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Was hinter dem kreditlosen Aufschwung steckt
Führende Professoren und Notenbanken wundern sich über den Aufschwung ohne Kreditwachstum. Nun hat die Abteilung für globale Volkswirtschaft der Deutschen Bank in einer Studie den Zusammenhang von Konjunktur und Kreditentwicklung untersucht. Ihr Fazit birgt Sprengstoff
http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-10/st?editentwicklung
Soso, wenn die Kreditaufnahme weniger stark faellt (2. Ableitung der Kreditmenge > 0), muss die Wirtschaft wieder wachsen, weil im Umkehrschluss bei beschleunigtem Rueckgang der Kreditaufnahme (2. Ableitung < 0) die Wirtschaft schrumpft. Daraus koennte man schliessen, dass bei konstantem Rueckgang (2. Ableitung = 0) der Kreditaufnahme, die Wirtschaft auf konstantem Niveau bleiben muss, was aber langfristig zu Nullkreditaufnahme bei gleicher Wirtschaftsleistung fuehrt - was ziemlicher Unsinn ist, denn infolge des Zinseszinseffekts gibt es ohne Neukreditaufnahme irgendwann kein Geld mehr im Umlauf und trotzdem soll die Wirtschaftsleistung dabei konstant bleiben koennen ?
Die lokale Wirtschafstleistung muss man im globalen Zusammenhang sehen. In China oder anderen Schwellenlaendern steigt die Kreditaufnahme z.B. rasant an, was ebenfalls zu Wachstum in den Exportlaendern fuehrt. Zudem liegt auf dem Wirtschaftswachstum Rauschen durch statistische Fehler, saisonale und psychologische Effekte. Langfristig kann man aber nicht mehr Mehrwert mit immer weniger Geld schaffen - das ist unmoeglich.
Ich halte das nichts anderes als Nebelkerzen oder neue Green-Shoots-Theorie, um das Problem der Kreditklemme wegzureden.