Zwyss, jedes Sinken der Kurse von was auch immer (ausgenommen bonds, wo auf beiden Seiten nur Ansprüche auf fiat stehen) bedeutet doch eine Aufwertung der Währung. Wo sollte die herkommen beim derzeitigen Überangebot? Die Begriffe asset inflation und Anlagenotstand müssen doch nicht erst erfunden werden. Was sollten die Verkäufer von Aktien denn mit dem Erlös machen? Die Rohstoff- und Edelmetallmärkte sind viel zu klein, um relevante Summen aufzunehmen. Kurzfristige Schwankungen sind natürlich immer drin, sonst verdienen ja die Banken zu wenig.
Bei den Rohstoffen sehe ich die Entwicklung des Verbrauchs als entscheidend an. Da ist China die große Unbekannte. Ich will mich nicht am China-bashing beteiligen, aber von hier aus bleibt es undurchsichtig.
Irgendwann wird die fiat-Flut sich in den Markt der Edelmetalle und ihrer Aktien ergießen. Aber da die Macht anscheinend ein Interesse daran hat, dass das nicht geschieht, wird man sich in Geduld fassen müssen.
Nichts gegen Charts und ihre Techniker, aber die ganze Wahrheit sind sie auch nicht. Sie setzen darauf, dass Muster aus der Vergangenheit sich wiederholen. Aber es gab noch nie so viele Menschen auf der Erde wie heute, noch nie so viel Rohstoffverbrauch und Umweltbelastung, noch nie so viel fiat im Umlauf. Alles passiert irgendwann zum ersten Mal.
Optimale Entscheidungen kann man nur treffen, wenn man alle verfügbaren Informationen berücksichtigt. Das ist eine Binsenwahrheit, die aber oft missachtet wird.
Gruß! Fritz