Bullshit - das sehe nur Leute so, die im bösen Kapitalismus das perfekte Feindbild gefunden haben und nichts anderes wahr haben wollen. Also alle Linken.
Die Frage ist, wer das perfekte Feindbild gefunden hat und aus diesem Grunde dermaßen verblendet ist, die Tatsachen zu erkennen.
EIner "freien Entwicklung" des Kapitalismus stehen seit Jahren doch keine Sozialisten mehr im Wege. Sozialismus oder "irgendwelche halbwegs gut oder schlechtgemachten Ableitungen" als Gegenpol gibt es nicht mehr wirklich. "Die Kapitalisten" hatten freie Handhabe - niemand hat sie gezwungen/konnte sie zwingen, die Globalisierung voranzutreiben - die Produktionsstätten in Billiglohnländer auszulagern, Finanztransaktionen über "virtuelle Banken auf kleinen Klippen irgendwo im Ozean" laufen zu lassen und damit Steuern in Steuerparadiesen gen Null zu drücken, einen Derrivatehandel auf ein Vielfaches der Realwirtschaft aufzublasen, die Verschuldung von Millionen Menschen derart zu erleichtern, daß "Unvermögende" Kreditkarten en masse bis ans Limit belasten, Immobilien erwerben und auch diese teilweise bis zu Fantasiewerten beleihen konnten, ... .
Sind zuerst irgendwelche "kleinen Stadtbediensteten" auf die Idee gekommen und wollten über komplizierte Verträge kommunales Eigentum an diverse Heilsbringer "verleihen" oder Zinswetten eingehen?
Welche Sozialisten haben teilweise wertlose Schuldverschreibungen miteinander vermischt, über zig Ecken verkauft - wieder neu "geordnet" und teilweise mehrfach verkauft, so daß am Ende nicht mehr ersichtlich war, welche Bank eigentlich Eigentümer irgendeiner Immobilie war.
Wozu das Ganze eigentlich - sind die Reallöhne stärker gestiegen als die Gewinne aus Unternehmertätigkeit - ist die Schere zwischen Arm und Reich kleiner geworden - oder ging das Ganze zum Großteil nur zugunsten von wenigen Sozialistenführern die seit wenigen Jahrzehnten klammheimlich die Macht übernommen und die Kapitalisten abgelöst haben.
Der Konsum muß und mußte mit allen Mitteln aufrecht und jedes Jahr gesteigert werden, weil das Kapital sonst nicht die notwendige Rendite erwirtschaftet - dies funktionierte bei einer halbwegs vernünftigen und gesättigten Mehrheit nicht mehr - also schuf man diverse Instrumente, die scheinbar Nichts kosteten und ungezühmten Konsum ermöglichten - daß dies Irgendwer, irgendwann, irgendwo bezahlen müsser, vergaß man zu erwähnen und das Denken hatte man der Mehrheit abgewöhnt.
Und jetzt erinnern sich die Nutznieser (sind es die Kapitalisten oder die Sozialisten, welche die Früchte dieses unsäglichen Handelns vereinnahmt haben) - und nutzen Ihren EInfluß auf die Politik (bis vor wenigen Jahren lautete noch das Motte weniger Eingriff des Staates, mehr Rechte für Spekulation, Finanzwesen und super freieste Wirtschaftentwicklung - staatliche/europäische Subventionen für Nokia und Co - heute dagegen (wo es ans Bezahlen geht) - sollte der Staat/die EU doch bitte überall einspringen, die Banken enthaften und von allen Lasten freistellen und stattdessen den Steuerzahler in Haftung nehmen.
Haben die Renditegeier plötzlich die sozialistische Seite in sich endeckt und nur ihr Antlitz verwandelt oder haben sie glatt die Glaubensrichtung geändert - aber hier müßte doch die Verfassung einschreiten und uns auf dem ureigenen kapitalistischen Weg zurückführen - alle Sozialisten in Gewahrsam nehmen - muß mal in die nächst Haftanstalt schauen, ob da diverse wahre Verursacher ( wie Ackermann und Co) einsitzen.