Beiträge von Golden Earring

    Niedriger Realzins treibt den Goldpreis
    Von Felix Pieplow

    Der Goldpreis macht wieder von sich reden, nachdem er in nur zehn Wochen um 30 Prozent zugelegt hat. Vorletzte Woche hatte er sein altes Hoch aus dem Jahre 1980 bei 840 US-Dollar erreicht, konnte sich dort aber nicht halten und liegt aktuell knapp unter 800 USD. Geht damit ein siebenjähriger Anstieg zu Ende oder die Rally weiter? Ein wichtiger Indikator ist der Realzins.


    Goldanleger wissen, dass es einen sehr aussagekräftigen Indikator für die Entwicklung des Goldpreises gibt: den Realzins. Diese Größe zeigt denjenigen Ertrag an, den ein Anleger erhält, wenn er sein Geld möglichst sicher in kurzfristigen Staatsanleihen anlegt und davon noch die Inflationsrate abzieht. Eine vergleichbare Sicherheit bieten ihm nur Anlagen in Edelmetallen oder Rohstoffen, die rar sind – wie das Gold.


    Die Goldanlage hat folglich immer dann ihren größten Sinn, wenn in der Wirtschaft ein negativer Realzins vorherrscht. Im Chart ist der Zusammenhang deutlich zu sehen. In den letzten 35 Jahren war der Realzins während drei Episoden negativ – und dreimal legte der Goldpreis aufgrund zusätzlicher Nachfrage sicherheitsorientierter Anleger deutlich zu.


    Derzeit liegt der Realzins nur noch bei rund 0,5 Prozent für Dollaranlagen. Dass er bald negativ werden kann, dafür sprechen einige Fakten.
    Die Zentralbanken sind weltweit dabei, die Zinsen anzuheben, weil Inflationsindikatoren ein zunehmendes Inflationswachstum prognostizieren. So haben erst kürzlich China, Schweden und Norwegen ihre Leitzinsen erhöht. Die US-Wirtschaft allerdings befindet sich laut Analysten im Frühstadium einer Rezession. Dies alleine ist schon Grund genug, die Leitzinsen zu senken.


    Damit kann in Kürze mit einem wieder negativen Realzins gerechnet werden. Und so scheint es nur eine Frage der Zeit, bis der Goldpreis sein altes Hoch überschreiten wird.


    PS: Die Realzinsen wurden hier mit der "offiziell geschönten" Inflationszahlen gerechnet, nicht mit der gefühlten Kaufkraftverlust. die etwa 4-8% höher liegen.

    Wenn die Finanzwelt bereit ist bei diesen Zinsen, das große Geld in US-Treasury-Papieren mit den kollabierenden Dollar zu halten und diese Papiere als "safe haven" zu sehen, müssen wir uns damit abfinden, demnächst auf einen Planeten auszuwandern, wo die Chance besteht, dessen Menschen und Finanzen wir "eventuell besser zu verstehen".

    aus...http://www.welt.de/wirtschaft/…u_60_Prozent_steigen.html


    Gazprom fordert mehr
    Gaspreise sollen um bis zu 60 Prozent steigen
    Der russische Gaskonzern Gazprom will 2008 die Preise für die Abnehmer in Westeuropa anheben.
    Gazprom-Chef Medwedew gibt der EU die Schuld: Der Wettbewerb der Verbraucherpreise stört die Umsatzpläne von Gazprom.
    Medwedew geht noch weiter und droht mit Konsequenzen bei der Versorgung.


    Kunden in Deutschland können sich auf eine drastische Steigerung der Preise für Erdgas im kommenden Jahr einstellen. Alexander Medwedew, Vize-Vorstandschef des weltgrößten Erdgasmonopolisten Gazprom, prognostiziert für 2008 einen Anstieg der Erdgaspreise für europäische Abnehmer um bis zu 60 Prozent.
    Medwedew sagte am Rande der Moskauer Messe „Gas Russlands - 2007“ vor Analysten, die Erdgaspreise würden von 250 Dollar auf 300 bis 400 Dollar per 1000 Kubikmeter erhöht. Für den drohenden Preissprung macht Gazprom nicht nur die Entwicklung der Erdölpreise verantwortlich – der Preis für Erdgas bildet den für Erdölprodukte mit drei- bis sechsmonatiger Verzögerung ab –, sondern die EU. Die Pläne der EU-Kommission, den Erdgasmarkt in Europa weiter zu liberalisieren, führten „unweigerlich zu einer Situation, in der die Preise steigen“.
    Gazprom sieht eigene Interessen durch EU verletzt
    Gazprom stört sich daran, dass die EU die Erdgasindustrie entflechten und die Transportnetze vom Vertrieb trennen will. Während Gazprom, wie Medwedew betonte, als reiner Erdgasexporteur davon profitieren würde, würden jedoch die Interessen des Konzerns in den Bereichen Distribution und Marketing verletzt....


    ...Das erklärte Ziel von Gazprom ist es, die Wertschöpfungskette vom Bohrloch in Sibirien bis zum Erdgasherd bei Kunden in Europa zu beherrschen.
    Die Pläne finden innerhalb der EU wenig Anklang, besteht doch die Gefahr der Abhängigkeit vom Energielieferanten Russland. Gazprom liefert in diesem Jahr 148 Mrd. Kubikmeter Ergas nach Europa (2006: 151 Mrd. Kubikmeter) und hat einen Marktanteil von etwa 25 Prozent. Bis 2015 wird einer Analyse von Gazprom zufolge der Marktanteil auf 33 Prozent klettern.



    Bei aller Bedrohlichkeit und Ernsthaftigkeit des Berichts: Das erst bei einer "kompletter Beherrschung der Wertschöpfungskette", "die Gefahr einer Abhängigkeit" bestehen könnte, zeigt von einer unfreiwilligen Komik von der Auffassungsgabe des Schreiberlehrlings.
    Wenn zu einer so offensichtlichen Erpressung und Drohung, als Kommentar bzw. Beurteilung, nur diese Formulierung einfällt, ist man schon mehr als betroffen.
    Die Nachricht zeigt nichts von der Ungeheuerlichkeit und Brisanz, das dem Ganzen innewohnt.



    In autoritären und kommunistischen Regimes wurden doch die Preise staatlich festgesetzt bzw. eingefroren, um "Inflation zu vermeiden"
    Im Prinzip wohl das Gleiche. US Regime fängt an sich zu outen!

    aus...http://news.yahoo.com/s/ft/200…_ft/fto111920072042514349
    The US Federal Reserve will on Tuesday publish its first set of enhanced economic forecasts alongside the minutes of the last meeting of the Federal Open Market Committee, and the result may surprise some investors.
    The new economic projections are likely to show that Fed policymakers expect the US economy will pull through an expected near-term rough patch and regain strength over the course of 2008, even though they see downside risks to that forecast.


    This relatively upbeat assessment will reinforce the impression that the US central bank is more bullish on growth than the financial markets, and challenge market expectations of further interest rate cuts.


    Fed funds futures are pricing in a near-90 per cent probability that the Fed will cut interest rates again in December, and the market expects the central bank will probably cut rates twice more during next year - a base case view top Fed officials apparently do not share.


    FED wird dies Jahr einmal noch mit einer 90%igen Wahrscheinlichkeit die Zinsen senken. Und für nächstes Jahr werden noch zwei mal Zinssenkungen erwartet.
    FED tut alles, um noch ein softlanding zu zaubern. Um die notwendigen Zinssenkungen mit den Inflationserwartungen in Einklang zu bringen, zaubert FED "fallenden Inflation" für nächstes Jahr!
    Das Ganze erinnert an einen Farce, aber die Medien posaunen die "Erwartungen" als Fakt in die Welt hinaus und nur Einzelne wundern sich darüber. Ob die Öffentlichkeit das Ganze gelassen hinnimmt, werden wir an den langfristigen Zinsen sehen. Solange die nicht steigen, gibt es offensichtlich für die Öffentlichkeit keine Inflation. Solange die Mehrheit mitspielt, können sie auch offiziell alles negieren.
    Kurz- bis mittelfristig kann man die weitere Goldpreisentwicklung wohl positiv sehen, da die Zinsen definitiv weiter fallen werden. Danach muss man einfach schauen, wie die Inflationszahlen lanciert werden und ob die Öffentlichkeit sich über weiter fallenden Inflation täuschen lässt. Und natürlich, ob die "offizielle" Realverzinsung vom negativen zum positiven gedreht werden kann.

    aus
    Internationale Geldpolitik im Fokus
    Frankfurt (aktiencheck.de AG) -
    Die Fähigkeit der geldpolitischen Entscheidungsträger, einen Kompromiss zwischen Inflation und Wachstum zu finden, dürfte in den nächsten zwölf Monaten stark auf die Probe gestellt werden, so die Experten von J.P. Morgan Asset Management.


    ...In Europa werde die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen bis Anfang 2008 vermutlich unverändert lassen, obwohl der Konsens vom EZB-Präsidenten Trichet unter Druck geraten dürfte. So würden einige EZB-Mitglieder ihr Augenmerk auf die Inflation, die sich zuletzt in der gesamten Eurozone überraschend stark präsentiert habe, und das kräftig anziehende Geldmengenwachstum (die zweite Säule der geldpolitischen Strategie) richten. Den Gegenpol würden die Mitglieder bilden, die sich angesichts der Abschwächung auf den Immobilienmärkten und der ins Negative drehenden Kreditzyklen besorgt über die Wirtschaft zeigen würden. Der Weg des geringsten Widerstands könnte daher keine Veränderung sein. Die Zentralbanken in Großbritannien und Japan dürften ähnlich handeln.


    China bleibe in geldpolitischer Hinsicht von zentraler Bedeutung. Die Furcht vor einer Überhitzung in Form einer höheren Inflation, die wiederum durch negative reale Zinsen angeheizt werde, lasse auf die Notwendigkeit eines schärferen geldpolitischen Kurses schließen.
    So würden die Experten von J.P. Morgan Asset Management damit rechnen, dass im vierten Quartal weitere restriktive Maßnahmen in Form von höheren Zinsen, einer beschleunigten Währungsaufwertung sowie einer Neuverhängung administrativer Kontrollen angekündigt würden. (07.11.2007/fc/a/m)

    Zitat

    Original von py-ro


    Vermixt du hier nicht proaurum mit westgold??


    Ja, ich habe sie vermischt ;)
    Sind aber beide honore Adressen! Quasi die Haus- und Hoflieferanten der Forumsgemeinde.

    @ wall2000
    "...Wenn die Kurse sehr hoch stehen und der Zins niedrig"


    Das Problem ist, wann ein Kurs hoch ist bzw. wann der Zins niedrig ist, weiss man halt nur hinterher.
    Und nur die Aussicht auf steigende Zinsen würden schon reichen, den Goldpreis kollabieren zu lassen. Dazu kommt das die Zinshöhe nur in Zusammenhang mit der Inflationrate bedeutend ist. Bei 1% echter Inflation, und 2% Zinsen, hätte man eine Realrendite von +1%.
    Verglichen mit den momentan negativen Realrenditen von mindestens -2 bis -3% wäre das noch eine Alternative! D.h. die nominale Zinshöhe bedeutet garnichts.


    Und bezüglich des Verkaufen des Golds irgendwann: und das lenbenslange Sparen, und das "Hier und Heute!
    Wir reden hier nicht vom Sparen an sich:-)
    Sondern vom Schützen des "bereits Ersparten" oder des wirklich überschüssigen Vermögens.
    Beim "irgendwann Verkaufen" steht man wieder vor dem Problem, was tun damit, das es sein Wert/Kaufkraft erhält.
    Ob ich das mit 60 auf den Kopf haue oder Kindern und Enkelkindern vermache, das ist ein völlig anderes Problem


    Eben sehe ich, das Nibelungen es auf den Punkt gebracht hat:


    "Man steigt nicht aus, bloß weil man den Betrag X verdient hat, man steigt aus, wenn die Aussichten woanders besser sind."


    Besser kann man es nicht sagen!

    Warum ist der Dollar so schwach?
    http://www.ftd.de/boersen_maer…Dollar/281519.html?p=2#a1
    Der Dollar hat seit Jahresbeginn zum Euro mehr als zwölf Prozent verloren. Nach Ansicht von Währungsexperten stecken hinter der Euro-Stärke beziehungsweise der Dollar-Schwäche [
    B]massive Kapitalzuflüsse in die Euro-Region und Kapitalabflüsse aus den USA[/B]. Nach Schätzungen der britischen Großbank HSBC haben Investoren in diesem Jahr 150 Mrd. Euro in europäische Kreditinstrumente und 275 Mrd. Euro in europäische Aktien investiert. Hintergrund für die Zuflüsse sind relativ zu den USA steigende Bondrenditen in der Euro-Zone.


    Ein umgekehrtes Bild bietet sich in den Vereinigten Staaten.
    Nach Angaben des US-Finanzministeriums haben die Anleger im September und August rund 165 Mrd. $ abgezogen.
    Verantwortlich dafür sind sinkende Leitzinsen und eine Skepsis gegenüber den Wirtschaftsaussichten der USA. Insbesondere die Krise am US-Hypothekenmarkt besorgt die Anleger. Um den Trend umzukehren, gibt es aus ökonomischer Sicht nur zwei Möglichkeiten: Entweder amerikanische Vermögenswerte verbilligen sich, oder der Dollar wertet weiter ab.


    Ja, und eine Besserung oder Veränderung ist nicht in Sicht! Also, Dollar weiter down!

    Ich denke, "jede Zielpreis-Erwartung " ist spekulativ und kontraproduktiv. Sie stärkt nur die Voreingenommenheit und reale Beurteilungsfähigkeit.


    Relativ "faktensicher" sind nur die Fundamentalumstände. Solange diese Umstände anhalten, spielt es keine Rolle, wo die Masse oder Commercials den Preis hingetrieben haben. Das kann 1.000 € sein, das können auch je nach anderen Faktoren und Begleitumständen auch 5.000€ oder mehr sein. Wenn diese aberwitzigen Mengen an Papiergeld tatsächlich aus Mangel an Alternativen statt in Euro, in Gold gehen, gibt es kein Halten mehr oder irgendeine gerechtfertigte Höhe. Und bevor die Massnahmen für ein Gegenlenken oder Gegenmassnahmen nicht beschlossen sind, oder zu erwarten sind, braucht man die Bestände nicht zu liquidieren. Die negativen Zinsen werden unter anderem der Indikator sein.


    Im Moment sind seitens EZB keine Zinserhöhungen zu befürchten und die Zinssenkungen sind nur eine Frage der Zeit. Und mit einem Abstand von ca. 9 Monaten bis 1 Jahr wird die EZB dann die gleiche Konjunkturpolitik machen, wie der FED - nämlich die Zinsen senken. Und wehe, die Inflation ist dabei nicht offensichtlich rückläufig.
    Was die Staatsverschuldung betrifft, steht Europa definitiv noch um einiges schlechter da, wie die USA.:-)

    Passt ja. Da, hast du die direkte Möglichkeit nach Feierabend einen formschönen Barren zu giessen.
    Interessenten gäbe es hier im Forum genug :)
    Nicht das ich dich zu Irgendwas verleite ;)

    Warte doch noch ein bisschen, die Zeiten, wo die Leute das Zeug auf den Markt schmeissen, um Essbares zu kaufen, sollen ja nicht mehr weit sein ;)
    Im Ernst, wenn du auf dem Flohmarkt, Silberbesteck oder andere Utensilien aus Omas Nachlass unterm Spotpreis bekommst: zugreifen. Die Marge für die Unkosten, um daraus Barren zu giessen sind ziemlich hoch. (19% MwSt. hat ja bereits entrichtet, sodass du sie dir auch noch ersparst) Billiger kannst du an Silber nicht kommen.

    Zitat

    Original von Arthur
    Hallo Leute,
    I....... hier mal fragen, wie sich der Dollarkurs ihrer Meinung nach gegenüber Euros entwickeln wird, kurz- und mittelfristig. Ist eine Erholung wahrscheinlich?
    Danke!



    Hallo Arthur,
    kurzfristig kann es natürlich mal zürückkommen, aber mittelfristig, sprich die nächsten 3 - 4 Monate wird es wohl eher stärker über 1.50 gehen. Klar ist erstmal, alle Welt geht aus der USD raus. Dann haben die Amis selbst Null-Interesse an einem starken Dollar, die Chinesen tauschen es peu a peu, still und leise um.
    Und das Allerwichtigste: Es wird dies Jahr noch eine FED-Zinssenkung erwartet. Und die EZB wird die nächsten 6 Monate wohl keine Zinssenkung vornehmen. Das letzte Quentchen Glaube würden sie dann auch noch opfern.
    Bei sovielen fundamentalen und trendtechnischen Gründen wäre es mehr als verwunderlich, wenn er die nächsten Monate wieder auf 1.40 hin zürücklaufen würde.
    Klar, möglich ist alles, und wenn ich sicher wäre, würde ich USD shorten. Aber wenn ich wählen müsste, dann eh nur Euro, und noch besser natürlich Gold oder Silber. Oder am Allerbesten: die Silberzehner. Da ist man dann für alle Fälle gerüstet. ;)