Beiträge von fritz

    Die USA schulden nur Dollar; davon können sie drucken, soviel sie wollen. Sie können also ihren Verpflichtungen immer nachkommen.


    Allerdings entwerten sie dabei ihre Währung. An den Märkten der Anlagegüter ist das schon deutlich ("asset inflation"). Die Hochstände von Aktien, Immobilien, festverzinslichen Werten usw. drücken doch nur den Wertverlust der Währung aus. Das gilt nicht nur für die USA, aber sie gehen voran.


    Im Konsumgüterbereich kommt die Inflation nur schleichend an, warum? Meine Antwort: Durch die Entmachtung der Gewerkschaften und die Prekarisierung großer Teile der Arbeitnehmerschaft haben wir einen faktischen weitgehenden Lohnstopp; die fehlende Nachfrage verhindert größere Preisaufschläge am Konsumgütermarkt. Im angelsächsischen Bereich läuft das seit Reagan und Thatcher, bei uns heißt es Hartz.


    Damit entsteht eine Situation der "zurückgestauten Inflation", ähnlich der in Deutschland ab 1936, damals hier mit dem vergleichsweise plumpen Mittel eines verordneten Lohn-Preis-Stopps. Risiken und Nebenwirkungen sind bekannt. Hoffen wir, dass es nicht wie damals endet.


    Gruß! Fritz

    Habe hier gestern kräftig aufgeladen, zu 2,20 USD. Die kommt schon wieder. Bei 2,70 (warrants) würde ich wohl einen Teil geben.
    Die Kapitalerhöhung finde ich auch verwunderlich und ärgerlich, aber McEwens Gründe kennen wir alle nicht.


    Gruß! Fritz

    Woernie, sicher haben die Chinesen viel Gold, sowohl öffentlich als auch privat. Aber ich denke, dass sie es behalten wollen. Bei einer Golddeckung des Yuan, d.h. Einlösbarkeit zu einem festen Kurs, müsste jeder Goldpreisanstieg außerhalb Chinas entweder zum Abfluss von Gold führen, oder der Yuan müsste mitsteigen, was den Export abwürgen würde. Beides kann die chinesische Führung nicht wollen.


    Gruß! Fritz

    Ihr habt recht, bei den 800 Mio Aktien ist mir eine Doppelzählung unterlaufen. Ich bitte um Nachsicht. Eine Silberunze im Boden teilt sich also nicht unter 10 Aktien, sondern nur unter 8. Der NPV (bei 5% Abzinsung) beträgt etwa 7 bzw. 11,5 US-cent je Aktie (ohne/mit Steuervergünstigung).


    Nebelparder, die Spanne von 8 CAD je Unze glaube ich nicht, jedenfalls nicht als Reingewinn. Sie passt nicht zu dem vom Unternehmen selbst angegebenen NPV. Sind da wirklich alle Kosten berücksichtigt? Zentralverwaltung, Börsengebühren, Steuern, Gutachten aller Art, Bestechungsgelder?


    Das soll natürlich nicht heißen, dass die Aktie nicht auch höher steigen kann. Der Kurs einer Aktie wird ja von denen bestimmt, die sie positiv sehen und kaufen, nicht von der Masse der Gleichgültigen und Ablehnenden. Insofern sind wir gar nicht so weit auseinander.


    Gruß! Fritz

    Was ist mit dem anderen Großaktionär, Aterra? Wenn der auch noch wandelt, kommen nochmal 100 Mio Aktien dazu. Und wenn auch da Zinsen rückständig sind, kommen wir ganz nah an 800 Mio Aktien insgesamt.


    Im Boden sind nach der jüngsten Präsentation:


    Reserve – 22.5 Moz at 852 g/t Ag
    Indicated Resources – 36.0 Moz at 1,079 g/t Ag
    Inferred Resources – 24.4 Moz at 504 g/t Ag


    Zusammen 82,9 Moz. Also etwa eine auf je 10 Aktien. Natürlich gibts dazu Explorationspotential.


    Die Ausbeute beträgt nach dem letzten update 78%, früher gabs höhere Werte.


    "Without Far East tax incentives, the post-tax NPV at a 5% discount is US$46 million." Mit diesen 77 Mio.


    Von dem für diesen Sommer avisierten Produktionsbeginn (nach Verschiebungen) habe ich noch nichts gelesen.


    Mehr als 10 cent würde ich für solch eine Aktie nicht bezahlen wollen.


    Gruß! Fritz

    Kurz gesagt es fließt ordentlich Kapital in die großen Goldminen.

    Vatapitta, dieses Argument habe ich noch nie verstanden. Jeder Kauf ist doch auch ein Verkauf. Es fließt also genau so viel Kapital heraus wie hinein (Ausnahme: junge Aktien). Bitte klär mich auf.


    Gruß! Fritz

    Hallo Vatapitta,


    in trevali bin ich seit 04.07.17 drin, mit einer mittleren Position zu 1,27 CAD. Über einen Verkauf hatte ich auch schon nachgedacht, mich aber bis jetzt dagegen entschieden.
    Trevali übernimmt das Zinkgeschäft von glencore und verdoppelt sich damit in etwa. Zink ist wegen der Erschöpfung großer Minen tendenziell knapp, die Bestände in den Lagerhäusern der Londoner Börse sind auf einem Tiefpunkt. (Das sage ich jetzt aus dem Gedächtnis, z.T. bestätigt das Dein link.)
    Daher halte ich trevali längerfristig für sehr aussichtsreich, auch wenn die letzten Quartalszahlen nicht berauschend waren. Eine andere Frage ist natürlich, ob man kurzfristig verkauft und auf einen günstigeren Wiedereinstieg hofft.
    Warum siehst Du den Anstieg der shorts als Verkaufsargument? Hat nicht die Masse meist Unrecht? Und müssen diese shorts nicht alle irgendwann eingedeckt werden?
    Danke jedenfalls für Deine Anregung, und schon jetzt für Deine Antwort.


    Gruß! Fritz

    Caldera, Deine Erklärung für den Kursverlauf bei Klondex (post 3577) spricht nicht für einen rationalen Markt. Der Wert einer Goldmine hängt vom Goldpreisverlauf über ihre Lebensdauer ab, nicht vom aktuellen Preis mit seinen kurzfristigen Zicken und Zacken. Wenn der momentane Preis so starken Einfluss auf den Kurs hat, so zeigt mir das, dass Mr. Market nicht weit über seine eigene Nasenspitze hinausschaut.
    Dass neue Minen Anlaufkosten verursachen, ist natürlich und kein vernünftiger Grund für eine Abwertung.
    Die Zukäufe hat der Markt wohl auch anders gesehen als das Management. Wobei das hochgelobte Management hier mehr gewusst haben dürfte als die Leute am Bildschirm zu Hause oder in der Firma.
    Welche Bewertung die richtige ist, weiß ich nicht. Sie wird wohl irgendwo zwischen drei und sechs USD liegen.


    Gruß! Fritz

    weil der Markt 1. immer Recht hat und 2. vorrausschaut

    Hallo Caldera und andere,


    der Marktapotheose will ich doch mal entschieden widersprechen. Wenn der Markt wirklich so wissend wäre, dann könnte die Aktie von Klondex nicht innerhalb von 12 Monaten mal über sechs, mal unter drei USD stehen. Oder nimm Hudbay (HBM): Innerhalb von drei Tagen mal 7,90 (08.08.), mal 7,15 USD (heute). Eins kann doch nur richtig sein. Ein weiteres Beispiel: Die Unterbewertung von Kinross, dort im thread diskutiert. Die Liste irrationaler Bewertungen kann jeder von Euch verlängern.
    Richtig ist, dass der Kurs das (oft sehr bescheidene) Wissen aller Marktteilnehmer enthält. Er enthält aber auch ihr Unwissen, ihre wechselhaften Launen und Emotionen. Dazu kommt, dass die Märkte heute stark vermachtet sind, ein Umstand, der oft benannt und immer wieder vergessen wird. Auf einem funktionierenden Markt würde doch die Arbitrage Unterschiede wie die genannten unmöglich machen.
    Nein, Mister Market ist manisch-depressiv (nicht von mir), dazu launisch, kapriziös, emotional und fremdgesteuert. Er hat nicht recht, er behält recht. Nur zu seinen Preisen können wir kaufen und verkaufen. Darauf müssen wir uns einstellen. Aber wir müssen deshalb nicht in Anbetung verfallen.


    Gruß! Fritz

    Auf der homepage von GoldQuest lese ich:
    "GoldQuest is currently traded in Canada on the TSX Venture Exchange and in Frankfurt / Berlin on the Deutsche Börse.TSXV: GQC Frankfurt: M1W"
    Die Notiz in den USA ist da gar nicht erwähnt.
    Bei marketwatch wird zu GDQMF angegeben: "Volume: 62.3K". Geht man aber in den Chart und klickt "VOL" an, dann findet man einen trade von 12.800 um 12:57, einen von 8.700 um 12:58 und einen von 62.900 um 12:59, davor schon einige kleinere. Etwas stimmt da nicht.
    Glaubt man trotzdem den Angaben im chart, dann sieht das für mich nach einem unvorsichtigen Verkauf ohne limit in einem dafür ungeeigneten Markt in einem ungünstigen Zeitpunkt (Heimatbörse zu) mit anschließenden stop-loss-Verkäufen aus. Ist aber nur Vermutung.
    Meine GoldQuest bleiben jedenfalls im Depot.


    Gruß! Fritz

    woernie, Du könntest statt dem Rohstoffindex auch die Preise beim Aldi nehmen, das Ergebnis wäre ähnlich.
    Das ist eben die asset inflation, auf deutsch der Anlagenotstand. Ziemlich weit fortgeschritten, in der Tat.


    Gruß! Fritz

    Das ist eine clevere Lösung für das Finanzierungsproblem. Hatte schlimmeres befürchtet. Zum Glück bin ich schon/noch drin.


    Danke, wombelchen! Woher nimmst Du übrigens den Kurs? Kanada handelt doch noch nicht?


    Gruß! Fritz

    Bei Bougainville Copper (BOC.AX) tut sich was. Kursverdoppelung seit Ende April.


    Die Provinzregierung will selbständig werden, dazu braucht sie Geld, daher betreibt sie die Wiedereröffnung von Panguna. Es gibt aber auch noch Widerstände.


    https://ramumine.wordpress.com/tag/bougainville/


    Auch bei wallstreet online wird man munter.


    Habe noch einen Bestand.


    Einen eigenen thread habe ich nicht gefunden, lohnt sich vielleicht auch nicht, daher setze ich es mal hierher. Bitte ggf. verschieben.


    Gruß! Fritz