Zitat von »Delphin«
Eine Bankensystem, das aus 1 einer Mio EK 9 Mio's an Kredit vergeben kann, hat im Falle einer Rezession grössere Probleme als ein System das aus 1 Mio nur 2 Mio's an Kredit erzeugen kann.
Das Eigenkapital ist nur der Rest, wenn man in der Bilanz von den Forderungen die Verbindlichkeiten (z.B. Einlagen) abzieht. Ich kann so viel Eigenkapital haben, wie ich will, wenn mir keiner Geld borgt, kann ich auch keinen Cent mehr an Kredit vergeben als ich EK habe.
Dr_Meyer, du und andere rechnen fälschlicherweise die Einlagen aber dem EK zu, wodurch kompletter Murks herauskommen muß.
Da erübrigt sich dann tatsächlich jede weiterführende Diskussion.
trenntWände, so jetzt habe ich es satt. Du vermischst, nicht ich. Du kommst doch wieder mit Deinen Forderungen/Verbindlichkeiten. Kannst du denn nicht verstehen, dass der Faktor 9 für ALLES gilt was bei der Zentralbank als Mindestreserve anerkannt wird?
Für Einlagen gilt das nur teilweise, natürlich kann keine Forderung aus einer 30 jährige Baufinanzierung mit Einlagen (VblK) auf einer Anzahl von Girokonto hinterlegt sein. Aber für den Teil der Einlagen, die Zentralbankfähig sind (z.B. werden 7 jährige Sparbriefe das zu einem %-tualen Teil sein) gilt der Faktor 9.
Beispiel:
Bank macht gerade ihre Pforten auf.
EK = 1 Mio
Forderungen = 0
Vblk = 0
okay?
jetzt vergibt sie, alles was sie kann an Kredit.
danach hat sie:
1 Mio Forderungen an die Notenbank (Mindestreserve) weil dahin überwiesen.
0 Verbindlichkeiten, da noch keine Einlagen erhalten.
9 Mio Forderungen an diverse Kreditnehmer.
+ 0,45 Mio Forderung aus Zinsenzahlungen an die Schuldner (5 %)
und was nun Herr trenntWände????? Was ist daran falsch????
zahlen alle und sie kann das nach einem Jahr glatt stellen hat sie
1,45 Mio EK
0 VBLK
0 Forderungen (Zentralbank hat zurück überwiesen, Gläubiger haben gezahlt).
ach sie bekommt ja auch Einlagen ......Dann darfst Du Dir jetzt bei dem obigen Beispiel 2 Mio an Einlagen dazu addieren. Überall da wo 'Einlagen' und '0' steht. Da diese alles Gehaltskonten sind, ändert sich an den Forderungen und an der Kreditvergabe nichts. Sagen wir sie werden jede Nacht an die Zentralbank überwiesen, morgens wieder zurückgeholt und bringen 1 % Zins. Die Bank muss dafür 1 % an die Kunden zahlen, mehr ist nicht passiert. Am EK ändert sich nichts, okay?
Bekommt sie längerfristige Einlagen darf sie darauf wiederum teilweise Kredit ausgeben.
Aber das was das Entscheidende ist und ohne dass Du daran mischen kannst, ist, dass sie aus 1 Mio EK 9 Mios an Kredit erzeugen kann! Und wenn das nicht stimmt, dann würde ich jetzt gerne hören was an diesem Statemant falsch ist. Und komm mir nicht mit Einlagen, Verbindlichkeiten oder dass sie auch die Putzfrau zahlen muss. ES GEHT UM DEN FAKTOR NEUN!
Und wenn die Privatbanken von der Zentralbank auf ein Jahr einen Kredit bekommen (wie gerade geschehen) und dafür irgendwelche Hypothekenpapiere plötzlich zentralbankfähig werden, dann darf die Privatbank davon auch Kredite ausgeben. Das soll sie ja gerade tun, damit die Wirtschaft wieder anlaufen kann. Tut sie aber nicht, weil sie befürchtet, das Geld nicht zurück zu bekommen, aber das ist eine andere Geschichte.