Zitat von »Delphin«
Zitat von »pumpingiron«
Seit Jahren redet jeder von Inflation, die ach so bald kommen wird und selbst Chartanalysten, die hier im Forum öfters schreiben gehen alle von weiter steigenden Kursen früher oder später aus, ja wenn selbst Verkäuferinnen über Gold und Goldanlagen sprechen (soll keine Diskriminierung sein, sondern nur persönlich so erlebt...), dann ist es meistens die beste Zeit sich von Goldanlagen zu verabschieden. Alles schon dagewesen, "Neuer Markt",EM-TV Kursziel 1.000.....
(---> genau das ist ein schlechter Vergleich, weil eine Aktie jedes Quartal ihren 'Wert' erwirtschaften muss, Gold hat schon 'erwirtschaftet'. Es geht nur noch um die jeweilige Beurteilung des Wertes, die zugrunde liegenden Eigenschaften (z.B. KGV) ändern sich nicht. (Es ist immer gelb, das ausbuddeln, finden, handeln, lagern hat mal 300 Währungseinheiten gekostet, es wiegt 1 Unze,.... usw.)) Meiner Meinung nach geht es nur in gewisser Weise um Werterwirtschaftung - alles hat seinen Wert/Preis, der sich von gewissen Faktoren, hier Inflationsschutz/Werterhalt, bemerkbar macht. In Krisenzeiten lebt es sich mit dem gelben Metall sicherer, keine Frage. Je verunsicherter die Anleger sind, umso eher sind sie bereit erhöhte und zum Teil überhöhte "Prämien" zu zahlen. Wenn selbst die Bild-Zeitung über Gold berichtet....
---> Lieber pumpingiron, Du beurteilst mir zu schnell und zu einseitig. Wenn die 'verunsicherten Anleger' verunsichert und deshalb bereit sind 'überhöhte Prämien' zu zahlen dann kaufen sie vielleicht Gold aus den falschen Gründen. Was aber wenn die Goldkäufer weder 'verunsichert' sind noch 'überhöhte Prämien' zahlen, dann ist deine ganze schöne Argumentation beim Teufel! - Woher weisst Du denn das Verunsicherung zu dieser Reaktion führt? In meinem Bekanntenkreis sind ziemlich alle Verunsichert und einige haben ziemliche Aktienverlsute eingefahren, auf Gold ist aber keiner umgestiegen! Ist Ihnen zu unsicher!!
Vielleicht wollen ja einige Big-Player an den Märkten ihre Goldpositionen günstig verkaufen und auf dieses Ziel arbeiten sie geschlossen hin um nochmal ein Kaufsignal zu generieren???
Vielleicht ja sogar eine gemeinsame Initiative der weltweiten Notenbanken, um bei Kursen von um 1.000 USD /oz Goldbetände zu veräußern mit der Begründung, dieses Geld zur Schuldensenkung bzw. zur Refinanzierung der Wirtschaftsprogramme zu verwenden? (---> Keine Notenbank muss Gold verkaufen um Geld zu bekommen, zumindest solange das Ausland bzw. Investoren mitspielen. Geld erhalten die Notenbanken durch den Verkauf von Staatsanleihen, beschlossen von Politikern, verzinst durch zukünftige Steuereinnahmen. Das stützt ja auch die Banken so schön! - Erst wenn das nicht mehr möglich ist (siehe Island) werden die Staaten ihre Goldreserven einsetzen (müssen). Und dann wird die Relation zur zugrunde liegenden Währung völlig wurscht sein, da die jeweilige Währung dermassen abgewertet sein wird. Wahrscheinlich werden die Goldreserven, dann auch nicht verkauft, sondern als Faustpfand für den Wert einer neuen Währung benutzt.) Inflationsgefahren kommen ohne Zweifel aus den USA, aber auch dies ist doch allen schon bekannt. Hier in Europa wird die Geldmenge über Tender der Notenbanken gesteuert. Es ist richtig das in der vergangenen Zeit mehr Geld für Investitionen bzw. für die Wirtschaft zur Verfügung gestellt wurde, aber auch nur weil sich aktuell Banken mit der Kreditvergabe stark zurück halten. Dieses kann aber jederzeit wieder kurzfristig aus dem Markt genommen werden! (Ausser Hrn Bernancke kenne ich Keinen der glaubt man könnte das Geld kurzfristig und ohne massive Auswirkungen auf die Konjunktur, so ohne weiteres wieder aus dem Markt ziehen.)
(--> bis hierhin, meiner Meinung nach, ziemlich abwegig. Man müsste sich im Gegenteil, mal Gedanken machen warum der Goldpreis derzeit nicht im Boden versinkt. Wir haben - seit mindestens 1,5 Jahren eine Rezession und in einem solchen Umfeld sollte der Goldpreis fallen. Nach den mir bekannten Statistiken, ist der Goldpreis währen einer leichten Rezession immer gefallen. (Allerdings während einer Starken Rezession/Depression stieg der Goldpreis wieder, genauso bei der meist folgenden Inflation.) ). Und warum steigt dann der Goldpreis nicht jetzt schon in ungeahnte Höhen? Schalte doch mal die Medien an und höre dir die "Propheten" an: Inflation wird kommen, einzig sicherer Hafen Gold, Kursziele bis 3.000 USD, Leute, nutzt die derzeitige Korrektur zum Kauf denn wir sehen bald höhere Kurse...... Natürlich wird so etwas noch einige Zeit die Märkte stabilisieren, aber wie lange??? Der Edelmetallmarkt ist vom Handelsvolumen um einiges kleiner als Aktienmärkte und kann schon durch eine geringe Menge von Futures in die eine oder andere Richtung gelenkt werden.(Könnte das nicht der Grund dafür sein, dass der Goldpreis noch nicht in ungeahnte Höhen steigt? Herr Paul Volcker war jedenfalls der Meinung die Zentralbanken sollten dem Goldpreis eine erhöhte Aufmerksamkeit schenken und er meinte keinesfalls den Goldpreis zu erhöhen zu wollen.) Gold scheint mir in der Zwischenzeit eine "Modeerscheinung" zu sein, ohne das ich etwas abwerten will. Als Assetklasse zur Beimischung ist dies in Ordnung, da entsteht in der letzten Zeit wieder eine Rückbesinnung. Aber als "Rettungsanker" für das gesamte Vermögen und als einzige Strategie??? Wieviel Gewinn haben Aktien bereits in diesem Jahr abgeworfen, wenn man richtig platziert war? Ich halte es für sinnvoll, Gold als Asset zu betrachten, mehr nicht. Wie viele werden Verluste einfahren, weil Gold fällt? Dies kann schon passieren wenn den Mitmenschen langsam suggeriert wird die Rezession sei zu Ende. Wie schnell gewöhnen sich Menschen an negative Szenarien? Warum brechen Bankentitel nach dem Bekanntwerden, das noch Milliarden benötigt werden, nicht zusammen? Richtig, weil es ja schon einmal da war und alles ging ja gut.Gerade die waren die Dummen, die zu Tiefstkursen "Coba" und Dt. Bank verkauft haben. Sie sitzen nun vorm Rechner und sagen sich: Das kann doch nicht sein, es hat sich ja gar nichts verändert und die Titel steigen wieder.... Und jedem, der halbwegs informiert durch die Welt geht ist bekannt, das die Bilanzierung "erleichtert" wurde. Menschen sind gierig und rennen jedem Trend hinterher.
Dass Gold ein Trend sein soll ist mir unbekannt. Nochmal, ich kenne bestimmt 10 Kollegen, Freunde usw. die Geld in Aktien anlegen oder angelegt haben, KEINER von Ihnen kauft Edelmetalle, einige wenige, ziehen es in Bedracht, sind aber dabei Schulden abzuzahlen (Hauskauf) oder das Geld läuft in bestehende Rürupp Verträge. Wie kommst Du denn zu der Ansicht, die Anleger wären schon zum Großteil darauf umgestiegen Gold zu kaufen?