Beiträge von Tollar

    ... und nur eine massive Inflation vermag es, das kränkelnde Finanzsystem der Welt - zumindest vorübergehend - zu retten! Anders kann die Schuldspirale ohnehin nicht gestoppt werden, d.h. die Geldentwertung MUSS kommen...

    Dass Geldentwertung kommen muss, ist lediglich Wunschdenken der Politik und Schuldner. Die Rechnung kann man aber nicht ohne die Glaeubiger machen.

    Nur 54% der Bondholder stimmen Angebot zu, urspruenglich verlangte das US-Schatzamt 90%. Sehr fraglich, ob dies fuer eine geordnete Insolvenz ausreichend ist. Fuer eine geordnete Insolvenz ist typischerweise eine Zwei-Drittel-Zustimmung erforderlich.



    The Treasury Department must find that there is sufficient acceptance for the deal to move forward. In a previous bond exchange offer, the Treasury demanded participation of 90 percent, a debt exchange of $24 billion. The 54 percent who agreed to the revised deal, represent only $14.6 percent of GM's unsecured debt.
    ...
    In a typical Chapter 11 bankruptcy case, the company files a plan of reorganization that must be voted on by creditors. In each class of creditors, the plan would have to be approved by holders of two-thirds of the claims and a majority of the number of individual creditors who vote.
    ....
    http://www.google.com/hostedne…2IarQyPi9bQDpT3wD98HC3400


    Rising U.S. interest rates signal ?hyperinflationary depression?

    Steigende Zinsen wirken deflationaer nicht inflationaer. Steigende Marktzinsen verteuern Anschaffungen, was gerade in Zeiten sinkender Loehne und steigender Arbeitslosigkeit den Abwaertsdruck auf Preise weiterhin erhoeht. Wie im Beitrag auch berichtet, fuehren steigende Zinsen zu weniger Kreditnachfrage - wie soll da Inflation entstehen ? Das ist ja auch Ziel der Zentralbankpolitik - mit sinkenden Zinsen Deflation zu bekaempfen bzw. Inflation zu erzeugen.

    Das allgemein niedrige Zinsniveau ist ein sehr starkes Argument für Aktien. Allerdings nützt das auch wackeligen Firmen nicht unbedingt etwas, weil Risikoaufschläge bezahlt/eingepreist werden müssen.

    Die Marktzinsen steigen am langen Ende allerdings stark an. Allein letzte Woche sind die Zinsen fuer Hypothekenkredite um 30% gestiegen von 5% auf 6.5%. Die Staatsanleihenblase zeigt also erste Wirkung. Mit niedrigen Leit-Zinsen will man Deflation bekaempfen, aber was nuetzt es wenn die Marktzinsen sich ihren eigenen Weg nach oben suchen.

    Was bei solchen Better-Than-Expected-Jubeleien gern verschwiegen wird, ist u.a. das steigende Inventar.

    Warum so viel Mühe und Aufhebens mit diesen seltsamen Standardaktien?
    Wer im Oktober / November in den HUI oder einige dessen Spitzenminen gegangen wäre, hätte den DAX und seine "tollen" Aktien etwa um den Faktor 2 ausperformt.

    Oder GDX als Beispiel zur Ergaenzung, welches seit den Tiefstkursen im November sich um 140% verbessert hat, dazu im Vergleich die kuemmerlichen 20% der Standardsammlung DAX.
    Makrooekonomische Faktoren und langfristige Zyklen bestimmen den Verlauf der Wirtschaft und keine Stochastik-Modelle der Cash-Flows. Die Finanz"mathematik" ist zudem keine Wissenschaft, sondern nur pseudowissenschaftlicher Hokuspokus, denn sonst haette sie den Finanzkrise und fallende Aktienkurse genauso vorausberechnen koennen.
    Die neue Liquiditaet wird sich ihren Weg suchen, aber garantiert nicht in den alten Blasen.

    This next commentary shows how the U.S. government continues to live in a fantasy world, where it simply does not want to know the truth. As the collapse of the U.S. banking sector intensifies, the chief regulator (the “FDIC”) wants to almost eliminate any “reviews” of these failures (“see no evil”, “hear no evil” “speak no evil”).


    “Problem Banks” soar as FDIC tries to ignore problem


    "...Even with these bleak facts and numbers, the real story here was a recent policy-change announced by the FDIC – which was totally ignored by the U.S. propaganda machine. In conjunction with two other regulators, the FDIC announced their intention to raise the threshold which triggers a review of bank failures from $25 million to somewhere between $300 and $500 million (see “U.S. bank “watchdogs” want to be LESS vigilant”)..."

    Das schafft nicht gerade Vertrauen. Hatte sowieso vor einige bank accounts zu raeumen und nur einen Minimalbetrag draufzulassen.

    Das ginge denke ich erst nach einer Bereinigung der derzeitigen Systemfehler, die allesamt noch da sind.

    Sehe ich auch so. Aber dass eine Deflation ueber 10 Jahre anhaelt, halte ich fuer unmoeglich, denn vorher wuerde die Marktwirtschaft kollabieren und dann haben wir den Neustart. Japan blieb so lange Zeit stabil, weil es seine Probleme teilsweise exportieren konnte, wodurch ein Neustart nicht erzwungen wurde. Die USA konnten sich aus der Depression der 30er herauswirtschaften durch Ruestungsproduktion und Neuverteilung der Vermoegen (New Deal). Aber eine globale Wirtschaft kann das eben nicht tun, es sein denn wir exportieren alles an die Aliens. :thumbup:

    Aber nun die schwierige Gretchenfrage: ein Inflationäres Anzeichen oder gar ein deflationäres ? Nach gängiger Meinung werden in einer Deflation Guthaben als auch die Schulden mehr wert. Auch wenn der gute hier im Artikel das Geschehen eindeutig eher als inflationär wertet, fraglich jedoch, ist dem tatsächlich so, oder passiert hier mit den Staatenanleihen /Schulden genau das gleiche, wie mit dem eher harmlosen Immo-Besitzer, dem die Bank in der Deflation die Zinsen raufsetzen muss ?

    Die Zinsen steigen bei den langjaehrigen Staatsanleihen (10 oder 30 Jahre), weil in die Deflation garantiert nicht so lange anhalten wird und in eine Inflation umschlaegen wird. Dagegen fallen derzeit die Zinsen fuer die Kurzlaeufer. Mit den steigenden Hypothekenzinsen verteuern sich Immobilienkredite, was wiederum Druck auf die Hauspreise ausueben wird -> deflationaere Entwicklung.

    Manche verkrampfen eben schnell bei verpassten "Chancen" in einem gezinkten Spiel und bekommen dann den Tunnelblick. Hatte mir eben auch mal die Langfristcharts der Rohstoffe angesehen, das sieht alles sehr nach geplatzen Blasen aus.

    Habe auch nichts anderes erwartet, dass Fonds-Druecker hier kraeftig auf die Klinke druecken.


    Aber jeder soll nach seiner Fason gluecklich werden, wegen mir mit Standardwerten zu exorbitanten Bewertungen. Sollen sie sich und anderen doch schoene Welt vorgaukeln nach dem Motto "Diesmal ist alles anders, die Regeln von gestern zaehlen nicht mehr" (Dejavue Dot-com-Bubble). Die Kurse werden heute nach Belieben gesteuert (elektronischer Handel), nicht mehr von einem funktionierenden Markt gestellt. Die Boersenaufsicht existiert faktisch nicht mehr, denn die die Mitarbeiter sind selber zu sehr mit iheren eigenen Insidergeschaeften beschaeftigt. Ich mach jedenfalls bei diesem Beschiss nicht mit, selbst wenn der Dax bis 10.000 geht. Das dicke Ende kommt noch, aber macht Euch bis dahin noch schoene Tage mit euren Standard"werten". :thumbup:

    Ach ja, nochmal wegen Steuererhöhung... Nun hat Focus Steuererhöhung über 30% doch gebracht :)
    http://www.focus.de/finanzen/s…teuerplus_aid_403629.html

    Mittlerweile der zweite Oekonom, der kuenstliche Inflation herbeifuehren will. Dafuer muss es einen Grund geben: naemlich die Deflation. Der Staat wird einen Rueckgang der Steuereinahmen verzeichnen und das bei steigenden Schulden, also muss kompensiert [bzw. besser abgeschoepft] werden. Nicht zu vergessen der psychologische Faktor auf das Verbraucherverhalten (Sparreflex) einer solchen Steuererhoehungsdiskussion.

    Sch... Deflagesülze Brainwash vom Feinsten. Besonders auch vom (wertlosen) Tollar. Bloß weil alle pleite sind heißt's noch lang nicht daß was billiger wird. Im Gegenteil, die Betriebsfixkosten (incl. Mieten, Löhne, Abschreibungen) müssen auf immer weniger restsolvente Kundschaft umgelegt werden.

    Milly, Deinen verengten Blickwinkel auf Grund Deiner Position in Klein-Deutschelland nehme ich Dir nicht uebel. Die FED mag zwar Geld drucken und es vom Hubschrauber abwerfen, aber wenn dieses Geld keiner ausgibt, gibts auch nimmer Inflation.


    Mal ein paar Fakten aus dem Rest der Welt: Hauspreise -40%, Oel ca. -50%, Silber -27%, S&P -42% (jeweils vom Hoechstwert, aber auch im Jahresvergleich sieht es nicht besser aus)... das kann man so fortsetzen bei Agrarrohstoffen, Industriemetallen und und und. Loehne und Gehaelter -10%, Arbeitslosigkeit steigend. Lieferantenvertraege werden neuverhandelt und Abschlaege im zweistelligen Prozentbereich sind da immer drin. Die Betriebskosten gehen deswegen auch drastisch runter, nicht rauf. Der PPI, ein Vorlaeufer des CPI, ist mittlerweile unverkennbar im negativen Bereich. Ich sehe es auch bereits bei meinen monatlichen Ausgaben, es bleibt mehr am Monatsende uebrig ganz ohne Gehaltserhoehung. Selbst die Privatstunden fuer meine Toechter sind billiger geworden.
    Der deutsche Sozial-Biotop ist nicht unbedingt repraesentativ fuer die Weltwirtschaft. Da wird das meiste abgefedert, verschleiert aber auch verschleppt.

    Entgegen der Aussagen von deutscher Seite, haette GM niemals erhoehte Geldforderungen gefordert. Die Bundesregierung hatte behauptet, die amerikanische Seite trage schuld am Scheitern der Verhandlungen. Nach Aussage von GM CEO Henderson, hat GM nicht nach mehr Geld gefragt. Die Summe von 1,5 Mrd Euro sei unveraendert.

    GM Didn’t Request Extra Financing for Opel, CEO Henderson Says
    General Motors Corp. didn’t ask for additional funding for its Opel unit from the German government, Chief Executive Officer Fritz Henderson said.


    GM’s request for a 1.5 billion-euro ($2.1 billion) so- called bridging loan remains unchanged, Henderson said in an interview today. The Detroit-based carmaker wants 450 million euros in upfront payment, while the German government had thought the immediate needs were 100 million euros, he said.
    http://www.bloomberg.com/apps/…fer=home&sid=ao7iQ36FXRPo


    war sich die Koalition am Donnerstag schnell darüber einig, dass die amerikanische Seite die Schuld an dem Debakel trage.Sowohl Guttenberg als auch Steinmeier kritisierten deshalb GM und das amerikanische Finanzministerium. Man musste in der achtstündigen nächtlichen Sitzung mit Washington vor allem telefonisch verhandeln, weil Finanzminister Timothy Geithner nur einen Berater nach Berlin geschickt hatte.
    Nach Einschätzung des Betriebsrats von Opel ließ eine „Kasino-Politik“ von GM die Verhandlungen in der Nacht zum Donnerstag scheitern. „GM hat unerwartet in der letzten Minute neue Forderungen von 350 Millionen Dollar gestellt“, sagte Betriebsratschef Klaus Franz, der auch Vizechef des Opel-Aufsichtsrats ist.
    [url]http://www.faz.net/s/RubCE844206AD5543959580E21EDC440854/Doc~EC791EF17C6064E9DBE58579C0D0DEAE4~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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