Ich glaube wir erleben z. Z. eine Inflation an Warnungen, an Prophezeihungen und anderen Krisen-Meldungen.
Das Problem ist, je mehr diese werden, umso weniger werden sie als gefährlich wahrgenommen. Weil irgendwann, sagt man automatisch, was soll das, alle warnen, aber nichts dramatisches passiert. Was man an "dramatischem" auch konkret erwartet .
Das scheint die Lösung seitens des Establishments zu sein, jeder warnt und droht so lange, bis die Sensibilität für die Sache völlig unter die Räder geraten ist. Dann können die "Besserinformierten" ihre Schäfchen ins Trockene fahren.
Ich gebe zu, ist nur ein kläglicher Erklärungsversuch!
Beiträge von Golden Earring
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Große Empfehlung und vielen Dank an mr.twister
Die Leistung ist nicht zu übertreffen.
Immer wieder gern bereit was mit ihm zu machen. -
Das in letzter Zeit häufig herumvagabundierende Wort "Monetisierung" bedarf vielleicht einer detaillierten Betrachtung:
Grundsätzlich lässt sich sagen, das diese Wort eins der scheinheiligsten und hinterhältigsten Wörter der Wirtschaftspolitik ist. Quasi ein Unwort par exelance!
Nachfolgend eine Einbettung dieses Wortes in seine natürliche Umwelt, nämlich den Schulden:"In einer Situation, in der der Realzins über der realen Wachstumsrate liegt - möglicherweise als Folge überhöhter Verschuldung und der damit einhergehenden Überforderung des Kapitalmarktes -, steigt die Staatsverschuldung im Verhältnis zum Sozialprodukt selbst bei ausgeglichenem Primärsaldo ständig an. Der Staat befindet sich in der Schuldenfalle und kann nur durch eine konsequente Senkung seiner Primärausgaben und durch Schaffung von Primärüberschüssen seine Schuldenlast zum Abschmelzen bringen.
Geschieht dies nicht, sondern behält der Staat seine bisherige Verschuldungspolitik bei, so ist früher oder später der Staatsbankrott unausweichlich.
Die Marktteilnehmer könnten in solchen Fällen mit einer zukünftigen Monetisierung der Staatsschulden rechnen
und damit ein Anziehen der Inflation als zunehmend wahrscheinlich empfinden.
Bleibt die Notenbank bei ihrem auf Geldwertstabilität gerichteten Kurs, verschärft sich unter diesen Bedingungen die Misere der Staatsfinanzen weiter...."Wenn ein Komiker jetzt meint , ich hätte hier eine Passage aus hartgeld.com zitiert, den kann ich beruhigen.
Es ist ein Auszug aus der Rede des verehrten Professor Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing, seines Zeichens, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank und Chefvolkwirt derselben Institution bis zum 08.06.2006.
Ja, bis "gestern" noch gewarnt, und "heute", sprich im August diesen Jahres, wurden die "Missetaten" als ob nichts geschehen wäre, "zum Wohle des Marktes" durchgeführt.
Also über Bank of England/Northern Rock und FED/Citibank brauchen wir uns nicht die Nase zu rümpfen. Erst mal vor der eigenen Haustür zu kehren, würde uns bezüglich der "Monetisierung" weiterbringen. -
Bank of England, muss trotz des Irrsinns, den Fehlbetrag vorstrecken, um Schlimmeres zu vermeiden.
Ein "BUNK RUN" grösseren Maßes ist halt verheerender, als die altbekannte Monetisierung, auf die hier im Forum immer wieder hingewiesen wird!
Nur das Erkennen dieses Umstands durch die Allgemeinheit ist auch in England nicht zu erwarten. Warum sollte es dort auch anders zugehen wie Sonstwo.
Das "Smartmoney" hat es allerdings schon längst erkannt:-) Siehe Entwicklung der British Pound seit August (Beginn -Northern Rock Debakel) Von 0,67 auf 0,715 Pfund/€.Vielleicht irre ich mich auch und es ist ein Zufall;-)
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Auszug aus einem sehr guten Leserkommentar:
"....Solange das Zinsniveau nicht steigt, kann man von einer Krise noch gar nicht sprechen. Das weiß auch die Notenbank (EZB) , die Geld druckt.
-Und damit natürlich die Inflation anheizt, die gefühlt bereits seit Monaten höher ist als der Index unserer Erbsenzähler.-Gesellschaftliche Veränderungen gerade bei den Amis, die in ihrer Infrastruktur an das Italien der Siebziger Jahre erinnern. Die Ausgaben für das Militär wären besser angelegt, um Eisenbahnen, öffentlichen Verkehr usw. zu finanzieren.
Nur ein paar Dinge, man versucht ja zu rationalisieren. Da dies wie in allen Lebensbereichen nicht immer geht (der Mensch versucht es trotzdem), wartet der gierige Spekulant darauf, dass die Ami-Preise über die Währung und über die Kaufkraftparität, die Heusinger falsch einschätzt, purzeln. Dann kann man an Assetkauf denken, Immos in Manhattan, DC guten Standorten.
Bis dahin heißt es abwarten. Die Notenbanken werden Fehler machen und machen sie schon. Die Inflation wird völlig unterschätzt. Es wird einen plötzlichen Zinsanstieg geben, da Anleger begreifen werden, dass ein US-Treasurypapier zu wenig bringt. Negative Realrenditen lässt sich der dümmste Anleger nur bis zu einem gewissen Grad bieten.
Bernanke meint immer noch, er könne die Fakten ausblenden, die nun mal heißen: Öl und Rohstoffe auf Allzeithoch auch Aktien und Immos (bis vor kurzem), Lohnerhöhungen, Vollbeschäftigung in vielen Bereichen usw.
Mit diesen Fakten, eine Zinssenkung durchzuziehen, sorry, aber dümmer gehts nimmer. Der Markt gibt darauf in den nächsten Wochen die Antwort."Das Meiste kann man nur so unterstreichen.
In dem Kommentar ging es hauptsächlich um Dollar/Euro-Kurs. Aber ursächlich hängen die Sachen ja eh zusammen.
Und Themen über Zinsen, Inflation ,Währungen usw. kann man gar nicht genug lesen, da langfristig erst die Essenz aus diesen Tatsachen, den Goldpreis vorgibt. -
Die FED jetzt noch transparenter? Mit Abstand die lustigste Meldung des Tages!
PS: Solange es wahrscheinlich die "Marktlemminge" gibt, die aus einer Meldung eine kurzfristige Börsenrichtung produzieren können, solange wird Bernankes "Meldungen" wohl noch "ernst"genommen werden.
PPS: Die gesamte Länge der FAZ-Meldung kann man sich schenken.
aus http://www.faz.net/s/Rub48D1CB…Tpl~Ecommon~Scontent.html
Bernankes neue Transparenz
Von Peter Coy
16. November 2007
Die amerikanische Notenbank bringt mehr Licht ins Dunkel. Eine weise Entscheidung?
Wann ist der Punkt erreicht, an dem die von der amerikanischen Notenbank veröffentlichten Informationen des Guten zuviel sind? Wir werden es in Kürze herausfinden, denn am 14. November kündigte Fed-Präsident Ben Bernanke eine neue Kommunikationspolitik an, in deren Rahmen eine größere Fülle an Informationen in kürzeren Abständen veröffentlicht werden soll. Bald wird die Fed Wirtschaftsprognosen im Quartalsrhythmus herausgeben, die bis dato halbjährlich erschienen sind. Zudem wird der Zeithorizont dieser Voraussagen statt bisher zwei nun drei Jahre abdecken......... -
betreffend http://www.orf.at/071115-18696/?href=htt...7txt_story.html
Zitat[i]Kaufkraft überschätzt
US-Analyst: Wirtschaft Chinas deutlich schwächer als bisher angenommen.Chinas Wirtschaftskraft wurde in den meisten bisherigen Analysen weit überschätzt. Mit dieser These lässt der US-Analyst Albert Keidel aufhorchen, demzufolge die Wirtschaft Chinas um 40 Prozent kleiner ist als allgemein angenommen.Ja, was den jetzt? ORF-Beitrag für mich nur diffus!
Wird die Kaufkraft der chinesischen Bevölkerung oder Bruttoinlandsprodukt der chinesischen Wirtschaft überschätzt?
Ich denk das sind zwei paar Schuhe. BSP falsch berechnet ,wäre schon ein Lapsus grösseren Stils. Man sollte doch wohl annehmen, das die Statistiker die "Gesamtleistungen" einer Volkswirtschaft ,wie prinzipiell unsinnig auch berechnet" wenigstens vergleichsweise untereinander richtig, ausrechnen müssten. Es müsste doch unabhängig von der Kaufkraft des Volkes, "die Volksleistung", neutral, aufstellen lassen, sodass ein Vergleich unter allen Ländern möglich ist,
Also, wenn sie auch da Sachen reininterpretieren und Annahmen treffen, dann sind die zahlen genauso seriös, wie die Inflationsraten!"Hochgerechnet zeigten diese Daten, dass das gesamte Bruttoinlandsprodukt in China noch deutlich hinter dem der USA zurückliegt."
Sie bringen einen noch soweit, das man wirklich keiner offiziellen Zahl mehr trauen kann. Dabei wollte ich ein Mindetsmass an Glauben bezüglich offiziellen Statistiken mir aufbewahren.
Die Unsinnigkeit und Seriösität der Höhe des US-Wirtschaftskrafts, mit mehr an Schulden, mehr BSP zu schaffen, will ich garnicht kommentieren!
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ZitatAlles anzeigen
Original von Golden Earring
23% ist für`s Geldmengenwachstum ist eine stolze Zahl. Sogar für die USA.
Das Merkwürdige nur, die die es am meisten betrifft, ignorieren sie auch am meisten. Nicht nur in den USA.Und in den Aktienkursen ist im Endeffekt, das zuviel an Liquidität ,die die Problematik und Aussichtslosigkeit in den Anleihenzinsen bereits erkannt hat.
Wann, diese Liquidität sich auf die Edelmetallmärkte schüttet, ist eine Frage der Zeit.
Die klassischen Rohstoffmärkte, die z.Z. ebenfalls hoch im Kurs stehen, werden wohl bei den ersten Konjunktur-Fragezeichen aus China und Indien
ebenfalls den Rückwärtsgang einlegen, mit den Aktien.
Was dann bleibt ist: Zürückgehende Weltwirtschaft, fallende Aktienkurse wegen fallenden Umsätzen und Gewinnen,
fallende Rohstoffwerte wegen fehlender Nachfrage, und fallende Zinsen, um die Konjunktur anzukurbeln.
Gut dieTriple-A Anleihen, werden wohl steigen. Kein Wunder, bei fallenden Zinsen. Aber bei immer noch hohen Inflationsraten bleibt die negative Rendite
und der Wunsch nach einem reelen Inflationsausgleich bestehen.Und diesen Zweck erfüllt halt nur Gold. Umso mehr, wenn sogar das Risiko von hoher Inflation mit nicht anspringender Konjunktur zusammentreffen.
In den 70 ern nannte man sowas Stagflation. Ein genauso schwer zu bekämpfendes Phänomen wie Deflation.Das - wäre dann der Nährboden für explodierende Goldpreise.
Eine Stagflation - Im Rahmen des Möglichen?
aus ... http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_262244
Massenweise hohe Preise
von Stefan Wolff, ARD-Börsenstudio
Stagflation?
Mehr noch: Sollte sich das Wirtschaftswachstum tatsächlich verlangsamen und sollten die Preise weiter steigen, droht Stagflation.
Die Angst vor diesem Szenario lässt die Anleger derzeit zittern.
Der größte anzunehmende Unfall wird aber voraussichtlich nicht eintreten. Mit sinkender Nachfrage und wieder milderem Wetter werden die Ölpreise auch wieder nachgeben. -
23% ist für`s Geldmengenwachstum ist eine stolze Zahl. Sogar für die USA.
Das Merkwürdige nur, die die es am meisten betrifft, ignorieren sie auch am meisten. Nicht nur in den USA.Und in den Aktienkursen ist im Endeffekt, das zuviel an Liquidität ,die die Problematik und Aussichtslosigkeit in den Anleihenzinsen bereits erkannt hat.
Wann, diese Liquidität sich auf die Edelmetallmärkte schüttet, ist eine Frage der Zeit.
Die klassischen Rohstoffmärkte, die z.Z. ebenfalls hoch im Kurs stehen, werden wohl bei den ersten Konjunktur-Fragezeichen aus China und Indien
ebenfalls den Rückwärtsgang einlegen, mit den Aktien.
Was dann bleibt ist: Zürückgehende Weltwirtschaft, fallende Aktienkurse wegen fallenden Umsätzen und Gewinnen,
fallende Rohstoffwerte wegen fehlender Nachfrage, und fallende Zinsen, um die Konjunktur anzukurbeln.
Gut dieTriple-A Anleihen, werden wohl steigen. Kein Wunder, bei fallenden Zinsen. Aber bei immer noch hohen Inflationsraten bleibt die negative Rendite
und der Wunsch nach einem reelen Inflationsausgleich bestehen.Und diesen Zweck erfüllt halt nur Gold. Umso mehr, wenn sogar das Risiko von hoher Inflation mit nicht anspringender Konjunktur zusammentreffen.
In den 70 ern nannte man sowas Stagflation. Ein genauso schwer zu bekämpfendes Phänomen wie Deflation.Das - wäre dann der Nährboden für explodierende Goldpreise.
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aus http://www.welt.de/finanzen/ar…Geld-Illusion.html?page=7
9. November 2007, 12:23 Uhr Von Daniel Eckert und Holger Zschäpitz"Experten warnen Sparer vor "Geld-Illusion"
Das lange nicht mehr gefürchtete und fast vergessene Inflationsgespenst ist plötzlich wieder da. Die anziehende Preissteigerung vernichtet Rendite bei der Geldanlage.
Doch viele Sparer sind schlecht auf die neue Situation vorbereitet.
Die Preissteigerungsrate in der Eurozone hat im Oktober mit 2,6 Prozent den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Sie liegt damit klar über der von der Europäischen Zentralbank als Preisstabilität definierten Marke von knapp zwei Prozent, normalerweise ein Zeichen für eine baldige Zinserhöhung im gemeinsamen WährungsraumVor allem Tages- und Festgeldkonten betroffen Hauptleidtragende der Inflation sind Halter festverzinslicher Papiere und Rentenfonds. Denn der Kupon (die jährliche Zinszahlung) bleibt gleich, während die Lebenshaltungskosten stetig steigen. Bei einer Inflationsrate von drei Prozent verlieren Zinszahlungen von 1000 Euro im Verlauf von zehn Jahren 26 Prozent ihrer ursprünglichen Kaufkraft.
Geldillusion - trotz geschönter Inflationszahlen. Wenn`s sich nur herumspräche. -
tenntWände,
zu meiner Schande: Es geht mir genauso!
Solange das finanzielle Chaos und der Nebel sich nicht lichten, ist meine tägliche Freude, nicht über den Goldpreis, sondern über die Menge, die ich besitze definiert.
Bei denen, die schon länger dabei sind, sehen die Verhältnisse naturgemäss anders aus. -
silverchiller,
Ich habe bereits 2 Threads gesehen, die sich mit dieser Nachricht beschäftigen. Natürlich ist das Sauerei hoch drei! Aber nichtdestotrotz :Cool down! Auch wenn du prinzipiell Recht hast. -
Guter Beitrag Alexis. Respekt!
Bei mir hört sich das immer knochentrocken an, auch wenn ich dasselbe sagen will.:-) -
Das man mit falschen Entscheidungen nicht hausieren geht, ist menschlich. Mal gewinnt man, mal verliert man, und die Verlustsituationen vergisst man am Besten ganz schnell. Wie halt im richtigen Leben.
Welche Gründe sich für den aktuellen Abstieg finden lassen ist m.E. sekundär. Für den nächsten nächsten Anstieg werden sich auch wieder neue Gründe finden lassen. Höchstwahrscheinlich nach dem Anstieg. Nennt sich glaube ich "Rationalisieren".
Wenn man den Anstieg ab 650 usd ansieht, ist ein Rückschlag nun wirklich nichts Überraschendes, auch wenn wir alle, bis auf einige Wenige, doch überrascht wurden.:-) -
Hallo ritterwacht,
bist du wirklich der Meinung, das im Gold zur Zeit übermäßig Phantasie oder Erwartungshaltung drinsteckt, sodass die Preise sich in einer Blase befinden?
Ich bin der Meinung, das die grosse Mehrheit das Währungsproblem oder die finanziellen Probleme im Allgemeinen, die uns hier im Forum beschäftigen, noch nicht mal als solches erkannt hat. Das heisst der Goldpreis gibt die reelle Situation in der sich die Finanzwelt befindet nicht eindeutig wieder. Der Goldpreis wird sich in höhere Preissphären erst bewegen, wenn das grosse Geld einsteigt oder einfach zuviele kleine Leute auf der ganzen Welt ihre Ersparnisse in Gold anlegen wollen.
Bis dahin kann der Goldpreis je nach Trader- und Spekulantenlaune zwischen 750, 850 oder 900 usd hin und her bewegen. Das macht keinen Langfristgoldhorter nervös.
Aber heute von einer Blase im Goldpreis zu sprechen, kann einfach nicht ernst genommen werden, verunsichert aber etliche Neueinsteiger, die dann wohl auf Goldpreise um 500 USD warten müssten, die aber höchstwahrscheinlich nicht kommen werden. -
ja, auf der Web-Site ist nichts zu sehen.
Aber den Amis traue ich alles zu. Die Beschlagnahmung und die Zerschlagung werden sie sich schon von einem Richter haben genehmigen lassen. Aber die Rechtsstaatsprinzipien in USA sind doch wohl immer wieder interpretationswürdig. -
ZitatAlles anzeigen
Original von traditional3
Interessanter Beitrag von dottorehttp://f17.parsimony.net/forum30434/messages/397541.htm
Auszug:
Man kann natürlich die subprime-Krise auch dadurch lösen, dass weder Geld fließt noch in Form der Übertragung des Eigentums das Grundstück (welches das nicht fließende Geld niemals einspielen würde) an den Gläubiger geht.
Die Leute bleiben drin wohnen, zahlen nix, und die Gläubiger (wer auch immer) halten die mortgages zum full face value in ihren Bilanzen. Es wären dann sozusagen mortgages ins Nichts.
Nix einfach erklärt.
Ich lese nur, das z.Z. kein Geld fließt und die Gläubiger, sprich die Deutsche Bank diese "Nichts-Mortgages" immer noch halten!
Monetisierung im engeren Sinn heisst für mich, einer weist den Forderungen konkret Geldbeträge zu. Hier ist die Rede von Nichts.
Wenn du mit Monetisierung , das "normale" Gelddrucken des Notenbanken im Allgemeinen meinst, sodass die Fed oder EZB erstmal Geld gegen Zinsen für die Überbrückung an die Bank leiht, damit sie ihr Geschäft weiterführen können, ok, das ist business as usual.
Das Problem ist für die Deutsche Bank allerdings damit nicht aus der Welt!
Es wird nur das Inflationieren "aller Schulden im Währungsbereich" beschleunigt. Das ist subtil, und ja, auch bei den Fiat-Währungen ein erlaubter Kunstgriff und wird auch eingesetzt. Das jährliche Geldmengenwachstum von 10 -15% spricht ja Bände! Mit ein Grund dafür das wir in Gold gehen müssen. Und die Allgemeinheit nimmt davon kein Kenntnis. Man kann es noch so deutlich schreiben! -
Scheint ja, so ziemlich der Super-Gau für die Deutsche Bank zu sein.
Da ist aber ein grösserer Abschreibungsbedarf fällig, als Ackermann beschworen hat! Sollte eigentlich irgendwelche persönliche Folgen haben! -
Noch eine köstliche Abhandlung mit einem köstlichen Humor von Altmeister Bill Bonner:
Verfasst von Bill Bonner am 15.11.2007 um 9:18 Uhr aus Goldseiten.de
Dumm, dümmer, am dümmsten
Zentralbanken haben ungefähr die gleiche gesellschaftliche Funktion wie Schnapsbrennereien. Sie heben den Mut und senken den Intelligenzquotienten.
Sie steigern die Liquidität und lassen die Gehirnzellen eintrocknen. So lange der leichte Kredit noch fließt, schätzen sich die Menschen glücklich.
Aber je länger die Glückssträhne andauert, desto dümmer werden die Menschen.Von der Spitze des amerikanischen Schneegürtels kommt der Beweis. Ich bin schon in der vergangenen Woche an den folgenden Bericht aus der N.Y.TIMES geraten:
"Schon um 10 Uhr morgens füllten mehr als 700 Leute den Saal im Versammlungshaus um dabei zu sein, bei der Immobilienmaklern zufolge größten Auktion von zwangsversteigerten Immobilien, die je in Minnesota stattgefunden hat ... Es gab nur Stehplätze und vor der Tür standen noch mehr, die darauf warteten, hinein zu kommen."
Zum ersten Mal seit der Weltwirtschaftskrise fallen die Immobilienpreise überall in den Vereinigten Staaten. In Großbritannien, Irland und Spanien fangen die Preise auch gerade an zu fallen. Doch in den Köpfen der meisten Hauskäufer ist es immer noch ein Bullenmarkt. Sie haben schon so lange mit den steigenden Preisen gelebt, dass sie sich nichts anderes mehr vorstellen können.
"Der Markt ist gerade wirklich weit unten, also kann man gute Preise bekommen", sagte eine Käuferin, eine Kellnerin, die nicht nach einem Haus suchte, in dem sie wohnen wollte, sondern nach einem Haus, dass sie renovieren und dann verkaufen wollte. "Selbst wenn man das Haus nicht gleich wieder verkaufen kann und eine Weile darauf sitzen bleibt, wird es ja im Wert steigen."
Was ist passiert? Die Menschen, die weltweit das meiste Glück haben, scheinen die falschen Schlüsse zu ziehen; sie scheinen ihren Scharfsinn zu verlieren. Sie halten sogar den geringsten Konjunkturrückgang für eine Möglichkeit zu kaufen. Immer noch keine Rezession, die Immobilienpreise sind um weniger als 10% gefallen, die Aktien bewegen sich in der Nähe der absoluten Rekordwerte; von offiziellen Stellen heißt es, dass das Schlimmste hinter uns liegt – und diese Leute glauben ihnen!
Im sonnigen Argentinien ist es eine ganz andere Geschichte. Während die Kreditgeber um eine Möglichkeit wettstreiten, den Sprechern der englischen Sprache Geld zu leihen, fragt man sich, wer ein Interesse daran hat, Kredite südliche des Rio Plata anzubieten? Kreditgeber hier unten sind schlau geworden. Sie stellen Fragen. Sie wissen, wie schnell sich das Geld bewegen kann. Sie fragen sich, ob sie es je zurückbekommen werden ... und was es wert sein wird, wenn es zurückkommt.
Die größte Finanzinnovation im vergangenen Jahrhundert ist am 15. Januar 1971 aufgetaucht. Das war das Jahr, in dem die Regierung der Vereinigten Staaten dem amerikanischen Dollar Räder verschaffte, seither ist er 100% frei von Gold und er kann hingehen, wohin er will.
Ich möchte Ihnen heute sagen, dass dieses Ereignis zu mehr Dummheit geführt hat als das Fernsehen. Nachdem sie ihre Spazierfahrten mit diesen neuen Dollar aus der Zeit nach 1971 aufgemotzt hatten, sind die Amerikaner auf die finanziellen Schnellstraßen aufgefahren ... und sie gelangten an Orte, an denen sie noch nie zuvor gewesen waren.
Heute haben sie schon fast alles gesehen – von den heimtückischen Sümpfen der Hypotheken mit variablen Zinssätzen an Kunden mit geringer Bonität, die dazu verwendet wurden, Häuser an Leute zu verkaufen, die kein Geld hatten - bis hin zu den in den Himmel schießenden Wolkenkratzern der verbrieften Schulden, die auf Kredit-Kontrakten basieren, die keine wirkliche Sicherheit aufweisen ... bis hin zu einem Mt. Saint Helens in der Heimat (das amerikanische Bilanzdefizit von 800 Milliarden Dollar) ... hin zu den Vesuven und Krakataus der Devisenreserven, die sich im Ausland stapeln (in den vergangen vier Jahren sind 2,8 Billionen hinzugekommen - mehr als in der gesamten vorangegangenen Geschichte der Vereinigten Staaten.)
Man sollte doch meinen, dass sie etwas gelernt haben. Stattdessen ist es so, als wären sie - und auch der gesamte Rest der Welt - nach Hause gefahren, hätten das Auto in der Garage geparkt, das Tor zugemacht und ihre mit Dollar befüllten Motoren auf Touren gebracht und dann tief eingeatmet. Schon bald konnten sie kaum mehr ihre Autoschlüssel finden und waren schon gar nicht mehr in der Lage, zwei und zwei zu addieren.
In Venezuela, Russland und im Iran führen die höheren Ölpreise zu weniger öffentlicher Politik. Hugo Chavez wäre vermutlich bereits aus dem Amt - ein Staatsstreich im Jahr 2002 hat ihn fast nach Kuba in den Ruhestand geschickt - wäre da nicht der erhöhte Ölpreis gewesen. In Russland schien Wladimir Putin auf dem richtigen Wege, als er sein Amt übernahm. Russlands geringe Arbeitskosten und der pauschale Steuersatz von 13% haben einen Boom hervorgebracht. Doch als Öl teuer wurde, wurden die Landrechte günstig. Heute nutzt Putin seine Kontrolle über die Energieressourcen als einen Stock, mit dem er auf jeden auf der Angebotslinie einschlägt. Und auch im Iran wirken die hohen Ölpreise wie Hilfe aus dem Ausland - sie helfen dabei, die Inkompetenten an der Macht zu halten und stattdessen die Politik fallen zu lassen.
In Bolivien hat der Trotzki-Bewunderer Evo Morales vorgeschlagen, das Gas nicht am Weltmarkt zu verkaufen, sondern eine Pipeline über die Anden zu verlegen, 1.500 Kilometer lang, um das Gas an die Argentinier verkaufen zu können. Das staatliche Energieunternehmen Argentiniens kauft derweil das Gas zu einem Preis, der in der Nähe des Weltpreises liegt – und verkauft es für die Hälfte an die Wähler.
In China sollte jeder, der davon ausgeht, dass Wohlstand und Demokratie Hand in Hand gehen, noch einmal genauer hinsehen. Trotz des größten wirtschaftlichen Booms der Geschichte der Menschheit, wird dieses Land immer noch von Kommunisten geführt. Ihre Wirtschaftsstrategie besteht aus dem Versuch, mehr Produkte an Verbraucher im Westen zu verkaufen, die das Zeug nicht brauchen und sich nicht wirklich leisten können, dafür zu bezahlen.
Geht man in Amerika von den oben genannten Beweisen aus, dann muss die Kreditschlacht eines Vierteljahrhunderts hier mehr Gehirnzellen abgetötet haben als eine Ansprache des Präsidenten. Und in Großbritannien ist der einfache Hausbesitzer immer noch so ahnungslos wie sein amerikanischer Cousin, er denkt, dass er reich werden kann, indem er Immobilien kauft, um sie zu vermieten, und das zu einem Höchstzinssatz, der noch unter dem Londoner Interbanken Angebotssatz liegt.
Zwischenzeitlich führen die hohen Rohstoffpreise zu einer Hemmung des Lernprozesses selbst hier in Argentinien. Die Frau des letzten Präsidenten Leo Kirchner hat wie erwartet die Wahl mit einem leicht errungenen Sieg gewonnen, nicht wegen ihrer Vorschläge oder ihrer Politik, sondern weil sie keine macht. Stattdessen "sprechen hier Soja, Weizen und Mais", sagt meine Kollegin Paola Pecora. Hohe Rohstoffpreise haben dazu geführt, dass sich auch die Argentinier glücklich schätzen.
Aber die Argentinier hatten noch keine so lange Glückssträhne wie der Rest von uns. Ihr Verstand ist noch nicht so träge.
"Vertrauen Sie auf nichts, was Ihnen die Regierung erzählt", sagte ein ortsansässiger Taxifahrer. "Sie sind alle Lügner. Die meisten von ihnen lügen die Hälfte der Zeit. Wenn sie einen italienischen Nachnamen haben, dann lügen sie 75% der Zeit. Und wenn sie über die Wirtschaft sprechen, dann ist es 100% Lüge.
© Bill Bonner
Quelle: Auszug aus dem Newsletters "Daily Observer" -
Wirklich wunderschöne Entwürfe.
Schade,das man sie nicht kaufen kann.