Beiträge von Tollar

    Nach den Vereinbarungen mit GM darf Opel seine Autos in naher Zukunft weder in die USA noch nach China exportieren, so Magnas Frank Stonach.


    "The agreement with General Motors does prevent us from selling Opel in the United States," Stronach told reporters. A Magna-led consortium has agreed to buy European automaker Opel from GM.
    Asked if the agreement applies to China too, he said, "Yes, for the moment, but keep in mind that General Motors -- we've been working together for 50 years, we've been great partners, and they still own 35 percent (of Opel)."
    http://www.guardian.co.uk/business/feedarticle/8537496

    Im Insolvenzverfahren gibt es auf einmal 16 Interessenten fuer Saturn, 3 fuer Saab. Fuer Hummer gibt es bereits einen Kaeufer. Was passiert, wenn dort auf einmal neue, potente Interessenten fuer Opel auftauchen ?


    General Motors Corp. says it has 16 buyers interested in purchasing its Saturn brand, while three parties are interested in the Swedish Saab brand.
    http://finance.yahoo.com/news/…tential-apf-15413681.html

    Der US-Lebensversicherer Northwestern Mutual Life Insurance Co. hat bisher Gold im Wert von $400 Mio akkumuliert. Der Preis koenne sich verdoppeln oder gar verfuenffachen, sagte Northwestern Mutuals CEO Edward Zore.


    Und es findet ein bemerkenswerter Paradigmenwechel bei institutionellen Investoren statt.

    Northwestern Mutual Life Insurance Co., the third-largest U.S. life insurer by 2008 sales, has bought gold for the first time the company’s 152-year history to hedge against further asset declines.
    “Gold just seems to make sense; it’s a store of value,” Chief Executive Officer Edward Zore said in an interview following his comments at a conference hosted by Standard & Poor’s in Brooklyn. “In the Depression, gold did very, very well.”
    Northwestern Mutual has accumulated about $400 million in gold, and Zore said the price could double or even rise fivefold if the economy continues to weaken.

    http://www.bloomberg.com/apps/…d=ajf0L9wTPq6Y&refer=home

    Erst wird auf 125 Seiten wild argumentiert dass mit dem Kauf von Aktien auf lange Zeit kein Geld zu verdienen ist, dann zwingt die Entwicklung der Boersen eigentlich zur Einsicht dass man irrte und statt dem zu folgen wird felsenfest behauptet, dass der Zusammenbruch schon noch kommen werde - nur etwas spaeter.

    Bodenbildung, ich habe fuer Dich als Therapie fuer Deinen Tunnelblick eine Kinoempfehlung: "Titanic". Musik und Tanz gab es bis zum Schluss.

    Lösungsvorschlag gemacht, der letztlich auf das Unterbinden der Kapitalanhäufung durch extrem hohe Besteuerung hinausläuft.

    Oder zumindest temporaer durch eine Vermoegensreform a-la "New Deal" und das alte Spiel kann nach der Umverteilung neu beginnen. Verstaendlicherweise wird diese Loesung heute von Eliten verteufelt, aber irgendwann ist es unausweichlich.

    und in 10 jahren werden hier immer noch alle sagen morgen knallts

    Sicher nimmt diese Rally im Tunnelblick betrachetet den Untergangspropheten ziemlich die Luft. Wenn man aber 8 Jahre zurueckschaut hatten sie doch Recht. Seit dem Jahr 2000 haben die grossen Aktien-Indizes inflationsbereinigt alle verloren. Die Argumente der Untergangspropheten sind fundamental und die Probleme noch bei weitem nicht geloest. Etwas ueber den Tellerrand geschaut, kann man das Kreditwachstum heute nicht einfach weiterfuehren, weil die Einkommen der Kreditnehmer die Sache auf natuerliche Weise begrenzen. Was heute getan wird, ist nur ein Zeitgenwinnen durch Verschieben der Kreditausweitung (von insolventen Privatkonsumenten auf die etwas weniger insolvente Allgemeinheit), die schmerzvolle Phase der Entschuldung durch Sparen ist aber unausweichlich.
    [Blockierte Grafik: http://tinyurl.com/mvrazx]

    Sorry Milly, das war ein Versehen.


    @trenntWaende


    Prinzipiell sehe ich das auch so, nur wird es mit dem Zeitrahmen nicht so schnell gehen. Etliche Probleme, die deflationaer wirken, sind noch lange nicht geloest. Es ist noch viel an faulen Krediten in der Pipeline und es kommt in 2010/2011 zu einer neuen Welle an Kreditausfaellen, die natuerlich heute noch kein Politiker oder Notenbanker einplant. Und ob die naechste Geldkontraktion ein weiteres Mal mit einer neuen Geldflut ertraenkt werden kann ? Inflations- und Deflationszyklen haben ihre Eigendynamik. Die Sparquote steigt drastisch an und wird es die naechsten 10 Jahre weiterhin tun, die Konsumausgaben sinken und die Marktzinsen steigen, was bei sinkender Wirtschaftskraft deflationaer wirkt (Deflation bekaempft man bekanntlich mit niedrigen Zinsen). Sicher, irgendwann kommt die Inflation, nur so schnell rechne ich nicht damit.

    Selbst bei einer 10:1-Abwertung würden die Amis nicht so viel auf die Reihe bringen, und der Rohstoffanteil in den Preisen bleibt. Autos, die einfach nicht dem Stand der Technik entsprechen und Spritfresser sind, werden auch zu einem viel geringeren Preis nur bedingt gekauft.

    Milly, hier baut man auch Japaner und deutsche Autos, denmaechst sogar Fiats. Bald faehrt der Deutsche mit dem in Detroit zusammengeschraubten Punto rum, natuerlich subventioniert per Abwrackpraemie. Alles nur eine Frage der Lohn- und Nebenkosten, Qualitaet und Know-How kann man importieren. Der gerette Opel-Schrauber ist nach dem Dollarcrash der eigentliche Verlierer.

    Die $2 Mrd Brueckenfinanzierung durch die Bundesregierung aendere nicht viel fuer GM, sondern nur den Verlauf des Insolvenzverfahrens, so eine Analystin.
    Jetzt haengt alles von den Forderungen der Glaeubiger und von der Entscheidung des Insolvenzrichters ab.


    ...A majority of the Detroit automaker's unsecured bondholders have accepted a deal viewed as crucial to reorganization, and Germany agreed to loan $2 billion to GM's German unit, Opel, as part of its acquisition by a Canadian auto parts supplier.
    The moves don't change much for GM, but better prepare it for a bankruptcy protection filing, said Rebecca Lindland, an auto analyst for the consulting firm IHS Global Insight.
    "The more agreements GM has with its interests, the better the bankruptcy is going to go," she said. "It's not a game changer at all."...
    http://www.google.com/hostedne…2IarQyPi9bQDpT3wD98HK9AO0

    Da die U.S.A. auf Kapital- und Warenzufluß aus dem Ausland angewiesen sind, wird ein Vertrauensverlust des Auslands den Dollar in die ewigen Jagdgründe schicken.

    Milly, das ist eine weitere Illusion. Die grossen Exportnationen, deren Wachstum und Wohlstand vor allem darauf beruht, allen voran Deutschland und China werden ihre Waehrungen genauso in die "ewigen Jagdsgruende" schicken. Sollte der Dollar dennoch massiv abwerten, werden die Maerkte in Asien und Europa bald massiv mit "made in U.S.A." ueberflutet.

    dass ein Staat sich in Fremdwährungen oder Gold verschuldet hat und mangels Geldzufluss nichts anderes übrig bleibt als massiv Geld zu drucken

    Die Hyperinflationisten machen immer einen grundlegenden Denkfehler. Die USA koennen sich gar kein Geld selbst drucken, sondern nur die Zentralbank, welche aber ein Instrument des privaten Banken-Kartells ist. Die USA koennen sich diese Geld nur gegen Zins leihen.

    Jetzt kommt der raffinierte Ami her und wird wohl Däutschland zwingen ,


    Geld locker zu machen für die Amis

    Ali, Du siehst das viel zu schwarz-weiss. Die mehr Geld fuer Opel wollen sind die Glaeubiger von GM. Wer dahinter steht ist geheim und bei Gier macht die Nationalitaet keinen Unterschied. Hinter den gierigen Bondholdern koennte so jeder stecken, aber keiner weiss es, weil die Namen der Kreditgeber eben geheim sind. Natuerlich ist es immer sehr populistisch auf die Ami zu schimpfen, was ja sogar die deutsche Regierung tut. Aber da sollte man vorsichtig sein, denn das koennte nach hinten los gehen, weil hinter einem widersprechenden Bondholder auch einer mit feinster Adresse in Deutschland stecken koennten.

    Tollar; von Jugoslawien über Rußland, Argentinien bis Zimbabwe:


    Überall sind die Leute immer ärmer geworden und GLEICHZEITIG die Preise explodiert.

    Milly, Du willst doch nicht allen Ernstes die Geldsysteme dieser Laender mit dem anglo-amerkanischen Geldsystemen vergleichen. Politisch sind solche Vergleiche zwar sehr populaer, aber real gehen sie an den Fakten vorbei.


    Dass die Glaeubiger die Schuldner selbst sind (z.B. Social Security) trifft nur auf die Staatsanleihen zu, nicht aber auf die im Umlauf befindliche Geldmengen. Ich glaube Du verwechselst hier zwei grundsaetzlich verschiedene Dinge.


    Die Geldmengen im Umlauf = Kreditmengen = Schuld - alles und einzig von den Banken erzeugt und in Umlauf gebracht - erzeugen Zins und Zinseszins. Eine Hyperinflation wuerde dieses Bereicherungsgeschaeft der Banken und ihrer Finanziers sofort zerstoeren. Inflation wird auch sicher irgendwann in Anbetracht der in den Bilanzen der FED schlummernden Geldmengen ausbrechen, aber sofort und drastisch bekaempft werden. Die Hyperinflation kann man deswegen ausschliessen. Aber solange die Preisdeflation laeuft (Immobilien, Bauland, Rohstoffe, Loehne, Firmenanteile), ist das doch ein Heimspiel fuer die Glaeubiger der letzten Instanz.