Beiträge von Tollar

    Das habe ich jetzt nicht verstanden :hae: War das ironisch in Bezug auf Messner gemeint, oder auf Sarkozys Spaltungspolitik, oder wie sonst?


    Nicht ironisch. Wer eine Europa-Regierung haben will, braucht auch einen vom Volk gewaehlten Praesidenten (Sarkozy traeumt wohl vom Quereinstieg ohne Wahl in dieses Amt). Messner waere fuer mich der richtige Mann zur richtigen Zeit, ganz im ernst. Er ist Pan-Europaer, spricht 3 Sprachen, besitzt die Gabe in Extremsituationen die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist wirtschaftlich erfahren und erfolgreich, politisch aktiv, oekologisch orientiert.



    Die EU ist ja bekanntlich ein Selbstläufer.


    Das ist der Wunschtraum der EU-Buerokraten. Man kann machen was man will, ohne dass jemand reinredet.

    Bei den bisherigen Krisen hat es die Regierung immer geschafft, zu reflationieren, warum sollte es dieses Mal anders sein?


    "The Worst Bubble Ever" bezeichnen es die Oekonomen einhellig. Ein Politiker, der diese Blase re-inflationieren kann, wird auch in der Lage sein, das oekonomische Perpetuum-Mobile zu erfinden. Wenn man Experten hier darueber diskutieren hoert und liest, lernt man, dass die Regierung hier an Grenzen ankommt, wo man die Probleme wegen der Dimensionen mit den bisherigen Mitteln nicht mehr loesen kann. Diesmal ist eben vieles anders.

    Dieses wichtige Argument der Deflationisten (die Pferde müssen zu saufen anfangen) wurde hier im Forum bereits öfters diskutiert. Der Autor vertritt jedoch die Ansicht, dass sich in einem papiergedecktem Währungssystem zur Not einfach der Staat verschuldet und die Zentralbank Wertpapiere monetarisiert.


    Exakt dieses Verhalten können wir im Augenblick bei den Zentralbanken beobachten, und es wird früher oder später zu einer starken Inflation führen.

    Das sehe ich auch so, langfristig kann das zur Inflation fuehren. Doch ob es bis dahin kommt, die Regierung jemals erfolgreich re-inflaten kann (allein ein 23 trillion Immobilienmarkt deflated derzeit mit 15%/Jahr) steht in den Sternen.

    Was muss denn da groß modifiziert werden? Automatik-Version (ich weiss, Ihr könnt Schaltung nicht ab) gibt es doch sicher auch beim Focus (?)... Lichter, Klima, MP3, ...?

    Verstehe ich auch nicht. Deutsche Modelle werden hier ja auch verkauft, ohne dass sie fuer den US-Markt neu entwickelt werden muessen. Die Sicherheitsstandards sind die groesste Huerde. Denke mal, Ford will da bei einer evntl. Schadensersatzklage, was die gesamte Marke Ford in den USA schwer beschaedigen wuerde, keinerlei Risiko eingehen. Da geht man auf Nummer sicher.


    Die Deutschen sind ja modern, aber beim Getriebe hoert's bei den meisten da auf. Ich sag Dir eins: Nie wieder Schaltgetriebe. Ich will auch im Stadtverkehr in Ruhe meinen Kaffee trinken koennen.


    Yep. Ford-Europe steht beim Absatz noch ganz passabel da, während die US-Mutter gewisse Probleme mit dem Absatz nicht mehr ganz zeitgemäßer Vehikel hat. :rolleyes:

    Ford-Europa hat sehr effiziente Modelle. S-max (Mietwagen) hat mich bei meinem letzten Deustchland-Trip echt beeindruckt (fahrleistung/verbrauch). Ford sollte die Modelle hier auf den Markt bringen. Lediglich die Focus Modelle gibt es hier zu kaufen. Ford hat allerdings Jahre gebraucht, die Modelle fuer den US-Markt zu modifizieren.

    Aber der New Deal war doch ein totaler Reinfall. Die USA hatten bei Kriegseintritt eine der höchsten Arbeitslosenraten ihrer Geschichte. Mir scheint, die werden Opfer ihrer eigenen Propaganda.

    Die gesamte Epoche war gelinde gesagt ein Reinfall, mehr eine Katastrophe, besonders in Europa. Nicht nur Arbeitslosigkeit und mehrere Rezessionen in den USA, halb Europa wurde in Schutt Asche gelegt und 50 Mio Tote waren das Ergebnis.

    Soweit ich weiß, sind die Russen an einer Abkoppelung vom Dollar interessiert und wollen den Rubel als Zahlungsmittel festsetzen. Nach dem "Wiedererstarken" des Dollars hört man von solchen Planungen allerdings nichts mehr.

    Man kann zwar beliebige Buchwaehrungen fuer Oel einfuehren, aber eine eine Abkopplung der Preise von der US-Wirtschaftsentwicklung wird nicht so schnell passieren, solange die USA noch die groessten Oelverbraucher sind. Das kann sich aendern, wenn China zum groessten Oel-Verbraucher aufsteigt und dann die Oelpreisentwicklung domoniert. Dann noch eher Yuan.

    Warum die Inflation nicht kommt und wir den Global New Deal brauchen:

    ...Instead, it looks like we’re going to get a kind of Global New Deal. Leaders from the world’s nations are already suggesting a system where the world’s top 30 banks will operate under the supervision of a government panel of some sort. You’ll see more “super banks” and greater control of the levers of global banking and a concerted program to flood the world with new fiat currencies.
    ...


    http://seekingalpha.com/articl…uarantees-it?source=yahoo


    Dieses Szenario halte ich fuer moeglich, weil es der sinnvollste Ausweg aus der globalen Deflation ist (sollte sich die derzeitige Deflation nicht abwenden lassen ... vermutlich wird sie auch bewusst nicht abgewendet) = TOTAL RESET.

    Die Geldmenge in dürfte sich schon in $ aufblähen, da von den Banken $ geliefert werden muss, Rohstoffe werden nun mal in Dollar abgerechnet.

    Ist mir schon klar, dass alles in Dollar bezahlt wird.


    Sicher wird Dollar von den Banken geliefert, naemlich von den Konten der Kaeufer auf die Konten der Hedge-Funds. Aber dadurch wird die Geldmenge oder Dollarmenge KEINESWEGS erhoeht. Das Geld ist bereits im System (Guthaben der Kaeufer) und wandert nur von einer Tasche in die andere - das ist keine Geldmengenerhoehung.


    Mit den Einnahmen muessen die Hedge-Fonds dann ihre Schulden begleichen. Vorausgesetzt ein Teil der Positionen in den Hedge-Funds wurde sogar von Banken kreditfinanziert, wird sogar Geld aus dem System abgezogen, die Geldmenge schrumpft dadurch sogar.

    Rohstoffe werden nun mal überwiegend mit Schiffen zum Empfänger transportiert. Sinkt der Wert und die Menge der transportierten Ware, dann geraten auch die Frachtpreise unter Druck, insbesondere wenn der Ölpreis (Treibstoff für die Flotten) beständig sinkt. Bei hohem Ölpreis könnte man eine solche Korrelation vermutlich nicht feststellen.

    Das macht Sinn, wenn eine drastisch gefallene Nachfrage die Frachtraten sinken laesst. Aber die Preise (CRB Index) laufen den Frachtraten zeitlich deutlich hinterher, nicht voraus. Ausserdem muesste bei dieser einbrechenden Frachtraten=Versorgung die Preise nicht wieder steigen ?


    Noch eine andere interessante Korrelation zur Diskussion: baltic dry = blau, orange = Goldpreis
    [Blockierte Grafik: http://investmenttools.com/images/wfut/crb/BDI_GC_Log.gif]

    Es ist richtig, seit Mitte Juli liquidieren die Hedge-Fonds wie verrueckt, besonders Rohstoff-Futures. Dies ist eine Win-Win-Situation fuer den Dollar, weil Dollars abeschoepft werden und gleichzeitig Rohstoffpreise fallen und den Dollart damit staerken.


    Diese Erleuterung oben widerspricht sich allerdings. Die Geldmenge blaeht sich dadurch nicht auf. Nur Banken koennen die Geldmenge im Umlauf erhoehen, wenn sie neue Kredite ausgeben, was nicht passiert. Die Liquidierung der Hedge-Fonds erzeugt kein neues Geld, weil sie aus geldnot gezwungen sind zu liquidieren, weil die Banken nichts mehr leihen und die Dollars wandern lediglich von den Kaeufern der liquidierten "Ware" zu den Hedge-Fonds.