Ich bin erst seit 2006, lesenderweise bei den Goldseiten, 2007 habe ich mich dann angemeldet. Damals fing ich an, im Freundes- und Verwandenkreis über dieses Thema zu reden. Die meisten wollten davon nichts hören. Eine Aussage von Herr Tenhagen im Fernsehen ("Gold kaufen? Um Himmels willen! - Das bringt ja keine Zinsen" (übrigens bei damals 499€ die Unze)), machte jedes einstündige Gespräch zu nichte.
Seit der Griechenlandhilfe, ändert sich das. Freunde quetschen mich 2 Stunden zu dieser Thematik aus und bekunden dann jetzt auch mal bei 'mmm' vorbeifahren zu wollen. Das sind jetzt die Leute, die bereits Haus (bezahlt) , Frau, Kind haben und sich nun mit dem Gedanken einer Zweitimmobile befassen. Also, wenn die losziehen, dann legen die auch gleich mal 10.000 auf den Tisch. Und wenn sie dabei ein gutes Gefühl hatten, nächsten Monat nochmal 10000.
Sollte das ein Trend sein - was ich aus meiner persönlichen Sicht heraus natürlich nicht beurteilen kann - dann wird Gold noch eine ganze Weile so weiter laufen.
Verstärkt wird das noch durch den Gedanken, dass es meist so war, dass Gold dann steigen durfte, wenn die versammelte Bankenelite gerade mal mit anderem, bis unter die Halskrause beschäftigt war. Das ist zur Zeit der Fall, durch die Probleme bei Anleihenverkäufe und die entsprechenden Reaktionen der Politik könnte sich diese Situation noch verstärken bzw. hinziehen.
Sollte es noch einen kleinen Rest von normalem Marktgeschehen geben, müssten die Englischen Staatsanleihen und das Pfund demnächst enorm unter Druck kommen. Mal sehen was die englischen Herrschaften dann mit Ihrem Geld machen werden. Jedenfalls sind bei CID die gängigen Unzen und der 250 g Barren auch schon aus. Und CID ist einer der Big Player auf dem Endkundenmarkt. Weniger gängige Münzen und Barren gibt es noch. In der EU und GR Krise hat sich gezeigt, dass sinkende Staatsanleihen bullish für Gold sind, sogar beim gleichzeitigen weltweiten Absturz der Aktien vorletzte Woche und bei gleichzeitigem Sturz des Euros, blieb Gold stabil. (im Gegensatz zum SDilber, das allerdings in einer Woche alles wieder wett machte).
Wie oben Dr. Mayer schreibt, gehen jetzt auch grosse Fonds dazu über, bei sinkenden Preisen verstärkt in Gold zu investieren. Das sollte jeden grösseren Preissturz verhindern.
Die einzige Gefahr für den derzeitigen Goldpreis ist meines Erachtens ein Goldverbot. Gleichzeitig im EU Raum und in der USA. Und ob das in unserer globalen Welt noch durchsetzbar ist, ist eine Frage. Denn Australien, Kanada, Südafrika würden sich bitter beschweren. China würde, denke ich, einfach weiterkaufen und handeln lassen. Einzig Hr. Tenhagen von der Stiftung Warentest dürfte sich freuen.