Ich könnte mir langfristig daher eine Todesrate von 10% vorstellen.
Jetzt übertreibst Du aber wirklich - entschuldige das harte Wort.
Viele Infizierte bleiben symptomlos, weil ihr Immunsystem die Viren kurzerhand abmurkst, oder kurieren die kleine "Grippe" zuhause aus, ohne Arzt und ohne dass jemand weiß, was es war. Die zählt niemand, nur selten wird einer durch Zufall entdeckt. Krankschreibungen gibts ja jetzt auf Telefonanruf.
Käme es zur kompletten Durchseuchung, d.h. 70 % Infizierte, so würden davon vielleicht 7 % erheblich krank werden und davon jeder zehnte sterben; das ist überall in etwa das Verhältnis zwischen Geheilten und Gestorbenen. Das wären also 0,7% der Bevölkerung oder 5-600.000 Menschen, großteils solche, die in absehbarer Zeit sowieso gestorben wären.
Das sehe ich aber schon als schlimmsten Fall. Auch die Behandlung macht Fortschritte, selbst ohne Wundermittel, siehe dazu z.B. den Beitrag Nr. 2274 von Lucky Friday (danke!) im Coronafaden letzten Donnerstag. Mich würde wundern, wenn die Zahl der Coronatoten in Deutschland überhaupt sechsstellig werden würde. So schnell stirbt sichs nicht.
Spürbare Störungen in Wirtschaft und Gesellschaft wird es geben, bzw. gibt es schon. Wenn die Wertschöpfung stockt, weil wesentliche Teile von Belegschaften krank(geschrieben) oder in Quarantäne sind, weil Lieferketten abreißen oder Leistungen nicht abgerufen werden (z.B. im Gastgewerbe), während zugleich die Nachfrage gestützt wird (Krankenlohn, Kurzarbeitergeld, Helikoptergeld...), dann muss es zu Preissteigerungen kommen. Wenn dann jeder die Geldentwertung sieht, wird die Flucht in die Sachwerte noch zunehmen. Geld genug ist da, das sehe ich wie Goldhut, und es wird den Leuten in den Händen brennen. Also sehe ich auch die Psychologie anders als Zweifler.
Eigentlich gehört das in den Coronafaden, aber hier stehen die Beiträge, auf die ich antworte. Edel, wenn Du das verschieben oder kopieren willst, mir ists recht.
Gruß! Fritz