Die COT Daten sind doch immer wieder spannend. Nüchtern betrachtet deuten die Daten der letzten vier Wochen auf einen Trendwechsel bei den kommerziellen Händlern hin. Diese sind wie von wef schon beschrieben laut alt hergebrachter Deutung zu den COT ein negatives Signal für weiter steigende Kurse.
Die kommerziellen Händler sind in der Summe wieder verstärkt netto short. Die müssen es ja wissen, die Jungs die den Markt machen?
Wer steckt hinter den kommerziellen Händlern?
Produzenten:
Wo man davon ausgehen kann, dass diese eher netto short sind da sie ihre Produktion im voraus zu einem für sie auskömmlichen Preis verkaufen.
Swap Dealer:
Sind in der Regel Banken oder deren Tochtergesellschaften welche platt gesprochen im Kundenauftrag Positionen eingehen. Den Kundenhandel findet man entsprechend auch in den Lieferlisten wieder.
Managed Money:
Auch hier wieder platt gesprochen Banken die auf eigene Rechnung mit fremden Geld arbeiten.
Beim näheren hinschauen fällt auf, dass der Strukturwandel der letzten vier Wochen vor allem auf die verstärkte Erhöhung der short Position der Swap Dealer zurück fällt. Da diese nun im Kundenauftrag arbeiten sehe ich diese Erhöhung der shorts eher positiv. Da es jemanden geben muss der sich verstärkt vor steigenden Kursen schützen möchte.
Wenn jetzt nicht auch bei der Zuordnung gemauschelt wird sollten die Swap Dealer nur Zwischenhändler sein die einem hohem Kaufinteresse beistehen.
Zu woernies Beitrag von David Morgen:
Was Herr Morgen nicht berücksichtigt ist das JPM seine short Positionen im wesentlichen abgearbeitet hat. JPM ist jetzt bereits eine bedeutendere Bank im physischen Comex Lager geworden. Bei den letzten Lieferungen wurde immer wieder gesehen wie JPM auf der Käuferseite zu finden war. Aber auch hier muss man Kundenkonto und Eigenhandel auseinander halten.
Auch nicht plausibel halte ich die Aussage das der OTC Markt zur Beeinflussung der Kurse genutzt wird. Beim Goldmarkt spielt in geringem Umfang sicher auch OTC eine Rolle. Der Silbermarkt ist m.E. zu klein dafür. Im OTC Handel ist es m.E. eher möglich das höhere Preise als uns vorgegaukelt vereinbart werden.
Mal abgesehen vom Fixing findet die Preisfindung der Edelmetalle ausschließlich im liquiden Futurshandel statt. Es gibt keine andere Börse die zur Preisfindung herangezogen werden kann.
Das der Futurshandel dann auch noch zum Management der Kurse genutzt wird ist mittlerweile Verschwörungspraxis. Auch im Aktienhandel sind Auffälligkeiten vorhanden.
Zustimmung von mir bekommt Herr Morgen in der Aussage, dass die Deutung der COT Daten für die Edelmetalle früher nach alt hergebrachten Regeln zutreffender waren. Früher gab es auch keine Computer die in Bruchteilen einer Sekunde elektronischen Handel führten.
Früher musste der Halter eines short Kontraktes tatsächlich liefern. Heute bekommt der Käufer nur noch eine elektronische Verrechnungseinheit.
Nicht alles was im Netz zu finden ist, ist auch richtig.
Allen einen goldigen .... und lasst euch nicht vera.......
