Habe das Zahlenwerk für 2016 durchgesehen. Die Firma bewertet regelmäßig ihre assets neu. So etwas ist nicht ohne Willkür möglich. Vermute Steueroptimierung.
Bei der Neubewertung ergaben sich (neben den normalen Abschreibungen für "Depletion, depreciation and amortization") per Saldo "impairments" (Abschreibungen oder Wertberichtigungen) von 615 Mio $, also ziemlich genau das Doppelte des ausgewiesenen Verlusts. Ohne die nicht kassenwirksamen Neubewertungen hätte die Firma über 300 Mio $ verdient. Allerdings stammen diese zur Gänze aus Steuerrückzahlungen bzw. Auflösung von Steuerrückstellungen ("Income tax recovery"). Das rechnerische Ergebnis vor Steuern wäre ohne die Neubewertungen nahe null. Der cashflow wird mit 664,8 Mio $ angegeben.
Der mit Abstand dickste Brocken bei den Neubewertungen ist El Peñón mit rund 600 Mio $. Da ist anscheinend weniger Metall im Boden als gedacht, und es ist schwerer zu gewinnen. Das ist natürlich nicht schön, aber letztlich verliert man nur Illusionen (die freilich eingepreist sein können).
Dass dieser Bericht den Kurs nicht treibt, wundert mich nicht. Insgesamt bietet er aber das Bild einer gesunden, wenn auch nicht übermäßig profitablen Firma. Wie weit man der Darstellung glaubt, muss jeder selbst wissen.
"Die Dividende ist der Teil des Gewinns, den man beim besten Willen nicht verstecken kann."
"Aktionäre sind dumm und frech: dumm, weil sie ihr Geld geben, und frech, weil sie auch noch Dividende dafür haben wollen."
Beide Sprüche stammen schon aus dem 19. Jahrhundert; sie werden, glaube ich, Bismarcks Bankier von Fürstenberg zugeschrieben.
Ich habe Yamana nicht, weil ich kleinere Firmen bevorzuge; wenn ich sie hätte, sähe ich keinen Grund zum Verkauf.
Gruß! Fritz