Beiträge von Tollar

    Man muss sehen, dass Buffet nicht einfach Aktien kauft, sondern meist gegen eine satte Dividende von 10..15% p.a. langfristig investiert. Der Aktienkurs auf die naechsten 5 Jahre ist da voellig unerheblich, entscheidend ist nur, dass er am Ende der Laufzeit sein Geld wiederbekommt (aber in seinem Alter wird er sich da nicht so grosse Sorgen mehr machen).

    Gestern hat eine (neue) Gruppe "Revolutionärer Kampf" angeblich eine Polizeistation in Griechenland länger beschossen und Handgranaten geworfen

    Eine linksgerichtete Terrorgruppe greift eine Polizeistation in Athen mit Schuessen an und wirft eine Handgranate.....
    3. Feb, 09
    Gunmen attack Greek police station in Athens
    [url]http://www.msnbc.msn.com/id/28988503/
    [/url]



    500 Bauern protesierten in Piraeus und lieferten sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei ...
    3. Feb, 09
    Police station attacked, farmers riot in Greece
    http://www.cbc.ca/world/story/…2/03/greece-violence.html



    Hunderte von Bauern auf Kreta liefern sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei den zweiten tag in Folge ....
    3. Feb, 09
    Police Clash With Greek Farmers for Second Day
    http://www.nytimes.com/2009/02…e/04greece.html?ref=world

    aber was passiert, wenn die Eliten zum Teufel gejagt werden und der Mob sich das Spiel nicht mehr gefallen läßt (siehe Island)?


    Tollar, na na na, Du wirst doch nicht unter die VTler gegangen sein :D Das war immer meine Spielwiese... 8o


    Das Spiel um eine Weltwährung halte ich noch nicht für entschieden, aber für möglich.

    Wenn ich hier mit Namen und Adressen kommen wuerde, waere ich wirklich unter den VTlern. Ich halte das fuer nicht entschieden und es waere nur EINE moegliche aber rationale Entwicklung. Vermutlich ist das ganze sogar ein mehr oder weniger natuerlicher oekonomischer Prozess (ob es sozial und wirtschaftlich gerecht ist, sei mal dahin gestellt), der gar keiner Verschwoerung bedarf.

    Zitat von »Tollar«
    Eine Weltwaehrung.


    Mag sein, dem steht allerdings der sich derzeit entwickelnde Protektionismus zum Widerspruch.

    Ein neues Geldsystem wird ganz bestimmt nicht von den Kraeften, die Protektionismus fordern, ausgekluegelt. Die Forderung nach Protektionismus kommt von unten und ist ein derzeitiges Zuckerbrot der Regierungen ans Volk aber ganz und gar nicht im Interesse der Globalisierungskraefte.

    Du meinst eine transatlantische Währung. Es dürfte viele geben, die hier nicht mitspielen werden, z.B. Golfstaaten, Russland, China, Japan, Südamerika etc., sprich sämtliche Kandidaten, die bereits jetzt anfangen sich etwas vom Dollar zu lösen, soweit es denn möglich ist.


    Letztendlich sehe ich da auch noch nicht das Konformgehen der USA und der EU.

    Diese Denkweise ist mir etwas zu sehr eingeschraenkt. Das Konformgehen von Staaten wird in einem Desaster gar nicht mehr moeglich sein. Zudem reicht es aus mit Dollar, Euro, Pfund Fakten zu schaffen, weil damit eine noch dominantere Waehrung als der Dollar geschaffen wird. All diese Massnahmen dieser Regierungen laufen, wie hier auch im Forum permanent unterstellt wird, auf eine Destabilisierung und letztendlich dem Kollaps der Waherungen hinaus. Warum in muehsamen Konvergenzbestrebungen und Verhandlungen Konformitaet schaffen, wenn man ueber ein Desasterereignis viel schneller zum Ziel kommt ? Sicher wird eine neue Waehrung nicht von den Regierungen orchestriert, sie sind nur die instrumentalisierten Handlanger dieses Prozesses, so wie der Staat die heutigen Fractional Reserve Banking Systeme sanktioniert. Durchaus denkbar ist es, dass die groessten privaten Glaeubiger dieser Laender ein neues System kreieren oder bereits laengst kreiert haben und nur noch auf einen guenstigen Zeitpunkt zur Umsetzung warten.

    Aber wie sgate mal Ford: "Autos kaufen keine Autos".... :)

    Langfristig denkt kein Manager, denn sie erhalten ihre "Leistungs"-Boni meist fuer das laufende Jahr. Dass sie damit die regionale Wirtschaft in 5 oder 10 Jahren kaputtgemachen, juckt die ueberhaupt nicht und sie sind dann laengst ueber alle Berge. Dafuer ist dann der Staat (=Steuerzahler) zustaendig, dies ueber Wirtschaftsfoerderung (Abwrackpraemien) wieder zu richten.

    Das Problem (zu hochbezahlte Sportler) wäre mal wieder einfach zu lösen: Wenn alle Zuschauer wegbleiben oder keiner mehr ins Stadion geht und die Fangemeinde bekannt macht, sie boykottieren die Vereine wegen zu hohen Gehältern...... aber Sportnarren werden das nicht tun. Sie zahlen und erfreuen sich am Gegurke und meckern später wieder über zu hochbezahlte Spieler :D

    Das meiste kommt eh ueber Werbungvertraege rein und das zahlt die Allgemeinheit, egal ob sie Fussball interessiert oder nicht. In einer Schrumpfwirtschaft werden auch massiv die Werbeeinahmen runtergehen und die astronomischen Spielergehaelter duerften sich bald erledigt haben.

    Zitat
    Derzeit werde ich das Gefühl einfach nicht los, daß der Euro vor dem Dollar in die Knie gehen wird.


    Meine These lautet immer noch: Der Euro wurde eingeführt in weiser voraussicht, dass dieser bald wertlos wird und das Vertrauen darin verloren geht. Nur um dann wieder mit den neuen nationalen Währungen wieder Vertrauen zu schöpfen.

    Eine sehr systematische Methode etwas zu Fall zu bringen, ist, es vorher irrational aufzublaehen. Je mehr und schneller sich die Mitgliedslaender im Euro verschulden, umso eher kommt der Euro zu Fall. Mit dieser Erkenntnis bei den Mitgliedslaendern (was man bei dem Stab an Experten in den Regierungen vermuten muss) kann man bei der derzeitigen Politik nur von einer systematisch betriebenen Zerstoerung des Euro ausgehen.

    Das ist egal ob es wirtschaflich ist oder nicht. Die Frage ist, ob ein Spieler das Geld wert ist? Ein normaler Mensch würde sei ganzes Leben arbeiten und würde wohl den Jahresbetrag nicht einholen. Die Leistung die ein Mensch in seinem Leben einbringt ist aber höher als die Leistung des Spielers in 1 Jahr Fußballspielens.

    Wert ist es das, was jemand bereit ist dafuer zu bezahlen. Wenn man etwas bezahlt, was man sich nicht leisten kann, geht man pleite. Insofern muessen die Fussballclubs mittelfristig schon wirtschaftlich agieren. Ein teuer Spieler, der dem Club viel Geld wert war, muss auch entsprechende Einahmen bringen - nur aus Spass werden diese Millionengagen nicht gezahlt.

    Vertrags- bzw. Gastarbeiter werden von den Unternehmen bevorzugt, denn es hat ganz logische, wirtschaftliche Gruende: Sie verdienen im Schnitt weniger, koennen mehr und haerter arbeiten (weil meist juenger ohne Familie), stuenden aber nach einer Entlassung dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfuegung (weil die meisten dann wegen der Visa-Bestimmungen nach Hause geschickt werden muessen). Neue Gastarbeiter spaeter wieder anzuwerben, kostet Zeit und Geld, waehrend einheimische Arbeitslose sofort und ohne grosse Initialkosten zur Verfuegung stehen.
    Werden Einheimische entlassen, sind die Einsparungen am groessten und es steigt damit das regionale Angebot an Arbeitskraeften, welches wiederum Loehne und Gehaelter drueckt. Aus Unternehmersicht macht das alles wirtschaftlich sehr viel Sinn.


    Nachdem IBM hier in den USA Massenentlassungen durchgefuehrt hat, bietet sie diesen Entlassenen wieder neue Jobs an, aber nicht vor Ort, sondern in ihren Niederlassungen in Indien oder China - natuerlich zu ortsueblichen Gehaeltern.

    Die Banken scheinen jedenfalls sehr optimistisch zu sein, was den Ölpreis angeht ... Und dass Optimimus ein Zeichen für Bodenbildung ist, wage auch ich zu bezweifeln.

    Das braucht nicht mal ausgesprochenen Optimismus eines Spekulanten, es ist einfach ein "No-Brainer" fuer Kaufleute. Man benoetigt nur das Kapital und Lagermoeglichkeiten (z.B. einen Supertanker). Die Spreads zwischen einem demnaechst faelligen und einem in 1...2 Jahren faelligen Crude-Future sind auf historisch hohem Niveau und machens moeglich (siehe NYMEX Futures) . Man kauft einen Maerz-2009 Kontrakt fuer ca. $40 und laesst ausliefern (befuellt den Tanker). Ein paar Tage spaeter verkauft man bereits dieses Oel per Maerz-2010 Future fuer $55 und lagert solange das Oel bis zum Faelligkeitsdatum bzw. Auslieferung . Abzueglich der Lagerkosten bleibt ein Gewinn voellig ohne Risiko, denn das Oel fuer $40 hat man bereits kurz darauf fuer $55 verkauft, egal zu welchem Preis Oel am Faelligkeitsdatum gehandelt wird. Solange dieser Preisunterschied die Lagerkosten und andere Nebenkosten deckt ist das eben ein "No-Brainer".



    Dieser Preisunterschied der Futures ist als Contango bekannt, die Umkehrung dieses Preisunterschieds ist die hier bereits im Zusammenhang mit dem Goldpreis diskutierte Backwardation.

    Grosshandelspreise fuer Milch und Getreide sind stark gefallen (bei Milch haben sich die Preise sogar halbiert). Allerdings geben die Haendler die Preisnachlaesse noch nicht an den Endkunden weiter.


    Farm protests grip Europe as prices slump
    05 February 2009, 02:32 CET (BRUSSELS) - From Greece to Bulgaria and Latvia, European farmers are mounting increasingly unruly protests as the economic crisis causes prices -- especially for milk -- toAnger has been building for months across Europe as milk prices drop. Demonstrations have not only been limited to southern and eastern Europe but have also occurred in Germany and France....After peaking at the end of 2007 on the back of a global commodities boom, wholesale milk prices dropped by 50 percent on average last year as demand collapsed in the face of global recession....The trend is also being seen in grains where prices have also fallen by half over the last year....Falling prices are not reaching supermarket shelves.... collapse....
    http://www.eubusiness.com/news-eu/1233797522.98

    Markopolos will zu Madoff ganz dick auspacken. Ausserdem kuendigte er an, ein weiteres Ponzi-Schema zu entarnen.


    ...Harry Markopolos, said ... would turn over new evidence to the agency showing the alleged Ponzi scheme mastermind had not acted alone. Markopolos said he had discovered a dozen additional funds that funneled money to Madoff, "hiding in the weeds" in Europe. Managers of investment "feeder" funds that relayed money to Madoff willfully turned a blind eye to his improprieties because they were paid generous fees, Markopolos said. He plans to present his findings to the SEC's inspector general on Thursday. If proven, they would substantiate the assertions of many analysts that the alleged fraud was far too large for Madoff to have conducted alone....


    ...Markopolos also planned to provide information on what he called a "mini-Madoff," another Ponzi scheme he said he's uncovered that may have defrauded investors of as much as $1 billion....

    http://biz.yahoo.com/ap/090204/congress_madoff.html

    Ich sag mal so. Die Notenpressen laufen heiß und das Volk jubelt ihm zu.
    CHANGE! Besser kann es nicht sein...

    Die Notenpressen gehoeren nicht der Regierung, sondern den Mitgliedsbanken. Diese entscheiden ueber die Geldmenge. Alle andere Darstellungen sind nur Hirngespinste der Inflationisten.

    Also wird man alles tuen, um keine Deflation zuzulassen, aber es auch
    zu keiner Hyperinflation kommen zu lassen.


    Die Gläubiger:

    Die groessten Galeubiger sind immer noch die FED-Mitgliedsbanken. Sie werden an der Entwertung ihrer Vermoegen kein Interesse haben. Moderate Inflation ist akzeptabel, zur Dollar-Hyperinflation kaeme es nur bei einer Revolution in den USA.

    Vielleicht auch ein Aspekt: Die WahnsinnsPreise in den BankSchaufenstern, die dort fuer Immobilien verlangt werden (meistens VolksBank); gerade wieder: 700 000 als "KaufPreis" fuer e. Haus, das in der Gegend vielleicht 70 000 bringen wuerde, mit Glueck ; auch die anderen Sachen, z.T. Baracken, werden weit jenseits von gut. u. boese angepreist ... ; voellig klar: Nie wird das jemand kaufen !

    Ist doch mal ein ganz offener Einblick in die Bankbilanzen :thumbup: