Beiträge von Tollar

    Das sind aber sicher Detailbetrachtungen, die über den Scope eines ZEIT-Artikels hinausgehen.

    Wissenschaftliche Ansaetze muessen auch Grenzbetrachtungen standhalten. Wenn man aber mit eingeschraenktem Blickwinkel empirische Beobachtungen macht und daraus allgemeingueltige Prognosen ableiten will, ist das Scharlatanerei und keine Wissenschaft.

    Für Europa ist m.E. ein Szenario ähnlich Japan wahrscheinlich. Zinsen annähernd 0 und 0- oder Negativ-Wachstum. Die überalternde Gesellschaft - wie in Japan - trägt mit dazu bei. Das dürfte dem Gold allerdings keine Auftrieb geben, sondern eher das Gegenteil.

    Da waere ich vorsichtig. Um nicht in die japanische Krankheit zu schlingern, koennten radikale waehrungspolitische Veraenderungen anstehen.

    ZDF - Frontal21 - Toll!


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    Geht es wieder los ?


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    Kann man die nicht für 20 Dollar im Monat vermieten? :thumbup:

    Es gibt etliche Ghost-Towns in den USA aus vergangenen Epochen, die haben sich nie wieder erholt. Mit der Zeit wurden sie von Verkehrswegen, Strom etc. abgeschnitten. Manche haben "Karierre" als Museumsdorf gemacht. Vermutlich ist das das Geschaeftsmodell mit dem geringsten Verlust, insofern es nach ein paar Jahrzehnten der "Reifung" ausreichend Besucher anlockt.


    http://www.ghosttowns.com/ghosttownsusa.html

    Langfristig ist das natürlich Unsinn, korrekt. Hier geht es allerdings nur darum, diesen "zeitlich befristeten" Effekt anders zu deuten als bislang. Eine längerfristige Prämisse gibt es hier nicht, entweder führt dieser Effekt zu einem erneuten Aufschwung oder zu einer Fortsetzung der Korrektur oder Krise.

    Der Blutverlust verlangsamt sich, deswegen ist der Patient bereits auf dem Weg der Heilung ? Moeglich, genausogut kann er noch alles Blut verlieren. Wie aussagestark sind solche Fifty-Fifty-Indikatoren ?


    Hier wird lediglich Hoffnung verkauft. Vielleicht sollten wir alle Priester zu Volkswirten machen oder Volkswirte sollten Priester werden.

    Uneintreibbare Schulden machen heute bereits 2,9% aller ausstehenden Kredite aus. Zum Vergleich: 1932 im Dritten Jahr der Grossen Depression waren es lediglich 2,25 %.


    Bank charge-offs — loans written off as uncollectable — have reached $116 billion year to date, or 2.9 percent of outstanding loans on an annualized basis, Moody's said in a report.


    By comparison, bank charge-offs were about 2.25 percent in 1932, the third year of the Great Depression, Moody's said.



    http://www.reuters.com/article…ews/idUSTRE59P3LM20091026

    die Hauspreise werden aber weiter fallen... Das bedeutet doch, dass der Staat immer mehr und mehr Ausfälle kompensieren muß.

    Ja und ? Den Banken kann das doch egal sein, sie bekommen jetzt in jedem Fall ihr Geld. Der Staat hat Gefaengnisse, um Steuern von der Allgemeinheit einzutreiben. Private Finanziers und Versicherungen haben dieses Mittel nicht.

    das stand schon mal irgendwo...


    nur - was nützt es? Wenn jemand arbeitslos wird, dann kann er so ein Haus ncht halten und es wird verkauft - oder versteigert...

    Es nuetzt vor allem den kreditvergebenden Banken, weil sie bei der naechsten Foreclosurewelle die Kredit-Ausfallversicherungs-Leistungen direkt vom Staat bzw. den Steuerzahlern erhalten, und nicht mehr von einer AIG, die schnell pleite gehen kann. Zwar koennte man die AIG erneut bailouten, aber die neue Konstruktion ist doch viel geschickter, denn man muss keinen Kongress mehr um Staatshilfen fragen, sondern ist bereits direkt an den Staatstopf angeschlossen.


    Zitat


    Was hinter dem kreditlosen Aufschwung steckt


    Führende Professoren und Notenbanken wundern sich über den Aufschwung ohne Kreditwachstum. Nun hat die Abteilung für globale Volkswirtschaft der Deutschen Bank in einer Studie den Zusammenhang von Konjunktur und Kreditentwicklung untersucht. Ihr Fazit birgt Sprengstoff
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-10/st?editentwicklung

    Soso, wenn die Kreditaufnahme weniger stark faellt (2. Ableitung der Kreditmenge > 0), muss die Wirtschaft wieder wachsen, weil im Umkehrschluss bei beschleunigtem Rueckgang der Kreditaufnahme (2. Ableitung < 0) die Wirtschaft schrumpft. Daraus koennte man schliessen, dass bei konstantem Rueckgang (2. Ableitung = 0) der Kreditaufnahme, die Wirtschaft auf konstantem Niveau bleiben muss, was aber langfristig zu Nullkreditaufnahme bei gleicher Wirtschaftsleistung fuehrt - was ziemlicher Unsinn ist, denn infolge des Zinseszinseffekts gibt es ohne Neukreditaufnahme irgendwann kein Geld mehr im Umlauf und trotzdem soll die Wirtschaftsleistung dabei konstant bleiben koennen ?


    Die lokale Wirtschafstleistung muss man im globalen Zusammenhang sehen. In China oder anderen Schwellenlaendern steigt die Kreditaufnahme z.B. rasant an, was ebenfalls zu Wachstum in den Exportlaendern fuehrt. Zudem liegt auf dem Wirtschaftswachstum Rauschen durch statistische Fehler, saisonale und psychologische Effekte. Langfristig kann man aber nicht mehr Mehrwert mit immer weniger Geld schaffen - das ist unmoeglich.


    Ich halte das nichts anderes als Nebelkerzen oder neue Green-Shoots-Theorie, um das Problem der Kreditklemme wegzureden.

    Anti-Bankenproteste in Chicago


    Demonstranten marschieren zu den Bueros von Goldman Sachs und Wells Fargo
    Protesters in Chicago March on Offices of Goldman, Wells Fargo



    http://online.wsj.com/article/…d=WSJ_hpp_MIDDLTopStories



    Protestierer stuermen das Tagungsgebaeude der American Bankers Association Conference.

    Showdown in Chicago: Protesters Greet American Bankers Association Conference


    ...The Showdown kicked off Sunday when protesters entered the lobby of the hotel where the ABA delegates are gathering.

      PROTESTER: We are not here to cause trouble. We are here because we are in trouble.

      PROTESTER: That’s right!

      CROWD: Bust up big banks! Bust up big banks! Bust up big banks! Bust up big banks! Bust up big banks! Bust up big banks!

      PROTESTER: The American Bankers Association has helped loosen the rules that protect us, allowing the unfettered greed that has brought us to the brink of a recession. And to those bankers who are members and support the ABA’s war against the working and middle class, shame on you! Shame on you! Shame on you!

      CROWD: Shame on you! Shame on you! Shame on you! Shame on you! [inaudible] We’ll be back! We’ll be back! We’ll be back! We’ll be back! We’ll be back! We’ll be back!…


    http://www.democracynow.org/20…protesters_greet_american


    http://www.reuters.com/article/BROKER/idUSN2619805020091026


    http://www.bloomberg.com/apps/…20601103&sid=a0JYDmIjD_20


    http://www.huffingtonpost.com/…ankers-asso_b_334331.html

    Einfach ausgedrueckt: Auch bei unbaren Ueberweisungen zwischen Banken fliesst letztendlich Bargeld.



    Dazu:

    „Transport“ von Giralgeld
    Bargeldlose Zahlungen werden „von Konto zu Konto“ verrechnet.
    Bei Zahlungen innerhalb einer Bank vermindert sich der Kontostand
    des Auftraggebers, während sich jener des Empfängers
    entsprechend erhöht. Komplizierter wird es, wenn der Empfänger
    sein Konto bei einer anderen Bank hat. In diesem Fall kann die
    zahlungspflichtige Bank letztlich nicht mit ihrem eigenen Giralgeld
    bezahlen. Sie ist vielmehr auf die Einschaltung eines Instituts angewiesen,
    bei dem sie selbst über ein Guthaben verfügt und bei dem
    auch die Bank des Zahlungsempfängers ein Konto unterhält. Bei
    Instituten ohne eine solche Einrichtung übernimmt diese Funktion
    die Deutsche Bundesbank, bei der fast alle Kreditinstitute Girokonten
    unterhalten. In diesem Fall muss die zahlungspflichtige Bank
    aber mit Notenbankguthaben bezahlen.

    Das heißt, dass sie Liquidität verliert, die an die Bank des Zahlungsempfängers
    fließt.
    Neben dem Bargeldumlauf also ein weiterer Einwirkungskanal
    auf die Banken. Die Kreditinstitute nutzen das Gironetz
    der Bundesbank für den Einzug von Schecks und Lastschriften
    stärker als bei der Weiterleitung von Überweisungsaufträgen. Auch
    öffentliche Stellen nutzen die Zahlungsverkehrseinrichtungen der
    Bundesbank.


    Quelle:


    http://www.bundesbank.de/downl…ng/geld_sec2/geld2_03.pdf


    (S 40)