Beiträge von Tollar

    Die Inflation wird NUR (!!!!) dann eintreten, wenn die Banken viele Kredite zu teueren Zinsen vergeben. Die Banken waren direkt für die hohen Inflation der letzten Jahrzehnte verantwortlich.

    Dem kann ich nicht folgen. Zinsen fliessen ja zurueck an die Banken und damit wird Geld dem Wirtschaftskreislauf entzogen anstatt zugefuehrt. Einzig die Menge der ausgegebenen Kredite kann Inflation verursachen, aber nur wenn die Kreditmenge schneller waechst als Tilgung, Zins und BIP. Dabei ist Inflation aber eine elementare Zutat unserer Geldsysteme damit sie ueberhaupt funktionieren. Inflation ist die Triebkraft Geld auszugeben. Geld darf nicht gehortet werden, andernfalls kollabieren diese Systeme.

    Fabian


    Sehe ich genauso. Wobei ich Hyperinflation ausschliesse, weil die Notenbank (Instrument der Finanziers, nicht der Politiker) diese sofort bekaempfen wird, denn die Finanziers wollen ja nicht ihre Vermoegen durch Abwertung verlieren (alles Geld ist Schuld).


    Preisinflation wird nur durch begrenzte Ressourcen ausgeloest. Sie wird daher zuerst bei Rohstoffen, Energie und Bauland beginnen, zuletzt sich bei Industiewaren auswirken. Wobei ein Preisanstieg der Ausgangsstoffe fuer die Produktion von Industriewaren durch steigende Produktivitaet kompensiert wird, besonders durch globalen Wettbewerb mit Billiglohnlaendern. Japan der 70er Jahre ist das beste Beispiel.


    In einer Ueberflussgesellschaft besteht auch gewaltiges Einsparpotential der Ausgaben bei den Verbrauchern. Bis das Einsparpotential ausgeschoepft ist, sehen wir nur eine Verschiebung der Inflation zu den lebensnotwendigen Guetern, waehrend sich nicht lebensnotwendige Gueter weiterhin verbilligen werden. Erst massive Lohnsteigerungen koennen auch eine Inflation auf breiter Front bewirken.


    Heute werden wieder die aktuellen Zahlen zu den US-Geldmengen veroeffentlicht. In den letzten Monaten war die Entwicklung bei M1 und M2 eher flach.

    Das beste Beispiel ist in diesem Zusammenhang Thornburg Mortages. Thornburg galt als der Immobilienfinanzierer der Reichen und Vermoegenden. Die Kunden hatten ein durchschnittliches Einkommen von ueber $200.000/Jahr. Finanziert wurde nur ab $417.000 und man akzeptierte lediglich Kunden mit ueberdurchschnittlichen Credit-Ratings. Die Aktie galt noch im Herbts 2007 als sicheres Investment und nicht anfaellig gegen die Kreditkrise, fiel aber von $28 auf bis zuletzt auf $0,015. Im Maerz musste Thornburg Mortages Insolvenz anmelden.


    http://www.reuters.com/article…ing/idUSTRE52G4AF20090317

    Hal Turner hatte mit 1) Recht. Nur 3 Banken bestehen den Stresstest, die restliche Banken sind unterkapitalisiert, muessen die Reserven erhoehen.



    Amex, JPMorgan, Bank of New York Mellon pass tests
    http://finance.yahoo.com/news/…es&pos=main&asset=&ccode=

    Am Frietag werden die Ergebnisse der Tests der Öffentlichkeit bekanntgegeben.


    http://www.n-tv.de/1149401.html


    Werden wir vorher wieder ein Drückung des POG sehen damit am Freitag wieder
    genügend Luft nach oben ist ? Könnte ich mir gut vorstellen. So hat es vor Wochen
    auch den Anschein gehabt, bevor Ben neue "schlecht Nachrichten" bekanntgegeben hat.

    Wall Sts haussender CNBC hat die Ergebnisse natuerlich schon heute ausposaunt. Alle bestanden natuerlich, Aktien boomen ... aber der sichere Hafen Gold steigt mit ?) ... scheinbar misstrauen doch Einige diesem Schoenheitswettbewerb.

    dieser "Einkauf" findet bereits seit einiger Zeit statt

    Habe ich auch nicht in Abrede gestellt und liegt voll im Trend wie auch Investitionen zu US-Staatsanleihen. Schon wegen solcher wachsenden internationalen Verflechtungen wird man an einem vorteilhaften Gleichgewicht aller Waehrungen interessiert sein, besonders zu der, in der man am staerksten investiert ist.

    Warum denn nicht? Man produziert dann längst mit viel günstigeren Lohnstückkosten als derzeit und exportiert fleissig ins Ausland und ergatterrt dabei einen schönen Währungskorb - USA als das China des 21. Jahrhunderts.

    Niedriger Dollar ist aber etwas anderes als Dollarkollaps/crash/untergang. Das wird hier in den USA als sog. "Reverse Globalisation" diskutiert - mit schwachem Dollar machbar und nur so wird die Wirtschaft hier wieder nachhaltig auf die Beine kommen.

    Ein logischer Ausweg für die Zulieferer der USA wäre es, sich direkt in das Land einzukaufen, sprich sich direkt in den entsprechenden Industrien der USA festzusetzen um damit mit "Inland" zu produzieren und auch zu investieren.


    Ebenso logisch ist es derzeit für alle Schuldnerstaaten der USA ihre Dollarberge abzusichern, sei es durch den Erwerb von Sachwerten ( ala China) oder auch durch globale Beteiligungen an anderen Unternehmen.


    Wer braucht wohl eine stark inflationäre Weltleitwährung ? Sicher kein Schuldner ebendieser, daher werden sie ihn ab einem gewissen Punkt fallenlassen.... den Dollar.

    Aber warum sollten Auslaender in den USA investieren und dann den Dollar fallenlassen ? Das widerspricht sich doch etwas, oder ?

    erst mit 2009 geht es den meisten Firmen direkt an die Wäsche.

    Eine richtige Konsolidierung bei boesrennotierten Unternehmen haben wir ja noch nicht gesehen. Sie wird kommen, und dann werden Firmen fuer "Pennies/Cents on the Dollar/Euro" uebernommen, egal ob der Aktionaer will oder nicht. Wenn er Glueck hat bekommt dann einen Umtauschkurs aufgebrummt, der sich nicht mehr so richtig rechnet, wen er Pech hat, geht die gesamte AG einfach ueber die Wupper.

    Ganz klar sollen die Massnahmen der FED den Dollar abwerten, aber da spielen logischwerweise die Zulieferer der USA wie China nimmer mit und stuetzen den Dollar und werden ihn auch in Zukunft stuetzen.

    @ Edel Man


    Heftige Inflation wird kommen, keine Frage. Man wird sie auch heftig bekaempfen - zweistellige Zinssaetze der FED hat es schon mal gegeben. Und es wird zu einem kraeftigen Anstieg der Loehne, Rohstoffe, Immobilienpreise und/oder Aktien kommen - davon bin ich ueberzeugt. Das ist die folgerichtige, aber langfristige Entwicklung. Nur sehe ich das Pendel die naechsten 2..3 Jahre in die andere Richtung ausschlagen und man sollte, wenn man so langfristig orientiert ist, auch die entsprechende Ausdauer fuer solche Investments mitbringen. Selbst wenn die bereitgestellte Liquiditaet morgen die Maerkte fluten sollte, wird sie sich nicht gleichmaessig verteilen, sondern eine neue Blase bilden. Aber keiner weiss wo. Die letzte Liquiditaetsschwemme fuehrte lediglich zum Aufblaehen der Bodenpreise (Immobilienblasen sind immer Bodenspekulationen, weil nach Abzug der Erstellungskosten die eigentlichen Unsummen fuer den blanken Grund bezahlt werden) anstatt in signifikante Investitionen in Industrie und Technologie zu fliessen (von der Bauindustrie, die sinnlos ueber den Bedarf poduziert hat, einmal abgesehen). Genauso Sinnloses wird mit dieser Liquidiaetsschwemme passieren.


    In der deflationaeren Phase sehe ich aber fuer Gold gute Chancen, weil es die sicherste Form von Bargeld darstellt, da in der Deflation das Entwertungsrisiko von Bargeld steigt (negative Zinsen und Entwertung von Dollarnoten wird ja bereits von Harvard-Oekonomen diskutiert). Besonders die Hersteller sollten in der Deflation auf Grund fallender Kosten und stabilem Goldpreis profitieren.

    Solche Meldungen verursachen bei mir Mißtrauen:


    Umsätze auf Xetra und dem Frankfurter Parkett brechen ein

    Der "Reasale" stockt eben (nicht wahr Bodenbildung ?). In den USA ist es kein Geheimnis (selbst der Chef der NYSE sagt das offiziell), dass Aktien nur von Haendler an Haendler verkauft werden aber Privat- und Kleinanleger sich aus gutem Grund fernhalten.

    Die Dausend im Dow kommen nie und nimmer. Prechter träumt [smilie_love]
    Längst vorher zerhagelt's den ganzen debitistischen Kapitalismus.


    Derweil erleb(t)en wir allenfalls eine kurze Korrektur im stabilen inflationären Trend.

    Prechter ist damit nicht der erste prominente Investmentberater, der den Crash vorausgesehen hat und heute die 1000 beim Dow sieht.


    Inflation sehe ich bisher nur bei den Realzinsen. :D

    Mich erinnert das ganze schon etwas an das Frühjahr 2003 damals hat man von allen Seiten auch nur gehört warum die

    Das 2003-Bodenargument hoert man auch immer wieder als Begruendung fuer diese Rally und damit verbundener Bodenbildung. in 2003 hatten wir allerdings einen 30-monatigen Baerenmarkt hinter uns, heute gerade mal 18 Monate. Dazu kommt die Dimension dieser Krise - mitnichten zu vergleichen mit dem Tech-Bubble-Burst in den USA und Europa.

    Das Schoene ist ja, dass Zusammenhaenge ganz unabhaengig vom Verstaendnis einzelner bestehen. Fuer den einen verstaendlich, fuer den anderen alles Zufall.

    Dann erkaler uns doch mal, welche Fundamentaldaten die Kurse begruenden. Das einzige plasuibel Argument Dividendenrendite basiert ja nur auf Dividendenzahlungen aus der Vergangenheit. Die zukunftigen Dividenden werden kraeftig fallen.