Beiträge von Tollar

    Es ist doch wie mit den Wahlen. Würden die etwas bewirken, dann wären sie verboten oder sie werden mit digitalen Wahlmaschinen durchgeführt, wie seinerzeit in den USA ;)

    Die boesen Wahlmaschinen...aber man kann sie auch umgehen. In den Wahllokalen gibt es nachwievor die Moeglichkeit Papier und Kugelschreiber zu benutzten, so zumindest hier in Kalifornien nach Aussage meiner Bekannten und Kollegen.

    Quasi "The fox gets in charge of the hen house" (engl) oder "Den Bock zum Gaertner machen" (deutsch).


    May 20 (Bloomberg) -- The Obama administration may call for stripping the Securities and Exchange Commission of some of its powers under a regulatory reorganization that could be unveiled as soon as next week, people familiar with the matter said. The proposal, still being drafted, is likely to give the Federal Reserve more authority to supervise financial firms deemed too big to fail. The Fed may inherit some SEC functions, with others going to other agencies, the people said. On the table: giving oversight of mutual funds to a bank regulator or a new agency to police consumer-finance products, two people said. ...

    http://www.bloomberg.com/apps/…d=amepJWiwJJNM&refer=home

    Es ist zwar "nur" ein Volksentscheid in Kalifornien gegen den Terminator

    Volksentscheide sind in Kalifornien der letzte Schritt zur Inkraftsetzung von Gesetzen und bindend. Sie koennen nur mit neuen Volksentscheiden wieder aufgehoben werden. Die Personen- oder Parteienwahl wird dann ziemlich unbedeutend, weil der Waehler bei der Ausgestaltung der Politik immer das letzte Wort hat.

    Saemtliche Budget-Eingriffe und Steuerhoehungen wurden mit ca. 2/3 Stimmenmehrheit abgeschmettert. Nur einer Proposition wurde mit ca. 75% zugestimmt: Einfrieren der Gehaelter fuer Abgeordnete und Regierung. Der Wille des Volkes wird hier sehr deutlich.
    Es fehlen $21 Mrd - Kalifornien ist faktisch pleite. Jetzt ist mit massiven Einschnitten zu rechnen. Z.B. bis zu 10.000 Lehrer koennten entlassen werden. Gefaengnisinsassen muessen freigestetzt werden. Ausserdem beginnt das Gezerre um einen $6 Mrd Kredit aus Washington. Alles Groessenordnungen, die den Banken hintergergeworfen wurden, um Boni auszuzahlen. Bin mal gespannt, wie leidensfaehig die Kalifonier im Angesicht solcher Zustaende sind.

    Seltsam, daß er jetzt darüber redet, wo er aus diesem Job heraus ist......

    Er war schon laenger baerish auf die Wirtschaft zu sprechen und auch bullish zu Gold (er sagte den Crash in 2007 voraus), nicht erst nach seinem Weggang von Merrill Lynch. Aber das ist auch nicht der Punkt. Vermutlich war das auch der Grund warum Rosenberg nicht mehr bei der Investment-Bank bleiben wollte/konnte/durfte ... wo heute nur noch das exzessive "Green Shoots"-Rauchen erwuenscht ist.

    David A. Rosenberg, ehemaliger Chefoekononom bei Merril Lynch, bezeichnete die Krise bereits in 2008 als GDII und glaubt, wir befinden uns in einem sehr langen Baerenmarkt. Er trat erst kuerzlich von seiner Position als Chefoekonom der ML zurueck und wechselte als Chief Economist & Strategist zu Gluskin Sheff.


    Hier ein kurzer Auszug zum Thema Inflation, der Rest ist ebenfalls sehr lesenswert.


    David A. Rosenberg May 19, 2009
    Chief Economist & Strategist Economics Commentary
    ...
    4. Inflation
    While overall consumer prices are in decline, the so-called core ex-food/energy
    index was stubbornly strong in April, rising 0.3% month-over-month (the market
    was looking for +0.1%). The three areas that caused the difference between
    expectations and reality was the hike in tobacco taxes (up 9.3% month-overmonth,
    which added about 0.1% to the core), new auto prices rose 0.4% (rising
    now for four months in a row) and medical care (with a about a 10% weighting in
    the core) was up 0.4% too. The auto component does not include incentives,
    which we know were huge during the month (and deflationary).


    The bottom line is that we are still confident in the deflation theme — so many
    areas are still seeing price declines in the U.S. retail sector: Grocery prices fell
    0.2%, as did clothing. Furniture/appliances were flat. Computers down 0.6%,
    and the list goes on.
    It is tough to get excited about inflation when
    manufacturing capacity utilization rates slide to a record-low 65.7% (from
    65.8% in March) as they did in April.


    Moreover, there were thumbprints of deflation beneath the surface of the PPI
    report — the so-called ‘pipeline’ measures fell sharply in April and these are
    leading pricing indicators.
    The core intermediate PPI (excluding food and
    energy prices at the mid-stage of the production process) fell 0.9% monthover-
    month, the seventh decline in a row, and is deflating a record 3.8% YoY.
    And, the core crude PPI (ex-food and energy prices — this is pricing at the
    earliest stages of production) dropped 0.6%, which was the eighth decline in
    the last nine months. The year-on-year trend is -40% — how on earth are we
    going to be getting an upturn in inflation based on these patterns?
    It’s a real
    statement on how much spare capacity there is in the industrial sector that
    even with the CRB up 20% from the lows that we would be seeing negative
    prints on these pipeline measures.


    http://www.scribd.com/doc/1563…kfast-With-Dave-051909-v5

    David A. Rosenberg, ehemaliger Chefoekonom bei Merril Lynch, bezeichnete die Krise bereits in 2008 als GDII und glaubt, wir befinden uns in einem sehr langen Baerenmarkt. Er trat erst kuerzlich von seiner Position als Chefoekonom der ML zurueck und wechselte als Chief Economist & Strategist zu Gluskin Sheff.


    Hier ein kurzer Auszug zu den Aktienmaerkten und dem juengsten Bullenrennen, aber der Rest ist auch sehr lesenswert.
    David A. Rosenberg May 19, 2009
    Chief Economist & Strategist Economics Commentary


    ....


    The bulls enjoyed and the bears endured a massive 37% rally in the S&P 500
    from the March 9th lows to the May 8th highs. Both in terms of duration and
    magnitude, this proved to be the most intense rally during this 20-month long
    bear market. And, the bounce has been so impressive that it has taken what
    was widely considered to be a massively undervalued stock market in early
    March to one that is now at least moderately expensive. (The FTSE All-World
    market P/E ratio on forward earnings estimates is now around 15x, well above
    pre-Lehman collapse levels
    and nearly double the lows for the cycle.)
    Since the rebound from the March 9th lows was again led by the four sectors
    that led the decline during the bear phase – financials, consumer
    discretionary, materials and industrials – it stands to reason that this was just
    another counter-trend rally. What we know about history is that the sectors
    that led the downturn are never the ones to emerge as leaders in the next
    sustainable bull market.
    ...


    WE DID SOME WORK ON THE S&P 500 … WHAT THE MARKET LOOKS LIKE
    AT FUNDAMENTAL LOWS:
    • Trailing P/E 12x (was 17.5x in March).
    • Dividend yield 4.6% (3.6% in March).
    • Real Baa corporate bond yields 5.5% (were 9.0% in March)
    • In the year after a fundamental low in the S&P 500, real GDP growth
    accelerated 4% in the ensuing year, and corporate profits by 17%. Not
    sure even the most ardent optimist is calling for that.


    http://www.scribd.com/doc/1563…kfast-With-Dave-051909-v5

    Danke fuer den Link


    Interessant auch die Ratschlaege. Im Forum hier herrscht darueber schon seit Laengerem ein Konsens bis auf einen Ratschlag, der allerdings meine persoenliche Ansicht gut bestaetigt:


    Ratschläge für den Umgang mit der Weltwirtschaftskrise

    • Seien Sie mit Ihren wirtschaftlichen Prognosen sehr sehr vorsichtig!
    • Rechnen Sie mit einer Zunahme der Zahlungsausfälle von Seiten Ihrer Kunden!
    • Halten Sie auch Zahlungsschwierigkeiten und Insolvenz bei Ihrer Hausbank nicht mehr für unmöglich!
    • Gehen Sie keine großen Verbindlichkeiten ein, die Sie nur auf lange Sicht und bei stabiler Ertragslage erfüllen könnten!
    • Wenn Sie Kredite aufnehmen, so seien Sie nicht zu optimistisch. Nehmen Sie nur halb so viel Kredit auf, wie Sie glauben, heute „heben“ zu können! Halten Sie die Eigenkapitalquote hoch, versuchen Sie sie zu erhöhen.
    • Mit Inflation brauchen Sie nicht zu rechnen. Die Zentralbanken wissen die heute zu verhindern.
    • Und wenn es Ihnen möglich ist, beherzigen Sie folgende Weisheit: Wer sein Geld zu den Reichen trägt, schadet der Volkswirtschaft!

    Mal hierhin gelegt, weil im urspruenglichen Tread OT.


    Armstrong kennt sicher die Psyche der Banker sehr gut und kann sich in die aktuellen Plaene der Vorstandsetagen sicher gut reindenken. Die fuehrenden Banken sind ganz verrueckt darauf, ihre TARP-Gelder zurueckzuzahlen (TARP repayments from big banks may start in June), da dann der Weg fuer ungehemmte Bonuszahlungen wieder frei ist. Zwar wird die geringe Kapitalausstattung nach Rueckzahlung der Rettungsgelder die Banken wieder ins Wanken bringen, falls die reale Wirtschaft sich leicht schlechter als die "soften" Stress-Test-Szenarien verhaelt, was sehr wahrscheinlich ist. Und es kann angezweifelt werden, dass der Kongress in einer solchen Situation den Unbelehrbaren dann nochmal derart unter die Arme greift. Aber in den Koepfen der Banker ist die Gier (nach Boni) einfach groesser als jegliche mittelfristig vorausschauende Rationalitaet und die Katastrophe eingeplant und daher denkbar, dass man ein letztes mal kraeftig mit Bonis abkassiert, bevor die Titanic endgueltig zum Meeresgrund geschickt wird.

    WARNUNG! WARNUNG! WARNUNG!


    Goldkauf hat nun endgültig Mainstream erreicht!
    Nun sind die ersten Goldautomaten (!) an Bahnhöfen geplant.


    http://www.ftd.de/unternehmen/…-am-Automaten/516107.html

    Aber man muss doch zugeben: die fast einzigste Branche die noch waechst, und das in Krisenzeiten, und ganz ohne Konjukturhilfen. Dazu stabile, kostendeckende Preise und sinkenden Kosten fuer die Produzenten, welche andere Branche hat heute solche Bedingungen und dazu noch Wachstumsaussichten ?

    Das Wall St journal fuehrte einen eigenen Stress-Test durch. Es untersuchte 940 der ca. 8000 existierenden Banken in den USA, mit den gleichen Parametern, mit denen die 19 fuehrenden Banken von der Regierung geprueft wurden. Das Ergebnis ist erschreckend: Bei 634 Banken wuerden Verluste zum gefaehrlichen Unterschreiten von Mindesandfordungen fuehren.


    Local Banks Face Big Losses
    Journal Study of 940 Lenders Shows Potential for Deep Hit on Commercial Property
    Total losses at those banks could surpass $200 billion over that period, according to the Journal's analysis, which utilized the same worst-case scenario the federal government used in its recent stress tests of 19 large banks. Under that scenario, more than 600 small and midsize banks could see their capital shrink to levels that usually are considered worrisome by federal regulators.
    http://online.wsj.com/article/SB124269114847832587.html


    Statt 70% Gewinn im S&P 500 auf 18 Jahre setzt Buffet auf bescheidene 15% auf 10 Jahre.


    Warren Buffett confirms to CNBC's Becky Quick that Berkshire Hathaway has made changes to some of its controversial bets on the long-term health of stocks. Buffett told Becky last night by telephone that roughly $2 billion of put options on the benchmark S&P 500 stock index have been altered.
    [i][i]Since their strike prices were set to the level of the S&P at the time the 'old' contracts were written, and the index has dropped severely since then, the 'old' contracts would not have reached break-even unless the S&P gained about 70 percent in the next 18 years.The 'new' contracts become money-makers if the S&P rebounds by just 15 percent over the next 10 years.

    http://www.cnbc.com/id/30808188

    Ausgerechnet die Aktien-Cheerleaders CNBC erklaeren das ...


    The time-tested buy-and-hold investment mantra has become so unpopular that even those who advocate the strategy don’t refer to it by that name anymore. Now terms like “buy and harvest” and “buy and trade” have replaced the old “buy and forget” philosophy once so popular among active stock market investors ...
    http://www.cnbc.com/id/30496675


    Was denken Fonds-Druecker ?

    Da lügt man sich wohl reichlich von der rechten in die linke Tasche und andersrum.

    Luege ist das bei genauerer Hinsicht nicht, es offenbart allerdings die nicht ganz freiwilligen Finanziers des Stimulus-Wahns. Die Sozialkassen muessen ihre Ruecklagen ja irgendwo anlegen und das haben sie mit frueher als nahezu risikolosen betracheteten US-Staatsanleihen getan. Auf der anderen Seite gibt es auch sicher eine politische Verpflichtung, Ueberschuesse der Sozialsysteme beim Staat anzulegen.
    Aehnlich werden sicher die Riester-Renten von den Versicherungen in Bundesanleihen angelegt (allerdings beruhigend zu wissen, dass es in D keine Ueberschuesse aus der gesetzl. Rentenversicherung gibt, die entsprechend anzulegen waeren).


    Was mich bei den Zahlen jetzt doch etwas beunruhigt, ist der hohe Anteil von sog. "Suckers" (unter dem Szenario eines Staatsbankrotts ein durchaus bezeichnender Begriff) an diesen Schulden.