bis zwei Dekaden nach vorn. Daher wird es nicht mehr lange dauern, bis auch deutsche Versorger in Speicherlösungen investieren, ob Lithium-Ionen- oder Wasserstoffspeicher. Der „Business Case“ rechnet sich allein schon über vermiedene Redispatch-Kosten.


    Hinzu kommt der Umstand, dass sich Braun- und Steinkohlekraftwerke schon jetzt nicht mehr rechnen und die Atomkraftwerke in Kürze abgeschaltet werden. Der Business Case kann demnach nur aus modernen GuD-Kraftwerken oder aus den Erneuerbaren Energien plus Speicher kommen. Aber selbst die bisher solide wirtschaftliche Grundlage für GuD-Kraftwerke ist nicht mehr sicher, wie das Beispiel USA zeigt.


    Mittelfristig werden weitere Solar- und Windkapazitäten und auf den Markt kommen, sowohl im Onshore- als auch und besonders im Offshore-Wind-Bereich. Die erneuerbaren Energien werden - einem CO2-Zertifikatepreis auf dem aktuellen Niveau vorausgesetzt – in Verbindung mit dem Ausbau von Speicherkapazitäten (Lithium-Ionen, Wasserstoff) ein Team bilden, das einen Kohleausstieg Deutschlands weit vor 2038 nicht nur ermöglichen, sondern marktwirtschaftlich geradezu erzwingen wird."


    Stammt aus einer Gratismail, daher bestehen wohl keine urheberrechtlichen Bedenken gegen das lange Zitat. Der Urheber will den Text ja verbreiten.


    Gruß! Fritz

    rechne selbst. max 4 %, eher 2,5 %, des vorhandenen co² sind mensch gemacht. allein das führt deine obigen ausführungen ad absurdum(m).

    Cheep, redest Du von Bestands- oder von Bewegungsgrößen? Natürlich kommt zum Bestand (der sich in einem gleichgewichtigen Kreislauf befindet) jährlich nur wenig hinzu. Aber das summiert sich auf die Dauer.

    Wie bestimmt das CO2 Molekül die Richtung, in die es abstrahlt?
    Wie sieht ein Treibhaus aus und was macht es hinsichtlich der Luftzirkulation?


    Das ist ein Punkt. Beim Rest finden sich genauso Behauptungen, keine Beweise.


    Ein anderer Ansatz ist dieser: wie erklären sich die Temperaturschwankungen der Vergangenheit?

    Lupus, das CO2 Molekül bestimmt nichts und strahlt auch nichts ab. Es folgt lediglich seiner physikalischen Natur, wie ich geschrieben habe. Kannst Du das nicht verstehen, oder willst Du nicht? Du bist doch sonst nicht so dumm. - Die Temperaturschwankungen der Vergangenheit erklären sich anders. Dazu gibt es genug Informationen im Netz, ich kann hier kein Buch schreiben.
    Nebenbei: Die fromme Helene gehört seit je zu meinen Lieblingsstücken. Kennst Du "der Heilige Antonius von Padua" und "Pater Filucius"?


    Gleich gehts weiter.


    Gruß! Fritz

    Katzenpirat, zwischen richtig und falsch, Wahrheit und Lüge ist keine scharfe Grenze, sondern ein fließender Übergang.


    Pseudo-Genauigkeit kann reine Schlamperei sein (gerechnet und hingeschrieben, ohne weiter nachzudenken) oder "window dressing" (seht her, wir wissen es ganz genau). Skepsis ist in jedem Fall angebracht.


    Mit folgendem Satz hat mich mein Bruder gelegentlich zitiert (was nicht oft vorkam, er hatte seine eigenen Sprüche):


    Man soll nicht lange nach komplizierten Erklärungen suchen für etwas, was sich zwanglos mit Dummheit erklären lässt.


    Gruß! Fritz

    Da steht, in den ersten 9 Monaten von 2019 wurden 260'251 "GEOs loaded to the pads".

    Katzenpirat, Du musst das so lesen: Die auf die pads geschichteten Gesteinstonnen, multipliziert mit den mutmaßlichen Gehalten, ergeben 260.251 GEOs. Kurzsprech und Schönsprech gehören zum Geschäft.


    Zudem, wie erklärt sich die grosse Differenz zwischen den produzierten GEOs und den "to the pads geloadeten GEOs"?

    Hauptsächlich aus der nächsten Zeile: Gewinnbar sind von den 260.251 GEOs nur 152.828. Und die Auslaugung ist ein sehr langwieriger Prozess. Sie laugen also an dem herum, was in vielen vergangenen Monaten aufgeschichtet wurde. Das Gestein bleibt lange auf den pads; wie lange, weiß ich auch nicht genau. Aber man liest öfter, dass bei aufgegebenen alten Minen sich die Aufarbeitung des zurückgebliebenen noch lohnt.


    Gruß! Fritz

    Katzenpirat, GEOs sind Gold Equivalent Ounces. "loaded to the pads" bedeutet, dass das metallhaltige Gestein auf die Plätze geschichtet worden ist, wo es ausgelaugt werden soll. Die Auslaugung ist dann noch ein langer Porzess.


    Gruß! Fritz

    Hallo Dark-End und alle,


    um die Fragen zu beantworten, muss ich etwas ausholen, um zu klären, was geschehen müsste.


    Seit Beginn der Industrialisierung hat die Menschheit ungeheure Mengen Kohlenstoff aus der Erde geholt und zu CO2 gemacht, mit zunehmender Tendenz, das meiste in den letzten Jahrzehnten. Das ist hoffentlich unstreitig.


    Der natürliche Kohlenstoffkreislauf war im Gleichgewicht, die menschengemachten Mengen treten hinzu. Ein Teil davon verschwindet in natürlichen Senken, hauptsächlich im Meer (das dadurch saurer wird und bei zunehmender Temperatur weniger aufnimmt) und in der Vegetation. CO2 hat eine Düngewirkung, die Vegetation nimmt dadurch zu, bis sie an andere Grenzen (Wasser, Bodennährstoffe) stößt. Übrigens liegt es im Begriff der Senke, dass sie sich allmählich füllt.


    Der andere Teil, heute etwa die Hälfte, findet sich in der Luft. (Vor rund 20 Jahren hörte ich Ernst-Ulrich von Weizsäcker noch sagen: etwa ein Drittel). Gegenüber der vorindustriellen Zeit ist der CO2-Gehalt der Luft um etwa die Hälfte gestiegen, von 275 - 285 ppm (parts per million) auf über 415 ppm. Jeder kann das mit den nötigen Geräten nachmessen. Fast zwei Drittel des Zuwachses entfallen auf die letzten 50 Jahre, mit steigender Tendenz.


    CO2 lässt Strahlung im sichtbaren Bereich durch, absorbiert aber Infrarotstrahlung. Es lässt also, wie das Glasdach eines Gewächshauses, Strahlung herein, aber (teilweise) nicht wieder hinaus. Daher kommt der Begriff Treibhauseffekt. Mit einer reflektierenden Schicht hat das nichts zu tun. Natürlich gibt das CO2 die Energie sofort an die anderen Luftgase weiter. Da es mit diesen innig vermischt ist, also der Effekt bei gleicher Einstrahlung überall gleich ist, führt das nicht zu Konvektion (die es aber aus anderen Gründen gibt).


    Aus einer unstreitigen (Erzeugung von CO2 durch den Menschen), einer messbaren (CO2-Anteil in der Luft) und einer physikalisch gesicherten Tatsache (Absorption von Infrarotstrahlung durch CO2) ergibt sich also zwingend, dass es mit zusätzlichem CO2 in der Atmosphäre wärmer ist als ohne dieses. Es ist nur wenig CO2 in der Atmosphäre, der Effekt ist daher nicht stark, er dürfte bis jetzt etwa ein Grad betragen. Sich hier um zehntel Grad zu streiten, halte ich für müssig. Es geht ja um die künftige Entwicklung. - Als Treibhausgase wirken auch Wasserdampf (vom Menschen kaum zu beeinflussen, mit steigender Temperatur zunehmend) und Methan (durch menschliche Tätigkeit zunehmend).


    Die Erwärmung kann man nicht nur messen, sondern auch beobachten. Eisflächen schmelzen ab, an den Gletschern kann das jeder sehen, für die Arktis schön dargestellt von Smithm in post 11549, 1550 und 1558 (S.78) und von woernie in post 2454 (S.123); Nordwest- und Nordostpassage sollen befahrbar werden. Verbreitungsgebiete von Pflanzen und Tieren verschieben sich nach Norden (wir kriegen Malaria). Übrigens leugnen ja die meisten "Klimaleugner" weder den CO2-Anstieg noch die Erwärmung, sondern nur den ursächlichen Zusammenhang dazwischen. Die Ursache sehe ich darin, dass das Absorptionsverhalten von CO2 nicht bekannt oder nicht verstanden ist - wenn es nicht einfach die Weigerung ist, sich einer unbequemen Tatsache zu stellen.


    Fatal sind die Selbstverstärkungseffekte. Das Verschwinden von Eisflächen senkt die albedo, es wird weniger Strahlung reflektiert und mehr absorbiert. Permafrostboden taut auf und entlässt weitere Treibhausgase. Mehr Wasserdampf in der Atmosphäre, und das Meer nimmt weniger CO2 auf. Grönland taut ab, danach die Antarktis. Wenn schließlich die Methanhydrate anfangen auszugasen, dann ist wirklich Matthäi am letzten. Das zwei-Grad-Ziel wurde nicht gewählt, weil da die Komfortzone aufhört, sondern weil darüber die Selbstverstärkungseffekte überwältigend werden.


    Bis hierhin habe ich stichwortartig wiederholt, was ich schon früher gesagt habe, damit Ihr nicht die alten Beiträge raussuchen und nachlesen müsst (was kaum einer gemacht hätte). Meinen Studierenden schrieb ich in solchen Fällen dazu: Diesen Text kannten Sie schon. Er bleibt richtig.


    Aber was ist nun die Konsequenz? Was muss geschehen?


    Kohle, Oel und Gas (in dieser Reihenfolge) müssen im Boden bleiben.


    Wenn man das denkt, erschrickt man erst einmal. Ohne Treibstoff fliegt kein Flugzeug, fährt kein Auto und kein Schiff. Auch Stahl z.B. kann ohne Kohle nur wenig hergestellt werden (Elektrostahl). Wie sollen wir nach Thailand kommen, wie in die USA? Wie soll der Pendler seinen Arbeitsplatz erreichen, wie die Waren aus China herkommen? Wie im Winter heizen?


    Der mainstream will uns einreden, dass das Klima sich ohne Konsumeinbuße retten lasse. Aber das halte ich für illusionär, um nicht zu sagen verlogen.


    Flugzeuge lassen sich mit synthetischen oder Biotreibstoffen fliegen. Die gibt es, aber bei weitem nicht in den heute verflogenen Mengen. Batteriefahrzeuge kann man bauen, aber um die Stückzahlen der Verbrenner zu ersetzen, gibt es weder die Rohstoffe noch die Energie. Wasserstoff plus Brennstoffzelle ist auch eine technisch mögliche Lösung, aber wegen der hohen Umwandlungsverluste nicht massentauglich; auch soll der Wasserstoff ja mit Überschussstrom hergestellt werden, den gibt es nur zeitweise, die Anlagen stehen also die meiste Zeit still, das ist unwirtschaftlich. Das Autozeitalter geht unwiderruflich zu Ende, so oder so.


    Strom aus Sonne, Wind und Wasserkraft muss die fossilen Energieträger ersetzen. Dazu muss die Erzeugung gewaltig ausgebaut werden. Sonne und Wind gibt es genug, aber alles andere ist aufwendig und zeitraubend. Vor allem braucht es aber Speichersysteme. Jeder weiß, dass die Sonne nachts nicht scheint, und dass der Wind weht, wann er will und nicht wenn wir Strom brauchen. Dass sie das all die Jahrzehnte lang fast völlig vernachlässigt haben, ist der beste Beleg für den Schwachsinn der Pseudogrünen. Kürzlich wurde eine Hohlkugel aus Beton im Bodensee versenkt, da wo er am tiefsten ist. Die wird mit Überschussstrom leergepumpt, bei Bedarf erzeugt das unter hohem Druck einströmende Wasser wieder Strom. Das ist aber erst ein Versuch. Den hätte man schon vor 40 Jahren machen können, Hohlkugeln aus Beton konnte man da auch schon.


    Insgesamt müssen wir uns auf ein materiell viel bescheideneres Leben einstellen. Und das halte ich nicht für ein Unglück. Der Kern unserer Kolonisierung durch Amerika ist doch, dass sie uns beigebracht haben, das wichtigste im Leben sei Geld und was man dafür kaufen kann. Das ist eben nicht wahr, und wir sollten uns davon freimachen. Das meiste von dem Konsumschrott ist überflüssig wie ein Kropf, die Werbung jubelt es uns mit List und Tüpcke unter; ein Großteil der kreativen Intelligenz des Landes wird dafür vergeudet. Die junge Frau, die sich nicht schön genug findet, kauft massenhaft Kosmetika und Klamotten; weil sie davon nicht schöner wird, muss sie immer weiter kaufen. Der Wegfall vieler Produkte setzt massenhaft Arbeitskräfte frei; man könnte die Arbeitszeit massiv verkürzen, etwa auf die Hälfte. Freizeit ist auch eine Form von Reichtum.


    Eine Entwicklung wie die hier skizzierte kann den Mächtigen nicht gefallen; sie wäre das Ende ihrer Macht. Darum haben sie zuerst die Klimaleugnung organisiert. Aber, wie schon gesagt: Auf die Dauer ist die Macht der Tatsachen stärker als die Macht der Mächtigen. Darum beziehen sie jetzt eine zweite Verteidigungslinie nach dem Muster: Wasch mir den Pelz, aber mach ihn nicht nass. Ähnliches hat schon Cicero beschrieben: "Ut aliquid fieri videatur" - damit es so aussieht, als ob etwas geschehe. Die CO2-Steuer ist pille-palle, sie bewirkt wenig und trifft die Falschen. Man könnte die Mehrwertsteuer ersetzen durch eine Ressourcensteuer nach dem Prinzip: Besteuert wird (nur), was nicht nachwächst. Das schüfe massive Sparanreize, per saldo ohne Mehrbelastung. Der Gedanke ist nicht schwierig, jeder könnte drauf kommen. Vorgeschlagen habe ich das schon Anfang 1983, bei Gründung der neuen Partei Liberale Demokraten. Problem nur: Es hat keine Sau interessiert.


    Mit meinen Argumenten durchzudringen mache ich mir wenig Hoffnung. Wahrscheinlich wird die Menschheit die Karre an die Wand fahren. Zäh genug zum Überleben wird sie wohl sein. Aber ich habe Euch eine Antwort versprochen, da ist sie.


    Gruß! Fritz

    https://www.it-times.de/news/w…-payment-anbieter-134215/


    "Der aus London stammende Hedge-Fonds Coatue Management L.L.C. hat seine Leerverkaufsposition, also eine Art Wette auf fallende Kurse, beim Online-Zahlungsanbieter Wirecard erneut reduziert.
    Coatue Management senkte demnach die Shortposition von zuvor 0,67 auf nunmehr 0,46 Prozent des Grundkapitals der Wirecard AG. Gemeldet wurde die Veränderung am 14. Januar 2020..." Damit ist "die Offenlegungsschwelle unterschritten."


    Ob Coatue herausgequetscht wurde oder nur Gewinne mitgenommen hat, wer will das entscheiden? Jedenfalls haben sie mit der Möglichkeit gerechnet, dass der Tiefpunkt des Kurses durchschritten sei. Und ob ein "weiterer" (= neuer) short squeeze kommt oder die Fortsetzung eines alten, das finde ich ziemlich egal.


    woernie, wenn Du uns verrätst, was der chart Dir derzeit über wirecard sagt, bin ich Dir ehrlich dankbar.


    Gruß! Fritz

    Vergleicht doch nur die Zahlen für Topia Q4/19 gegen Q4/18:


    Ore mined (tonnes) Q4/19: 715,346 Q4/18: 768,996 -7%
    Ore processed (tonnes milled) Q4/19: 860,364 Q4/18: 872,137 -1% also Vorräte verbraucht
    Au grade (g/t) Q4/19: 1.33 Q4/18: 1.75 -24% !!!
    Gold production (ounces) Q4/19: 34,181 Q4/18: 43,365 -21% !!!


    Deshalb minus, trotz schönfärbendem Text.


    Gruß! Fritz