Die USA schulden nur Dollar; davon können sie drucken, soviel sie wollen. Sie können also ihren Verpflichtungen immer nachkommen.
Allerdings entwerten sie dabei ihre Währung. An den Märkten der Anlagegüter ist das schon deutlich ("asset inflation"). Die Hochstände von Aktien, Immobilien, festverzinslichen Werten usw. drücken doch nur den Wertverlust der Währung aus. Das gilt nicht nur für die USA, aber sie gehen voran.
Im Konsumgüterbereich kommt die Inflation nur schleichend an, warum? Meine Antwort: Durch die Entmachtung der Gewerkschaften und die Prekarisierung großer Teile der Arbeitnehmerschaft haben wir einen faktischen weitgehenden Lohnstopp; die fehlende Nachfrage verhindert größere Preisaufschläge am Konsumgütermarkt. Im angelsächsischen Bereich läuft das seit Reagan und Thatcher, bei uns heißt es Hartz.
Damit entsteht eine Situation der "zurückgestauten Inflation", ähnlich der in Deutschland ab 1936, damals hier mit dem vergleichsweise plumpen Mittel eines verordneten Lohn-Preis-Stopps. Risiken und Nebenwirkungen sind bekannt. Hoffen wir, dass es nicht wie damals endet.
Gruß! Fritz