Beiträge von fritz

    Halo Saccard,


    Deine ersten beiden Punkte würden eine gewaltige Aufwertung des fiat bedeuten. So etwas halte ich für extrem unwahrscheinlich. Auch in China wird schließlich nicht wenig Geld "geschöpft", nur dass es dort noch wirkt, weil es noch genügend Wachstumsspielräume gibt.


    Alle Immobilieneigner mit Schulden wären bei Deinem Szenario pleite. Das wird die chinesische Führung nie zulassen, weil sie es nicht überleben würde.


    Dass unser System sich dem Ende seiner Lebensdauer nähert, sage ich schon länger. QE ist der letzte Notnagel.


    Gruß! Fritz

    Hallo value,


    habe bei GQM mal in die Präsentation geschaut. http://www.goldenqueen.com/powepoint/PPT__June%202013.pdf


    Die durchschnittlichen Gehalte sind je Tonne 0,517 g Gold und 9,42 g Silber (S.22). Davon sollen beim Gold 85 % und beim Silber 52,5 % gewonnen werden (S.7), also je Tonne rund 0,44 g Gold und 4,9 g Silber oder 0,52 g Goldäquivalent - 1/60 Unze.
    Pro Unze müssen 60 t Gestein abgebaut, zermahlen und ausgelaugt werden. Die strip ratio ist 1,49:1 (S.7), also müssen nochmal fast 90 Tonnen weggeräumt werden. Da fällt es mir schwer, den Angaben über die Kosten zu glauben.
    Allerdings wollen sie den Abraum verwerten (S.10). Das dürfte die niedrigen Kosten erklären.

    Zitat

    Golden Queen all-in costs include:
    total cash costs net of by-products and including royalty, depreciation and amortization, sustaining capex and corporate overhead

    (Hervorhebung von mir).
    Über Qualität des Materials, Marktlage usw. weiß man fast nichts. Daher sagen sie selbst:

    Zitat

    No contributions from the sale of aggregate will be included in the cash flow projections until long term contracts for the sale of products have been secured

    Andererseits aber:

    Zitat

    The sale of aggregate has been included in the Approved Plan

    Das klingt mir sehr nach Reise ins Blaue. Wer mitreist, wird viel Glück brauchen.


    Gruß! Fritz

    Hallo GS, lies im Bericht:

    Zitat

    Net loss before income taxes for the year ended April 30, 2013 was $2.8 million...
    Gold poured for the year was 91,786 ounces. A total of 91,771 ounces was sold at an average price of $1,653...


    Pro Unze haben sie bei einem erzielten Goldpreis von 1.653 $ noch rund 30 $ verloren. Gesamtkosten knapp 1.700 $.
    Nach einer Faustformel, die ich mal gelernt habe, rechnet man bei einer Verzehnfachung der Produktion mit einer Halbierung der Stückkosten. Heruntergerechnet auf die von Dir erwartete Verdoppelung wäre das eine Senkung um ca. ein Sechstel. Das überlagert sich natürlich mit der "normalen" Kostenentwicklung.
    Unzenkosten von 1.500 $ für "fiscal 2014" halte ich daher für eine ungenaue, aber plausible Schätzung. Zwischen 1.400 und 1.600 werden sie wahrscheinlich liegen. Wenn alles gut geht.


    Gruß! Fritz

    Zitat

    ist man mit Edelmetall im Keller besser durch die Krisen gekommen


    Oft ist das Edelmetall gut durch die Krise gekommen, aber nicht sein Eigner. Das zeigen die vielen vergrabenen Schätze aus früheren Jahrhunderten.


    Gruß! Fritz

    Zitat

    kapitalvernichtung 1.ranges


    Hallo museo,


    nix wird vernichtet - außer vielleicht Illusionen. Maschinen, Gruben, Reserven und Ressourcen - alles da. Eine Aktie bleibt eine Aktie. Wer sie hat, soll sie einfach behalten, bis sie wieder steigt.
    Natürlich wäre es schön gewesen, bei 40 USD zu verkaufen und jetzt die doppelte Zahl zurückzukaufen. Aber entgangener Gewinn ist keine Kapitalvernichtung.


    Gruß! Fritz

    Jürgen,


    die Logik verstehe ich nicht. Warum soll jemand zu einem niedrigeren Preis abgeben, was er zu einem höheren nicht hergegeben hat? Außer er muss - aber margin calls treffen typischerweise nicht Kleinanleger. Stop losses lagen wohl meist über 1.500 USD und sind längst durch.
    Ist mir sowieso ein Rätsel, wer bei diesen Preisen noch irgendetwas verkauft, seiien es Metalle oder Minenaktien. Außer natürlich professionelle Händler.


    Gruß! Fritz

    Spätestens wenn Euch der Ganove den kleinen Finger abschneidet und droht weiterzumachen, werdet Ihr wohl die Kombination für den Tresor rausrücken. Sicherheit ist und bleibt eine Illusion.
    Anlieferung und Montage eines so schweren Gegenstandes bleiben schwerlich unbemerkt. Hoffentlich erfahren es nicht die falschen.
    Wie verhält sich Euer Stahl übrigens gegenüber einer starken Säure?


    Gruß! Fritz

    Zitat

    Finanzielle und operative Höhepunkte des 4. Quartals 2012
    Der Nettoverlust im Q4 2012 betrug 1,3 Mio. $
    Die Metallproduktion im Q4 2012 belief sich auf 672.690 oz Ag-Äq


    Verlust also etwa 2 USD je Unze AG-Äq. Erzielter Preis war 31,94 USD. Break even demnach etwa 34 USD.
    Allerdings schließt die Rechnung die Explorationskosten ein, die man auch als Investitionen sehen könnte.
    Fazit: Es kann eigentlich nur besser werden.


    Gruß! Fritz

    Aus einer mail von heute: (die Tabelle leider wie üblich verhunzt)
    AVINO FEBRUARY PRODUCTION REPORT


    Avino Silver and Gold Mines Ltd. (ASM: TSX.V, ASM: NYSE - MKT; “Avino” or “the Company”) is pleased to announce the following February 2013 production results from its San Gonzalo mine operation located on the Avino property near Durango, Mexico.


    Production numbers from the past five months, as well as 2013 yearly totals are reported as follows:


    Oct 2012 Nov 2012 Dec 2012 Jan 2013 Feb 2013 Monthly Change % YTD SG
    Total Mill Feed (dry tonnes) 6,647 6,528 6,364 6,392 6,418 0.4 12,810
    Average Daily Throughput (tpd) 214 218 235 228 229 0.4 229*
    Days of Operation 31 30 27 28 28 0.0 56
    Feed Grade Silver (g/t) 233 256 287 315 306 (2.9) 311*
    Feed Grade Gold (g/t) 0.93 0.99 1.19 1.27 1.19 (6.5) 1.23*
    Bulk Concentrate (dry tonnes) 180 177 181 197 166 (15.7) 363
    Bulk Concentrate Grade Silver (kg/t) 7.04 7.37 7.90 8.32 9.43 13.3 8.83*
    Bulk Concentrate Grade Gold (g/t) 25.0 25.4 28.6 29.1 30.4 4.4 29.7*
    Recovery Silver (%) 82 78 78 81 80 (1.2) 80*
    Recovery Gold (%) 72 69 68 70 66 (5.7) 68*
    Mill Availability (%) 97.2 98.1 87.9 91.1 99.0 8.7 94.9*
    Total Silver Produced (kg) 1,265 1,302 1,433 1,638 1,565 (4.5) 3,203
    Total Gold Produced (g) 4,489 4,487 5,185 5,722 5,036 12.0 10,758
    Total Silver Produced (oz) calculated 40,671 41,870 46,066 52,779 50,315 (4.5) 103,094
    Total Gold Produced (oz) calculated 144 144 167 184 162 (12.0) 346
    Total Silver Equivalent Produced (oz) 47,888 49,083 54,401 62,781 59,228 (5.7) 122,008

    *year to date average
    Silver equivalent for January and February were calculated using a 55:1 ratio for silver to gold. For the months of October, November and December, a 50:1 ratio was used in the calculation. (The ratio was changed to reflect more current gold and silver prices.) Mill production figures have not been reconciled and are subject to adjustment with concentrate sales. Year-to-date and calculated figures may not add up due to rounding.

    February Highlights


    Grade of concentrate produced was higher in February than January resulting in fewer tonnes of concentrate.
    Silver and gold production decreased slightly compared to January due to lower silver and gold feed grades and gold recovery.
    Tonnes processed were essentially the same as in January.
    A scheduled down day was deferred until March, resulting in 28 operating days for February.
    Silver recovery was similar to January but the gold recovery was 4% lower. The lower recovery could be the result of producing a higher grade concentrate (higher concentrate grades typically result in lower recoveries)
    During the month, 10 truckloads of concentrate weighing 337.435 dry tonnes were shipped and sold.


    Gruß! Fritz

    Zitat

    ein Absacken auf 1570-1565 für heute wäre noch "normal". Was jetzt passiert ist lediglich die Stabilisierung bzw. "Bodenbildung" und da kann es ein wenig holprig werden


    Wir sehen die holprige Bodenbildung wie angesagt. Pünktlich bei 1565 hat es nach oben geholpert. Chapeau, Pandadler! Hast Du einen Zeithorizont für Deine 1620?


    Gruß! Fritz

    Hallo Knucki,

    Zitat

    Gold wird in der Industrie kaum gebraucht und ist daher im Prinzip wertlos


    Natürlich hast Du damit recht: Gold ist ein barbarisches Relikt. Nur ist es eben nicht das einzige. Die meisten davon stecken in den Köpfen der Menschen. Dazu gehören die Habgier und ihr Unterfall, die Goldgier. Darauf lässt sich seit rund 5.000 Jahren zuverlässig bauen.
    Ein Anhaltspunkt für den Preis ergibt sich aus den Produktionskosten.
    Bei der Inflation hast Du nicht recht: Geldmengenausweitung ist Inflation (inflare = aufblähen, nämlich die Geldmenge). Preissteigerungen sind davon die Folge, die nicht zwangsläufig sofort eintritt.
    Merke: Gold ist Geld. Geld regiert die Welt, aber es regiert sie nicht gut.


    Gruß! Fritz

    Zitat

    Ich habe mich früher oft gewundert, warum z.B. Altenpfleger und Krankenschwestern so schlecht bezahlt werden


    Die genannten Berufsgruppen sind schlecht organisiert. Sie nutzen die Macht nicht, die sie gemeinsam hätten.
    Wie man sich bettet, so liegt man.


    Gruß! Fritz

    Hallo Metaller,

    Zitat

    Seit etwa 2009 gibts jeden Monat irgendwo n Artikel von irgendwem, der das ganze Systems, alles und gleich die halbe Welt vor dem Chaos und dem Zusammenbruch sieht.
    Auf solche Aussagen sollte man einfach nicht MEHR viel geben.


    Dass die Untergangspropheten nerven, kann ich verstehen. Aber:
    - Jeder weiß, dass es mit dem Schuldenmachen so wie bisher nicht weitergehen kann.
    - Keiner weiß, wo die Nachfrage herkommen soll, wenn das Schuldenmachen aufhört.
    Findest Du einen von diesen Sätzen falsch? Oder weißt Du einen Ausweg aus der Klemme? Oder weißt Du einen, der einen weiß?
    Ich nicht. Deshalb denke ich, dass unser System sich dem Ende seiner Lebensdauer nähert. Die Restlebensdauer schätze ich zwischen drei und dreißig Jahren. Wobei von den dreißig schon einige rum sind.
    Bitte erinnere Dich, wie es mit der Sowjetunion ging. Jahrzehntelang wurde ihr Untergang prophezeit, kaum einer gab noch viel darauf. Und dann brach sie plötzlich doch zusammen.


    Gruß! Fritz

    Goldwing, danke für diesen thread.
    Zwar konnte ich nicht unterschreiben, weil ich kein Bayer bin. Aber es ist schön zu sehen, wie das Volk dem Unfug der Studiengebühren ein Ende macht.
    Das schlimmste bei den Gebühren ist nicht die Belastung derer, die sie zahlen (obwohl eine Geldbuße dafür, dass man kluge und strebsame Kinder großgezogen hat, nicht recht Sinn macht). Wirklich schlimm ist, dass viele wegen der Gebühren nicht studieren (können). Sie machen vielleicht auch ohne Studium ihren Weg, aber an der vollen Entfaltung ihrer Fähigkeiten werden sie gehindert. Und das ist schade und schädlich für sie und für uns alle.


    Gruß! Fritz