Beiträge von Delphin

    Danke für die Info und Deine Arbeit. Ich finde das Schreiben des Petitionsausschusses bemerkenswert, denn es weicht in einigen Punkten erheblich von dem ab, was ich bisher - aufgrund vieler Informationen - annahm.


    1. die Bundesbank macht regelmässige Revisionen des Bestandes und vor Ort. Die Barren sind numeriert.
    2. Goldleasinggeschäfte finden statt, sind aber im einstelligen % Bereich. Tendenz abnehmend. (Allein schon, das die Leasinggeschäfte offiziell zugegeben werden!)
    3. Grosse Teile des Goldes lagern doch wieder in Deutschland. (Das deckt sich mit einer Info die Hellmeyer, bei einem Interview gab).


    also ich will nun nicht zu optimistisch sein und die Angaben sind eh ungenau, aber es ist schon ein Unterschied, zwischen diesen Aussagen und meiner bisherigen Annahme, dass bis auf wenige Tonnen alles im Ausland gelagert sei.

    Griechenland Bailout steht.


    Griechenland bekommt im kommenden Jahr von der EZB bis zu 30 Milliarden Euro zu 5 % Flatrate, falls am Markt höhere Preise verlangt werden sollten. Der IWF soll ebenfalls mithelfen. Dottore meint, er sei nicht mehr als ein Feigenblatt.


    Das Leben kann so einfach sein, wer in der EU Geld hat, zahlt. Glückwunsch, Bürger, weiter so.

    Hallo Infoschub


    zu 'Innerem Wert'.
    zu diesem Thema gab es hier schon heisse Diskussionen. Nämlich zu dem Thema: 'Hat Gold einen Inneren Wert?', also einen Wert an sich. Anfänglich war ich der Meinung dass dies so sei, aber es ist schwer, wenn nicht unmöglich zu begründen. Also habe ich mir abgeschminkt davon zu reden, dass Gold einen 'Inneren Wert' hat. Muss ja auch nicht. Und deshalb, kann der 'Innere Wert' des Goldes für mich auch nicht fallen. Was - aus meiner persönlichen Sicht - nicht (mehr) ist, kann auch nicht fallen.


    zu Währung oder Rohstoff.
    Ich habe gerade - ich meine es war bei Dr. Neugebauer - eine Definition gelesen, die mir bisher am Besten gefallen hat. Er schrieb (sinngemäß) , Gold sei eine Metawährung, weil es zu allen Zeiten und an allen Orten in eine der 'gesetzlichen Zahlungsmitteln' umgetauscht werden kann. Und mit Hilfe dieser, meist staatlichen, Währung lassen sich Güter oder Dienstleistungen erwerben. Das geht natürlich auch auf direktem Weg - Gold gegen Ware. Der Umtausch gelingt eigentlich immer und überall, natürlich ist er mal vorteilhaft, mal nachteilig. Es lassen sich Notfälle ausdenken bei denen der Wert des Goldes gegen Null gehen könnte (Wassermangel, Hungersnot, Eigentum wird nicht geschützt). Diese Beispiele gelten dann allerdings auch für die gesetzlichen Währungen. Es lassen sich allerdings sehr viel mehr Beispiele denken, bei denen der Wert einer staatlichen Währung schwindet, der Wert von Gold gleich bleibt (oder bezogen auf diese überschuldete Währung massiv steigt).
    Würde irgendwo Gold verboten, könnte es immer noch zu einer anderen Zeit oder an einem andern Ort getauscht werden.
    Ich würde also den Begriff 'Metawährung' übernehmen wollen, das Gold als eine Übergeordnete und Übergreifende Währung zu betrachten, ist glaube ich, ein guter Ansatz.


    zu 'das Verhältnis von Gold zu anderen Waren'.
    Auch das ist schwierig, will man es über einen längeren Zeitraum verfolgen. Es gibt ja das schöne Beispiel, das besagt, man hätte über ein paar Hundert Jahre hinweg, immer für eine Unze Gold einen guten Herrenanzug bekommen. Die Qualität der Bezugs-Waren ändert sich ständig, z.B. Brot, Autos, Häuser. Das erschwert einen Vergleich. Vergleicht man G. mit einem anderen Rohstoff muss man die entsprechende Wirtschaftszyklen berücksichtigen. Wird gerade viel oder wenig Stahl oder Kupfer benötigt? Gab es genug Weizen oder zuwenig? usw. Eventuell müsste man sowas wie einen Warenkorb erstellen mit Güter und Dienstleistungen, die ein Mensch in einem Monat benötigt. Aber gehört in diesen Warenkorb ein Computer? Ein Ipod? In D. ja, in Uganda, nein?. - Das ist schwierig und führt zu unendlichen Diskussionen, deshalb neige ich dazu - für mich selbst - die Betrachtung umzudrehen und zu behaupten: 'Gold ist der Nagel an der Wand'. - Sehn wir mal, was wir für die Unze hier und jetzt bekommen, flexibel und für jede beliebige Ware.


    zu 'erhöhtes Warenangebot im Vergleich zu Gold'.
    Da der Bestand an Gold relativ langsam wächst und nicht beliebig vermehrbar ist, wächst der Bestand der meisten wichtigen Waren schneller als der Bestand an Gold. Wo das ggf. nicht der Fall ist, z.B. Öl, wird man Anstrengungen unternehmen, Alternativen zu schaffen (z.B. Elektroautos). Wegen des langsamen Wachstums, auch langsam im vergleich zu der wachsenden Nachfrage und bedingt durch eine grössere Anzahl von Menschen, die in Gold investieren wollen (China, Indien), denke ich, dass Gold nicht sonderlich an Wert wegen einer Erweiterung des Angebotes verlieren wird. Eher wird die wirtschaftliche oder politsche Grosswetterlage den Preis (in was auch immer) beeinflussen, als ein wachsende Angebot verursacht durch durch vermehrte Goldschürfungen.


    'welches Gut würde ich vorziehen, welches wäre mir eine Investition wert?'.
    Nun, das ist von der wirtschaftlichen und politschen Grosswetterlage abhängig. Hätte ich Gold - ich habe ja nix - könnte ich mir vorstellen, zu einem Zeitpunkt, zu dem die Schuldenkrise beendet ist, wäre eine immobilie zur Eigennutzung eine gute Sache. Vielleicht auch eine Investition in Schulungen, um beruflich weiter zu kommen oder gar eine eigene Firma. Aber dafür sind stabile ökonomische Verhältnisse Voraussetzung. Ein stark verschuldeter Staat und besteuerungswütige Gemeinden, Länder und Finanzbeamten sind keine gute Voraussetzungen für gute Geschäfte bzw. Investitionen. Deshalb vergeben die Banken derzeit auch so ungern Kredite.
    Derzeit halte ich Gold, Silber, Platin für die idealen Wertaufbewahrungsmittel. Ein Teil Cash und einige Konservendosen sollten nicht fehlen.


    Ich hoffe, ich jetzt besser auf Deine Argumente eingegangen zu sein.

    Also Infoschub, versuchen wir es noch einmal. Ich bin mir wirlich nicht sicher ob ich Dich richtig verstehe.


    Bisher habe ich Deine Argumentation so verstanden, dass sich die Geldmenge in den letzten Jahren Jahren (bis auf 2009) drastisch erhöht hat. Dieser Erhöhung der Geldmenge steht eine weit geringere Erhöhung des Warenangebots gegenüber. Soweit okay?


    Nun ist die Frage was Gold für dich ist. Für manche ist Gold ein Rohstoff. Falls Du das so sehen möchtest wäre er Teil des Warenangebotes und sein Preis würde steigen weil ihm eine relativ gesehen deutlich erhöhte Geldmenge gegenüber steht. Also eine typische Preisinflation der Ware Gold.


    Meinst Du das? Was wäre daran falsch? Was ist dein Argument? Auf welches Argument gehe ich Deiner Meinung nach nicht ein?

    Ja, wie gesagt, ich möchte KEIN Gold leihen. Das einzige Scenario, das sich für mich rentieren würde, ich verkaufe Dein Gold, tätige eine andere Anlage und kaufe dein Gold rechtzeitig und billiger (billiger als Goldpreis + möglicher zwischenzeitlicher Gewinn der Ersatzinvestition) wieder zurück. Da ich davon ausgehe, dass Gold steigen wird, würde das eine recht sportliche Anforderung.


    Ausserdem würde ich Deine Besicherungsforderungen nicht erfüllen wollen. Ich glaube, selbst wenn sie berechtigt sind, wirst Du so schnell niemanden finden, der sich darauf einlassen möchte. Aber das ist wiederum ein anderes Thema.

    ch WILL verleihen!


    wenn wir uns besser kennen würden, würde ich auf einige meiner punkte verzichten oder die anforderungen zumindest reduzieren.


    was glaubst du, würde ich wohl fordern, wenn du GELD von mir leihen wolltest? ich versichere dir, die anforderungen wären nicht viel besser. lediglich die sicherheitenbestellung wäre deutlich reduziert, was aber damit zusammenhängt, dass ich geld relativ einfach absichern kann. der goldpreis dagegen schwankt in euronen gerechnet, daher brauche ich einen puffer. thats all!

    Stimmt, Du hast recht, ich habe gerade falsch gedacht. Falls Du es schaffen solltest, dass das Ausfallrisiko gleich NULL ist, wäre das natürlich für dich lukrativ, selbst bei nur 2 %.


    Steigt der Wert des Goldes in der Zwischenzeit, habe ich ja nichts davon, denn ich muss ja wieder Gold liefern. Die Wertsteigerung die das Gold in der Zwischenzeit erhält. kommt ja voll dem Eigentümer zu gute. Deine 2 % wären ein add on.


    Natürlich, möchte ich KEIN Gold leihen. Nicht mal, wenn jemand keine Besicherung verlangt. Ich will ja niemaden über den Tisch ziehen. Und da ich davon ausgehe, dass Gold zukünftig mindestens gemässigt steigen wird, ist für mich nichts zu gewinnen. Ausser Barbette's Anblick.


    Bei einem Default des Geldsystems, könnten sich deine geforderten Besicherungen, relativ schnell in Luft auflösen. Das wäre dann ein Restrisiko, das ich an Deiner Stelle goldmob trotzdem nicht eingehen wollte. Aber dafür muss man einen Default als Möglichkeit auf der Pfanne haben, das ist - allgemein gesprochen - für einen Mainstreamökonomen natürlich keine Option.

    goldmob Du hast kein Interesse mir Dein Gold zu leihen. ich mach das auch immer so, bietet mir ein Kunde eine Festanstellung an, werde ich so teuer oder kompliziert, dass sie dankend ablehnen. Aber deine Besicherungsforderungen sind sehr lehrreich.


    @Misan, 20 % könnten sich sogar noch für mich rentieren, sieht man sich die letzten Jahre an. Hätte mir Babette das Ünzchen gebracht und könnte ich danach wieder einen klaren Gedanken fassen, würde ich für die nächsten Jahre von einer 20% Wertsteigerung erwarten wollen. Das würde vielleicht ein gutes Geschäft werden.


    PS: Würdest Du Babette die Übergabe für dich machen lassen?

    Und die Geldmenge erhöht sich nicht jedes Jahr? In welchem Verhältnis wächst die Goldmenge zur Geldmenge?
    Hat sich die Goldmenge in den letzten 50 Jahren nicht verändert und bekommt man für 1oz damanls wie heute nicht
    im verhältnis gesehen einen vergleichbaren Gegenwert in Waren...

    Wir sind uns einig, dass dieses wichtige Argument, diese, meine Argumentation noch unterstützt, oder?

    Und? Ich würde dir auch kein Geld leihen! Deshalb kann man trotzdem Zinsen für "Geld" bekommen.

    Nicht, wenn Du es nicht verleihst. :] Keiner, der nicht eine an der Waffel hat, verleiht Gold. Das gerade gilt auch für Zentralbanken.


    Im Ernst, falls Du jemanden kennst der mir Gold leiht, bitte Bescheid geben, ich bin interessiert. Ich darf Dir versichern, grundsätzlich Kreditwürdig zu sein. Ich zahle natürlich auch Zinsen, am Liebsten Fiat. Natürlich gerne auch eine Bank. Meinst Du du wirst jemanden finden?

    wie würdest du interne Verzisnung beschreiben, oder was würdest du darunter verstehen.

    Ich würde davon sprechen, dass die Vergleichswährung an Wert verliert, während die Devise 'Gold' einem geringeren Wertverlust unterliegt als die Devise 'Dollar' oder 'Euro'. Deshalb sieht es so aus ,als würde der interne Wert einer Unze Gold steigen, in Wahrheit fällt er nur langsamer als der 'Interne' Wert der Vergleichswährung. Fallen wird er trotzdem, weil sich die Menge des existierenden Goldes jedes Jahr erhöht.

    dass Gold Zinsen bringt. Wenn ihr das noch lange genug vortragt, dann will Eure Finanzbehörde darauf vielleicht auch noch 25 % Abgeltungssteuer.
    Und dann fällt Ihnen vielleicht auch noch ein, dass Deine Immobilie jeder Jahr 3 % teurer (Schätzwert) wird und verlangt darauf ebenfalls Zinsen und auf das Öl in deinem Öltank und Dein Auto und deine Klammotten und und und.
    Die letztgenannten Güter in Deinem Besitz, werden derzeit nicht teurer? Na, dann lass da mal einige talentierter staatlichen Statistiker einen 'Güterkorb' berechnen, dann wirst Du dich wundern wie der Dir zugerechnete Pauschalbetrag aussehen wird.


    Im übrigen stimme ich Mithras zu. Gold ist Geld und für den physischen Besitz von Geld erhält man keine Zinsen. Besitzt man Geld physisch, möchte man einen Wert aufbewahren können. Das klappt mit manchen Arten von Geld gut, bei manchen Sorten geht die Wertaufbewahrungsfunktion mehr und mehr verloren.

    Delphin
    Du hast jetzt 955 Beiträge hier und noch kein Ünzchen? :hae:
    Irgendwas haben wir da wohl falsch gemacht. [smilie_happy]

    Ja, @Misan, da seit ihr doch weniger überzeugend als ihr dachtet, was? Ich gehe immer in irgendwelche Banken und frage ob bei Ihnen eine 'Babette' mit Stöckelschuhen arbeitet. Sollte ich Sie finden, miete ich mir einen Porsche und lasse mir die Unze zum Auto transportieren. Weisst Du, sowas will ich auch mal erleben.


    Ich wollte ja schon was kaufen, ich in bin auch überzeugt das wäre das richtige Investment :!: , ich habe aber Angst das Hr. Schäuble - noch aus seinem letzten Job - weiss wer was hat und in seinem neuen Job eines Tages dieses Wissen zum Einsammeln nutzt. Deshalb versauf ich lieber alles oder schicke es meiner Freundin [smilie_blume] ins Ausland. Weg is weg. :thumbup:


    Hab nur das Problem, dass der VinoHondo in der Metro keine 5 Euro kostet (90 ParkerPunkte) und soviel schaffe ich nur mit Schwierigkeiten... Aber das ist wieder ein anderes Thema.

    Ich bestehe darauf, festzustellen, dass Gold keine Zinsen bringt. Wie Goldhamster79 nach einer Kontrolle seiner 1,5 Unzen festgestellt hat, sind es immer noch 1,5 Unzen. Ich kann das nicht kontrollieren - da ich nichts besitze - aber ich glaube mal dem Goldhamster79.


    Nochmal, ElectronicArts (ich weiss ja, was Du sagen willst), das halte ich für ganz wichtig, Gold bringt keine Zinsen, es unterliegt ähnlichen Wert-Schwankungen wie Aktien, schaut euch nur mal an wie unzulässig und grundlos der Wert schon seit Jahren steigt! Gold ist deshalb auch kein mündelsicheres Investment. Er kann natürlich auch genauso wieder fallen.


    Schauen wir was Hr. Tenhagen Chefredakteur der Finanztest (Stiftung Warentest) auf die Frage, soll man Gold kaufen zu sagen pflegt: "Um Gottes Willen, das bringt keine Zinsen." - Also, der Mann muss es wissen.


    Gold ist nur der Nagel in der Wand, was kann die Unze dafür, das die Währungen im stetigen Fluss der Zeit nur so an ihr vorbeirauschen?


    Nein, ElectronicArts, ich glaube die Unze will zinslos bleiben.
    (Vielleicht sollte ich doch mal eine Unze kaufen? ).