Beiträge von Delphin

    Bin begeistert - das was da abgeht ist ja der wahnsinn.
    Ich möchte gerne Aktien kaufen, aber ich muss zugeben das ich relativ ahnungslos bin. Nun lese ich hier und auch auf anderen Seiten sooo viele Empfehlungen (wobei die Erfolge der Empfehlungen von the brain mich echt fast vom Hocker reißen) .......ich kann mich am Ende aber nicht entscheiden zwischen so vielen welche wohl die beste Investition wäre bzw. möchte ich nicht gerade die eine erwischen wos grad mal Bergab geht...
    Gerade weil mir das Hintergrund Wissen etwas fehlt. Ich denk mir dann meist, da muss es doch mal wieder Bergab gehen und kaufe deshalb nicht.
    Welche Aktie sollte man gerade jetzt kaufen? freu mich über ne Antwort....

    Ich habe auch keine Ahnung von Minenaktien. Bisher hatte ich nur 4 Explorer (2008, früh gekauft) auf bis zu 95 % Verlust versenkt.


    Ich mache es diesmal so wie Troisinette einem Einsteiger, der mit Edelmann diskutieren wollte, riet: "Wenn Du schlau bist, hör auf zu diskutieren und häng dich dran". [smilie_happy]


    Genau das mache ich jetzt auch. Ich guck was Edelmann macht, lese aber auch die Infos der anderen und hänge mich dran. (Danke übrigens, falls wir uns mal sehen, geht das erste Bier/Kaffee/Sekt auf mich, egal wie das endet).


    Nach und nach, mal hier 500 € mal dort 1000 €. Und ich habe mir vorgenommen bei grösseren Rückschlägen ganz schnell Leine zu ziehen. Und ich gehe nur mit Spielgeld rein. (also nicht falsch verstehen 1000 € sind für mich kein Kleingeld, aber ich habe sie gerade binnen 2 Monaten gewonnen weil Borussia Dortmund so gut kickt. Und gegen den BVB (als Aktie) ist Orka Silver hart wie Kruppstahl.


    Weisst Du, ich habe den Eindruck, momentan läuft alles, was einigermassen Substanz hat. Und Werte mit mindestens etwas Substanz zu kennen, traue ich einigen Usern hier zu. Das ist ein bischen so, wie damals am Neuen Markt, nur dass man am Silberpreis POS beobachten kann wann es knallen wird. Dann raus.

    Hi Milly,


    ja hat mir auch gefallen. Aus einem sehr stringenden Esotherik Buch. Eines mit Zen Buddistischer Strenge. (kann den Titel bei Interesse rauskramen)


    Die Theorie besagte ungefähr folgendes:
    - Das Gehirn, besser der Mind, ist nichts weiter als eine Rechenmaschine. Sie besteht aus einer Art Logikprozessor (1+1+1=3) UND emotionalen Grundfunktionen.
    - Das Gehirn hat die Aufgabe uns am Leben zu halten.
    - Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    - Deshalb misst, berechnet, beobachtet es alles und jeden, den ganzen Tag ohne Punkt und Komma.
    - Wichtiges wird gespeichert und sozusagen eingebrannt. Sowohl das Geschehen selbst, als auch der schnelle unmittelbare Zugriffsweg.
    - so soll Zeitverlust bei der Berechnung wichtiger Ereignisse vermieden werden.
    - Diese Zugriffswege werden bevorzugt genutzt. Sie waren ja schon mal richtig und führten zu befriedigenden Lösungen.
    - Dumm, wenn die Lösungen nicht mehr zur Fragestellung passen, weil sich Perspektiven verschoben haben.
    - Wir sind nicht durch unser Gehirn definiert, es ist nur eines unsere Tools.


    Typische Beispiele:
    Hund beisst Kind. Kind macht grossen Bogen um Hund. Immer, auch bei Umkehrung der Kräfteverhältnisse. (Das 'Überleben wollen', war für den Eintrage verantwortlich)


    Junger Autofahrer überholt mit VW Käfer den Opel Kadett bei Tempo 125: Jubel auf den Rücksitzen, Zustimmung --> Prima Gefühl. (Eintrag ins Gehirn erfolgt und wird tausend mal bestätigt)
    20 Jahre später und bei dichtem Regen: (Ein echtes Beispiel) Zwei Porsche jagen sich gegenseitig bei Tempo 200 über die Autobahn. Die Polizei, im Hubschrauber (!), über Megaphon, versucht die beiden zu stoppen, muß aber abdrehen, weil es sogar im Heli zu gefährlich ist(!). Die Gehirne der Autofahrer hatten - vermutlich - keine Zeit mehr, etwaige gewünschte Korrekturen abzuspeichern.
    (Ich bin schneller! - War den Fahrern wichtiger, als zu überleben)
    Gut, vielleicht war der Index, der zum Tod führte, auch wie folgt verknüpft: Schnelligkeit - Lachen - Jubel von den Rücksitzen - Minirock - Held des Tages - Sex mit Sonja.
    Dann hatte der Fahrer nur ausser acht gelassen, dass gerade keiner lacht, die Rücksitze leer sind und Sonja inzwischen (bestens) verheiratet ist. Aber das Gehirn war ja auch noch mit Teil 1 der durchaus reizvollen Eintragung beschäftigt.


    Weil die Zugriffswege verdrahtet sind ist es so schwierig, schon als schädlich erkanntes Verhalten, schnell zu ändern. Es dauert, bis sich neue Verhaltensweisen zuverlässig etabliert haben. (usw. Vieles Mehr...)


    Um was zum Thema zu schreiben:
    Mein Hirn sagte heute:
    Depot - Silber Minen: Orko im +, Carpathian im +, Rochester nach wie vor Tod, ECU nur noch halbtod, Silver Wheathon im +. Nachkaufen, nachkaufen nachkaufen! (VG Gold, Minera). Laufe jetzt einfach, gierig, mit geringen Umsätzen und blind Euren Empfehlungen aus dem Minenthread hinterher. Danke! (Im Moment. Spätere Reklamationen vorbehalten...)
    Seit 2 Monaten mit viel Spass, bei geringen Umsätzen.

    das ist doch ganz einfach, dann sollte die AG mal die 900.000 Stück am Markt aufkaufen, schneller kann man kein geld verdienen

    Stimmt, wo sie doch gerade Ihren Aktienwert von z.B. 15 auf 5 Mio's geshortet (naked) bekommen hat und die Hausbank kurz davor ist Ihre Kredite zu kündigen. Hat sie bestimmt die Luft um mal eben 800.000 Aktien aufzukaufen. Ausserdem bemerkt sie den Schwindel wahrscheinlich eh erst mit einigen Wochen Zeitverzug. Davon abgesehen ein schicker Plan :thumbup: .

    Der betreffende Verkäufer hatte also weder die 200.000 Stück geschweige denn die 800.000 verkauften Aktien. Wieviel soll denn der AG-Eigner kaufen?
    Die 800.000 wurden doch bestimmt nicht am/in einem Stück verkauft - wie sieht es mit der Veröffentlichungspflicht aus.

    Eine AG hat insgesamt 900.000 Aktien ausgegeben.
    700.000 Aktien sind im Besitz der AG selbst, oder im Besitz der Familie und werden NICHT gehandelt.
    200.000 sind also auf dem Markt handelbar.
    Zu einem Zeitpunkt X verkauft dann eine Bank / mehrere Banken insgesamt 800.000 Aktien. Egal wie oft und in welchen Tranchen.
    Die AG bekommt angezeigt/gemeldet, dass zu diesem Zeitpunkt z.B. 10 Aktienbesitzer jeweils 80000 Aktien halten (z.B.).


    Nun wundert sich die AG, wie es sein kann dass es zum Zeitpunkt X, plötzlich insgesamt 1.500.000 geben soll, wo doch nur insgesamt 900.000 existieren und dann auch noch 700.000 Aktien im Firmentresor ruhen.

    Was Du nicht erkennst: Umgekehrt wird ein Schuh draus. Nämlich so:


    Nach Aktienkurseinbrüchen und/oder Nichtgewährung von Krediten, abgesprungenen oder (häufiger) nie aufgesprungenen Großkunden etc. verweisen Management und/oder Aktienfanboys schlecht geführter Unternehmen gerne auf die ominösen *ShortSeller* als Sündenböcke.


    So einfach ist das.

    es geht hier nicht um Short Seller, sondern um Naked Short Seller. Kann sein ich habe das bei meinem letzten Post vergessen zu erwähnen - dann sorry - aber das ergibt sich aus den letzten paar Einträgen. (Und jetzt nicht Bitte nochmal, alle Aktien Shorts sind erstmal naked, oder sowas, das haben wir ja alles abgearbeitet. x-mal).


    Ach ja und ich vergass: Kein Argument ist zu blöd, um zu einer Entschuldigung für das eigene Versagen zu nutzen. So funktioniert der Verstand eines jeden Menschen.
    Es gibt zwei hauptsächliche Ziele des Verstandes (besser ist das englische Mind (da es mehr ist als nur das Gehirn, also die Hardware)):


    1. Er will überleben
    2. Er will recht haben.


    Oft ist Letzteres wichtiger als Ersteres.

    800.000 verkauft, nur 200.000 im freien Handel? Wunderbar...da kannst du als Eigner aufkaufen wenn der Kurs massiv fällt und dann ist der Shortie erledigt...und/oder das MANAGMENT, also deine eigenen leitenden Angestellten!, sind ihre verliehenen Aktien los... Managmentaktien halt ich eh für ein Unding...

    Dass die Preisdrückung der Aktien auffallend oft vor der Vergabe eines neuen Kredites für das Unternehmen stattfindet. Das bedeutet, zu dem Zeitpunkt hat die AG kaum die Kohle für Aktienrückkäufe. (Wäre zwar ein Superkonter und eine echt gute Idee, so den Spiess einfach umzudrehen :P . ). Aber ohne Sicherheiten - kein Kredit. Weniger Sicherheiten - höhere Kreditkosten. Schafft es also z.B die Bank Dein Aktienkurs zu halbieren, zahlt die AG vermutlich einige fette % mehr an Zinsen.

    Nehmen wir an Du leitest dei Edelmetall Handelsabteilung einer Grossbank.
    Nehmen wir an, Du hast über Jahre, wenn nicht jahrzehnte, Dein Geld damit verdient, den Markt in Grund und Boden zu shorten. Nun merkst Du, dass Dir Dein Geschäftsmodell ausgeht. Du kannst nicht mehr auf Teufel komm raus verkaufen, weil der Stoff knapp wird. Ausserdem haben Dir so ein paar Amateure eine Prozess wegen Marktmanipulation als den Hals gehängt. Was Dir normalerweise egal ist, aber im Zusammenhang mit dem knappen Stoff werden Opferlämmer gesucht werden. Das ist nicht Deine Lieblingsrolle.
    Was machst Du?


    Wir wissen nicht, was Du tun wirst, aber wir wissen was die taten, die Gottes Werk auf Erden verkaufen, äh, tun. Nein, nicht der Papst, die anderen. Gold Man Sachs. Sie hatten rechtzeitig vor dem 2008 Knall, Ihre Positionen glatt gestellt. Sie hatten alle gebündelten Hypothekenpapiere, die noch in Ihrem Besitz waren, über den Paulsen-Hedgefond rückversichert. Sie hatten, nachdem sie jahrelang den Hypothekenschrott in Milliardenbeträgen produzierten, lagerten, bewarben und verkauften und in den Zeiten immer long waren, eine schwarze Null in den Büchern. Genau zum richtigen Zeitpunkt. Es gibt keine Zufälle und wenn Du mit Gott SO stehst, bauchst Du auch keine.


    Ist es das, was unsere Grossbank gerade an der Comex anpeilt? Die Shorts glattstellen, weil es jetzt ernst wird? Und ist man sich darüber so sicher ist, dass man es in Kauf nimmt, in steigende Preise hinein zu kaufen? Möchte man wenigstens mit einer schwarzen Null dastehen, wenn an der Comex die Bürgersteige hochgeklappt werden und der Staatsanwalt durch die Flure schlendert?

    Zitat von »Milly«
    Unfreie Märkte durch Geld- und Machtkonzentration sind natürlich ein allgegenwärtiges Problem. Eine Patentlösung hierfür hab' ich natürlich nicht.



    Ein Problem ist es erst, seitdem so genannte Wirtschaftswissenschaftler in ihren ökonomischen Fieberträumen vom freien Markt faseln. Auf dem Fantasiegebilde ?freier Markt? wollen dann so genannte humanistische Aufklärer den Menschen, als selbstbestimmtes Individuum, zur freiheitlichen Entfaltung kommen lassen. Dass für ein dergleichen idiotisches Ansinnen keine Patentlösung vorliegt versteht sich von selber.

    Oh, ein Problem? Ich hatte mir das immer so vorgestellt: Ich wähle die FDP und alles wird gut. Die sind ja im Besitz aller Patente, bezüglich Märkte und der Freiheit. Und - ach ja, wie ich inzwischen weiss, auch bezüglich der Idiotie. Wie man hört ein gutes Geschäft, letzteres. Jede Menge Lizenznehmer .... zitierte ausdrücklich ausgenommen!

    ist ein Berater bzw. Analyst der u.a. dabei hilft neue AG's an den Markt zu bringen. Er hat das Short Selling in der USA analysiert und sein Fazit aus der Lage der kleineren AG's ist: Ich kann keinem Firmeninhaber in der USA raten eine AG aufzumachen. So die Firma etwas besitzt, ein Patent, eine technische Lösung, die sich Grosskonzerne gerne einverleiben möchten, sollten Sie auf keinen Fall eine AG eröffnen und an die Börese gehen! Denn die grossen Konzerne haben die Möglichkeit den Aktienkurs der kleinen AG in den Boden zu versenken. Sie also eventuell Ihrer Sicherheiten zu berauben, die sie für Kredite hinterlegt hat. Dafür gibt es anscheinend 100te von Beispiele, einige Prozesse sind am Laufen. Es gibt wohl auch Beispiele für AG's, von denen zu einem Zeitpunkt 800.000 Aktien verkauft waren, obwohl nur 200.000 Aktien frei verfügbar waren. Den Rest hielt das Management bzw die Eigentümer.


    Hier ein kleines Interview mit ihm.
    http://www.netcastdaily.com/broadcast/fsn2008-0531-3b.asx


    Wir hatten die ganze Thematik schon mal vor ca. 2 Jahren (Jim Puplava suchen).


    Und Milly, warum gründet jemand eine AG?. Zum Einen - das wird eher ein seltener Fall sein - um einfach und schnell Eigentumswechsel herbeiführen zu können. (Im Gegensatz zu einer GmbH, z.B.).
    Hauptsächlich wird man aber durch die Gründung einer AG an Neues Kapital kommen wollen. Mit den Aktien, die die AG selbst oder Ihre Egentümer halten, kann die AG selbst, als Sicherheit für weitere Kredite hinterlegen. genau diese Sicherheiten sind gefährdet wenn der Kurs einer Aktie, künstlich, versenkt wird.


    Der Markt hat zwar immer recht, aber nur wenn es einen freien Markt gibt.
    Spielen Microsoft zusammen mit der Bank of America gegen die 100 Mann Bude aus Califonien, wird die Mini AG nicht lange überleben können. Vor allem nicht, wenn bestehende Gesetze umgangen werden. Naked Shorts sind ein Verstoss gegen bestehende Recht (USA --> 14 Tage, EU --> 3 Tage bis zur Glattstellung des NS.).

    Eins ist aber auffällig, bei stagnierendem bzw. rückläufigem OI im Silber haben wir fast durchgehend Riesenumsätze. Noch im September gab es viele Tage mit 40.000 und weniger. Jetzt sind wir oft bei 100.000 und mehr???? Am Freitag, Brückentag, wurden über 110.000 Kontrakte gehandelt. Das ist schlicht unglaublich!


    War das der Trick der Shorts? Durch permantes Daytrading die eigenen Positionen zu vernebeln und zu verschieben?

    Sehr interessant, danke.

    Ohne Leerverkäufe (und Spekulanten) kein Warenterminmarkt mehr. Warentermingeschäfte sind ein Bestandteil von freier Marktwirtschaft und freiem Handel. Das führt zu Wohlstand.
    Ist mir zu Marktliberal. Wenn man aus der Finanzkrise etwas lernen kann, dann doch wohl, dass dies nicht stimmt.


    Planwirtschaft und Protektionismus führt zu Armut und Hunger. Wenn man das eine nicht will, muss diese beiden noch lange nicht wollen.


    Die Silbermanipulateure haben gegen genug Regeln verstossen. Wenn man die alten Regeln nicht durchsetzt, braucht man auch keine Neuen. Auch meine Meinung.

    UND: Es gibt einen grossen Unterschied zwischen Shorts und Naked Shorts.

    Erkundige dich ob Du in Deinem Depot eine Erlaubnis unterschrieben hast eine 'Wertpapierleihe' zuzulassen. (Kann im Vertrag anders genannt sein, sachlich handelt es sich um eine Wertpapierleihe).


    Anscheinend betreiben das Geschäft nur Grossbanken die einen direkten Zugang zu den Börsen haben. Die Sparkassen haben das z.B. nicht. Nur würde ich nicht ausschliessen wollen, dass sie trotzdem an Grossbanken leihen, die dann sammeln und grössere Blöcke auf dem Markt verleihen.

    Leerverkaeufe schaden mehr als sie nutzen! Und wo hat das Wohlstand gebracht???? Ich selber habe durch die BETRUEGER!!! der WESTLB viel Geld verloren. Die haben ganz schlau die Aktien die ihnen vom Firmengruender anvertraut wurden, OHNE den zu Fragen leerverkauft, weil sie wussten das wenn sie den Kurs gen NULL treiben und dazu noch schlechte Ratings ausgeben NIEMALS ein Fond einsteigen wird und sich NIEMALS wer finden lassen wird der den kompletten Free Float aufkaufen wird.

    Als ich das mal verstanden hatte, dass meine Bank, wenn ich über sie Aktien kaufen lasse, sich - im Normalfall - unterschreiben lässt, dass sie diese meine Aktien, die auf meinem Depot liegen, verleihen darf. Damit sie jemand leer verkaufen darf!! (Kleines unscheinbares Häkchen, schön versteckt über ein schönes Fremdwort).


    So, dass heisst doch nichts anderes, als dass der Deponent meiner Aktien, dem ich ja erstmal vertraue, nichts besseres zu tun hat sich direkt unterschreiben zu lassen, dass er gegen meine Interessen verstossen darf! Er erweitert mit den verliehenen Aktien, dass Angebot und drückt den Preis. Will ich das? Welcher Aktienhalter möchte das?


    wef. Du schreibst, short Selling hätte enorm den Wohlstand vergrössert. Fragt sich nur: Wessen Wohlstand? Und wenn einer gewinnt (an Wohlstand) muss wohl irgendwo einer verlieren, ausser es wird am Wegesrand ein echter Wert geschaffen, wie z.B. eine Glühbirne, oder eine Schule. Billigere Rinderhälften schaffen aber noch keinen Wohlstand. zumindest nicht bei den Bauern, die deshalb ihre Ranch verlieren. Noch nicht mal bei den Konsumenten, denn sie bekommen jetzt vielleicht die Rinderhälften etwas preiswerter (der Grossteil der Marge wird ja unterwegs abgeschöpft) aber meist geht das auch mit einem deutlichen Qualitätsverlust einher.


    Und naked short selling ist Betrug.

    jeglicher Kredit ist ein Leerverkauf. IA von Arbeitsleistung gegen Geld! Hypothekenkredite!


    Wie sollte unser system ohne Kredit funktionieren? In Kredit steckt übrigens das lateinische credere = glauben. Ein Kredit beruht auf Vertrauen. Unser gesamtes Wirtschafts- und Finanzsystem beruht auf Vertrauen. Und nicht auf physischem Gegenwert!

    Auch ein Kredit ist kein Leerverkauf. Wenn ich ein Haus kaufe, nehme ich das Haus relativ schnell in Besitz (oder eben nach und nach bei einem Bau) und die Bank hat als Sicherheit einen Eintrag ins Grundbuch. Beide besitzen also - physisch - eine Sicherheit.


    Von der Bank aus gesehen, ist ein Kredit eine Investition. Sie riskiert 10000 Euro (ca. Mindestreserve derzeit 3%, aber es gibt Rücklaufeffekte), erzeugt damit weitere 90000 Euro und stellt Sie einem Kreditnehmer zur Verfügung. Dafür möchte sie Sicherheiten, meist in voller Höhe des Kredites, bei guten Sicherheiten vielleicht auch nur die Hälfte. Die 100.000 gibt es, sobald sie erschaffen wurden, für die Dauer der Kreditvergabe. Ich sehe nicht, was hier Leer verkauft sein sollte?


    Das Problematische bei einem Leerverkauf ist, dass die Angebotsseite verlängert wird. Es gibt AG's, die plötzlich feststellen mussten, dass zu einem Zeitpunkt X, 1.000.000 Ihrer Aktien auf dem Markt verkauft wurden, obwohl nur 200.000 Aktien frei verfügbar existierten! Das heisst, jemand hatte, weit mehr Aktien angeboten als existent waren, dadurch ging der Marktpreis nach unten und die AG's kamen finanziell in Bedrängnis. (Weil z.B. der Aktienbesitz der AG als Haftung für Kredite hinterlegt war).


    Deshalb ist ein Leerverkauf bei Aktien grundsätzlich nur kurze Zeit erlaubt. Nämlich nur wenige Tage, bis ein Market Maker seine Naked Shorts decken konnte. das sind in der EU so etwa 3 Tage, in der USA ist die Frist länger.


    Also, man weiss um die Problematik des Themas, deshalb ist es eigentlich verboten, bzw. nur eine kurze Übergangs-)Zeit erlaubt. Nun ist die Frage, wie das bei der Comex in der Realität gehandhabt wird. Wahrscheinlich so wie es der politik gerade in den Kram passt.

    erkaufen was man hat, macht man zwar manchmal, aber längst nicht immer.
    Der Autohändler verkauft Dir Deinen Neuwagen, den er nicht hat, bestellt ihn dann (auf Kredit?) , liefert ihn dann gegen Bares o. Scheck und bezahlt ihn selbst hinterher (Zahlungsziel) beim Hersteller.
    Passiert also ständig und überall...

    Also das ist sicherlich kein Leerverkauf!


    Denn der Käufer zahlt beim Vertragsabschluss nicht. Er zahlt erst wenn das Auto, physisch, vor ihm auf dem Hof steht.

    Eigentlich wundert es mich dass hier nur wenige erkennt haben was auf den Silbermarkt los ist. Es ist einfach ein Schachspiel. Wer es kann weiss sicher was ich damit meine. Erst kommen die Bauern am zug und ràumen schòn dass Brett auf. Dann ist es Zeit fùr die Figuren und erst am Ende ist die Kònigin drann. Die Hunt Geschichte war halt eine zu grosse Lektion um nicht daraus zu lernen, aber der Schwindel ist einfach zu gross und absichtlich um nicht grosse Appetite zu erwecken.

    Immer wenn er kurz vor dem Schachmatt war, sagte er: "In der Not darf der König dreimal ziehen!".

    Zitat silber_surver -----------------------------------------------------------------
    ..........aber keiner kann argumentieren, warum niemand den offensichtlichsten trade des jahrhunderts sdchon längt gemacht hat: nämlich silber in großem stil aufzukaufen, wenn doch alle so short sind (die hunt brüder waren wohl kleine fische im vergleich zu heute.).......-------------------------------------------------------------------------------------------------



    Oh das ist einfach und wurde auch schon hundert mal verargumentiert.


    Weil die Short Seite von den grössten Primary Banken der Welt gebildet wird und weil sie - normalerweise - soviel Papiersilber erschaffen können wie sie wollen. Und damit neue Shorts erzeugen und immer billiger sein können als die Long Seite. Das ist nur eine Frage zu welchem Zinssatz sie an Geld kommen. Würde die Long Seite ebenfalls aus Primary Banken bestehen, wäre das Spiel in etwa ausgeglichen - gleiche Margin auf der Short und Long Seite vorausgesetzt. Aber, die Primary Banken spielen hauptsächlich auf der Shortseite. Das Papiersilberspiel gewinnen sie deshalb - immer. Egal wieviele Private, Firmen, Fonds long gehen. Immer?


    Nun, ausser sie können aus irgendwelchen Gründen keinen billigen Kredit bekommen oder sie müssen sich wo anders angagieren.
    Ausser es treten Gegenspieler auf, die selbst in der Lage sind, Geld zu kreieren, z.B. Staaten oder Ihre Notenbanken.
    Ausser es treten Gegenspieler auf, die am Ende eines Deals darauf bestehen die Ware zu erhalten die sie gekauft haben. Und die Ware wird knapp.
    Ausser es tritt eine Kontrollbehörde auf, die der Meinung ist, ein Halter von Shortpositionen sollte nicht mehr als eine bestimmten % Satz des Marktes halten. (bereinigt um die Longpositionen (Danke wef)).
    Sonst noch irgendwelche Ausnahmen?


    Ausserdem ist Deine Argumentation grundsätzlich schon unlogisch. Hätte nicht irgendjemand, irgendetwas, irgendwann und zum Ersten Mal probiert oder erreicht, wäre alles nie passiert. Vieles ist aber schon passiert. Also dass etwas nie geschehen kann, weil es noch nie geschehen ist, ist so eine Art Truthahn Logik (Danke, Thaleb) . - Der Bauer wird mich nie schlachten, denn bisher hat er mich ja auch noch nie geschlachtet!


    Fly Truthahn, fly.....

    Schaut euch mal den Chart des POG in GBP an...da wundert einen gar nix mehr.


    cu DL....aber nur druff auf Mutti Ferkels T?uro

    wundert mich eh und seit 2 Jahren dass es um das Pfund so ruhig ist. Richtig Grabesstille.


    Ich dachte eigentlich, wir retten in Irland auch gleich die UK Banken mit. "Right or wrong our Europe!" - Scheint wohl doch nicht so zu sein?