Es ist meiner Ansicht nach so, daß jedweder Fanatismus der Gegenwart und Geschichte (und die oft schlimmen kriegerischen Folgen) daraus resultiert, daß bestimmte Nationen oder gesellschaftliche Gruppen glauben erkannt zu haben, was das "einzig richtige" (für sie selbst und für andere) ist.
Genau daraus resultiert dann in der Regel missionarischer Eifer, bis hin zu Kreuzzügen, Religionskriegen, im Nationalismus begründeten Kriegen, von der Ideologie des Kommunismus verursachten Kriegen.
Kreuzzüge/Religionskriege liegen nun schon ein gutes Stück zurück
Nationalsozialismus - ok damit wollen/müssen wir uns Alle nicht identifizieren
und dann nur noch die von der Ideologie des Kommunismus initierten Kriege darunter fallen dann
x, x+1, x+2, x+3, ... ... ... ...
Ist schon toll wenn man ein solch einseitig geprägtes Weltbild hat - welches nur Kriege des Kommunismus verinnerlicht und alles andere (Unwesentliche) ausblendet
Vietnam, Irak, Afghanistan, Libyen und ExJugoslawien - legt wahrscheinlich daran, daß dies schon zu lange zurückliegt und einfach in jüngster Geschichte von kommunistischer Gewelt überschattet wurde
Zitat
Oder: Jeder meint, der Schlaueste zu sein ![smilie_love [smilie_love]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/smilie_love_004.gif)
"wir hier" tun alle so, als seien wir schlauer als die japanische Regierung, und, sorry, das gefällt mir gaaaar nicht. Sowas hat Weltkriegspotential 
Bezüglich "Erkenntnisgewinnung" habe ich selbst einen äußerst relativistischen Standpunkt:
Das, was ich selbst für mich bzw. meine relevante eigene Gruppe als richtig erkannt habe, muß es nicht unbedingt für andere Gruppen/Menschen sein.
Und aus Deinen Zeilen, mehr noch aus den Äußerungen der Gutmenschen-Fraktion, spricht halt die gegenteilige Überzeugung:
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Stimmt ist schon schlimm, wenn es Menschen gibt, die sich über diverse Geschehnisse Gedanken machen und es sich erlauben diese öffentlich auszubreiten.
Die schlimmsten Auswüchse enden dann in einer Kritik an der jap. Regierung - es kann nicht sein, daß sich Leute erdreisten anderer Meinung zu sein als die höchsten Regierungsvertreter eines Landes - man sollte doch von höchster Stelle jegliche Kritik verbieten - dann wgäbe es die Probleme in Japan vielleicht gar nicht.
Schließlich haben User des GSF erst den "SuperGau" in klein hervorgeschrieben, die radioaktive Belastung des Gemüses verursacht - der Regierung durch frühzeitige Warnung bzgl. weiterer Evakuierung der Menschen (Schwangere, Kinder, ...) erst dieser Möglichkeit und Einsicht beraubt - die Liste ließe sich fortführen.
Wie kann man sich tatsächlich derart überschätzen und die offene Kommunikation, die Qualität der Konfliktbewältigung seitens der jap. Regierung, ... kritisieren oder gar durch eigene Meinungsäußerung die Arbeit der Experten vor Ort untergraben.
Alos Leute immer schön die Schnauze halten, kauft jedweder Pharmaka, streut Euch die Getreideköner von Monsanto ins Müsli oder würzt Euren Salat mit diversen Schädlingsmitteln - oder nehmt das E10 als BioDressing - wenn Ihr es einfach nicht in Eurer KfZ tanken wollt, ... .
Aber kritisiert doch nicht die EU-, Dt. oder japanische Elitepolitiker - dieser Übermut steht Euch einfach nicht zu.
Zitat
Nämlich daß man selbst etwas als "richtig" erkannt hat, und davon unbedingt auch andere Menschen, Nationen usw. "überzeugen" muß, zur Not auch mit Gewalt. Und genau das entsetzt mich hier: Nämlich wie überlegen man sich der "japanischen Regierung" fühlt, fachlich überlegen, moralisch überlegen.
Alle Kriege werden genau damit legitimiert: Daß man selbst "besser" ist, daß man quasi andere "zu ihrem Glück zwingen" muß, das ist verbreitetes gutmenschliches Denken (wenn auch den Menschen oft gar nicht so bewußt!) und mündet - genau worin - nämlich im "Herbeibomben von Demokratie".
Die letzten Kriege wurde damit vielleicht legitimiert, aber was spielt das überhaupt für eine Rolle.
Gutmenschliches Denken, "Andere zu ihrem Glück zwingen" waren wohl bestimmt nicht die ursächlichen Gründe für die Kriege in Vietnam, Irak, Afghanistan, Libyen, ... - zumindstens ist von dem aufgezwungen Glück nicht viel zusehen - nicht einmal von einem Bestreben solches Glück überhaupt unters Volk bringen zu wollen.
Hier ging es doch viel ´mehr um andere Sachen (wie Öl, nachweisliche(noch nicht erschlossene Rohstoffvorkommen, die Vormachtstellung in diversen Regionen, ...).
Zitat
Ich bezeichne das als moralische Überheblichkeit und als Grundursache praktisch aller Konflikte/Kriege. Und eben weniger die "Gier" o.ä., wie im Sräd allenthalben behauptet (ok, "Kriegsgewinnler" gibt es natürlich immer und überall).
Ist bloß schade, daß die Kriegsgewinnler immer die Gleichen sind und es den zu Befreienden hinterher oft wesentlich schlechter geht - wei steht es mit dem Aufau des Irak7 von Afghanistan, - als erstes wurde die Ölindustrie gesichert und aufgebaut - wie steht es mit dem Willen, das Leben der Menschen zu verbessern (haben alle Iraker wieder die mediz. Versorgung, den Zugang zu Wasser, Elektrizität, Bildung in dem Maße wie vor dem Gutmenschenkrieg?
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Sorry Delphin - das was von Dir hier und anderen über die Japanische Regierung gesagt wird, das ist nicht mehr und nicht weniger als der Stoff, aus dem Weltkriege sind.
Und dagegen wehre ich mich wiederum.
Natürlich ist Kritik erlaubt. Natürlich werden in solchen Situationen Fehler gemacht. Aber Äußerungen in die Richtung, daß die japanische Regierung vertuscht/belügt/ihr eigenes Volk opfert, um einen "Konzern zu schützen", o.ä., die halte ich von sowas von daneben und allenfalls in einem ideologisch blinden Anti-Kapitalismus (von einigen hier!) begründet.
Ja die Kriegstreiber im GSF sind einfach widerlich, da muß ein edler und tapferer Milli einfach aufstehen und die demokratische Welt vor diversen Angriffen schützen.
Den Vorwurf der Vertuschung, der Lüge, die jap. Regierung zum Teil ihr eigenes Volk "opfert" (das mit dem Konzern schützen habe ich hier noch nicht so oft gelesen - eine Verstaatlichung wird jedoch scheinbar in Betracht gezogen, daher wäre ein eventueller Vorwurf auch nicht absurd) ist ideologisch blinden Anti-Kapitalismus und entbehrt jegliche Grundlage.
Milli der Oberchecker hat uns seine Welt erklärt.